COG / the new normal / 2005 / CD

von dennisw76, 20.04.06.

  1. dennisw76

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    Erstellt: 20.04.06   #1
    COG ist ein Trio aus Australien, welches mich seit Monaten gefangen hält.
    Ich höre praktisch fast nichts Anderes mehr.

    Die Band spielt einen sehr eigenwilligen modernen Rock auf technisch sehr hohem Niveau (deswegen auch hier im Progressive Forum). Der absolute Clou ist der Drummer "Lucius", einer der geilsten, groovigsten Drummer, welchen ich je gesehen habe.

    Es ist schwer die Band mit anderen zu vergleichen, aber ich denke als Einflüsse könnte man folgende Bands nennen:
    - Tool
    - Police
    - U2
    - Eine Prise moderner Stilmittel amerikanischer Nu-Rock/Metal Bands.

    Aufmerksam auf die Band bin ich geworden, weil der Sänger einer meiner anderen Lieblingsbands "the new normal" als sein Lieblingsalbum 2005 betitelt hat.

    Auf der Homepage kann man in alle Songs kurz reinhören, aber so richtig überzeugt hat mich die Band anfangs nicht. Zumindest nicht so, daß ich mir das Album sofort bestellen hätte müssen.

    Ich bin auf einigen australischen boards aber permanent auf den Namen COG getroffen, es war praktisch unmöglich sich dieser Band zu entziehen.

    Ich bin dann auf einen Link gestoßen, über den man einen TV-Auftritt der Band runterladen konnte. Dieser Live-Auftritt hat mich dann buchstäblich vom Hocker gehauen. Es gibt wirklich nur ganz wenige Bands, welche so dermaßen tight sind wie COG. Dieser TV-Auftritt ist schon knapp 4 Jahre alt und zu dem Zeitpunkt hatte die Band bloß 2 selbstproduzierte EP´s am Start.

    Letzendlich überzeugt mich diese TV-Show davon, daß ich mir das Debut
    "the new normal", welches letztes Jahr erschienen ist, doch zu bestellen.

    Es brauch ein paar Durchläufe, bis das Album so richtig gezündet hat, denn obwohl die Musik für Progressive Fans eher als songdienlich zu bezeichnen sind, ist die Musik dermaßen raffiniert arrangiert und gespickt mit Details, daß sich die Qualität nicht unbedingt nach dem ersten Durchlauf offenbart.

    Zu den Songs:
    1: Real Life
    Ein nach vorne losrockender Song mit einem eingängigem Refrain und einem unter die Haut gehenden Schlußteil. Super Opener.

    2: Anarchy OK
    Dieser Song war lange Zeit ein Skip-Kandidat. Mittlerweile gefällt er mir ganz gut, vorallem auch wegen des tollen Schlußparts, welcher richtig rockt. Es ist aber definitiv der schwächste Song des Albums. Aber keine Angst, bis auf diesen einen Song hat´s bloß noch Highlights. Ein Song besser als der Andere.. unglaublich.

    3. Silence is Violence
    Der Song fängt mit einer sehr leisen vertrackten Strophe an und explodiert in einem grandiosen fast Nu-Metal mäßigem Refrain.
    An dieser Stelle möchte ich erwähnen, daß der Sänger aber immer melodiöse singt und kein Shouter ist. Gegen Ende des Songs kommen einige grandiose Chordwechsel. GÖTTLICH

    4 Resonate
    Die aktuelle Single Auskopplung und eines der absoluten Highlights des Albums. GÖTTLICH!

    5. The Spine
    Der Song beginnt mit einem in einer genialen Rhythmik getragenen Riff einer sehr schönen Gesangsmelodie. Ab Minute 5.12 explodiert die Band erneut. HAMMER..

    6. My Enemy
    Dieser Song war eine Single-Auskopplung. Zu Recht!
    Catchy ohne Ende und geht gut nach vorne. Grandios.

    7. Run
    Ebenfalls eine Single-Auskopplung.
    Der poppigste Song auf dem Album, aber ebenfalls ein Mega-Ohrwurm.
    Könnte bei uns ein Top-Ten Hit sein.

    8 The River Song
    Mit 7,39 Minuten ist dies der drittlängste Song des Albums welcher mit einem sehr schönen Bass-Intro beginnt. Der Song ist sehr atmosphärisch, mit einem Radio-Sprecher in der ersten Strophe. Wer es jetzt noch nicht gerafft hat, wie geil das Zusammenspiel der Band ist, der sollte mal ganz genau hören was die da im Hintergrund genau spielen... Einfach GROSS!

    9. Charades
    Geniale vertrackte Strophe mit toller Gesangslinie.
    Rockender Refrain. Geil.

    10. Doors
    Ein Song der sich sehr langsam aufbaut. Die Strophe besteht bloß aus einer sehr coolen Delay-Gitarre und einem verhallten Gesang. Allerdings zu keiner Sekunde langweilig.
    Ab 4,48 geht´s dann wieder richtig fett und rockend zur Sache.
    Gegen Ende wird´s dann nochmal ruhig.
    Nach 10.14 Minuten ist dieser geniale Longtrack zu Ende.

    11: Narning the Elephant
    Ebenfalls ein Track mit über 10 Minuten.
    Erneut superschöne clean Gitarren am Anfang und einem treibendem Schlagzeug Groove. Mit dem grandiosem epischen Ende ist dieser Song der perfekte Schlußpunkt zu 73 Minuten Hörgenuß allererster Güte.

    In das Album reinhören, Videoclips und weitere Infos hier:
    http://www.cog.com.au

    Die besagte TV-Show könnt, nein MÜSST Ihr hier ziehen.
    Die Show ist genial geschnitten und hat ein BOMBENSOUND.

    http://mmdesign00.brinkster.net/mm/Cog%20-%202002-05-17%20Channel%20%5BV%5D.mpg

    Noch ein Kommentar zu der TV-Show.:
    Wie gesagt, die spielen da nur Songs Ihrer selbstproduzierten EP´s. Die Songs sind gut bis klasse, aber nicht unbedingt wirklich zu vergleichen mit dem hier besprochenem Album.
    Die Band hat sich nochmals enorm steigern können in den knapp 4 Jahren.
    Die TV-Show ist aber trotzdem ein MUSTHAVE, da das Zusammenspiel der Band einfach unglaublich tight ist und es sich schon alleine wegen dem genialen Drumming lohnt.


    Bitte checkt die Band unbedingt an, ich konnte bisher sämtliche Kumpels mit dieser Band infizieren. Es entgeht Euch was, wenn Ihr evtl. wegen der Begriffe Nu-Rock/Metal die Finger weglassen würdet. COG sind eine absolute Ausnahmeerscheinung.
     
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