Depressionen

von Pcorpse, 22.03.06.

  1. Pcorpse

    Pcorpse Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.06   #1
    Hallo leute ich sag nurmal dass es mir heftig scheisse geht und es mich freuen würde von einigen Leute zu hören wie sie es schafften aus dem Loch rauszuklettern

    zu mir: Ich bin nun seit ca 3 Wochen "down" , werde bald Hilfe von einem Psychologen annehmen. Die Probleme entanden bei mir weil ich dauerhaft Stress mit meinen Eltern hatte der mich sichtlich hinnam und meine Freunde einfach am falschen Platz( Schulstufe gewechselt). Würde mir sehr helfen wenn mir einige früher betroffenen Personen posten könnten.
    mfg
     
  2. Jamahl

    Jamahl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.06   #2
    Ich hatte sehr oft Stress mit allen möglichen Leuten, irgendwann hab ich mal entschieden, was wichtig für mich war und was nicht, und das was nicht so wichtig war hab ich nicht an mich ran gelassen.

    Was allerdings wichtig wäre, wie ich glaube, ist eine Ansprechperson. Du solltest deine Probleme mit jemandem teilen können. Am besten wäre hier natürlich ein guter Freund oder so, aber evtl. kannst du einfach eine Person im Internet kennen lernen.
    Ich persönlich hab bemerkt, dass man dem anderen Geschlecht seine Probleme lieber erzählt als dem selben, könnte aber sein, dass das bei Frauen anders ist, weil die meisten Männer einfach nicht zuhören können.
    Hoffe, das kann dir helfen,
    viel Glück!

    Bört
     
  3. Dr.Network

    Dr.Network Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.06   #3
    Ja tatsächlich man sollte sich einen Freund finden den man sowas erzählen kann denn auch nicht jedem kann man es erzählen denn viele sind einfahc so unverschähmt das sie darüber lachen oder das ausnutzen um einen noch mehr nieder zu machen also aufpassen.
    Nun ja für mich ist es sehr wichtig wenn ich etwas loswerden möchte aber keinen hätte würd ich auch unter solchen Depressionen sein... Nun ja Gott sei Dank tatsächlich Gott sei Dank hab ich einen sehr guten Freund und wir erzählen uns alles... Nun ja auf jedenfall baut dich so jemand sehr gut auf. Grade wenn er vielleiht etwas ähnliches durchlebt oder durchlebt hat. Nun ja ich denken Priester sind besser als Psychologen vielleicht wendest du dich an so jemanden. Doch wirklich Priester schwaffeln nie so en Dreck wie die meisten Psychologen da kann man ja die augen verdrehen... die sind alle selbst :screwy: und wohnen in ihrer eigenen Welt!:great:
     
  4. Abyss

    Abyss Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.06   #4
    Die mit dem weißen Kittel schon.
    Aber es gibt auch welche, die dir einfach als kompetenter Gesprächspartner zur Verfügung stehen.
     
  5. der amp

    der amp Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.06   #5
    Du solltest jedenfalls mal mit deinen eltern reden, wenn solche sachen totgeschwiegen werden, sind sie dennoch nicht gelöst...
    und versuch mit deinen freunden, wenns anders nicht geht zu chatten, emails zu schreiben etc, anmeldung bei icq is ja kostenlos...
    Annsonsten viel glück, hoffentlich bist du bald ausm tief raus...
     
  6. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 22.03.06   #6
    Ich habe im letzten Jahr auch einige Gespräche mit einem Psychologen gehabt (bei der Ehe, Familene und Lebensberatung, dank Kirchensteuern kostenlos :-), was mir wirklich gut getan hat. Ich werde das auch wieder aufnehmen. Das gibt auch Halt, wenn man da Termine hat.
     
  7. AX2Andi

    AX2Andi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.06   #7
    Solange es nur um normale leichte Standarddepressionen geht, bist du bei nem normalen Psychologen gut aufgehoben.. die sind etwas unflexibel, wenns in die schwierigeren Bereiche geht, aber für sowas wie du scheinbar hast sind die sehr nützlich..... WENN es denn wirklich richtige Depressionen sind... Lass dir da auch bitte keinen Müll von irgendwelchen Laien aufschwätzen.... Depressionen kann man nicht verstehen/einschätzen, wenn man sie nie selbst hatte.... und da muss man wirklich den Unterschied zwischen richtigen Depris und den "Möchtegerndepris" erkennen.... Der Begriff Depressionen wird inzwischen für sehr viel benutzt, was damit eigendlich nichts zu tun hat.... Was du hier beschreibst klingt für mich wie gesagt nach ner leichten Depression oder was in die Richtung Burnout....

