Chancengleichheit oder Diskriminierung

von Fleadz, 23.01.08.

?

Wie gerecht war euer Werdegang

Diese Umfrage wurde geschlossen: 07.01.09
  1. Alles fair

    19,4%
  2. Chancenlos

    16,7%
  3. Jeder ist seines eignen Glückes Schmied

    63,9%
  1. Fleadz

    Fleadz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.08   #1
    Hallo,

    im Zuge der Gewaltdebatte in Deutschland, wird immer wieder über Chancengleichheit debattiert.
    Welche Erfahrungen habt ihr gemacht ( Schule/Musik/Beruf/Gesellschaft ).

    Gab es Situationen in denen ihr euch diskriminiert gefühlt habt. Aufgrund von:(Hautfarbe, Styling, politische Meinung etc.):mad:
    Erzählt bitte von euren Erlebnissen, in welchen Situationen habt ihr profitiert / seid gescheitert??

    Welchen Stellenwert hat Chancengleichheit im Leben, ist es vielleicht ein Traum, wie der Traum vom Weltfrieden?

    Intension meiner Überlegungen ist eine Radiodebatte in der es um die "dritte Welt" ging. Aus vielen afrikanischen Ländern werden in den nächsten Jahren tausende Jugendliche einwandern, die in ihrem sozialen Raum keine Chance mehr haben zu arbeiten und zu leben. Können wir diesen Menschen eine Chance geben ??
     
  2. Limbo

    Limbo Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.08   #2
    Ach, ist Afrika jetzt schon flächendeckend zivilisiert sodass es dort nichts mehr zu tun gibt? :o

    Klar, wenn sie gut ausgebildet sind und hier ein Arbeitskräftemangel besteht. Ansonsten können wir sie nur wie viele Andere durchfüttern, aber da wir Deutschen eh zuviel Geld haben, ist das schon ok. :great:
     
  3. JDMaple

    JDMaple Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.08   #3
    solang man die richtige hautfarbe hat und bei politischen themen den leuten auf die man angewiesen ist nach dem mund redet, hat man nichts zu befürchten. für alle anderen wird es schwer im freien, demokratischen deutschland. :)
     
  4. Katzilla

    Katzilla Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.08   #4
    Man ist zwar schon seines Glückes Schmied. Aber andere (soziale) Faktoren können auch eine Rolle spielen und haben schon einen Einfluss auf die Chancen.
    Aber was man aus einer erschwerten Situation macht, liegt dann eben doch an einem und hat dann wiederum Einfluss auf die Chancen. SO schliesst sich der Kreis. ;)
     
  5. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.08   #5
    Ich nage an meinen Krankheiten, chancenlos? Nein, gewiss nicht, Intelligenz und Geld vorhanden, würde ich die Diskriminierungsfälle aufschreiben würde es ein langer Roman werden, schon peinlich nur weil man nicht ganz wie eine deutsche Kartoffel aussieht.
    Früher dachte ich es müsse chancengleich, "gerecht" zugehen, inzwischen habe ich gelernt, dass manche die A-Karte im Leben gezogen haben und tun können was sie wollen ohne nur ansatzweise erfolgreich zu sein. Unter die Erde kommen wir alle, die einen früher, die anderen später, zudem heisst Leben leiden, das zu wissen beruhigt.

    Erschrocken war ich allerdings von der heutigen Meldung wo es um Jugendknastinsassen ging, 95% ohne Schulabschluss, respekt. Tolle Leistung liebe Kultusministerien dieser Republik!
     
  6. Fleadz

    Fleadz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.08   #6
    Hey Pleasure Seeker,

    Ich glaube ein ganz wichtiger Punkt ist, wie der einzelne seine Situation selbst reflektiert, oder? Viele Leute verschließen die Augen vor ihrem eignen Leben.

    Die Frage für mich ist - angenommen 100 Leute starten mit den gleichen Chancen -wäre das Resultat das selbe, wie in unseren Gesellschaft. Oder haben wieder 10 Stück die sich besonders anstrengen, die Ellbogen ausfahren was auch immer, die Nase vorn - Ist das gerecht ??

    Wenn man mit wachen Augen durch die Welt läuft hat man oft das Gefühl, das ein Großteil der Gesellschaft durch Medien, Langeweile, Sucht etc. geistig so regeneriert ist, das die sich selbst keine Chancen mehr einräumen. Da drängt sich doch wirklich die Frage auf ob jeder das gleiche aus seinen Chancen macht oder??
     
