Das leidige Thema Gehörschutz

von Buldoce, 16.12.05.

  1. Buldoce

    Buldoce Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.05   #1
    Hi zusammen,

    bitte nicht direkt wieder posten das es hierfür ja bereits tausende von Threats gibt.
    Darum geht es momentan auch gar nicht.

    Ich habe mir die Alfa Music Safe III geholt.
    Laut Packung haben die im Schnitt ca. 23 dB Schutz.

    In dem Beiblatt stand allerdings, das diese üblichen gelben, die man zusammen drückt und ins Ohr stöpselt, einen höheren dB Schutz haben. Dabei dachte ich eigentlich immer das diese weniger haben weil die ja auch günstiger sind.

    Frage: Wieveile dB Schutz sollte man haben damit man das Ohr nicht schädigt?

    Trotz des Gehörschutzes habe ich wenn ich nach der Probe abends im Bett liege ein Rauschen im Ohr (wie als käme ich von einer lauten Party). Am anderen Tag ist das allerdings wieder weg.
    Ist das normal oder muss ich noch einen höheren Schutz verwenden?
     
  2. MikePortnoy

    MikePortnoy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.05   #2
    Das kommt ganz darauf an wie laut ihr seid.
    Wir haben mehr als 100 db im Proberaum wenn wir proben. Soviel ich weiß kommen schäden ab einer Lautstärke von 90db. Wie genau sich die schäden mit den db zahlen verhalten wissen andere besser.
    Wir haben uns ein Gerät gekauft mit dem wir die db Zahl messen, damit wir wissen was wir unseren Ohren zumuten.
     
  3. Buldoce

    Buldoce Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.05   #3
    Was sind das für Geräte und was kosten die?
     
  4. 00Schneider

    00Schneider HCA PA-Praxis und Drum-History HCA

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    Erstellt: 16.12.05   #4
    Diese Geräte nennen sich Schallpegelmesser. Gibt's ab 50 € (bei Reichelt, Conrad..., überall da wo es Messgeräte gibt), zeigen dann aber nur den Momentanwert an, wichtig wäre auch der Mittelwert über eine längere Zeit, genannt Leq, den gibt's aber erst bei Geräten ab 200 €.

    Was ganz einfaches ist der Hearsafety, hat einfach drei LEDs, grün, gelb, rot.
    www.meineohren.de/artikel/artikel_2112.html

    Cool für den Proberaum ist das SoundEar, leider auch teuer.
    www.meineohren.de/artikel/artikel_1560.html


    Direkt Schäden gibt's erst ab 120 dB, aber es geht um die Belastung über die Zeit, d.h. eine Lärmdosis. Je Länger du Lärm ausgesetzt bist, desto leiser sollte er sein. Am Arbeitsplatz muss ab 85 dB(A) Gehörschutz zur Verfügung gestellt werden, ab 90 dB(A) auch getragen werden.

    Was dich besonders belastet, d.h. das Gehör "nervt", ist ein klirrendes Signal. D.h. es ist nicht mehr ein klarer Klang sondern es sind zu viele Verzerrungen dabei. Das ist zwar bei E-Gitarren oft gewünscht, aber wenn es laut ist, stresst es das Gehör ganz schön. Außerdem wenn ihr eure Gesangsanlage am Limit fahrt, dann ist das auch der Fall.

    Normalerweise reichen die Music Safe für Bandproben. Wenn nicht, dann solltt ihr euch Gedanken machen, wie ihr leiser proben könnt. D.h. Boxen und Amps richtig aufstellen. Wenn der eine einen anderen nicht hört, soll der nicht einfach lauter machen, sondern stellt die Boxen näher zu dem, der weniger hört.

    Die EAR Classic (die gelben Schaumstoffdinger) dämpfen mehr, aber dafür nicht linear, d.h. Höhen werden viel mehr gedämpft als Bässe. Die sind eben für den Lärmschutz da, nicht für eine gleichmäßige Dämpfung über alle Frequenzen, was für Musik besser ist.
     
  5. YtseJam

    YtseJam Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.05   #5
    Hi

    ich hatte zuerst die gelben ohrenstöpsel, bin dann aber auch auf die Music Safe III umgestiegen.
    Der unterschied ist schon recht groß. Zwar dämpfen die gelben in der tat ein wenig besser, aber der klang ist beim Music Safe dafür um einiges klarer.