    Geh auf jeden Fall mal zu einem Psychologen und lass dich "durchchecken" FALLS es richtige Depressionen sind ist damit nicht zu spaßen.... und wie gesagt... solche oberklugen Kommentare wie den von Dr. Network einfach überlesen... sowas kann gut gemeint sein, aber wie gesagt... Wer keine richtigen Depressionen hat(te) kann sie auch nich verstehen und erst recht keine konstruktive Hilfestellung geben....

    Die Verhaltenstherapie setzt auf Entspannung, Raus an die frische Luft (Sonne is recht wichtig) Sport und nen geregelten Tagesablauf... sowie Gespräche mit Leidensgenossen... Wichtig ist, dass du dich nicht weiter zurückziehst, sondern schnellstmöglich an die Sache rangehst... Sonst ziehts dich immer weiter runter...
     
  8. Pcorpse

    Pcorpse Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.06   #8
    Ich danke erstmals allen für die posts...
    Ich habe mir einen Termin bei einem Psychologen beschert, dort werd ich jetzt mal mit meinen Eltern hingehen.
    Meinem besten Kumpel hab ich auch angerufen far übers Wochenende dann mal zu ihm un rede mit ihm über das Zeug.
    Es fällt mir ziemlich schwer mich für etwas zu motivieren aber ich habe heute deutlich gemerkt dass es sich ziemlich verbessert hatte als ich mich zwang rauszugehen.
    Ich werd euch dann nen Post über den Psychologen schreiben, denn ich glaube nicht dass das wie dr:Network sagt irgendwelche Penner seien.
    mfg
     
  9. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 22.03.06   #9
    Da werdend ann ja auch Medikamente verschrieben. Viele kenne hier wohl auch die Unterschiede zwischen einem Psychologen, Psychiater und Psychotherapeuten nicht. Kann man eigentlich auch keinem vorwerfen, aber dann bitte keine dummen Kommentare bezüglich "Spinnern in weißen kKitteln" etc.
     
  10. Jamahl

    Jamahl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.03.06   #10
    Die "Spinner in weißen Kitteln" arbeiten doch in der Klapse oder?
     
  11. oldboy

    oldboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.06   #11
    "Burn Out" und so sind richtig in Mode gekommen in letzter Zeit, scheint mir.
     
  12. jackson

    jackson Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.06   #12
    ich hab letztes jahr so ne schreckliche Depriphase durchgemacht , mir is alles über den Kopf gewachsen, nichts hat mehr funktioniert, konnt mich auch nimmer ablenken so wie früher etc und die Phase hat rund 6 monate gedauert, dann hat n freund von mir ne Psychodrama -Fortbildung gemacht und eine einstündige anstrengende Sitzung mit mir gemacht, wo ich dann in die Rolle von meinen "Gegnern" schlüpfen musste etc also kurz: ich hab alles sortiert gehabt nach der Stunde! und mir gings so gut danach und das hält fast bis heute an! weil ichs geschafft hab ,mich nimmer verrückt machen zu lassen , ich hoffe ich schaff das möglichst lange
     
  13. Swissmetaler

    Swissmetaler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.06   #13
    Hehe das hab hab ich auch gerade gedacht ;) Natürlich ist mit echten Depris nicht zu spassen, aber dieses sogenannte "Burn Out Syndrom" ist mal wieder eine tolle Wortschöpfung.
     