  7. Limbo

    Limbo Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.08   #7
    Yo, als ob diese Institutionen schuld sind dass gewisse Jugendliche keinen Bock auf Schule haben! :rolleyes:

    Schlechtes Abstraktionsvermögen und mangelnde Fähigkeit, die eigene Situation realistisch wahrzunehmen, kann man nur der jeweiligen Person zum Vorwurf machen. Bildungsmöglichkeiten gibt es schließlich genug und obendrein für jeden: Schulpflicht, öffentliche Bibliotheken inklusive Internet usw.

    Menschen sind unterschiedlich intelligent und haben unterschiedliche Ansprüche.
    Klar dass da immer Einige auf der Strecke bleiben. Daran ist aber nicht "das System" schuld, sondern Derjenige welcher nicht am Ball bleibt bzw. nicht nach Alternativen sucht.

    Regeneriert? Ich glaube, Du meintest degeneriert - und ja, das sind viele Menschen.
    Stellt sich nur die Frage wer daran schuld ist: die bösen, beeinflussenden Medien oder die gut(gläubig)en, sich beeinflussen lassenden Rezipienten? Die Antwort dürfte je nach politischer Ausrichtung des Beurteilers variieren. Als Liberaler, dem eigenverantwortliches Handeln am Herzen liegt, meine ich dass niemand zu arm machendem Konsum oder destruktiver Nachahmung gezwungen wird.
     
  8. UncleReaper

    UncleReaper Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.08   #8
    Gerecht ist nichts, hört auf zu jammern.
     
  9. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.08   #9
    Ein Problem unserer Zeit, viele lassen sich auch zur genüge ablenken und merken selber nicht wie sie von allen Seiten "benutzt" werden, was für falschen Idealen sie hinterherhecheln, wenn du das allerdings durchschaust und nichts mit dir machen lässt, bist du raus :great: Bleibt noch das Aussteigertum oder eine unabhängige Künstlerkarriere mit durchschnittlichem Verdienst auf HartzIV Niveau.

    Gerecht wäre die Ellenbogenausfahrer zu solchen zu machen die sich benehmen, das ist aber nur ein schöner Schein der heutigen Erziehungswelt, vielfach von weibl. Pädagoginnen wird das Bild des braven freundlichen Menschen vermittelt, angekommen in der Berufswelt ist der jedoch zum Scheitern verurteilt, außer er erwischt irgend einen Nischenjob für besondere Nerds.
    Ziehst du den Vergleich mit dem Tierreich, muss es wohl "gerecht" sein, dass 10 besser sind, aber es hat nichts mit den Errungenschaften der Menschheit zu tun.

    Die Medien sind nur ein Ablenkungsmanöver, ebenso wie Sucht und Co, quasi ein Beruhigungsmittel ohne Packungsbeilage. Würden alle diejenigen ihre Chancen nutzen, hätten wir trotzdem ein ähnliches Bild wie heute, der Markt regelt das, sortiert die Unpassenden aus, raubt ihnen die Perspektive ohne dass sie sich beweisen könnten.

    Eines hat der Mensch aber auch errungen, den unterschiedlichen Status der "Zufriedenheit", die einen begeben sich in einen Glücksrausch in dem sie einer Karriere nachjagen, die Erfolgsleiter hochklettern, die Schwächeren beiseite treten und den Stärkeren den Hof machen, glauben sich irgendwann einmal auf einer Luxusyacht mit gekaufter Liebe glücklich zu fühlen, die anderen gehen spazieren, sonnen sich, machen eine leichten Job und interessieren sich nicht für ein Weltbild was jene basteln die mehr auf dem Konto haben, was mit Natürlichkeit aber nichts mehr zu tun hat. Der Mittelweg wäre das Optimum, den findet aber niemand.

    Bliebe noch die Sache mit den Chancen, im Grunde kann die niemand voll wahrnehmen, schließlich kann man weder überall sein, noch alle Menschen der Erde kennen, um sie alle zu haben und zu nutzen, und selbst da stünden noch genetische Unterschiede/Bildungsgrade und Interessen im Weg.
    Selbst das von der Natur gegeben Wichtigste: die Fortpflanzung, ist eine ziemlich lächerliche Angelegenheit, weil wir sowieso alle miteinander verwandt sind.

