Das Auge isst mit – oder: Warum manche Bands wie eine Behörde performen

  • Ersteller Ersteller Elke-Diva
  • Erstellt am Erstellt am
  • #81
Sieht das bei euch auch so aus, oder habt ihr Musiker gefunden, die noch einen Puls haben, wenn das rote Licht angeht?
Hihi, hab herrlich gelacht. Danke.

Mit einer Altherren Coverband, mit der ich zu meinen Anfangszeiten Musik und die Technik gemacht habe, war Puls definitiv da … gab Zoff auf der Bühne zwischen dem Gitarristen/Sänger und dem Drummer. :oops: Peinlicher gehts kaum.

Lag meiner Ansicht nach am Gitarristen/Sänger, der ständig meinte mal nen Takt länger oder kürzer zu Spielen und in Solis Eigeninterpretationen bis zur Unkenntlichkeit zu stecken. Diese Alleingänge haben nicht nur den Drummer verunsichert, der Mühe hatte den Takt zu halten.
Katastrophe.
Bassist wie immer mit versteinerter Miene vor seinem Kabinett…. A-A-A-A-E-E-E-E ….

Ich hab mir das Lächeln angetackert und mich hinter meiner Keyboard-Wand versteckt - hat also Gründe, dass es die gibt ^^
Oder als Toni im Publikum mit dem Tablet. Auch ne Lösung.

Inzwischen mit neuer Sängerin als Duo fühl ich mich wohl und hab nur noch 1 Keyboard vor mir. Verstecken muss ich mich nicht mehr.
 
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  • #82
Da muss ich an meine Band denken.
Bühne am Stadtfest, vor dem Gig erwartungsvolles Publikum.
Ich sag noch, lasst uns richtig energetisch die Bühne betreten und dann anfangen. Was machen die Anderen? Wie alte Männer schleppen sie sich die Stufen zur Bühne hoch. Vorher hat sich der Bassist noch eine Tapete von zwei DIN A3 Blättern mit der Setlist an die Zeltwand gepappt auf zu der er für alle sichtbar ständig während des Gigs hingeht und schaut was als nächstes kommt.
Und das während ich mich vorne bemühe dem Publikum eine gute Show zu bieten.
Die Band existiert übrigens nicht mehr..
 
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  • #83
zu der er für alle sichtbar ständig während des Gigs hingeht und schaut was als nächstes kommt.
Na, da hat er doch enorm für Bewegung auf der Bühne gesorgt und ist nicht statisch auf seinem Platz geblieben. Ganz so wie die TE das ja gefordert hat, :rofl:
 
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  • #84
Ich denke da an Kraftwerk und Propaganda. Beide Bands standen mehr oder weniger unbeweglich auf der Bühne und alle fanden es toll. Natürlich gibt es heute auch noch viele Bands, zu denen das genau so passt. Z. B. S.P.O.C.K. Ich wirke auf der Bühne auch eher "cool", was aber der Tatsache geschuldet ist, dass ich auch bei Songs, die ich schon längst im Schlaf spiele, auf der Bühne immer sehr konzentriert bin.

Bands, die eigentlich Leben machen sollten, es aber nicht tun? Das kenne ich nur von schlechten Coverbands, also Bands, die sogar dafür, dass sie schon eine Coverband sind, schlecht sind. Bei irgendwelchen Konzerten habe ich das noch nie erlebt.
 
  • #85
Jeder so, wie er mag.
 
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  • #86
Vorher hat sich der Bassist noch eine Tapete von zwei DIN A3 Blättern mit der Setlist an die Zeltwand gepappt auf zu der er für alle sichtbar ständig während des Gigs hingeht und schaut was als nächstes kommt.
Da geht noch was nach Oben: Diese zwei Seiten zwei Leuten vor der Bühne übergeben und ihnen sagen, sie sollen laut und vernehmlich für die Musiker die nächste Nummer ansagen. Dann hat man gleich das Publikum einbezogen - mehr geht gar nicht!
 
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  • #88
Zum Ursprungspost #1

Die Erstellerin @Elke-Diva dieses Threads hat meiner Meinung nach durchaus einen Punkt erwischt.

Ich spiele selbst viel und sehe auch viele Bands live. Das Professionelle ist für mich nicht nur das musikalische Können an sich – das setze ich erst einmal voraus –, sondern auch:

a) Ein gewisses Bühnenoutfit, das zur Thematik oder zum Stil der Band passt (hier gibt es VIEL Optimierungsbedarf, geht ein Großteil doch auf die Bühne ohne ein Konzept, könnte auch ein Besucher sein der an der Bar steht)

b) Die Persönlichkeit auf der Bühne. Das kann vieles sein: Aktivität, Interaktion mit dem Publikum, ein Lachen, ein grimmiger Blick, eine bestimmte Ausstrahlung oder einfach sichtbare Präsenz. Jeder Musiker sollte SEINEN Platz haben, der ihn im Gesamtkonstrukt mit der Band verbindet.