  14. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.03.06   #14
    Also was Du ganz pragmatisch machen kannst (und was Dich nicht abhalten sollte, Dir zusätzliche professionelle Unterstützung zu holen):
    1. Johanniskraut (Tabletten oder als Tee), wirkt aber meist erst nach zwei Wochen regelmäßier Einnahme. Das ist keine Droge, hat keine Nachwirkungen, vernebelt nicht und Du wirst nicht abhängig davon, hellt aber die Stimmung auf.
    2. Jeden Tag an die frische Luft.
    3. Du nimmst Dir mindestens 1 Sache vor, die Deinen Tag verschönen soll. Die Du gerne machst, die Dir Freude macht. Die einfach nur für Dich da ist. Und das musst Du unbedingt machen. Sonst bekommst Du einen zusätzlichen Blues.
    4. Du fragst Dich jeden Morgen: Wie kann ich mir diesen Tag konkret (!) so gestalten, dass er schön wird. Was kann ich dafür tun?
    5. Du fragst Dich jeden Abend: Was habe ich heute für schöne Dinge erlebt, getan, gesehen, gehört, mitbekommen etc? Du kommst nach kurzer Zeit in der Regel auf über 10 Dinge, die schön waren und Dich gefreut haben.
    6. Trink wenig Alkohol - am besten gar keinen.
    7. So wenig Fernsehen wie möglich - da kommt man erwiesenermaßen schlecht drauf.
    8. Du fragst Dich, wie lange Du depressiv sein möchtest. Kreuz den Tag im Kalender an. Guck jeden Tag darauf. Jeder Tag, der vergeht, bringt Dich dem Tag näher, an dem Deine Depression weg ist.
    9. Du fragst Dich, was postiv daran ist, dass Du depressiv bist. Was hast Du davon? Schreig die Antworten auf. Guck die jeden Tag an. Dir wird einiges aufgehen dabei.
    10. Du versetzt Dich in einen guten Freund oder eine gute Freundin. Was würden die Dir raten?

    Gutes Gelingen,

    x-Riff
     
  15. AX2Andi

    AX2Andi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.06   #15
    Ne so is das schon lange nichtmehr.... zumindest in den Klapsen in denen ich war, ist das Personal normal gekleidet und Spinner hab ich auch nicht bemerkt... Ansich sind das aber die selben, ob Stationspersonal, oder mit eigener Praxis....
    Selbst die Patienten sind zum größten Teil nicht so, wie man sie sich vorstellt.... Alles normale, nette Leute.... Teilweise fühlt man sich da normaler, als "draußen" Man muss halt nur nen bissl vorsichtig sein... wenn man da mit Vergewaltigungsopfern rumhängt kann man natürlich nicht über sexuelle Vorlieben reden etc... Aber sonst alles recht normal....

    Burnout is im Moment wirklich ziemlich verbreitet, aber ich muss ehrlich sagen, da gibts auch viele schwarze Schafe... Die Ärtze können sich natürlich aber auch nicht anmaßen die Leute einfach nicht ernstzunehmen... Aber die wollen dann recht schnell selber weg, wenn sie merken, dass das garnicht son "Urlaub" is wie viele denken....
     
  16. ars ultima

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    Erstellt: 23.03.06   #16
    Ähnlich trendy bei Kindern: AD(H)S :-)
    Selbst wenn dieser Thread keinem konkret hilft, finde ich es wichtig, dass über dieses Thema offen und "normal" geredet wird. Psychische Probleme (es müssen noch nicht mal wirklich "Krankheiten" sein) haben gesellschaftlich immer noch einen zweifelhaften Ruf, auch wenn das bestimmt früher noch schlimmer war. Dass man als "Psycho" verschrien wurde, sich schämen musste, psychologische Hilfe anzunehmen, oder eher belächelt wurde nach dem Motto "Stell Dich nicht so an". Während die "körperliche" Medizin immer weiter fortschreitet, werden wohl psychische Beschwerden immer mehr zu einer großen Volkskrankheit. Und daher sollte sich auch niemand dafür schämen. Ich hatte das Glück meinen Zivildienst bei einer Beratungsstelle für Eltern/Kindern/Jugendlichen zu machen. Vorher hatte ich mir nie so darüber GEdanken gemacht. Und ohne meinen Zivildienst hätte ich wohl auch nicht so genau gewusst, an wen man sich so als ersten wenden kann.
     
  17. XeS

    XeS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.06   #17
    tom du solltest die finger aus deinem hintern nehmen und einfach mal was machen. die jugend von heute ist einfach verweichlicht geraten. als ich in deinem alter war hab ich sowas wie depressionen noch nicht gekannt und ich hatte nicht selten stress mit jensten leuten. ich hatte depressive verstimmungen(was du denke ich auch hast), weil in meinem leben einige sachen passiert sind die nicht gerade schön sind und das in den phasen wo man langsam erwachsen wird. in einem jahr hat mich eine volle breitseite erwischt, da ist wer kaputt gegange, da hat sich wer die birne weg gepustet, da haben einem drogen das licht ausgeknipst etc...(seither hab ich teils etwas morbide ansichten und auch keine angst vor dem tod mehr, da ich micht zwangsläufig mit dem thema befassen musste) aber ich beklage mich nicht über diese begebenheiten, ich akzptiere sie so wie sie sind, denn ändern kann man die vergangenheit eh nicht mehr, man kann nur schauen das man das schlauste aus der zukunft macht.

    einige meiner freunde sagen ich habe ein herz aus stahl, dass ich immer noch auf der erde wandle und ansich ein sehr sonniges gemut habe.

    zum thema psychiater sag ich nur eins: ein guter freund ist mehr wert und verlangt viel weniger für seine hilfe.
     
