Das "Lehrer-Hasser-Buch"

von Mighty Scoop, 15.02.06.

  1. Mighty Scoop

    Mighty Scoop Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.01.05
    Zuletzt hier:
    8.10.13
    Beiträge:
    1.512
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    1.457
    Erstellt: 15.02.06   #1
    Da ja hier doch sehr viele Schüler unterwegs sind und da der Spiegel einen Auszug davon veröffentlicht hat, dacht ich, es ist vielleicht interessant, das Thema hier mal anzuschneiden.


    Die Journalistin Gerlinde Unverzagt hat ein Buch veröffentlicht, in dem ziemlich polemisch der Berufsstand der Lehrer anhand mehrerer Negativbeispiele kritisiert wird.

    Trotz der sehr ausgeprägtem Polemik in diesem Buch hat es durchaus ernsten Anspruch, denn laut Autorin soll es Missstände kritisieren und so eine Möglichkeit bieten, diese zu verbessern.

    Diese Buch hat aufgrund der scharfen Polemik eine sehr hitzige Diskussion ausgelöst.


    Hier der Auszug :

    http://www.spiegel.de/unispiegel/schule/0,1518,400655,00.html

    Und der Amazon-Link mit einigen Leserkritiken :

    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3426778343/028-9547587-6405350


    Was haltet iht davon ?
     
  2. Sir Taki

    Sir Taki Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.03.04
    Zuletzt hier:
    1.12.16
    Beiträge:
    534
    Ort:
    Grim and frostbitten Northern Black Forest bzw. We
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    425
    Erstellt: 15.02.06   #2
    Hm. Ist das heutzutage tatsächlich so mit der Grundschullehrerschaft?
    Ich bin ja noch nicht so wahnsinnig alt, aber "früher" war das irgendwie nicht so. Meine Lehrerin hat gerne und ausgiebig auf Fehler hingewiesen...

    Der Schreibstil gefällt mir allerdings :great:
     
  3. Journeyman

    Journeyman Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.01.05
    Zuletzt hier:
    12.09.15
    Beiträge:
    1.177
    Ort:
    Heusweiler
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    4.944
    Erstellt: 15.02.06   #3
    Ziemlich heavy das ganze.
    Bei mir wur in der Grundschule da auch noch Wert drauf gelegt, dass wir richtig schreiben lernen. Der ein oder andere hat's zwar inzwischen wieder verlent :D aber naja...

    Noch so ne greultat an den Kindern ist das sie bis zur 3. Klasse nur Druckschrift schreiben lernen.
    Dauert 1. beim schreiben viel länger, und 2. haben die Schüler die jetzt so 5.-6. Klassse sind ernsthaft Probleme damit handschriftliche Texte von älteren zu lesen. :D

    Die Schrift von den Kindern sieht heute zu 90% so identisch aus,das ich jetzt keinen Unterschied mehr ausmachen könnte,von wem welcher Text stammt.
     
  4. Mighty Scoop

    Mighty Scoop Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.01.05
    Zuletzt hier:
    8.10.13
    Beiträge:
    1.512
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    1.457
    Erstellt: 15.02.06   #4
    Ich fände es auch cool, wenn einige hier so ihre Erfahrungen posten, die sie mit besonders guten oder besonders schlechten Lehrer gemacht haben
     
  5. Der Konrad

    Der Konrad Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    09.10.03
    Zuletzt hier:
    23.04.10
    Beiträge:
    2.533
    Ort:
    Jena
    Zustimmungen:
    4
    Kekse:
    933
    Erstellt: 15.02.06   #5
    scnr :D
     
  6. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    19.11.03
    Beiträge:
    4.447
    Zustimmungen:
    435
    Kekse:
    14.673
    Erstellt: 15.02.06   #6
    Stimmt das etwa, was die da schreibt?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?!?

    Wozu gibt es dann überhaupt noch eine Schulpflicht, bzw. warum überspringt man nicht die ersten 4 Klassen, wenn da ja doch nur geliebt, gewuschelt und gekuschelt wird?
     