    Rauschen im ohr hatte ich noch nicht, allerdings hatte ich in letzter zeit häufiger mal ein piepen auf dem ohr (allerdings nur für wenige minuten und das könnte auch mit dem schulstress in letzter zeit zu tun haben)

    Grundsätzlich spiel ich immer mit gehörschutz, doch trotzdem kam es einmal nachdem ich am wochenende 6 stunden am stück gespielt hatte am nächsten tag zu einem leichten schwindelgefühl, was ich mal auf die trotz des gehörschutzes doch recht starke lärmbelastung zurückgeführt hab.
    Sowas lässt sich aber sicher durch pausen während des übens vermeiden.

    Nach einem besseren gehörschutz hab ich auch schon gesucht, aber noch nichts, was brauchbar und gleichzeitig auch bezahlbar ist gefunden.

    mfg YtseJam
     
  6. Buldoce

    Buldoce Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.05   #6
    Abgesehen was für die Kommunikation während der Proben besser ist, welches Gehörschutz schützt denn mehr, der Music Safe III oder die gelben EAR Schützer?
     
  7. MikePortnoy

    MikePortnoy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.05   #7
    Ist damit doch eigentlich beantwortet. Die gelben schützen mehr nehmen dir aber alle Höhen weg
     
  8. Ellen Aim

    Ellen Aim Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.12.05   #8
    Das mit den Ohrstöpseln kann auch seine gesundheitlichen Nachteile haben. Wenn Ihr ne Minute Zeit habt erzähl ich mal ne lustige Geschichte.

    Hab einmal auf einem Urlaub in Hongkong 14 Tage lang jede Nacht in einem lauten Hostel Ohrstöpsel tragen müssen. Zurück in Taiwan (wo ich damals studierte) setzten dann die Probleme ein. Extremer Schwindel, besonders wenn ich mich abends ins Bett legte. Wenn ich mich nach links drehte, drehte sich die Welt um mich linksrum, wenn ich mich nach rechts... usw. Es war, als wäre ich besoffen. Tage später kamen noch Übelkeit und Schwächeanfälle dazu. Bis ich eines Wochenends es so mit der Angst bekam (ich dachte, ich hätte mir irgendeinen exotischen asiatischen Virus eingefangen), da bin ich in die Notaufnahme gefahren. Das war lustig dort. Der Blutdruck wurde über die Jeansjacke hinweg gemessen. Dann wollte mich der Arzt nach einer zweiminüten mündlichen Diagnose für eine Stunde an den Valiumtropf hängen, weil ich 'Vertigo' habe (ist das nicht ein Hitchkock-Film?). Irgendwann fragte ich dann, ob er nicht mal in die Ohren schauen könnte. Und tatsächlich. Von den dummen Stöpseln hatte sich Schorf im Ohr gebildet, der wohl auf den Gleichgewichtssinn drückte und diesen Schwindel auslöste. Die Ohren wurden gereinigt und ich hatte nie wieder Probleme damit. Seitdem bin ich aber immer vorsichtig mit den Dingern. So wichtig sie auch sind. Aber bei Schwindel nach dem Proben, checkt mal ob die Ohren sauber sind..:D
     
  9. -Tony Hajjar-

    -Tony Hajjar- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.12.05   #9
    schorf....

    :rolleyes:

    und: wie kannst du nur auf gutes Valium verzichten??? man man, so ne chance bekommst du so schnell nicht wieder ;)
     
  10. WayneSchlegel

    WayneSchlegel Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 17.12.05   #10
    Klar, daher auch der Begriff "Jugend schorft"!:rolleyes::D

    Ich habe ähnlich gelagerte Erfahrungsberichte schon des Öfteren vernommen.
    Ohrenentzündungen durch exzessiven Ohrstöpselgenuss bzw. Gebrauch, erhöhte Schmalzbildung, Entzündungen, oder schlichtweg Schmerzen auf Grund nicht angepasster bzw. zu grosser Stöpsel.
    Im Normalfall hat man den Gehörschutz ja lediglich so ein bis zwei Stündchen in den Lauschlappen hängen, aber in "lauten" Hotels höre ich lieber dem Päärchen im Nachbarzimmer beim Poppen zu, als mir die ganze Nacht hindurch die Ohren hermetisch zu versiegeln. Bin allerdings von Hause aus Jemand, der zu jeder Tages und Nachtzeit seelenruhig einpennen kann, selbst wenn um mich herum der dritte Weltkrieg ausbricht.
    Einzig das Vögelgezwitscher im Sommer stört mich beim Einpennen wenn ich von ´nem Gig heimkomme. Da schick ich dann immer meinen Kater raus und schon kehrt Ruhe ein.:twisted:
     
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