Bugari Champion C Kingsize 120 Bass mit Konverter

  • Ersteller Ersteller gupjek
  • Erstellt am Erstellt am
gupjek

gupjek

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
05.09.26
Registriert
13.02.05
Beiträge
310
Kekse
469
Ich such schon länger nach einem Konverter-Knopfakkordeon mit 120 Bässen oder mehr. Ich spiele C-Griff, aber für ein passendes Instrumente würde ich ggf auch umlernen (obwohl ich glaub dass meinen Spielvorlieben eher C-Griff entgegenkommt). Neue Instrumente liegen außerhalb meiner finanziellen Reichweite. Gebrauchtangebote sehe ich sehr selten. Jetzt habe ich ein Angebot (~7800 eur) von einem Laden für dieses alte Bugari Champion C Kingsize 120 Bass . Wachs und Ventile scheinen in gutem Zustand zu sein. Meine lokale Werkstatt hat anhand der Fotos auf ein 70er Baujahr getippt und meinte, dass der Konverter eine ältere Technik wäre die u.U. etwas schwergängig wäre.

Ich spiele weder Polka noch Klassik, sondern eher experimentelle Musik mit viel langen gehaltenen Borduntönen. Für diese Texturen und Übergänge wären Kinnregister Gold wert. Aktuell spiele ich ein Weltmeister Romance 874 (C-Griff, 120 Bässe, Stradella-Bass). Das passt von der Größe her gut, könnte aber natürlich schöner klingen und besser verarbeitet sein. Im Stradella-Bass spiele ich ausschließlich die Einzeltöne und die Akkordtasten sind eigentlich völlig verschenkter Platz bei mir, weil ich die Akkorde selber forme (was bei der Quintenanordnung natürlich auch schnell an Grenzen stößt).

Was meint ihr? Ist das ein gutes Angebot? Kommen euch hie und da mal ähnliche Angebote unter? Sprich: Lohnt es sich weiter zu warten und zu suchen oder lieber die Chance jetzt am Schopfe packen? Habt ihr andere Ideen? Am wichtigsten sind mir: Großer Tonumfang, Kinn-Register, Konverter oder Freibass.
 

Anhänge

  • IMG_20260717_144908.webp
    IMG_20260717_144908.webp
    233,9 KB · Aufrufe: 63
  • IMG_20260717_145224.webp
    IMG_20260717_145224.webp
    261 KB · Aufrufe: 53
  • IMG_20260717_145114_edit_41832027859761 (1).webp
    IMG_20260717_145114_edit_41832027859761 (1).webp
    179,7 KB · Aufrufe: 55
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer

Hallo,
Aus meiner Sicht könnte dies eine ziemlich gute Gelegenheit sein, die eine sorgfältige Prüfung wert ist:
  • Der Verkäufer ist ein Musikgeschäft, also keine Privatperson.
  • Bugari Armando ist (war) definitiv ein sehr guter italienischer Hersteller.
  • Das Gewicht des Instruments ist sehr akzeptabel.
  • Wenn das Instrument vollständig gewartet/überholt und gestimmt wurde, ist der angegebene Preis möglicherweise realistisch.
Jedenfalls wäre es einen Versuch wert, es persönlich auszuprobieren...
Ansonsten muss ich den aktuellen Trend im Spektrum der angebotenen gebrauchten Akkordeons bestätigen: Das Angebot an guten Instrumenten im Internet ist praktisch zum Erliegen gekommen. Vermutlich aufgrund der sich verschlechternden wirtschaftlichen und finanziellen Lage verschieben die Menschen den Verkauf teurerer Instrumente, aber auch aufgrund von Unsicherheit und möglicherweise Inflation. Während der Ausbruch der Pandemie nach 2020 oft dazu führte, dass hochwertige Akkordeons aufgrund ihres schnellen Absatzes (eine unmittelbare Lösung für die finanzielle Situation der Menschen) auf den Markt kamen, ist die Situation heute ganz anders. Ich glaube, dass es daher heutzutage viel schwieriger ist, ein wirklich hochwertiges Akkordeon zu finden. Und an diesem Trend dürfte sich mMn in absehbarer Zeit sicherlich nichts ändern...