Zusätzlich ist das Ganze natürlich auch stark vom jeweiligen Genre abhängig.

Bei vielen Gigs frage ich mich tatsächlich, ob sich ein Großteil der Musiker auf der Bühne überhaupt wohlfühlt. Oft wirkt es eher so, als würden manche gestresst auf die Bühne gehen.

Wie die Threaderstellerin bereits gesagt hat: Spielfreude sollte erkennbar sein.

Wenn ich nach einem Auftritt mit Besuchern oder Fans spreche und als Feedback bekomme: „Euch merkt man an, dass ihr richtig Bock habt“, dann ist für mich die Mission erfüllt. -> Das gelingt mir bisher bei jedem Gig, hoffe das bleibt auch so ;)

Ich gehe auch lieber auf ein Konzert, bei dem der Funke überspringt, als mir eine Truppe anzusehen, die einfach nur ihr Programm herunterspult,
denn dann kann ich auch zu Hause eine CD auflegen oder Spotify hören.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Männer werden Musiker, damit sie nicht mehr tanzen müssen. Ist ja ganz einfach zu verstehen :rofl:
Trifft auf mich ein klein wenig mit 100% zu :ROFLMAO:
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Die Kleidung überhaupt nicht abgestimmt (außer dass sie schwarz ist), die Musiker stehen oder sitzen nur auf der Stelle und es gibt noch nichtmal ein Bühnenbild.
Aber dir fällt schon auf, dass dort jeder Einzelne mit jeder Faser seines Körpers voll bei der Sache ist und mit maximaler Leidenschaft spielt?
 
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  • #89
  • #90
Ein Thema, das mich definitiv immer schon interessiert hat, weil ich vor allem als Konzertbesucher selber auch auf die Performance der Musiker auf der Bühne achte. Ich finde es grundsätzlich erst einmal wichtig, dass eine gewisse Harmonie der Musiker rüberkommt, dass da nicht Einzelkämpfer stehen, sondern man als Zuschauer das Gefühl hat, die Band ist eins, hat Spaß an ihrer Musik und bringt dies gemeinsam rüber. Cool, wenn da auch ein bisschen Bewegung ist, sofern es zur Musik passt. Ob das nun eine 'Frontsau' ist, die das Publikum animiert, oder ob es eine gemeinsame Performance ist, z.B. eine Choreo der Brass-Sektion, gemeinsames Headbangen von Gitarrist, Bassist und Sänger bei einer Heavy-Band o.a. Es sollte nicht gekünstelt oder aufgesetzt wirken, sondern authentisch rüberkommen.
Gehört eine gute Bühnenshow zu einem gelungenen Auftritt? Unbedingt. Bei der Funk Band vielleicht etwas mehr als beim Jazz-Trio, aber überall will man auch eine gewisse Energie sehen.
sehe ich grundsätzlich auch so
Ist jeder Musiker gleichermaßen in der Lage das auf der Bühne abzuliefern? Auf keinen Fall.
Ist so, muss auch nicht, und sollte man sein lassen, bevor es peinlich wirkt.
Kann man das lernen? In einem gewissen Umfang definitiv. Wie alle möglichen anderen skills.
Schwierig, aber man sollte daran dann auch Spaß haben.
Am Ende muss sich jeder Musiker eben seine Nebenleute aussuchen. Und in der Realität dabei in gewissen Bereichen auch Schwächen akzeptieren.
Ich muss mit meinen Leuten erst einmal persönlich gut klarkommen, auf gleicher Wellenlänge liegen und wenn dann das Musikalische überzeugt, kann ich auch Abstriche bei der Perfomance hinnehmen, nicht umgekehrt.
Dann bleibt es eben dabei, dass man sich eine Band aus "performern" zusammenstellen muss.
Wenn ich eine Showband haben möchte, wo sowieso das meiste vom Band kommt, meinetwegen, wer's mag.
Als Band muss man doch das gleiche anziehen." Ja klar, je gleicher man aussieht, je mehr man rumhampelt, desto besser ist die Musik. :rolleyes:
Das war in den 60ern und 70ern so, dass man mit einheitlicher Kleidung auf die Bühne geht, eine Tanzmucker-Manie, die auch heute noch besteht, und die ich meiner Band leider auch nur sehr schwer abgewöhnen kann.
Aber Kleidung ist dennoch ein wichtiger Punkt. Ich muss mich nicht auftakeln, aber es gibt Leute, die in solch langweiligen und einfallslosen Klamotten auf die Bühne gehen (z.B. halblange Hosen, wo man behaarte Unterschenkel sieht, dazu Sandalen - möglichst noch mit Tennis-Socken - Hawai-Hemd oder T-Shirt mit Aufdruck der Lieblingsband), was ich jedes Mal wieder völlig abtörnend finde (oder geht das nur mir so?). Ich muss mich nicht auftakeln und schminken wie ein Pfau (es sei denn, es passt zu der Musik die ich repräsentiere), aber über eine gewisse ansprechende Bühnenkleidung kann und sollte man sich durchaus mal Gedanken machen.

