Bundeswehr im Inland - Was haltet ihr davon?

von mak123, 07.05.08.

  1. mak123

    mak123 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.05.08   #1
    Bundeswehreinsätze im Inland? Ja oder Nein!?

    Das ist im Moment erneut die große Diskusion. Doch was haltet ihr davon? Findet ihr euch eingeschränkt, oder wollt ihr auf Grund der Sicherheit, doch lieber auf der nächsten Demo Panzer um euch rum stehen haben?

    Innere und äußere Sicherheit nicht länger trennbar
    Einsatz der Bundeswehr im Inneren?

    Wäre denke ich ein interessantes Thema, um ein wenig zu diskutieren.

    MfG
     
  2. Frostbalken

    Frostbalken Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.05.08   #2
    Dem zitierten kann ich mich durchaus anschließen. Ich sehe keine Veranlassung, die Bundeswehr im Inneren einzusetzen. Wozu? Gegen "den Terrorismus", der gegenwärtig die Straßen flutet?:rolleyes: Gegen Demonstranten, die randallieren?

    Ehrlich, da sehe ich zwar Handlungsbedarf (besonders beim Demo-Problem), aber die Bundeswehr dafür abzustellen halte ich für maßlos überzogen. Ich wage auch stark zu bezweifeln, daß die inneren Probleme derart eskalieren sollten, als das "schweres Geschütz" notwendig werden könnte.

    Zumal sich die Frage stellt: Wer ist die Bundeswehr, aus welchem Personal setzt sie sich zusammen? Viele Wehrpflichtige und oft Zeitsoldaten, die eben nur in ihrem Gebiet geschult sind. Für polizeiliche Aufgaben sind die gar nicht vorbereitet. Ich bezweifle ehrlich gesagt sogar die Fähigkeit der Bundeswehr als Ganzes dieses Land zu verteidigen, wenn ich bedenke wie die Ausbildung dort teils ist. Ich war während meines verlängerten Wehrdienstes 6 Monate im Kosovo stationiert (2003) und wenn ich daran denke, wie wir auf diesen Einsatz vorbereitet wurden wird mir schlecht. Überall ein paar Crashkurse in Kultur und Verteidigung, die man im Notfall sofort vergessen hat. Sogar einen Nachmittag Training, wie man sich bei Demonstranten zu verhalten hat, juhu. Einen Nachmittag! Bei Gefechtsübungen sah es auch nicht viel besser aus, vor allem was die Rules of Engagement anging. Ein Infoblatt und einen Tag Schießübungen auf Zielscheiben, unter die auch Zivilisten gemischt waren (sollte man natürlich nicht abschießen). Wie soll man so im Ernstfall auf Konflikte vorbereitet sein?

    Die Bundeswehr bewacht ihre Stützpunkte im Kosovo ja noch nicht mal selbst, wie sollen die im Inneren zur Objektbewachung genutzt werden? Selbst Kasernen in Deutschland werden nicht ausschließlich von der Bundeswehr überwacht. Erfahrungen mit Demonstrationen hat sie auch nicht, wie sollen sie dort etwas sinnvolles bewirken können, wo die Polizei langjährige Erfahrung vorzuweisen hat? Die Trennung von innerer und äußerer Verteidigung/Sicherung hat sich doch bewährt.
    Das sind alles Punkte, für die der Einsatz im Inneren angeführt wird, zusätzlich zu den vielen, vielen Terrorakten in Deutschland ;) Soweit ich weiß, ist es auch bereits möglich die Bundeswehr durch Wege der Amtshilfe zu Hilfe zu ziehen, wenn die Polizei manchen Aufgaben nicht gewachsen ist. Warum also das Grundgesetz ändern, es besteht kein Bedarf.

    Darin erkenne ich keinen gerechtfertigten Grund, eher Gründe dagegen.