Gruß, Vladimir
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Guten Morgen,

wenn Du bisher die Einzeltöne am Stradellabass benutzt , wird ein Akkordeon mit Melodiebass für Dich auf jeden Fall eine Offenbarung sein !
Ich bin vor Jahren den selben Weg gegangen, wenn auch auf einem Tastenakkordeon und mit weitaus geringerem Budget.
Ich kenne die Bugari Champion Instrumente , auch mit Convertor , sie sind auf jeden Fall erste Wahl. Das frühe Baujahr sollte dich nicht schrecken (meine Victoria ist auch schon 40 Jahre alt...) , es kommt halt immer auf den Wartungszustand an.
Die Convertertechnik hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht grundlegend geändert, da sollte es , zumal bei Bugari, keine Schwierigkeiten geben.
Hab Dein Wunschinstrument auch schon entdeckt - es ist wohl das im Musikbrunnen Böhmeke in Hannover ?
Das läßt mich etwas stutzen - ich kenne den Laden und wundere mich immer über die riesige Anzahl von gebrauchten Akkordeons , die fast schon museal aufgereiht sind. Da das Angebot nicht explizit auf Akkordeonspieler ausgerichtet ist , fragt man sich , wie lange einige der Instrumente dort schon stehen ?
Es wäre mir wichtig , daß jemand direkt im Haus, als Handzuginstrumentenbauer ausgebildet ist ?

Eine Erfahrung von Akkordeonengel kann ich nur zum Teil bestätigen :
Das Angebot an guten Instrumenten im Internet ist praktisch zum Erliegen gekommen.
Die Preise für gebrauchte Akkordeons sind unglaublich angezogen , aber eher bei den guten 96 und 120 Bass Instrumenten.
Akkordeons der Oberklasse, auch mit Convertor sind auf dem privaten Gebrauchtmarkt oft fast unverkäuflich.
Manche Anzeigen sind seit Monaten, wenn nicht Jahren bei Kleinanzeigen inseriert.

Diese Giulietti hatte ich als Tastenversion , ein sagenhaft gut klingendes Instrument in einem Top Zustand .
Hatte meine wochenlang für 2800€ inseriert und für lausige 2200€ verkauft.
Eine gute Hohner Lucia bekommt man gerne für 1200€ los, da stimmen irgendwie nicht die Verhältnisse ?

Bei Knopfinstrumenten ist aber die Auswahl eher kleiner und die Nachfrage größer .
Vielleicht lohnt es sich, da auch mal bei unseren Nachbarn in der Schweiz zu suchen,
da sie dort etwas vielfältiger vertreten sind ?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer

Servus.

Wir sind hier einfach in einem Bereich mit wenig Angebot.
Knopfakkordeone sind schon seltener und mit MIII fällt davon auch noch der Großteil weg.

Im Gegensatz zu polifonico würde ich das Alter nicht ignorieren.
Ein Oberklasse-MIII-Akkordeon zu überholen ist wesentlich teurer als ein 0815-Akkordeon, zum einen weil viel mehr dran ist und zum anderen, weil viel mehr Feintuning nötig ist.
Ehrlich gesagt, finde ich den Preis dieser Bugari ohne Generalüberholung, unverschämt.
Für 8000€ + Generalüberholung gibt es ein vergleichbares Neuinstrument, wenn auch weniger von Bugari.
Das ist soetwas wie ein 20 Jahre alter BMW mit gut 200000 Km für über 10000€.
Wegen dem Namen gibt es dafür Interessenten, aber eine gute Idee ist das nicht.
Wer sich, wie polifonico, dessen bewusst ist, kann das schon machen, aber wer den Kaufpreis als Endpreis sieht, der nicht.

Ich würde in diesem Fall auch nicht nach einem Convertor suchen, der gefragtesten der MIII-Variante.
Da sind wir im Idealfall bei Konservatoriumsinstrumenten, die am schwarzen Brett des Konservatoriums vom Absolventen sofort oder nach ein paar Jahren der geringen Nutzung zum Studienanfänger gehen.
Der dafür nötige Standardbass wird aber hier gar nicht benötigt, dementsprechend auch nicht die Convertor-Mechanik.
Hier wird ganz klar ein Freebass-Instrument gesucht.
Und wenn so eines mal angeboten wird, dann für extrem wenig Geld, weil das echte Ladenhüter sind, die sich kaum ein Händler antut.
Aber weil diese, zumal in Verbindung mit Knopfgriff, überhaupt extrem selten sind und die Erben oder Entrümpler solcher Instrumente sich nicht auskennen und sie falsch inserieren, hilft da nur, regelmäßig die Angebote zu überwachen, aber auch nur in einem gewissen Umkreis um deinen Wohnort, da auch diese Instrumente altern und man deshalb nicht alleine nach Fotos und schönen Beschreibungen gehen kann.
 