  7. RimShot

    RimShot Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.07.05
    Zuletzt hier:
    28.10.16
    Beiträge:
    708
    Ort:
    Münster
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    297
    Erstellt: 15.02.06   #7
    Meine Lehrerin an der Grundschuele hat echt extrem Wert darauf gelegt...wie man sieht vergeblich...:D
    Ich hab im 2 Schuljahr Schreibschrift gelernt, und auch bis zur 6. Klasse immer benutzt.
    Jetzt schreibe ich so ne Mischung aus Schreib- und Druckschrift (bin der einzige, der sie lesen kann...ok manchmal kann ich sie selber nicht mehr lesen...)

    Und ich kann eigentlich alle Schriften von Lehrern, Oberstufenschülern und so lesen.
    (Ausser, die von meinem Deutschlehrer...hat 2 Dr. ist aber zu faul ein längeres Wort zu schreiben. Aus "Zusammenfassung" wird dann -->Z------------(langer Strich)g)
     
  8. Mighty Scoop

    Mighty Scoop Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.01.05
    Zuletzt hier:
    8.10.13
    Beiträge:
    1.512
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    1.457
    Erstellt: 15.02.06   #8
    Das ist die Frage, sie bringt leider keine Belege ob diese Geschichten wahr sind oder nicht.


    In diesem konkreten Beispiel handelt die Lehrerin in Bezug auf das Lesen und Schreiben Lernen schon in gewissem Masse nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, nur scheint sie etwas nicht ganz verstanden zu haben.
     
  9. Susaaay

    Susaaay Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    29.01.06
    Zuletzt hier:
    21.12.07
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    24
    Erstellt: 15.02.06   #9
    Also ich hatte grauenhafte Grundschulleher. Die hatten ihrer Lieblinge und der Rest war denen egal. Ich wurde mal von nem Jungen gehauen, weil ich Streit mit ihm hatte. Ich bin dann petzten gegangen *gg* und das einzigste was meine Lehrerin dazu zu sagen hatte war " tja, selber Schuld" und das obwohl ich geheult hab *schmoll* Na ya ...das war jetzt nur mal harmlos xD
    Ya 3 Schuljahre war ich da, in der vierten Klasse war ich dann in einer anderen Grundschule und da fand ich die Lehrer eingentlich gut. Sie waren gerecht, neutral. Zu jeder Schülerin gleich und wenn jemand was nicht verstand, bekam man eine Erklärung oder man hat ne Empfehlung in ein Förderkurs bekommen, wo man dann alles noch mal schön erklärt bekam =)
     
  10. Gonza

    Gonza Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.03.05
    Zuletzt hier:
    13.08.09
    Beiträge:
    39
    Ort:
    Bodensee
    Zustimmungen:
    4
    Kekse:
    24
    Erstellt: 15.02.06   #10
    So, danke, für den Link.

    Ich (als Lehrer ;)) hab mir jetzt mal die Sache angeschaut. Nach dem Titel und dem Auszug aus dem Buch ist mir kräftig der Kamm geschwollen. Ich finde es gerade in Zeiten von PISA und allen anderen Lernstanderhebungen und Inspektionen in den Schulen eine Unverschämtheit, so verallgemeinernd über Lehrer zu schreiben! Es gibt viele Lehrer, die eben nicht so sind und die ihren Beruf sehr ernstnehmen.
    Auch finde ich, dass das Verfahren, wie die Kinder schreiben lernen, in dem Auszug (ich hoffe, nicht auch im gesamten Buch) zu engstirnig und überspitzt dargestellt wird. Ich kann genau so pauschal sagen, wenn die Eltern mit ihren Kindern von Beginn an ordentlich sprechen würde, also regelmäßig wirkliche Unterhaltungen (z.B. beim gemeinsamen Mittagessen) führen und ihre Kinder nicht vorm TV parken würden, könnten die Kinder auch ordentlich sprechen und somit auch besser schreiben.

    Dann habe ich mir auch das Interview angesehen und denke, dass die Autorin in mancherlei Hinsicht recht hat. Besonders gut haben mir die Kriterien gefallen, die einen guten Lehrer ausmachen.
    Wie sehen das denn die Schüler hier??
     