    Das Leben ist ein Würfelspiel bei dem wir am Ende alle verlieren :great: Man könnte es auch Russisches Roulette nennen, demnach sollte man auch leben, alles nutzen und mitnehmen was gerade kommt, wir sind hier um uns eine kurze Zeit zu gestalten.
     
  10. wilbour-cobb

    wilbour-cobb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.08   #10
    Ich mache seit 30 Jahren im wesentlichen was ich will und das auch recht erfolgreich....ich kann mich nicht beklagen.

    Das "System" für irgendwelche Chancenungleichheiten verantwortlich zu machen, sehe ich als die Antwort der Psyche auf die "Unverständlichkeit" und Unübersichtlichkeit der Gesellschaft. Für andere ist es die steuernde Kraft eine Übersinnliche.
     
  11. Limbo

    Limbo Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.08   #11
    Was sind denn falsche Ideale? Schon mal dran gedacht dass diese Ideale für andere Menschen richtig sind weil sie andere Interessen haben, die auf eine andere Sozialisation zurückzuführen sind? Wer bist Du dass Du hierbei entscheidest was richtig und falsch ist? Dein Maßstab gilt nicht für alle Menschen!

    Weil Adam und Eva unser aller Urur...eltern sind? :rolleyes:
    Wenn man die Existenz und das Fortbestehen der Menschheit als wichtig betrachtet, ist Fortpflanzung zumindest 1 klare Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens.
     
  12. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.01.08   #12
    Habe ich behauptet, dass er für alle gilt? Mit Absicht habe ich geschrieben, dass die einen die große Karriere einem Leben ohne diese Absicht vorziehen, jeder so wie er mag. Stellt sich unterbewusst nur die Frage, ob es in der Natur liegt zum Mars reisen zu müssen, oder mit 250 Sachen in Sportwagen über Betonpisten zu fahren.
    Mir ist's bekannt, früher waren es die Pferde die für Erfolg und Macht des Besitzers standen, heute sind es Blechkisten.
    In welcher Form die Ideale des Massenmarktes richtig sind, will ich hier nicht näher erläutern, wahrscheinlich gibt es wirklich Leute die jeden Mist kaufen, weil sie es für richtig halten auf Werbung entsprechend zu reagieren.

    Die Bibel hatte ich diebezüglich gar nicht in betracht gezogen, sondern ausschließlich die natürlichen Gegebenheiten. Es ist unumstritten das wir alle miteinander verwandt sind, das bringt die Art nunmal hervor. Befasst man sich zudem noch mit Genealogie, stellt man erschreckender Weise fest, dass selbst der alleinstehende kinderlose Verzweifelte Rentner viele nähere Verwandte hat, die er nur nicht kennt. Man könnte den Sinn des lebens höchstens darin suchen, den Genmix der Eltern mit einem neuen Partner zu mischen und dieses fortbestehen zu sichern. Andererseits ist es, da das Leben ein Glücksspiel ist, ziemlich fragwürdig in wie weit, dank menschl. Umstände, Umweltbedingungen, Krankheiten das Ganze überhaupt Sinn macht, es gibt ohnehin zu viele Menschen, und es werden immer mehr und die wiederum verschlechtern zunehmend die Lebensbedingungen aller. Ist es demnach Egoismus oder Flucht aus der Armut wenn man sich im Leben 5 oder mehr Kinder gönnt? Vielleicht auch Ängste nicht fortzubestehen? Oder wie die simple Erklärung damit eine Ehe festigen zu wollen?! Menschliche Abgründe sind tief und nichts ist "Normal".
     
  13. Errraddicator

    Errraddicator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.01.08   #13
    [x] Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied

    Allerdings spielen soziale Faktoren definitiv eine teils wichtige Rolle, in wie weit man diese Nutzen kann.
    Das kann man nicht von der Hand weisen.

    Trotzdem kann ich nur sagen, dass die meisten Leute die ich bisher so kennen gelernt habe im Regelfall schon das bekommen haben, was sie sich selbst zuzuschreiben haben / können.

    ...