Ich wäre bei dem Preis jetzt schon davon ausgegangen, daß die Bugari generalüberholt ist ?
Sonst macht es natürlich wirklich keinen Sinn. Sind jetzt die Fotos vom Innenleben vom Händler gemacht,
oder wurde das Instrument schon einmal selbst angespielt ?

Wenn ich das richtig verstehe wird gleich zweierlei gesucht :
- eine Klangverbesserung zum Weltmeister Romance 874
- Melodiebass

Arrigo hat sicher Recht , ein Convertor macht nur Sinn, wenn man das Akkordbassmanual auch nutzen will.
Doch hier muß man sich entscheiden, welcher von beiden Wünschen wichtiger ist ?
Reine Freebassinstrumente sind oft für Musikschüler und dementsprechend klein.
Ich habe auf so einem angefangen , einer kleinen Victoria Freebass mit 34 Tasten und 33 Bass Einzeltönen.
Zum Einstieg war das nicht verkehrt , man merkt schnell, ob einem das MIII liegt.
Mit Knopf ist da die Auswahl sonderbarer Weise sogar noch größer , gerade auch bei Neuinstrumenten.

Wenn aber besondere Ansprüche auch an den Klang bestehen, kommt man wohl um ein größeres Instrument ,
wohlmöglich auch mit Cassotto nicht herum ?
Wenn aber schon die Suche nach guten Knopf Convertor Instrumenten nicht leicht ist,
wie groß mag da die Chance sein, ein professionelles Knopf Freebass Akkordeon zu finden ?

Gebaut werden/wurden sie :

Bildschirmfoto 2026-07-29 um 21.21.07.webp


Ich hatte lange die Victoria freebass mit 52 Tasten und 58 (!) Einzeltönen im Bass, das Modell hier aus dem Katalog und auf der Abbildung links.
Habe ich für 1500€ bei Brusch überholen lassen . Hab sie dann verkauft für das Convertor Modell zufällig auch aus dem Katalog, die Victoria Concert 60.
Wie Arrigo schon richtig erkannt hat , sowas ist dann ein klassischer Ladenhüter :
Reine freebass Akkordeons in dieser Preisliga sind fast unverkäuflich, ich habe meine Victoria erst nach einem halben Jahr für einen Spottpreis von unter 2000€ verkauft bekommen. Die Nachfrage war gleich Null . Wenn also doch ein Knopf Cassotto-freebass aufzutreiben ist , wärest Du, Gupjek wahrscheinlich der einzige lang ersehnte Interessent ?

 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Ich muss mich korrigieren.
Die Bilder zeigen, dass die Bugari nicht mehr im Originalzustand ist, wie ich vermutete.
Da wurde schon einiges gemacht.
Der Bugari-Mitarbeiter war sicher fitter im Umgang mit dem Wachslöffel als der spätere nicht-Bugari-Mitarbeiter.
Die Diskantklappenbeläge sehen auch wenig bespielt aus.
(Nebenbei: Was ist das für ein Klappenmaterial? Sieht seltsam aus.)

Aber warum schreibt der Händler das nicht ins Angebot?
Sind die Bassklappen noch original?
Gehört der Convertor gereinigt/eingestellt?
Sind nur manche Chöre/Stimmstöcke beim Neuventilieren neu eingewachst worden und andere weder das eine noch das andere?
Liegen alle Arbeiten vielleicht x Jahre zurück?
Was ist da los? Kann man diese Informationen von einem Fachmann nicht erwarten, noch dazu in dieser Preisklasse?
Auch beim Händler mit Garantie kann man nur das voraussetzen, was man sicher weiß, weil es bei einem Akkordeon kein Problem ist, eine Leiche mit Flickschusterei 1-2 Jahre (oder wie lange die Garantie geht) am Leben zu erhalten.

