Darf ich auch im Mehrfamilienhaus Trompete üben??

von janole28, 10.01.16.

  1. janole28

    janole28 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.16   #1
    Hallo,
    bin am überlegen, neben Keyboard, Klavier und Gitarre, was ich schon länger spiele, vielleicht noch Trompete zu erlernen und nun wollte ich wissen, ob ich das denn darf?? Wenn dann möchte ich unter keinen Umständen einen Streit bei uns im Haus entfachen
    Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus mit 6 Parteien. Die meisten sind ältere Herrschaften so im Bereich 70+.
    --- Beiträge zusammengefasst, 10.01.16 ---
    Ach ja : Herzlichen Dank fürs durchlesen und ich freue mich auf all Eure Antworten :-)
    MfG
    janole28
     
  2. Calmar

    Calmar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.16   #2
    Vorab - aber nicht vorrangig im Rahmen des sozialen Miteinanders: Grundsätzlich kann das Musizieren/Üben nicht gänzlich verboten werden, aber eine Eingrenzung auf einen Zeitraum (z.B. 2 Stunden) kann per Hausordnung oder Mietvertrag bindend sein - außerhalb der sowieso gesetzlichen Ruhezeiten. Gibt es solche Vereinbarungen?

    Jetzt - das wichtigste: In erster Linie würde ich Kontakt zu meinen Mitmietern aufnehmen. Und ebenso nachdrücklich wie höflich die Sache ansprechen. Nachdrücklich heißt: Du wirst üben. Höflich heißt: Wie kann ich Ihre Interessen (z.B. keine Trompete, wenn der Musikantenstadl läuft) dabei berücksichtigen?

    So mache ich das immer (bin mehrfach umgezogen): Ich kündige es als selbstverständlich an und nehme alle mit ins Boot - da habe ich gute Erfahrungen mit gemacht (Diese Haltung gilt ja nicht nur beim Musizieren). Klar, manchmal gab's lange Gesichter - aber keine Aufregung/Stress, lediglich ein grimmiges Dulden :). Aber so ist das eben mit mehreren unter einem Dach.
     
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  3. gerrit bremen

    gerrit bremen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.16   #3
    Leider wissen wir ja nichts zu dem baulichen Zustand des Hauses. Ob hellhörig aus den 50ern des letzten Jahrhunderts oder perfekt isolierter Neubau. Am einfachsten ist es vielleicht einmal mit den Nachbarn Kontakt aufzunehmen und zu fragen, ob sie sich ggf. schon jetzt vom Klavier gestört fühlen. Falls nicht, kannst Du die Frage mit der Trompete ja nachlegen.
     
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  4. Claus

    Claus MOD Brass&Keys HCA Tp Moderator HCA

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    Erstellt: 10.01.16   #4
    Perfekt beantwortet. :great:

    Auf was ich noch hinweisen möchte:
    es ist gerade am Anfang sehr wichtig, dass man Trompete ohne Dämpfer üben kann. Dafür gibt es mehrere Gründe.
    Mit Dämpfer verändern sich die Intonation, die Ansprache und natürlich der Klang.

    Geht das Üben nicht im Haus, müsste man sich also nach einem geeigneten Übungsraum umsehen. Es gibt auch Übekabinen, die man in Zimmern einbauen kann, aber das sind ziemlich teure Lösungen.

    Das Problem beim Üben auf der Trompete ist, dass man täglich auch manche technischen Sachen übt, die sich für Fachfremde einfach nur grausam anhören, z.B. Buzzing.

    Es ist also günstig, wenn man sich kindliche Freude an "endlosen" Wiederholungen erhalten hat. Einige Übungen begleiten mich schon seit Jahren und mit guten Chancen noch bis zum letzten Tag meines Übens.

    Gruß Claus
     
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  5. janole28

    janole28 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.16   #5
    @zonquer: Danke für die Antwort. Einen Übungsraum finde ich nicht so sinnvoll, da man dann jeden Tag hinfahren muss und das nimmt dann noch mehr Zeit in Anspruch als das eigentliche Üben.
     
  6. Claus

    Claus MOD Brass&Keys HCA Tp Moderator HCA

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    Erstellt: 22.01.16   #6
    Was steht denn zum Thema im Mietervertrag?
    Steht nichts zum Musizieren darin, kannst Du eigentlich von einer Stunde außerhalb der typischen Ruhezeiten ausgehen.

    Absprechen würde ich mich immer, schon wegen der guten Nachbarschaft.
    Eine Stunde für die Trompete am Tag wäre eine gute Basis.
    Das Mindestmaß wäre meines Erachtens eine halbe Stunde ungedämpft üben zu können. Die andere Hälfte der Zeit wäre dann gedämpft üben möglich.
    Unter einer Stunde täglichem Üben wird es schwierig, auf der Trompete gute Grundlagen aufzubauen.
    Diese Übungstunde enthält allerdings auf absehbare Zeit viele kleinere Pausen zwischendurch, das versteht sich. Die goldene Regel beim Üben lautet: rest, as you play
    So baut sich ein stabiler Ansatz am schnellsten auf und die Gefahr von Fehlentwicklungen ist geringer, weil der Ansatz nicht überfordert wird.

    Obwohl ich normalerweise ungedämpft üben kann, habe ich mehrere Übungsdämpfer. Falls du dazu irgendwann Tips willst, schreibe ich gerne etwas dazu.

    Gruß Claus
     
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