Das Kabel - Die Nabelschnur des Basses

von Luebbe, 16.12.04.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Luebbe

    Luebbe Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.08.03
    Zuletzt hier:
    22.10.16
    Beiträge:
    1.580
    Ort:
    Stuttgart Ost
    Zustimmungen:
    25
    Kekse:
    2.707
    Erstellt: 16.12.04   #1
    Hallo liebe Bassfreunde, willkommen zu Lübbes kleiner

    BASSTELEI!

    Heute dürfen wieder mal auch die Gitarristen mitlesen, denn sie werden sich genauso interessieren für

    Das Kabel - Die Nabelschnur des Basses

    Auch das Kabel ist ein sehr simples Teil. Im prinzip 2 Drähte und 2 Stecker, mehr nicht. daher kommt es sehr genau auf die Qualität der Einzelteile und die Qualität der Lötstellen an. Wie man an Einzelteile mit ordentlicher Qualität kommt und wie man diese zu einem echten Super-Kabel verbindet erkläre ich euch nach der Werbung.

    - Werbung -

    Als erstes müsst ihr euch darüber im Klaren sein, welchen Zweck das Kabel erfüllen soll und wie lang es sein soll. Je länger das Kabel, desto höher muss die Qualität sein, denn mit der Länge steigt der Widerstand des Kabels, der unser geliebtes Basssignal ohne zu Fragen in Wärme umwandelt. Sollte also euer Sound scheiße und euer Kabel nach dem Proben recht warm sein (ich übertreibe maßlos!), dann wär wohl ein neues Kabel angesagt. Gerade bei passiven Bässen ist ein gutes Kabel wichtig, denn das Signal ist nicht vorverstärkt und in der Regel eher schwach. Also: Soll es ein langes Kabel für ein passives Instrument sein, so müsst ihr wirklich ordentliches Material kaufen...

    Ja und das wäre zum Beispiel von Sommercable (gibts u.a. bei Kabelsound) oder auch von Cordial (gibts z.B. bei thomann).

    Dann braucht ihr natürlich ordentliche Stecker: The one and only Neutrik! Ich habe bisher keine ähnlich guten Stecker gesehn, an denen ist einfach alles solide und unkaputtbar. Die gibts auch bei thomann oder auch bei Reichelt.

    Jetzt fehlt euch nur noch das passende Werkzeug und es kann losgehen.

    Meine Empfehlungen:

    Ein guter Lötkolben von Ersa oder Weller mit mindestens 30 Watt (sowas solltet ihr als Musiker sowieso haben).
    Eine kleine Abisolierzange für die Signalleitung des Kabels (die dicke äußere Isolierung lässt sich gut mit einem Cutter entfernen, aber vorsichtig schneiden!)
    Ein Vielfachmessgerät (Multimeter) mit Durchgangsprüfer.
    Und vielleicht noch eine dritte Hand (Löthilfe), damit man sich nicht die Flossen verbrennt.
    So alles da? Dann mal an die Arbeit!

    Wichtig: Als erstes die hinteren Kunststoff/Gummi-Teile der Stecker auf das Kabel stecken!Wichtig

    Als erstes entfernen wir die äußere Isolierung mit dem Messer (vorsichtig einritzen, damit die darunter liegenden Drähte nicht mit entfernt werden). Wir entfernen etwa 1,5-2 cm. Dann ziehen wir alle Drähte der Abschirmung auf eine Seite und verdrillen sie. Als nächstes entfernen wir ca. 3-5 mm der inneren Isolierung (auch hier wieder Vorsicht und die Zange genau einstellen!) mit der Abisolierzange. Auch die inner Drähte werden schön ordentlich verdrillt. Das ganze machen wir an beiden Enden des Kabels.

    So kontrolliert noch mal, ob alles, was vor dem Löten aufs Kabel muss drauf ist und dann schnappt euch den Lötkolben!

    Wenn der Lötkolben ordentlich heiß ist, beginnen wir damit die eben verdrillten Drahtbündel zu verzinnen. Dafür presst ihr die Lötkolbenspitze, auf der ihr etwas Lötzinn zum schmelzen gebracht habt an das Drahtbündel und an eine anderen Stelle (also nicht auf der Lötspitze) des gleichen Bündels drückt ihr das Lötzinn. Der Lötkolben heizt jetzt die Drähte auf und sobald sie heiß genug sind, schmilzt das Lötzinn und wird vom Drahtbündel "aufgesogen". Wenn das Drahtende schön satt verzinnt aussieht, setzt ihr Lötkolben und -zinn ab und macht bei den anderen Enden weiter.

    Das gleiche machen wir nun mit den Kontakten des Steckers. Diese saugen allerdings nicht und den Kontakt für den Schaft muss man eine Weile heizen, bis das Zinn darauf hält...

    Jetzt zum eigentliche verlöten! Aufpassen: Die innere Ader muss an die Spitze des Steckers, die Abschirmung an den Schaft!

    Zum verlöten von Kabel und Stecker haltet ihr nun den Lötkolben an eine Stelle des Kontaktes am Stecker, an der kein Zinn ist und haltet dabei das verzinnte Kabelende ab die Verzinnte Stelle des entsprechenden Kontaktes. Nach kurzer Anheizzeit verschmilzt der Zinn, dann könnt ihr den Lötkolben wegnehmen. Das Kabel solltet ihr noch kurz festhalten, bis das Zinn wieder fest ist.

    Das ganze macht ihr dann an den drei übrigen Stellen genau so und prüft anschließend zur Sicherheit mit dem Durchgangsprüfer, ob auch Spitze und Spitze und Schaft und Schaft verbunden sind und ihr keinen Kurzschluss drin habt. Jetzt schraubt ihr noch schnell die Stecker zusammen und werdet glücklich mit eurem ersten selbstgemachten Kabel!

    Bis bald und viel Spaß beim Bassteln!

    Euer Lübbe
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
Die Seite wird geladen...

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
mapping