Der Prospekt zeigt: Die Paganini Cassotto wäre das, was gupjek sucht.
Aber stimmt schon: Das wird eng und bei den meisten Konkurrenten sind wir da im Bereich Spezialanfertigungen auf Kundenwunsch ohne eigene Modellbezeichnung.
 
Hallo @gupjek ,

Die Bugari mag gut oder wenigstens okay sein, aber ggf. kann man da am Preis noch was raushandeln - wenn die Stimmung nicht gut ist - gerade bei einer Stimmung ohne Tremolo/Schwebung bzw. mit sog. Nulltremolo merkt man wie gut die passt, oder ob einzelne Töne im 8'-8'-Register mehr oder weniger schweben. Da kann man gut deutlich machen, dass man es stimmen lassen muss, was etwa 600 bis 1200 Euro kostet. Und nicht damit abspeisen lassen, dass sich das noch einspielt. Also ggf. gründlich handeln.
Ich weiß, dass ist immer leicht daher gesagt - und das auch noch von jemandem, der selbst nicht gut handeln kann und das auch nicht gerne macht :D

7800 € sind schon ordentlich viel für ein solches älteres Instrument.
Für etwas mehr gäbe es auch hier Angebote:
Nur 3-chörig und ohne Cassotto; wohl heller im Klang als deine Romance 874.

Mit Cassotto für 1700 bis 1800 mehr:

Deutlich günstiger, nur Freebass:

Und ggf. auch hier einmal anfragen; hat mehr im Sortiment auf der Homepage:

Gruß und viel Erfolg,
Tobias
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 5 Benutzer
  • Ersteller
  • #8
Danke an euch alle für die hilfreichen und interessanten Antworten. Ich bin echt froh, dass ich hier nachgefragt hab!

Ich stimme auf jeden Fall zu: Ein Melodiebass wäre mir lieber als ein Konverter, weil ich den Stradella-Bass eh nicht nutze. Allerdings scheint es da ja noch weniger Angebote zu geben.

Die Fotos hier sind vom Händler - wie schon richtig vermutet: Musikbrunnen Böhmeke in Hannover. Ich hatte das Instrument noch nicht in der Hand und wohne einige Zugstunden von Hannover entfernt. Dass der Händler viele - nach meinem Empfinden relevante - Infos einfach wegließ und manche auf Nachfrage auch nicht klären konnte fand ich auch seltsam. Der Akkordeonzuständige des Ladens sagte mir am Telefon: "Von uns wurde nix gemacht, aber alles passt. Hab ich mir angeguckt." Wann genau die Arbeiten gemacht wurden, konnte er mir nicht sagen.

Zusammengefasst - meine Prioritäten sind:
- 120 Bass oder mehr*
- 4-chörig im Diskant
- Kinnregister oder die Möglichkeit zur Nachrüstung dieser
- MIII-Bass oder Konverter
- Klangverbesserung zu meinem Weltmeister Romance

*Einerseits weil ich recht groß bin (knapp über 190) und andererseits weil ich tiefe Töne spielen will - auch im Diskant - und größere Instrumente soweit ich weiß idR auch tiefer spielen.

Danke @Tobias R. für die Links! Borsini Parisina BC und Bugari Bayan Conservatory würden gut passen. Da werde ich auf jeden Fall nachfragen. Ebenso bei Czertzick.
 
Noch ne Überlegung: hast du mal ein Instrument mit vorgelagertem MIII in der Hand gehabt? Das liegt nicht jedem, aber manche wollen nichts anderes ... allerdings weiß ich nicht, wie es da mit Kinnregistern aussieht - vorgelagert ist eher ältere Technik und Kinnregister (vor allem mehrere) eher neuer.
 
  • #10
Ich weiß ja nicht,
aus welcher Richtung Du Zugstunden entfernt bist ,
doch dieser Schweizer Händler hat auch immer sehr gute Instrumente und ist gut vernetzt.
Mein Freund Israel Yinon hatte dort vor Jahren seine Bugari Convertor erworben.

Borsini Bayan Professional (Converter)

Soweit ich weiß,
sind seine Instrumente nicht direkt generalüberholt,
aber aus der Hand von Profimusikern.
So als Augenhöhe : die Generalüberholung meines großen Convertor Akkordeons hat bei Brusch 1800€ gekostet.
Die hat aber doppelte Stimmstöcke im Bass , eine normale Convertor könnte etwas günstiger sein.
Und die machen das wirklich grandios .
 
