defekter Amp! aber wie?

von BigB, 28.12.05.

  1. BigB

    BigB Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.05   #1
    Hallo,
    ich habe eine kleine Basscombo "geerbt" (50Watt RMS, Transe, FBT, gebaut ca. 1982), aber dieses Teil ist defekt.
    Ich wollte das Gerät im Probenraum benutzen, um mir das Schleppen zu sparen (lange Flure und Treppen).
    Beim Drehen an den Potis (Bass, Mitten, Höhen) kommt ab und zu ein lautes Krachen. Es hört sich irgendie an, wie beim Sendersuchen mit einem alten Röhrenradio. Der Ton vom Bass (passiv) kommt manchmal nur ganz schwach rüber.

    Zuerst dachte ich, es läge an den Potis. Ich habe dann sämtliche Potis ausgelötet, zerlegt, gereinigt. Dann habe ich die Potis durchgemessen und sie schienen in Ordnung. Habe sie wieder eingelötet, aber keine Veränderung. :rolleyes:
    Dann habe ich komplett neue Potis eingelötet, leider ohne Erfolg.

    Was kann also an einem Transistorverstärker kaputt gehen ?:confused:
    Das Innere des Verstärkers sieht eigentlich makellos aus, also keine Korrosion oder so !

    Hat jemand eine Idee, was hier defekt sein könnte. Ich weiß, dass eine Ferndiagnose schwierig ist, aber vielleicht hatte schon mal jemand etwas ähnliches gehabt !


    Viele Grüße, Big B
     
  2. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 28.12.05   #2
    Wenn du ab und zu ein lautes Krachen hörst, sollte man davon ausgehen, daß die Endtransistoren noch ok sind, wer sollte die "Störung" sonst so verstärken, daß sich eine Lautsprecherspule davon ernsthaft beeindruckt sieht.
    Krachen weist aber meistens auf Wackler oder kalte Lötstellen hin. In der Elektronik nimmt man an dieser Stelle (außer guten Augen) gerne einen Signalverfolger. Das ist ein (bleistiftgroßes) Teil, daß an der Spitze z. B. ein 1khz Pfeifton erzeugt, den du am Eingang (Klinkenbuchse Baß) einspeist und mit dem zugehörigen Verstärkerteil des SV an der Schaltung immer weiter Richtung Ausgang tippst, ob der Pfeif noch da ist. Irgendwo isser dann weg und da ist das Ei.
    Ok, du hast keinen SV :(
    Hast du schonmal im Betrieb die Bauteile und die Platine abgeklopft? Am besten am Eingang ein Signal anlegen (zB MP3-Player, aber nur leise einstellen!) Verstärker einschalten und mit Schraubenziehergriff unten auf die Platine klopfen (nicht zu zaghaft). Tritt jetzt das Krachen auf oder kannst du das Engangssignal kurzzeitig hören?
     
  3. GoodYear

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    Erstellt: 28.12.05   #3
    Hi BigB,
    dieses Potikrachen beim Drehen kenne ich. Das liegt an einer Dreck-/Oxydschicht auf der Leiterbahn. Du schreibst, du hast die Potis zerlegt - echt komplett zerlegt? :eek: Und du hast sie gereinigt - hast du auch mal mit Kontaktspray in die kleinen Öffnungen reingesprüht? Das wirkt Wunder und die Nebengeräusche sind anschließend komplett weg. So habe ich zumindest mal zwei alte Combos "repariert". Wenn das alles nichts nützt: Potis durch neue ersetzen, hast die ja sogar schon rausgelötet.

    [​IMG] [​IMG]

    Gruß,

    Goodyear
     
  4. BigB

    BigB Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.05   #4
    Vielen Dank für die Tipps.

    Also an den Potis liegt es wirklich nicht, da ich diese ja schon mit einem ähnlichen Kontaktspray behandelt bzw. dann durch neue bzw. andere ersetzt habe.

    Ich muss mir mal alle Lötstellen anschauen, vielleicht ists ja dann ein Wackler oder eine kalte Lötstelle.

    Gruß,
    BigB
     
  5. GoodYear

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    Erstellt: 28.12.05   #5
    Hi BigB nochmal,
    komisch, denn deine Beschreibung "Beim Drehen an den Potis (Bass, Mitten, Höhen) kommt ab und zu ein lautes Krachen." liest sich genau so als wäre es das.

    Vielleicht sind die Potis so verschmockt, dass selbst Kontaktspray nix mehr nützt? Dann würde ich mal testweise einen Ersatzpoti einlöten und nachhören, ob's immer noch kracht beim drehen.

    Wenn es aber was anderes ist (Platinenbruch :eek: etc.) dann bin ich auch ratlos.

    Gruß,

    Goodyear
     
  6. BigB

    BigB Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.05   #6
    Hallo Goodyear,
    das mit den anderen Potis einlöten habe ich doch gemacht ( Du musst nur meine Posts genauer lesen !), aber es ist unverändert, deshalb KANN es nicht an den Potis liegen !
    Ich prüfe heute abend nochmals alle Lötstellen (vielleicht trifft die Vermutung von "500/1" ja zu) und dann sehn wir weiter!

    Danke für Deine Mühe!

    Gruß,
    BigB
     
  7. GoodYear

    GoodYear Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.12.05   #7
    Aah, jetzt hab ich's dann auch gelesen :rolleyes: sorry. Ich hoffe jedenfalls, du kriegst den Amp wieder flott.

    Gruß und viel Erfolg,

    Goodyear
     
  8. Ronraimund

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    Erstellt: 29.12.05   #8
    Hallo BigB,
    eventuell ist der Grund auch ein defekter Elko(Elektrolytkondensator),
    bzw."kalte" Lötstellen(speziell Masseverbindungen) können auch
    so ein Phänomen auslösen.

    LG
    Reimund
     
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