    Edit:
    Alles auf Diskriminierung und Co. zu schieben ist halt auch ne einfache Art und Weise sich selbst jeglicher Schuld am eigenen Versagen zu entledigen.
    Man kann alles falsch machen und nachher trotzdem sagen "Hätt ja eh nix gebracht weil..." und nich "Scheiße! Ich war schuld".
    Damit machen viele(!) es sich zu einfach, find ich.

    Dasses Diskriminierung in vielen Bereichen gibt ist klar und Fakt.
    Aber so extrem wie das im TV oder Ähnlichen immer dargestellt wird, dass will und kann ich einfach nich glauben!
    Dafür habe ich schon zu viel Gegenteiliges erlebt.
     
  14. Paranoid

    Paranoid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.08   #14
    Aha? Quelle? In Anbetracht der nicht gerade freundlichen EU-Asylpolitik Afrikanern gegenüber würde es mich doch ziemlich wundern, wenn tausende Jugendliche aus Afrika mal eben "einwandern". Und dass illegale Einwanderer wohl kaum eine Chance auf ein geregeltes Leben hier haben, finde ich weder verwunderlich noch verwerflich.

    Ich denke übrigens nicht, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist. Ohne eine gewisse Bildung, die einfach vom Elternhaus abhängig ist, schaffen es wenige Leute, zB eine akademische Bildung zu erhalten. Mir war neulich langweilig und ich habe "Stern-TV" oder sowas in der Richtung geschaut ... da ging es um eine Familie (Mutter, vier Kinder, ca. 10 Enkel; Anzahl steigend), die seit Jahren in einem Haus "haust", das vor allem für sonst Obdachlose gedacht ist. Die Kinder sind alle schonmal im Gefängnis gewesen, mit rechtem Gedankengut infiziert etc. Wie soll angesichts solcher Verhältnisse irgend jemand ernsthaft behaupten wollen, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied wäre?
    Die Enkel haben doch überhaupt keine Chance, jemals anders zu werden, wenn sie in dieser Familie belassen werden (wie es mit den Kindern eben passiert ist, sie wurden nur kurzzeitig in ein Heim gesteckt, das dann aus Geldmangel geschlossen wurde).
    Das heißt, bereits durch die Geburt ist, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, schon ziemlich genau vorbestimmt, wo und wie man enden wird. Klar gibt es immer Ausnahmen, aber der American Dream heißt nicht umsonst "Dream".
     
  15. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.08   #15
    Wobei man anführen sollte dass es heute deutlich schwieriger ist irgend einen "Aufstieg" zu machen. Diejenigen die in Deutschland gerne davon erzählen, ist die Kriegsgeneration, teils Vaterlos, Vertrieben, die festen heutigen Strukturen existierten noch nicht, sie wurden erst aufgebaut und dort konnte man sich leichter beteiligen als heute. Viele der Biographien lesen sich toll, sind aber heute nur noch schwer nachzuvollziehen. Man schaue sich zudem die Entwicklung der Technologien an, was man sich heute an Wissen aneignen kann ist ein vielfaches dessen, was die 60er Jahre Bibliotheken noch hergaben, es ist schwieriger geworden, Ablenkung und Informationsüberfluss lauern überall, man vergleiche ein Betriebssystem mit Software im Jahr 2008 mit dem von 1992, Lochkarten oder simplen Schreibmaschinen.

    Das mit der vorbestimmung durch "Geburt", dachte ich auch gestern, als ich dummerweise Brisant sah. 18 Jährige Mathematikstudentin, Tochter eines Managers, spielt Prinzesschen auf einem Eliteball in München, es seie die Einführung in die Welt der Erwachsenen, dort könne man im schmucken teurem weißen Kleidchen beste Kontakte für die Karriere knüpfen, vielleicht den Mann fürs Leben finden, benehmen sei sehr wichtig. :D

    In dem Alter saßen wir noch mit Bierbüchsen auf der Parkbank, philosophierten über Politik, dt. Klassiker und warteten noch 2 Jahre aufs Abi, dem dann erst einmal der Dienst am Staate folgte. War es Pech oder vorbestimmt? :cool:
    Andere Menschen sahen in dem Alter die Hölle des Krieges, verreckten, verzweifelten.. fahren mit 18 gegen einen Baum oder haben in dem Alter schon seit 2 Jahren bösartige Tumore. Brauchen wir in so einer Welt Prinzesschen? Vielleicht, aber gewiss keine die sich als etwas Besseres im Fernsehen präsentiert.
     