  • #11
könnte aber natürlich schöner klingen und besser verarbeitet sein.

Bezüglich Klang rate ich unbedingt dazu das Instrument auszuprobieren und sich selber ein Bild vom Klang zu machen. Soweit ich bisher Bugari hören konnte, kenne ich Bugari mit sattem Klang und kräftigem, satten Bass - aber wie gesagt - Hier unbedingt selber ausprobieren, denn mitunter gibt s große Unterschiede im Klang von Instrument zu Instrument und auch zwischen den Herstellern gibt es himmelweite Unterschiede.

sondern eher experimentelle Musik mit viel langen gehaltenen Borduntönen

Bei den Borduntönen schätze ich mal dass du die viel auch viel mit dem Bass machst - da du schreibst dass du keine Akkorde benutzt sonder die Töne mit dem Grundbass zusammenstellst. Hier kenne ich Bugari ebenfalls mit sattem kräftigen (Standard) Bass

Am wichtigsten sind mir: Großer Tonumfang, Kinn-Register, Konverter oder Freibass.
Und hier kommt ein Punkt bei dem ich dir ebenfalls unbedingt empfehle mal Instrumente mit Konverter oder Freebass auszuprobieren - insbesondere wegen des Klangs im Bass! Denn beim Standardbass werden immer mehrere Chören zusammengekoppelt für den Grundbass, was auch einen Teil des satten kräfigen Klangs ausmacht.... beim Melodiebass wird grundsätzlich auf maximal 2 ( in seltenen Ausnahmen auch 3 ) Chöre zurügckgegriffen und die klingen im direkten Vergleich so gut wie immer "zarter" als der normale Grundbass. Drum , wenn du noch nie mit Konverter Kontakt hattest - auch hier unbedingt ausprobieren, denn Klang vom Melodiebass ist nicht gleichzusetzen mit dem Klang des Grundbasses!


und größere Instrumente soweit ich weiß idR auch tiefer spielen.


Falls du das auf den Bass beziehst - nicht unbedingt! Tiefer als Kontra E gehts bei praktisch keinem Akkordeon.. und außer für den Gebrauch mit Melodiebass, weil man im Einzeltonspiel die tiefen Töne braucht ist das mit dem normalen Bass relativ unwichtig. ... Denn wenn der Bass ein G in den Noten notiert hat oder ein A dann ist der Ton bei allen Instrumenten gleich tief bzw. hoch. Erst unterhalb des G wird der Ton tiefer. Wobei tatsächliche Ton"tiefe" und gehörte Tiefe meist zwei paar Stiefel sind. Denn ein Basston wird dann als satt , voll und tief empfungen, wenn der Grundbass und der Beibass schnell und kräftig anschwingen. Braucht der länger dann klingt der Ton erstmal "dünn"... Und weil die Töne unterhalb G bis zum Kontra E in aller Regel schlichtweg mechanisch träge sind sind die immer problematisch. Aus dem Grund haben viele Hersteller als tiefsten Ton im (Standard)Bass das G- eben weil der Ton noch schnell anschwingt und demzufolge auch einfach einen satten kräftigen Bass produziert.

Wie schnell und kräftig ein Basston anschwingt hängt viel von der Bauform und Mechanik des Instruments ab - also auch hier -> unbedingt ausprobieren ob das angedachte Instrument auch so reagiert und klingt, wie man das gerne haben will!


Jetzt habe ich ein Angebot (~7800 eur) von einem Laden für dieses alte Bugari Champion C Kingsize 120 Bass .

Was den Preis angeht - der ist schon ordentlich. Aber hier würde ich erst mal nachfragen, von wann das Instrument ist und was daran gemacht wurde und was einem der Händler hier noch zusagt ( z.B. kostenloses nachstimmen innerhalb eines Jahres oder so, 1/2 Jahr Garantie, eigene Werkstatt im Haus, schnelle Termine...) und dann entscheiden, ob einem persönlich der Preis zu hoch erscheint , oder ob das für einen persönlich ok ist.