Nichtsdestotrotz kann man mal über Verhalten auf der Bühne und Performance diskutieren, Do's and Don'ts, z.B. zumindest hin und wieder mal bewusster Blickkontakt zum Publikum, Lächeln, aber auch den verlegenen Griff zur Flasche nach jedem Songende vermeiden, genauso, wie das vermeintliche Nachstimmen der Gitarre, nach jedem Song, nur um eine Ausrede zu haben, sich nicht dem Publikum zuwenden zu müssen.
Genauso wichtig ist es aber für eine gelungene Bühnenshow auch, dass ein Ablauf steht, ein möglichst nahtloses Abliefern der Songs, Pausen vermeiden, Übergänge planen und üben, ein Gitarrenwechsel der notwendig ist, gezielt platzieren, und solche Pausen mit vorab überlegten Ansagen zu überbrücken, und solche Sachen.


...einfach nur aus Niedersachsen, wo man zum Lachen in den Keller geht?
ist natürlich Quatsch!
 
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  • #91
Mir ist damals ein Licht aufgegangen als ich auf einem Stadtfest zwei Bundespreisträger von Jugend Musiziert gesehen habe.
Die hatten auf der Bühne eine dermaßen gute Ausstrahlung. Die haben sich gegenseitig an- und ins Publikum gelächelt und gezeigt, dass sie gerne da oben stehen und Freude haben. Und dass sie gerne für das Publikum spielen.
Ob sie gut waren oder ob das was sie rumgefiedelt haben anspruchsvoll war kann ich nicht beurteilen, aber sie haben nicht nur auf mich Einduck gemacht.
 
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  • #92
Wenn ich eine Showband haben möchte, wo sowieso das meiste vom Band kommt, meinetwegen, wer's mag.

Dein Zitat lies sich so, als hätte ich dafür plädiert, man müsse sich grundsätzlich eine Show aus Performern zusammenstellen.

Im Kontext der zitierten Aussage dürfte aber klar sein, dass ich meinte: Wenn man den Anspruch hat, dass alle auf der Bühne eine Show performen, dann muss man sich die Nebenleute eben danach aussuchen.

Wenn die dann auch noch persönlich angenehm, musikalisch gut und zuverlässig sind : Jackpot.

Im Regelfall trifft nach meiner Erfahrung nicht alles perfekt auf die Mitmusiker zu (und auf einen selber ja auch nicht) und man muss abwägen, worauf der Fokus liegt.

Diejenigen, auf die alles mit (fast) voller Punktzahl zutrifft, sind dann eben meistens auch schon in 8 Projekten gebunden :)
 
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  • #93
Ob das nun eine 'Frontsau' ist, die das Publikum animiert, oder ob es eine gemeinsame Performance ist, z.B. eine Choreo der Brass-Sektion, gemeinsames Headbangen von Gitarrist, Bassist und Sänger bei einer Heavy-Band o.a. Es sollte nicht gekünstelt oder aufgesetzt wirken, sondern authentisch rüberkommen.
Ich finde als "zuschauender Musiker" die Kommunikation der "Band-Teile" eigentlich noch spannender, wenn also 2 oder 3 Leute die Frontsau Frontsau machen lassen und sich untereinander "antreiben", anlachen, interagieren, ...
Aber Kleidung ist dennoch ein wichtiger Punkt.
Man muss sich dazu "verhalten". Aber das kann auch sehr verschieden sein:
T-Shirt mit Aufdruck der Lieblingsband), was ich jedes Mal wieder völlig abtörnend finde (oder geht das nur mir so?).
Ich mag keine bedruckten T-Shirts und habe auch keine. Ich finde es aber klasse, wenn Musiker auf der Bühne Shirts von anderen Bands tragen, quasi als "Ehrerbietung" (oder so). Das wäre auch der einzige Grund für mich, damit herumzulaufen. Sonst trage ich schwarz oder s/w. Ist schön einfach.
 
  • #94
Hm, ich streiche das mal, was hier stand. Das Rob Pilatus sich mit einer Überdosis das Leben genommen hat ist an mir vorbei gegangen.