  11. Susaaay

    Susaaay Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    29.01.06
    Zuletzt hier:
    21.12.07
    Beiträge:
    10
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    24
    Erstellt: 15.02.06   #11
    Also ich selbst bin ya auch noch Schülerin. Die Kritierien finde ich auch gut. Ich finde es wichtig, dass man einen Lehrer ernstnimmt. Unsere mathe Lehrerin z.B ist sowas von langweilig. Keiner hört ihr mehr zu. Das liegt aber auch an der Lehehrin. Ich meine, sie hat doch Pädagogik studiert, warum wendet sie dann auch nicht das an, was sie gelernt hat.
    Wenn wir uns langweilen dann muss sie den Unterricht auch lebhafter gestalten. Nicht nurin einer Tonlage reden. Und wenn Schüler fragen, warum etwas so ist darf dann keine Antwort kommen wie "das ist nunmal so" sowas höre ich nämlich oft genug. Ein Leher der uns Dinge erklärt, dabei uns fordert und auch mal Fragen stellt die nicht zum Unterricht, aber zum Thema gehören finde ich gut. Dann macht man sich um das Thema Gedanken ... nich um das, was man auswendig gelenrt hat. Das geht mir heftig auf die Nerven !!!
     
  12. Mighty Scoop

    Mighty Scoop Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.01.05
    Zuletzt hier:
    8.10.13
    Beiträge:
    1.512
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    1.457
    Erstellt: 15.02.06   #12

    Ja nach Schulstufe ( ich mal bei dir ist das Realschule oder Gymnasium ) ist das Pädagogik-Studium sehr eingeschränkt bzw. fast gar nicht vorhanden, das wird fast nur Wert auf die Fächer gelegt.
     
  13. Fingers Freddy

    Fingers Freddy Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    28.08.05
    Zuletzt hier:
    9.01.16
    Beiträge:
    739
    Ort:
    Dachau, Bayern
    Zustimmungen:
    84
    Kekse:
    5.234
    Erstellt: 15.02.06   #13
    Also ich weiß ja nicht, wie das in Berlin bei der Frau Autorin ist, aber ich meine mich noch recht gut meiner Grundschulzeit (1996-2000) entsinnen zu können, und ich hab in Erinnerung, dass dort...
    • viel Wert auf Rechtschreibung und Schönschrift gelegt wurde (in den sog. "Nachschriften", eine Art Diktat)
    • Noten und Proben bereits ab der dritten Klasse die Regel waren und es auch schon in der zweiten Klasse sog. "Lernzielkontrollen" gegeben hat
    • und dass dort auch niemand verhätschelt und vertätschelt wurde; natürlich kann man Grundschullehrerinnen nicht mit gymnasialen Erdkundepaukern vergleichen, aber so krass wie beschrieben gings bei uns jedenfalls nicht zu...
    Also ich find den Buchauszug zwar witzig, aber inhaltlich recht schmarrig. Wobei's ja, wie gesagt, in Berlin ganz anders als hier sein kann.
     
  14. AX2Andi

    AX2Andi Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.06.04
    Zuletzt hier:
    26.07.12
    Beiträge:
    897
    Ort:
    Radolfzell
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    628
    Erstellt: 15.02.06   #14
    Also ich habe in meiner Schulzeit die Erfahrung gemacht, dass wirklich ein recht großer Teil der Lehrer (egal welcher Schulart) ziemlich schlecht, bis absolut untauglich sind.... Es gab auch ein paar Ausnahmen, aber der größte Teil meiner Lehrer war eher schlecht.... Meine 1. Lehrerin in der 1. und 2. Klasse hat mich gemobbt, weil ich sehr langsam war beim schreiben... Das hat wahrscheinlich auch ziemlich zu meinen Depressionen beigetragen... Sowas darf natürlich nicht sein.... Denn, es hat mich nur negativ beeinflusst... ich mein, das is schon ne schlimme Sache wenn auf einem als kleines Kind dauernd rumgehackt wird.... ich hatte damals eine sehr schöne Schrift und hab mich sehr angestrengt... Heute hab ich ne unlesbare Sauklaue und 90% meiner Fehler sind Leichtsinnsfehler, die durch meinen auf Geschwindigkeit ausgelegten Schreibstil zurückzuführen ist.....

    Ich fand auch allgemein, dass man in der Grundschule bei uns sehr schlecht auf die weiterführenden Schulen vorbereitet wurde... Als wir in der Realschule ankamen durften wir uns das komplette 1 Jahr das Genörgel der Lehrer anhören, weil uns viele grundsätzliche Dinge gefehlt haben.. das ging schon beim 1mal1 los....