Ehrlich gesagt, finde ich den Preis dieser Bugari ohne Generalüberholung, unverschämt.
Für 8000€ + Generalüberholung gibt es ein vergleichbares Neuinstrument, wenn auch weniger von Bugari.
... Aber nicht mit Konverter! Auch wenn ich den Markt nicht intensiv verfolge kenne ich Konverterinstrumetne ( neu!) typisch ab 5-stellig beginnend nach oben offen.. Pigini hat ein halbes Dutzend Instrumente im Katalog die schon im recht deutlichen 5.stelligen Bereich liegen.. Preise um die 30.000€ sind da noch nicht mal exotisch!
Und da bei Musikstudenten mittlerweile Konverter vorausgesetzt wird gibt es hier eine kleinen aber wichtigen Markt und andere Instrumente fallen dagegen völlig aus dem Raster weil die für Musikstudenten uninteressant geworden sind ...Und da trennt sich die Spreu auch sehr schnell vom Weizen: Konverterinstrumente die vom Vorbesitzer schon etwas "heruntergerammelt" sind gehen schlecht über die Bühne weil die Instandsetzungskosten um auf Musikschhochschulniveau zu kommen ordentlich hoch sind und alle die ordentlich in Schuss sind sind demzufolge sehr schnell auch eben teurer...

...un dandere melodiebassinstrumente , wie z.B.
Reine freebass Akkordeons in dieser Preisliga sind fast unverkäuflich, ich habe meine Victoria erst nach einem halben Jahr für einen Spottpreis von unter 2000€ verkauft

genau deswegen sind die nahezu unverkäuflich und extreme Ladenhüter

Aber warum schreibt der Händler das nicht ins Angebot?
Sind die Bassklappen noch original?
Gehört der Convertor gereinigt/eingestellt?
Sind nur manche Chöre/Stimmstöcke beim neuventilieren neu eingewachst worden und andere weder das eine noch das andere?
Liegen alle Arbeiten vielleicht x Jahre zurück?
Was ist da los? Kann man diese Informationen von einem Fachmann nicht erwarten, noch dazu in dieser Preisklasse?

Warum sollte der Händler hier ein mehrere Seiten langes Statement hinschreiben was wie wo genau gemacht wurde?... Im Zweifelsfall kann man das den potentiellen Interessenten in einer Minute am Telefon präziser erklären als wortreich im Internet.

-> Wenn mich das Instrument interessiert rufe ich dort an, oder fahre hin und dann weiß ich in kürzester Zeit Bescheid. Interessiert mich das Instrument nicht wirklich , ist mir auch egal was im einzelnen aufgelistet ist... Bei Interesse frage ich hier gezielt nach , bringt einem meist mehr Erkenntnis als eine veröffentlichte Übersicht.



siehe oben - ... reine Freebassinstrumente sind Ladehüter...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #12
So als Augenhöhe : die Generalüberholung meines großen Convertor Akkordeons hat bei Brusch 1800€ gekostet.
Die hat aber doppelte Stimmstöcke im Bass , eine normale Convertor könnte etwas günstiger sein.
Sei mir nicht böse: Für das Geld bekommt man heute keine Generalüberholung von einem Fachbetrieb (Wachs, Ventile, Filze) und dann auch noch vom "Großbetrieb" mit Löhnen, Mieten und Arbeitgeberabgaben.
Das ist entweder sehr lange her oder bei deinem Instrument war für deine Zwecke - korrigier mich: kein täglicher professioneller Einsatz - auch so gut genug.
Ich habe schon lange nichts mehr reparieren lassen, vermute die Preise heute, basierend auf Preisen von vor 10 Jahren eher bei 1000€ fürs Filze wechseln pro Seite, 300€ für neue Ventile und Wachs pro Stimmstock und 500-1000€ für eine Komplettstimmung mit Einstellen des Lösabstands für gleichmäßige Ansprache beim Oberklasse-Instrument.
Summa summarum: 5000€, aber als Komplettangebot u.U. für 4000€ zu haben, oft aber auch, wegen ausreichender Auslastung der Werkstatt höhere Kostenvoranschläge, als Wink mit dem Zaumpfahl, dass man so ein aufwendiges Instrument lieber der Konkurrenz überlässt.
Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege, aber berücksichtigt, dass es sich nicht um ein Mittelklasse-Instrument handelt, sondern eines, das für ein Akkordeonstudium taugen sollte.
Vorsicht: Ich will nicht behaupten, dass irgendetwas davon bei der Bugari vom Anfang nötig ist, sondern will generell, aber ganz besonders in dieser Klasse von Schnäppchenrestaurationen mit hohem Anspruch auf eigene Rechnung warnen.
Auch will ich nicht behaupten, dass die Arbeit bei dieser Bugari so nicht problemlos funktioniert, aber das ungleichmäßige Wachs und besonders die Wachsnase, die da rechts oben über den Stimmstock gelaufen ist und die der Handwerker nicht zu entfernen für nötig gehalten hat, lassen mich zweifeln, dass dieser Lust hatte, mehr zu arbeiten als unbedingt nötig.
Und wenn ich mit meiner Vermutung Recht habe - das muss aber nicht sein - dann sind wir ein paar Tausender unter dem aufgerufenen Preis.