  18. XeS

    XeS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.03.06   #18
    die menschheit verweichlicht zusehens um es mal klar auszudrücken.:twisted: ich hab zwar auch zum teil so meine leiden aber die sind ansich immer körperlicher natur, weil ich mir mal wieder ein gelenk versieche oder sonst was, dass hält mich aber nicht davon ab immer meinen weg zugehen.
     
  19. AX2Andi

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    Erstellt: 23.03.06   #19
    Stimmt... Diese schlechte Aufklärung hat mir viele Chancen versaut.... Hätte ich früher schon bescheid gewusst und mich als Kind melden können, dann wäre ich wohl nicht so tief gefallen... Ich denke wenn man das Pech hat, dass es erst viel zu spät bekannt wird, isses zu spät um noch wirklich was machen können.... dann muss man halt lernen damit zu leben und es wenigstens stabilisieren.... Leider sind psychische Krankheiten nicht so einfach zu erkennen, wie körperliche....

    Und es gibt noch sehr viel unerforschtes Terrain, wo selbst die besten Ärzte nichts machen können... Und die Medikamente haben zumindest bei mir keine ausreichende Wirkung gezeigt.... Nur Valium und die Neuroleptika, aber Valium versuch ich möglichst so gut es geht zu meiden... Ich rauche und drinke nicht und will auch sonst von nichts abhängig werden... Leider is das manchmal die einzige Möglichkeit... Auch die Perspektiven gerade für ältere Patienten sind wirklich mies.... Zukunftsängste sind da nen ganz großes Thema... Ich hab schon erlebt, wie Leute die total am Ende waren, dann einfach irgendwann heimgeschickt wurden, weil die Kassen nichtmehr zahlen... und die Wartezeit bei Psychologen sind ja ewig... ich hab schon bis zu 4 Monate warten müssen.... Den Leuten fällt dann zuhause die Decke aufn Kopf.... und dann kommt leider auch oft irgend ne Meldung durch, dass sich wieder jemand umgebracht hat.... Mir sind jetzt schon 4 gute Freunde aus Kliniken weggestorben... da kommt man sich irgendwann ziemlich zurückgelassen vor....

    Und wenn ich dann so dämliche Möchtegerngothicmädels (klischeehaft gesprochen) seh, die so tun als ob sie sich umbringen wollen um Aufmerksamkeit zu erregen, dann werd ich so richtig stinksauer... Denen würd ich echt mal wünschen ne Woche oder so wirklich mehr Angst vorm weiterleben zu haben, als vorm sterben.... Das is nicht cool, romantisch, oder ehrenhaft, oder was weiß ich was da noch fürn Mist verzapft wird.... Das is die absolute Hölle.... Und dann hängt man auch nicht auf Friedhöfen rum oder son Unsinn... Dann kann man froh sein, wenn man sich noch vor die Haustür traut....

    Es sind auch ziemlich viele Musiker unter den Patienten die ich kennengelern habe..... Ich weiß nicht warum, aber irgendwie scheint das irgendwie nen zusammenhang zu haben... Naja hat man wenigstens nen paar Leute zum jammen ;)

    Man ich schreib hier wieder... Kurzfassungen sind nicht so meine Stärke :D
     
  20. AX2Andi

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    Erstellt: 23.03.06   #20
    Oh da spricht ja ein Profi :rolleyes: Und wie unglaublich hart du bist... Woow ... dich will ich mal mit echten Depressionen erleben....

    Sei vorsichtig mit deinem Urteil... Ich glaube kaum, dass du auch nur im Ansatz weißt wovon du sprichst.... Mit dem Tod konfrontiert zu werden macht einen nicht zum Experten in sachen Depressionen.... Is ja auch nicht so, dass sämtliche Bestattungsunternehmer, Soldaten, Sanitäter etc. Depressiv sind... und die sehen o einiges.... Außerdem weißt du nicht wies in nen paar Jahren bei dir aussieht.... Das kann ganz plötzlich kommen und dann will ich dich mal hören... da bist du dann auf einmal ganz still das kannste mir glauben Kollege...