  16. Jimmay

    Jimmay Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.08   #16
    na den spieß kann man auch drehen. wieviele leute sitzen heute zuhause, völlig deprimiert und kaputt, süchtig, sind misshandelt worden, haben in der schule ständig auf die fresse gekriegt und kommen wegen den daraus folgenden sozialen schwierigkeiten mit ihrem leben nicht klar?
    machen sich selbst vorwürfe, hassen sich selbst und fühlen sich für dinge verantwortlich, die in wirklichkeit andere ihnen angetan haben, nicht umgekehrt.


    ich selber bemühe mich seit einem jahr um ne lehre als tischler, habe unzählige bewerbungen geschrieben, und insgesamt 3 praktika gemacht, in denen mir zuvor eine lehre in aussicht gestellt wurde, nachher hatte man aber ganz plötzlich garkein geld dafür, oder andere ausreden. ich versuche mich zu bemühen ( es gab bei wirklich keinem der 3 grund zur klage über mich, eher umgekehrt ) und an meiner zukunft zu arbeiten, werde aber nur verarscht und als billige arbeitskraft missbraucht.

    bin ich es schuld, das mir niemand eine ehrliche chance gibt?

    das freut mich ja ehrlich für dich.

    ich krieg nur total zuviel, wenn sich ältere generationen ( ist nicht auf dich bezogen ) darüber echauffieren, wie dumm, ungebildet, unmotiviert und faul die nachwachsenden generationen heute sind, und sich die angebliche schuld daran nicht eingestehen wollen.
    meine eltern haben beide auf ihre erste bewerbung hin ihre ausbildung bekommen, und hatten zu ihrer schulzeit einen bruchteil des wissens und der probleme zu bewältigen, die für jugendliche heutzutage selbstverständlich sind.

    schuld, unschuld, chancengleichheit, alles abstrakte konstruktionen, die sich der mensch ausgedacht hat. nichts weiter als ideale, deren bedeutung im wahren leben recht mager ausfällt.
     
  17. armyclonk

    armyclonk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.08   #17
    hmm... eigentlich müsste ich zweierlei anklicken:

    alles fair
    und
    jeder ist seines eigenen glückes schmied

    da ich mich entscheiden musste hab ich letzteres genommen, allerdings muss ich nochmal betonen, dass ich genau das als fair empfinde.
     
  18. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.08   #18
    Das bestätigt jeder Besuch von sog. Sozialen Einrichtungen, Diakonie und Co, leider redet man im Allgemeinen eher ungern darüber wie düster es für nicht wenige wirklich aussieht. Die einen werden selbst zu Straßenschlägern, die anderen landen in solchen Einrichtungen. Von körperlich und geistig Behinderten wollen die meisten auch nichts wissen, gleiche Chancen? Von wegen.

    Was für einen Notenschnitt hast du? Selbst der ist nur eine relative Aussage über dein reales Können, trotzdem aber oft der Schlüssel zum Erfolg, für alle anderen Defizite gebe es das Gleichbehandlungsgesetz, was zwar fast nichts bringt, dir aber schwarz auf weiß Rechte zusteht. Das mit den billigen Arbeitskräften kenne ich auch zur genüge, ausnutzen statt Chancen geben, schließlich dient es dem eigenen Aufstieg (dem des Arbeitgebers), das ist heute angesagt, im "fairen Wettbewerb" und das selbst in sozialen Einrichtungen.
     
  19. george green

    george green Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.01.08   #19
    Um über diese Angelegenheit zu diskutieren braucht man eine klare Grundlage die eindeutig beschreibt um was es dabei eigentlich geht.
    Der Ersteller dieses Threads, Fleadz, bezieht seine Frage auf Chancen, die um Geld und den Erwerb dessen gehen, dann fragt er nach unseren Erfahrungen in Schule/Musik/Beruf/Gesellschaft und wo wir uns diskriminiert fühlen, um Stellenwert der Chancengleichheit und ob "Wir" bereit wären, Chancen zu geben, Afrika.
    Die Beantwortung dieser Fragen insgesamt ist nicht mit einem "Ja" oder "Nein" möglich da diese Fragen zu ungenau und zu vielfältig sind.
    Doch ich kann wenigstens Eines genau beantworten, nämlich die Frage nach dem Erfolg, die aber leider nicht so gestellt wurde und doch, für mich jedenfalls, zwischen diesen Zeilen zu lesen ist.
    Was ist Erfolg? Und wer ist erfolgreich? Und hat Jeder eine Chance, erfolgreich zu werden?