    Zumal eine Militärisierung innerer Angelegenheiten wohl kaum mehr Ruhe und Ausgewogenheit bringen wird. Angst und das Gefühl permanent in einem Militär-/Polizeistaat überwacht zu werden wären sehr viel wahrscheinlicher.
    Zusammen mit dem biometrischen Reisepass, der Vorratsdatenspeicherung, die sogar für Flugreisen ins Gespräch gekommen ist und auch Kreditkarteninformationen speichern soll, klingt das für mich recht eindeutig. Online-Untersuchungen von Heimcomputern werden auch bereits diskutiert, das ergibt für mich sicher kein Bild vom Schutz der Bürger, sondern klar ein Bild zukünftiger Überwachung.
     
  3. Fidelsen

    Fidelsen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.08   #3
    Moin!

    Geschichte wiederholt sich!

    Was Schlimmeres kann sich eine "Demokratie" wohl nicht antun, als einer zukünftigen inneren Militärgewalt den Weg zu ebnen.

    Das wäre wohl auch dem Hardliner Schäuble ihm sein "Verdienst"? :rolleyes:

    Ein Spiel mit dem Feuer! Ich habe lange kein Vertrauen mehr in die Politik dieses Landes, aber wäre dazu wegen der klar definierten Gewaltenteilung nicht eine Verfassungsänderung nötig?

    Wenn das ernsthaft in Erwägung gezogen werden sollte, könnte sich das schnell wieder irgendein totalitärer Fickfrosch, samt Gefolge zu nutze machen ......... der muss noch nicht mal aus einer kleinen extremen Minderheit kommen. Dieses "Wählerpotenzial" wurde doch zum größten Teil längst an unsere etablierten Parteien gebunden.

    (Was die faschistoiden Randgruppen und kleinen, bekennden Nazi-Parteien nicht ungefährlicher macht! Ich denke, auch diese Gefahr wird stark unterschätzt.)

    Ich hab`s nicht verfolgt, mak123, aber sollte es mehr als Wahlkampfhetzte sein (schon das wäre wirklich schlimm genug!), ist das mehr als ein Spiel mit dem Feuer.

    Die Möglichkeit eines Volksbegehrens (als Kontrollmechanismus) wurde uns meines Wissens von den Allierten seinerzeit verboten. Dem Stünde heute aber nix mehr im Wege - außer einer sinnvollen Verfassungsänderung. Das wiederum wollten unsere Volksvertreter zu keiner Zeit - die sind ja nicht blöd.

    Aber man könnte sie zwingen - unbefristeter Generalstreik und es könnte sich wieder was zum Positiven wenden in diesem kalten Lande Mordor in dem die Schatten blühen, in dem alle noch ein wenig zu satt, schläfrig und allzu naiv sind.

    Wer hier der Volkssouverän ist, sollte den abgehobenen Damen und Herren in Politik und Wirtschaft wirklich nachhaltig und drastisch vor Augen gehalten werden, bevor sie dieses Land komplett verbluten lassen.

    Meine Meinung am frühen Morgen - und nun mach ich mich mal schlau, was da wirklich dran ist!

    Gruß

    Edit: Kannste mal per Link auf den ganzen Artikel hinweisen? Oder auf das Magazin? Ich würde mir gerne ein Bild über den Gesamtzusammenhang machen. Ich finde nämlich nix darüber in den Nachrichten heute!
     
  4. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 08.05.08   #4
    "Die absicht ist nur allzu klar - -"( Zauberflöte)

    Es könnte eine zeit kommen, da die "volksparteien" so abgewirtschaftet sind, dass rand- und extremparteien mehrheitsfähig sind, und wenn demokratie im gewünschten sinn nicht mehr funktioniert, muss diktatatur für geregelten ablauf sorgen, nämlich den ständigen fluss von vermögen in die hände von wenigen auf kosten der vielen arbeitenden und wertschaffenden. Wenn die sich wehren, braucht das erworbene eigentum schutz, am besten durch die armee, die polizei könnte nicht mehr ausreichen.
    In Rio de Janeiro gibt es favellas (darunter eine, streng privat bewachte, in der die mafia herrscht) und refugien für wohlhabende, abgeriegelt und geschützt durch staatliche sicherheitsorgane, das schwebt manchem vielleicht als muster vor.
     