    Auch die Unzuverlässigkeit der Lehrerschaft kann ich bestätigen... Dauernd zu spät, Ausfallstunden, Vertretungsstunden ohne jeden Sinn, dauernd waren sie krank, logistische Dinge waren nie zufriedenstellend...

    Viele Lehrer konnten sich auch einfach nicht durchsetzen.... Besonders bei Lehrerinnen war das teiweise recht extrem..... die hatten null Authorität und habens dann halt nach ner Woche aufgegeben und nurnoch aufgaben verteilt und die Stunden abgesessen.... Zum leidwesen der Schüler die was lernen wollten.....

    Ich hatte noch das Glück bei den meisten Lehrern eher beliebt zu sein, weil ich sehr ruhig und höflich bin... Wenn die Lehrer jemanden nicht leiden konnten, hatte derjenige tierische Probleme.... schlechte Noten besonders mündlich... Da haben die Lehrer teilweise nur drauf gewartet, dass die was nicht wissen...

    Auch die Prioritäten waren total falsch gesetzt... Sport und dämliche Nebenfächer wie Kunstunterricht und Werken wurden teilweise ernster genommen als wichtige Hauptfächer... z.b. sind wir in der 7 und 9. Klasse 3 Stunden pro woche schwimmen gegangen, hatten 1 Stunde extra Hallensport, 2 Stunden Werken/Hauswirtschaft usw. teilweise mit irgendwelchen Projekten, für die ganze Schultage draufgingen......

    FAZIT: Das Schulsystem das ich erleben durfte war erbärmlich..... und da wundert mich PISA und Co. nicht im geringsten..... Viele Lehrer sind schlichtweg schlecht da hat die Authorin völlig recht und auch wenn es einige Ausnahmen gibt sind diese nicht annähernd genug vorhanden... und so sind die heutigen Schüler zum großen Teil sehr bemitleidenswert.... Wer heutzutage noch gerne in die Schule geht muss schon krank sein....

    EDIT: Ich muss aber auch dazusagen, dass nicht nur die Lehrer Mis gebaut haben.... Es gab IMMER mehrere Leute in der Klasse die sich sehr assozial verhalten haben.... Das waren meist total verblödete Typen, die teilweise nichtmal richtig deutsch konnten, null Unterstützung der Eltern hatten und keinen Anstand... Es kam häufiger vor, das schon ab der 5. Klasse Lehrer als Schlampe, Hure etc. beschimpft wurden (ja laut) und generell war sowas wie nen Zusammenhalt in der Klasse nicht vorhanden.. es gab gleine Gruppen die zusammengehalten haben, aber nie die ganze klasse...
     
  15. Cornholio

    Cornholio Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.12.04
    Zuletzt hier:
    2.10.16
    Beiträge:
    2.423
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    3.182
    Erstellt: 16.02.06   #15
    Also AX2Andi hat schon alles gesagt! Ich habe identische Erfahrungen hinter mir.
    Obwohl ich zugeben muss das ich nur bis hier
    gelesen habe. :cool:
     
  16. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    29.10.03
    Zuletzt hier:
    7.12.16
    Beiträge:
    4.667
    Ort:
    München
    Zustimmungen:
    181
    Kekse:
    7.137
    Erstellt: 16.02.06   #16
    Kann mir durchaus vorstellen, dass es so ist. Mein Bruder hatte so eine Lehrerin, und das hat viel versaut im Hinblick auf den weiteren schulischen Weg, da regt sich meine Mutter heut noch drüber auf. Und das war Anfang der 90er, von daher halte ich es gut für möglich, dass sich die Situation verschlimmert hat. Was zum Teil auch Schuld der Eltern ist, denn es gibt nicht wenige, die sofort in der Schule einrücken, wenn ihr Kind einen strengeren Lehrer hat, der mehr um die Ausbildung als ums Wuscheln bemüht ist: "Der Stress, unser armes Kind ...". Ein Teufelskreis!