    Erfolg bedeutet glücklich werden, glücklich werden im Jenseits!
    Und der ist erfolgreich, der diesen Zustand erreicht.
    Dazu hat Jeder eine Chance.

    Geld, Macht, Ansehen, super Gitarre spielen, eine oder viele tolle Frauen und liebe Kinder, große Autos, Häuser und Jachten, Schmuck und sonstwas sind alles irdische Güter die den Meisten versagt sind.
    Die Meisten die viel Geld und Macht haben sind Verbrecher, die durch Betrug und Diebstahl an diese Güter gekommen sind und denen ein Leben nicht viel wert ist.
    Die Frage ist, ob DU das auch willst?
    Willst Du rücksichtslos und raubend durchs Leben gehen ohne Gewissen?
    Oder bist Du doch lieber Menschenfreundlich und hast ein offenes Ohr und ein gutes Herz?
    Alles Irdische und alle Deine Handlungen sind mit Deinem Tod zu Ende, was danach kommt ist eine Frage des Glaubens.
    Viele nehmen an, dass der Tod das Ende bedeutet und danach nichts mehr ist, für diese Menschen gibt es keine Chancengleichheit, es wird immer Leute geben, die Mehr, Grösseres, Schöneres und Wertvolleres haben als Andere.
    Aber keiner hat die Macht, und wenn er der mächtigste Mann auf der Erde wäre, vor seinem Tod zu fliehen, dieser Geselle findet ihn immer und überall, keine Chance.

    Ein gutes Danach kann Jeder erreichen wenn er an Gott glaubt und Seinem Weg folgt.
    Dann gibt es nur noch Glückliche, ewig Lebende und vollkommen zufriedene Menschen die einander nicht beneiden und denen es an nichts fehlt, die ewige Jugend und Schönheit besitzen und niemals diesen Zustand des Glücklichseins verlieren werden.

    Für mich erübrigt sich die Frage nach irdischer Chancengleichheit deshalb, davon muss ich nichts haben wenn mein Ausgang ein Guter ist.
    ------------
    Also nochmal, hier gibt es keine Chancengleichheit weder für Deutsche noch für Ausländer weil der Mammon und die Gier herrscht, und es werden immer mehr Menschen, die um diese Güter streiten und Kriege darum führen, um Geld, Öl, Macht und schöne Frauen.
    Und all das hat keinen wirklichen Wert weil alles Irdische vergehen wird, auch die Erde, die Sonne und das gesamte Weltall.
    Irgendwann in Bälde wird das Jeder einsehen müssen, wenn er das nicht tut bevor ihn sein Tod ereilt wird er zu den Unglücklichen gehören, deren Zukunft ich an dieser Stelle besser nicht beschreiben werde weil ich sonst Streit, Verachtung und Hass bekomme, von Euch die Ihr das nicht glauben könnt.

    Viel Erfolg,
    George

    PS: Ich habe alles fair angeklickt.
     
  20. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.01.08   #20
    @ george green

    Wenn du das Posting im "Glaubt ihr an Gott"-Strang gepostet hättest wäre ich drauf eingegangen, hier gehört das so nicht hin.

    Hier geht es augenscheinlich um weltliche Angelegenheiten.


    Ich selber denke, dass es Chancengleichheit nicht geben kann. Jemand der geistig behindert ist kann nicht Physiker werden, jemand der im Rollstuhl sitzt kann niemals richtig körperlich arbeiten, wer unkreativ ist wird niemals Komponist oder Ingenieur werden. In unserer Gesellschaft stehen den allermeisten Menschen viele Wege offen, aber es wird sehr stark nach leistungsfähigkeit sortiert, was in meinen Augen auch in gewissen Grenzen nötig ist.

    Über meinen persöhnlichen Werdegang kann ich mich nicht beschweren, da bin ich bis jetzt ziemlich glatt durchgekommen. Wenn etwas war hab ich es definitiv selber versaut gehabt.