  5. der nico

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    Erstellt: 08.05.08   #5
    es graußt mich vor dem gedanken bei einer demo einem kampfpanzer gegenüber zu stehen.wasserwerfer+räumpanzer sind schlimm genug.
    ehrlich gesagt habe ich nur vertrauen in den willen zum selbstschutz der politiker.die spd wird zugegebener zeit auf linie schwenken und dem einsatz zustimmen.ich teile günther sch.s einschätzung. die Politiker wissen daß sie die zustimmung der masse nach und nach verlieren und sie tun nichts dagegen.


    was ist das demo problem?siehst du das nur auf seiten der demonstranten?die polizei und deren taktik sind ein teil des problems und das ist durchaus gewollt(siehe g8 gipfel).denn wenn die bevölkerung anfinge sich mit den gründen für eine demo zu beschäftigen anstatt nur auf die gewaltschlagzeilen zu guckenm, fingen sie vielleicht an sich mit dem gedanken selbst (wie auch immer) aktiv zu werden anzufreunden.so aber nutzt die gewalt niemandem außer denen gegen die demonstriert wird. es kann mir keiner sagen das sei nicht gewollt.
     
  6. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.08   #6
    Klar brauchen wir die Bundeswehr, es ist ja nicht mehr auszuhalten: überall wimmeln Terroristen herum, jeden 1.Mai die gleichen Randale, Atomkraftgegner, Flughafenausbaugegner, protestierende Ausländer oder Studenten die Autobahnen blockieren, das ganze Gesocks: Autonome, Rechtsradikale, Prügel Hools im Fußball, Amokläufer, verwirrte Piloten die in Hochhäuser krachen wollen, Umweltschützer in Schlauchbooten die es auf die Kanzlerin abgesehen haben, Kinderschänder, überall Babyleichen, die Prügelmigranten, Chaostage, Parteigegner auf Wahlkampfveranstaltungen. Mit all dem wird die Polizei doch nicht mehr fertig. Ein Panzer auf einer Demo sorgt schnell für Ruhe und dessen Einsatz ist billiger wie 5000 Polizisten, z.T. auf Pferden.
    Die Innere Sicherheit ist wichtig, und die fängt schon bei Parkremplern an, vergesst das nicht. Überall muss der Staat hart durchgreifen sonst werden seine Bürger immer krimineller. Keine Toleranz für Straftäter!
     
  7. Frostbalken

    Frostbalken Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.08   #7
    Darum habe ich es ja relativ allgemein formuliert. Wer genau an den Problemen, die Demonstrationen bereiten, schuld is,t oder zu welchem Anteil dafür verantwortlich ist, ist nicht Gegenstand dieser Diskussion. Darum wollte ich es nicht dazu werden lassen. Natürlich ist nicht nur eine Seite Schuld und klar gibt es Demonstranten, denen ernsthaft etwas an ihrer Sache liegt. Genauso gibt es Demonstranten, die nur mal "wilder Mann" spielen wollen, um sich auszutoben und zu verwüsten. In dem entsprechenden Thread dazu wurde doch bereits ausführlich darüber diskutiert, auch im Zusammenhang mit dem 1. Mai. Ebenso gibt es von Seiten der Polizeikräfte Fehlverhalten, bestreite ich ja gar nicht.
    Ich würde sagen, daß diese Diskussion woanders ausgetragen werden sollte.

    Aber wir sind uns doch wohl sicher einig, daß der Einsatz der Bundeswehr hierfür keine Lösung und erst recht kein Argument dafür sein kann. Darum ging es mir eigentlich.
     
  8. der nico

    der nico Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.08   #8

    in dem punkt vollkommen einig.
    ich hab dich evtl überinterpretiert, ich meinte auch daß den zusammenhang insofern zu sehen daß die bw ein weitrerer falscher schritt in richtung der von mir gemutmaßten eskalationsstrategie.
     