    Und jetzt noch eine gesellschaftspolitisch heikle Bemerkung: Ergebnis dieses Problems ist das lasche westdeutsche(!) Schulsystem, dessen Auswirkungen wir jetzt in der PISA-Studie bewundern dürfen. Es liegt mir fern, hier irgendwelche Gräben aufzureißen, aber es sollte mittlerweile objektiv erkennbar sein, dass da irgendwas falsch läuft, während uns die systemtechnisch betrachtet ostdeutsch unterrichtenden Finnen beispielsweise abhängen. Lange geht das nicht mehr gut. Es wird sich aber auch nichts ändern, solange Begriffen wie "Elite" in Deutschland ein negativer Beigeschmack anhaftet: "... hält sich wohl für was besseres ..." usw.

    my2c,
    Jay
     
  17. Mighty Scoop

    Mighty Scoop Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.01.05
    Zuletzt hier:
    8.10.13
    Beiträge:
    1.512
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    1.457
    Erstellt: 16.02.06   #17
    Dem Beriff Elite haftet imho zu Recht ein negativer Beigeschmack an, denn er bezeichnet eine Gruppe, die sich selbst von anderen aufgrund bestimmter Merkmale ausgrenzt.

    Die Verwendung des Elitebegriffs in der Bildung fördert nur Ausgrenzung und Selektion, Dinge, die einer guten Schulbildung im Wege stehen.

    In Finnland hat man dies schon vor Jahrzehnten erkannt, und Selektion und sowas wie einen Elitenbegriff so weit wie möglich aus der Schule verbannt.
     
  18. Havoc

    Havoc Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    29.12.03
    Zuletzt hier:
    13.03.09
    Beiträge:
    217
    Ort:
    Köln
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    50
    Erstellt: 16.02.06   #18
    Ich verstehe das mal als angenervten "Leute, denkt doch mal nach"-Kommentar :)

    Als angehender Lehrer kann ich mit so einer pauschalen Verunglimpfung natürlich nicht leben, finde es aber durchaus angebracht, bei negativen Fällen/Lehrpersonen die man kennt, solange auf die Barrikaden zu gehen, bis sich was ändert.

    Die Mutter von einem Freund ist Grundschulrektorin, und an ihrer Schule ist eine neue Schülerin aus einem ~18km entfernten Ort. Wieso der lange Weg? In der alten Klasse der Schülerin mussten die Schüler mit gefalteten Händen den ganzen Unterricht lang still sitzen (erzählten zumindest die Eltern, und ich glaube ihnen das mal).
    Wieso sich die Eltern da nicht beim Rektor, bei der Schulbehörde und sonstwo noch beschwert haben, weiß ich nicht, ich würde mir den Aufwand allein deswegen machen, weil es einfach total asoziales Verhalten der Lehrperson ist.
     
  19. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    29.10.03
    Zuletzt hier:
    7.12.16
    Beiträge:
    4.667
    Ort:
    München
    Zustimmungen:
    181
    Kekse:
    7.137
    Erstellt: 16.02.06   #19
    Ja, und zwar Leistung (im Idealfall). Leider ist das nicht immer der Fall. Aber warum soll man nicht durch herausragende Leistungen zu einer besonderen Gruppe gehören?

    Wie mans nennt, sei mal dahingestellt. Aber wir werden solche Probleme solange haben, solange Mittelmaß und das Produzieren heißer Luft wichtiger sind als wirkliche Leistung und die Bereitschaft, eben jene zu erbringen.
     
  20. Mighty Scoop

    Mighty Scoop Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.01.05
    Zuletzt hier:
    8.10.13
    Beiträge:
    1.512
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    1.457
    Erstellt: 16.02.06   #20

    Gegen Leistung ist überhaupt nichts einzuwenden.

    Das Problem das ich mit dieser Elitendiskussion in der Bildungspolitik habe, ist erstens, dass durch die Anwendung dieses Prinzips eine Selektion anstatt einer Förderung vorangetrieben wird, und zweitens der Zugang zu dieser Elite institutionell verankert wird, und man nicht unbedingt dazu gehört, auch wenn man gute Leistungen bringt.

    Beispeil : Eiliteuniversitäten verlangen wahrscheinlich höhere Studiengebühren, und dadurch ist es für ein Arbeiterkind schonmal schwerer an so eine zu gelangen als für ein Arztkind.