Thema Outfits, naja, Gary Numan trägt z.B. NIN shirts. Find ich cool, denn die geben Ihn als Inspirationsqeuelle an.
Man kann auch im Lumpenartigen Endzeit-Outfit auftreten, muss nur halt irgendwie zum Anlass/Musik passen …
Hatte aber auch was.
Quelle: Gary Numan Live at Brixton Academy 2017
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Grund: War zu doof den Namen richtig zu schreiben ;-)
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  • #95
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  • #96
Selbstredend Numan, :eek2: Auf die Autokorrektur und die Uhrzeit schieben hilft nichts, oder? :LOL:
 
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  • #97
Ich finde diese ganze Debatte etwas schräg. Klar gibt es Bands, deren Bühnenpräsenz noch deutlich Luft nach oben hat. Schlecht oder gar unerträglich wird das für mich aber erst, wenn selbiges auch auf die musikalische Darbietung zutrifft.

Musik, die so groovig, dynamisch und tight gespielt wird, dass es jeden mitreißen sollte, verliert nicht relevant, nur weil die Protagonisten etwas hölzern wirken. Und schlechte Musik im Sinne von qualitativ minderwertiger Umsetzung (Vulgo schlechtes Amateurniveau) ist durch kollektives Rumhampeln auch nicht zu retten.

Was mich allerdings abtörnt, sind Frontleute, die mit eher durchschnittlicher Stimmqualität dann nicht mal Bühnenpräsenz haben und bestenfalls performen wie ihre eigenen Background-Sänger*innen. Häufig zu finden bei den unzähligen regionalen Coverbands, die man auf Dorffesten und ähnlichen Veranstaltungen so findet. Klar, die muss es auch geben, schließlich ist es nur Hobby, da sind eben nicht nur übersehene Weltstars aktiv. Nur bleibe ich dann nicht lange vor der Bühne stehen.
 
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  • #99
Die Show auf der Bühne muss auch zur Musik passen. Da sind wir uns wohl alle einig. Dass ich bei einem Jazz-Solo so etwas :m_git1: eher nicht erwarte, ist klar. Das kann man auch auf viele andere Musikrichtungen übertragen. Von Simon & Garfunkel erwarte ich nicht, dass sie von einer Bühnenseite zur anderen rasen, bei Iron Maiden aber schon.

Mit einer Aussage hat @Elke-Diva aber absolut recht (Bock auf den Gig): Wenn die Bewegungslosigkeit mit Unlust oder Motivationslosigkeit einhergeht, ist es kacke. All die tollen Beispiele von Musikern, die nicht auf der Bühne herumhampeln und die ich hier in den Beispielvideos gesehen habe, waren trotzdem voll dabei, aber eben auf eine andere Art. Keinem einzigen konnte man da Lustlosigkeit oder gar Gleichgültigkeit vorwerfen.

Hier werden also zwei Begriffe vermischt: Bühnenshow und Bühnenpräsenz.

Die Bühnenshow ist stark abhängig vom Charakter der einzelnen Musiker und auch vom Musikgenre. Nicht jeder will ins Rampenlicht, und das ist auch gut so. Das muss nicht sein. Wenn der Bassist lieber nur auf der Stelle steht und sauber spielen will, ist das okay. Und wenn eine Folkband nur sitzt, passt das zur Musik genauso, wie es bei Pink! passt, wenn sie an Drahtseilen durchs Stadion schwebt. Wenn Trio nur dasteht und der Drummer schaut, als ob er nicht da sein will, dann gehört das in diesem Fall zu ihrem Image.

Wenn aber die Bühnenpräsenz schwach ist, merkt das jeder sofort. Meine Erfahrung ist: Verspieler werden schneller verziehen als Teilnahmslosigkeit auf der Bühne. Wer dauerhaft teilnahmslos auf der Bühne steht, sollte sich zumindest fragen, was er dort eigentlich vermitteln will. Denn das widerspricht grundsätzlich der Funktion einer Bühne. Eine Bühne stellt jemanden in den Fokus, der etwas zu präsentieren und zu zeigen hat. Teilnahmslosigkeit funktioniert da nur als Stilmittel, aber niemals real.
 
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  • #100
Die Unterscheidung zwischen Bühnenshow und Bühnenpräsenz finde ich sehr stark! Damit kann man gut arbeiten - auch ein Musiker, der keine Show macht, kann sehr präsent sein, während gar nicht präsent sein zu wollen im Grunde bedeutet, gar nicht auf dem Gig sein zu wollen, mal sehr pointiert ausgedrückt. Auch ohne einen Ton gehört zu haben, wirkt das als optischer Eindruck, der sich auf die gesamte Einstellung zum Konzert übertragen kann.
 
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