  9. gorgi

    gorgi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.08   #9
    Ich glaub Bundeswehr ist für sowas nicht einzusetzen. Grad bei Demonstrationen die eskallieren oder sonstigen Aufständen ist die Polizei hierzulande schon sehr gut ausgestattet und ausgebildet um effektiv vorzugehen.
    Ein Einsatz von der Bundeswehr wär imho nur Geldverpulvern.
    Was allerdings die Terrorgeschichte angeht, denke ich, dass die Bundeswehr ab einem gewissen Maß an Gefahr schon zum Einsatz kommen darf. Aber das sollte wirklich nur im Ernstfall und bei Gefahren zutreffen die viele Menschen verletzen oder töten würden, wie z.B. Bombenangriffe in mehreren Städten oder die auch ganze Ortsteile zerstören könnten.
     
  10. Cornholio

    Cornholio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.08   #10
    Nun bei der Polizei steht Jahre Gruppen-Dynamik und -Psychologie auf dem Stundenplan,
    beim Bund paar Monate Marschieren und Schießen...
     
  11. Günter Sch.

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    Erstellt: 08.05.08   #11
    Du hast erfasst, worauf es ankommt.

    !849 schossen in Berlin soldaten unbedenklich auf friedlich demonstrierende bürger. Es waren jungs vom lande, die von den Berlinern weidlich gehänselt worden waren und nun ihren zorn entluden. Allerdings ging dem ein befehl voraus, was gern vergessen wird, denn hinterher sind immer die soldaten schuld.
     
  12. Haianson

    Haianson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.08   #12
    Zumal der Bundeswehrverband schon jeher gegen den Einsatz der Bundeswehr selbst im "Inland" (innere Sicherheit gemeint) ist. Man ist sich auch dort wohl bewusst das die Bundeswehr keine Polizei ist. Wie auch..die Ausbildung unterscheidet sich ja auch in wesentlichen Punkten

    Die einzigen die das wohl nich ganz schnallen wollen sitzen in Berlin und nennen sich Politiker


    jaja schon klar....
     
  13. Fe7zn

    Fe7zn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.08   #13
    @Topic Muss nicht sein,denke ich mal. Oder gibt es zZt. die notwendigkeit die Bundeswehr einzusetzen?
     
  14. mak123

    mak123 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.08   #14
    Leider hab ich im moment den Link nichtmehr parat, werde ihn aber umgehen suchen. Aber eins vorweg: Er ist von der Tageschau, doch nichtmehr einer der neusten. Gestern habe ich nur in den Nachrichten gehört, dass dies wieder, bzw. immer noch in Debatte ist.

    Nein, keine Toleranz! Aber meinst du nicht, dass dieses ganze gerede von Terror und Gewalt und Kinderschändern nicht eher eine Verunsicherung des Volkes ist, dass sie ängstlich werden und eine Totale Überwachung wollen?

    Bundeswehr im Inland ist schon häufiger eingetreten. Beispielsweise beim Papstbesuch, bei der Fußball WM oder beim G-8 Gipfel.

    Ich habe einen Artikel verlinkt: "Notstand der Republik!" Oder wohl doch "Notstand der Republik?". Ich stehe nicht ganz hinter diesem Titel, da er meiner Meinung nach zwar treffend ist, doch sehr leicht zu Missverständnissen führt. Auch bin ich mit einigen Geschichten des Artikels nicht einverstanden, beispielsweise, dass Harz IV zu Militärisierung führt...
    http://www.jugendkongress-notstand-der-republik.de/4seiter.pdf

    (ganzer Artikel: http://www.rp-online.de/public/arti...rkel-will-Bundeswehr-im-Inland-einsetzen.html)
     
  15. iLLumination

    iLLumination Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.08   #15
    Nicht umsonst werden Polizei-Azubis mindestens ein halbes Jahr bei der Hundertschaft ausgebildet. Bundeswehr im Innern ist nicht nur verfassungswidrig (was ja im Grunde nichts bedeutet - Zeiten ändern sich, das stimmt schon) sondern auch autoritärer Schwachsinn. Dass Leute, die sich so einen Unsinn ausdenken tatsächlich dieses Land regieren und es in anderen westlichen Ländern nicht anders aussieht, ist recht traurig.