Auch wenn ich den Markt nicht intensiv verfolge kenne ich Konverterinstrumetne ( neu!) typisch ab 5-stellig beginnend nach oben offen..
Schreibe ich ja. Für 12000 gibt es schon etwas, wenn auch weniger von den bekanntesten Namen, und in dieser Preisklasse ist Verhandlungsspielraum. Da ist der Listenpreis bei weitem nicht das letze Wort.

Warum sollte der Händler hier ein mehrere Seiten langes Statement hinschreiben was wie wo genau gemacht wurde...
Weil er sich in Anbetracht der ihm bekannten, aber nicht durch ihn erfolgten Arbeiten nicht zu einem "generalüberholt" durchringen kann, er aber einen Preis aufruft, der das voraussetzt.

Soweit ich bisher Bugari hören konnte, kenne ich Bugari mit sattem Klang und kräftigem Bass
Korrigiert mich, wenn ich mich falsch erinnere, aber ich habe als Gründe für den Siegeszug von Pigini ab den 90er Jahren zum einen die eigene Convertormechanik und zum anderen die Abkehr vom "italienischen Bass" in Erinnerung, den die Konkurrenten länger beibehielten und davor sowieso alle großen italienischen Namen.
Der italienische Bass war oder ist ein Klangideal von einem klaren Bass ohne Nebengeräusche der Stimmzungen, der nie stört, aber sich dem Diskant auch immer unterordnet (was die Lautstärke angeht).
Bugari war und ist die erste Adresse für besonders seidige Cassotto-Register im Diskant.

Aber bei Instrumenten mit MII und MIII kann das auch ganz anders sein, da kann das eine Manual Priorität haben oder das andere und dann hat das verbleibende keine Priorität.
Tendenziell: Vor 50 Jahren italienischer bis kräftiger MII mit schlappem MIII und heute kräftiger MIII mit Rambo-MII, aber Ausnahmen bestätigen die Regel.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #13
Da magst Du vielleicht recht haben, die Victoria hat bei mir
keinen täglichen professioneller Einsatz
Das Instrument ist von 1989 , war aber im Grunde ungespielt. Filze , Mechanik , Tastatur , Balg war alles top .
Selbst die Stimmung war bis auf marginale Ausreißer noch sehr gut. War auch gewiss kein Mittelklasseinstrument, sondern das beste Pferd im Stall Victoria.
Selbst die Ventile waren noch gut , einzig der Ventilkleber schwächelte. Es wurde also alles neu ventiliert , gewachst und gestimmt. Das ist 5 Jahre her.
Möglich, daß Brusch das Konzertinstrument eines Berufsmusikers noch intensiver bearbeitet hätte, doch die Stimmung war und ist einwandfrei.
Soweit ich weiß , arbeiten sie hier in Berlin immer zu zweit , teilweise werden wohl auch die Instrumente der anderen Brusch Filialen in Berlin gestimmt.

Abkehr vom "italienischen Bass"
Das ist sehr interessant . Ich fand bei vielen Convertorinstrumente das MIII meist ganz reizvoll ,
jedoch die aus den MIII Stimmstöcken "geborgten" Töne für die Grundbässe des MII Manuals sonderbar.
Das MII klang da oft nicht so rund, wie man das vom Stradella Bass gewohnt war.
 
  • #14
Und wenn ich mit meiner Vermutung Recht habe

Auch will ich nicht behaupten, dass die Arbeit bei dieser Bugari so nicht problemlos funktioniert, aber das ungleichmäßige Wachs und besonders die Wachsnase, die da rechts oben über den Stimmstock gelaufen ist und die der Handwerker nicht zu entfernen für nötig gehalten hat, lassen mich zweifeln, dass dieser Lust hatte, mehr zu arbeiten als unbedingt nötig.

: Ich will nicht behaupten, dass irgendetwas davon bei der Bugari vom Anfang nötig ist,


Eben! ...
Was wir wissen ist dass das ein Bugari Akkordeon mit Konverter ist das für 7800€ von einem Händler angeboten wird.

...mehr wissen wir nicht.

Der Rest wurde alles komplett auf Annahmen gestützt hinein interprietert - unterstützt von ein paar Bildern bei dem man auf einem Bild eine Laufnase vom Wachsen erkennen kann. Daraus zusammen mit dem Umstand dass die Stimmstöcke eingewachst wurden, aber nicht unbedingt mit allzuviel Überschuss, wird mangelnde Qualität Instandsetzung unterstellt... also auch wieder eine Annahme.

Woraufhin hierfür wiederum Hochrechnungen angestellt werden wieviel eine potentielle Rumduminstandsetzung kosten würde .. woraus wiederum abgeleitet wird dass der aufgerufene Preis absolut überteuert ist.

Aber ich wiederhole: all dies ist nur auf den Annahmen beruhend getroffen und hochgerechnet worden. Nichts davon wissen wir! ... Kann also auch alles absoluter Bullshit sein und reine Hyperventilation!

Diese zitierte Laufnase musste ich übrigens ne ganze Weile auf dem Bild suchen bis ich die gefunden habe - Kann man als absoluten Pfusch interpretieren - ich persönlich würde das als noch nicht mal beachtenswerte Lapalie bewerten und eher bemerken das die Stimmzungen allesamt tip top aussehen und auch die Ventile allesamt soweit ich s gesehen habe sauber anliegen und sauber aufgeklebt aussehen... Wieviel Wachs für das aufkleben der Stimmplatten verwendet wird ist hier auch bissl Geschmacksache. Ich persönlich gieße auch eher mit viel Wachs ein, weiß aber auch dass man da auch mit relativ wenig zuverlässige Haltekraft hinbekommt. Kann man also so sehen oder anders - ist jetzt für mich deshalb auch kein ausschlaggebendes Kriterium.

Was wirklich die Basis ist, würde man erfahren wenn man sich beim Händler erkundigt ... das wiederum ist in meinen Augen aber auch wiederum nur für den wichtig, der sich wirklich ernsthaft für das Instrument interessiert... und für alle anderen bringt das nicht wirklich einen Mehrwert.

alles andere ist hier im Moment Schall und Rauch ,weil wir nicht wirklich was konkretes zu genau dem Instrument aussagen können.


Korrigiert mich, wenn ich mich falsch erinnere, aber ich habe als Gründe für den Siegeszug von Pigini ab den 90er Jahren zum einen die eigene Convertormechanik und zum anderen die Abkehr vom "italienischen Bass" in Erinnerung, den die Konkurrenten länger beibehielten und davor sowieso alle großen italienischen Namen.

Wie gesagt ich kenne das Instrument nicht direkt und ich weiß auch nicht was genau der Unterschied der Pigini Konvertermechanik zu den anderen ist... aber ich weiß zumindest dass einer meiner Lehrer seit etlichen Jahren eine Knopf Bugari mit Konverter spielt ... und mit dem Instrument zumindest beim Coupe mondial als Gewinner vom Platz ging...also würde ich mal behaupten: zumindest nicht ganz schlecht funktionieren tut die von Bugari verbaute Konvertermechanik schon auch .... also zumindest für den Hausgebrauch und für den Coupe Mondiale reichts wohl schon noch.

Deswegen - es kann ja durch aus sein dass es mittlerweile eine bessere Mechanik gibt - aber das bedeutet noch lange nicht dass die früheren so schlecht sind dass man darauf nicht spielen kann.

und auch was den Klang angeht:

Ob es der Klang ist den man sucht, weiß man erst wenn man das Instrument mal ausprobiert hat .. alles andere halte ich bis dahin für Kaffesatzleserei.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
×
Dir gefällt Musiker-Board.de? ❤️ Lasse dir unsere neuesten Inhalte in der Google-Suche ganz oben anzeigen!
Affiliate/Werbung
Startone
Student II Violin Set 4/4
79 €
Jetzt kaufen
Zurück
Oben