    Außerdem hat die Polizei auch sehr gut ausgebildete Einheiten, die Terroristen fassen können. Natürlich muss man vorher etwas über Terroristen in diesem Land bzw. über geplante Terroranschläge wissen. Ich denke die Bundeswehr kann nicht hellsehen und kann diesen Job gar nicht besser übernehmen - das zu denken wäre völlig irrational. Da müssen die Nachrichtendienste halt mit der Polizei zusammenarbeiten.

    Man schlägt schließlich auch nicht mit einem Vorschlaghammer auf eine Mücke - das gibt nur bröckelige Wand, statt toter Mücke - man schlägt mit der Fliegenklatsche.
     
  16. Fidelsen

    Fidelsen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.08   #16
    @mak123: ".....dass Harz IV zu Militärisierung führt..." aus irgendso einem Artikel.

    Logisch ist das plausibel! Die BW hat keine Nachwuchssorgen, ist mir jedenfalls nicht bekannt.

    Plausibel erscheint mir eben: "bevor mir in dieser fatalen Existenzlage Hartz4 droht, verpflichte ich mich lieber" - und das sogar lange!

    Die BW hält ja `ne Menge Ausbildungs-Perspektiven parat, wenn man sich mit ihr identifizieren kann.

    Ich habe in den bunten 70igern den Kriegdienst verweigert, wie auch den Zivildienst - war ich im russischen Arbeitslager, oder was? :D Ich war "Totalverweigerer", ohne rechtliche Konsequenzen, etwas verdeckt und tricky, aber hat geklappt.

    Ein in meinen Augen "freiwilliges soziales Jahr" habe ich viel später mal abgeleistet, als ich aus der Arbeitslosigkeit kam.

    Kriegsdienst + Zivildienst verweigern würde ich jederzeit wieder - stehe ich heute noch zu.

    Wenn die Krieg machen wollen, sollen sie, ich bin vorher schon ganz woanders hin! :great:

    Aber es stimmt: Hartz4 beschert der BW langfristig Nachwuchs! Das denke ich aber schon!! ;)

    Edit vergessen, sorry!
     
  17. mak123

    mak123 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.08   #17
    Ja schon. Ist halt wie ich finde doch relativ weit hergeholt und da ich mit Bund etc. (noch) keine Erfahrung machen musste, will ich mich da doch lieber raus halten.
    Aber ich habe gehört, dass teilweise Bundeswehr Stände im Arbeitsamt stehen, um zu "rekrutieren".
    Aber man muss auch sagen, dass die Ausbildung beim Bund einen sehr guten Ruf hat, Ausbildung, sowie Studium. Der Nachteil ist halt, die Verpflichtung.

    MfG
     
  18. Fidelsen

    Fidelsen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.08   #18
  19. Cadfael

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    Erstellt: 09.05.08   #19
    Hallöli,

    man kann auch Prostituierten als Geistliche zwangsrekrutieren, nur weil sie in ihrem "Beruf" ebenfalls mit Menschen zu tun haben.

    Sind unsere Abgeordneten wirklich so doof? Ist das der Spiegel unserer Gesellschaft?
    Manche Bundestagsabgeordnete, die sich um unsere "Sicherheit bemühen", sollte man wirklich vom Verfassungsschutz beobachten lassen - oder entmündigen und psychiatrisch betreuen lassen ...

    Gruß
    Andreas
     
  20. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 09.05.08   #20
    Ich glaube eher, sie wollen sich nicht mit dringenden fragen beschäftigen und erfinden immer neue nebenkriegsschauplätze. Mal parteiengezänk, mal blödsinn unisono.