Der Blues - Facharbeitsthema

von DonStefano, 04.11.06.

  1. DonStefano

    DonStefano Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.06   #1
    Hallo liebe musikergemeinde.

    Nunja mein Abi steht bald vor der Tür und ich hatte noch einge Fragen, die mir das Internet und meine Fachlektüre für meine Facharbeit noch nicht beantworten konnte.

    Ich schreibe über die Geschichte des Blues seine Wurzeln und seine entwicklung bis zum rock and roll hin.

    jedoch hänge ich zurzeit etwas an den musikalischen grundwurzeln.
    Mein erstes Kapitel behandelt die traditionelle afrikanische musik und vor allem die rhythmik und der einfluss auf den blues. Soweit hab ich alles zusammen wie den off beat oder die tenäre spielweise.

    jetzt wollte ich im zweiten kapitel den melodiecharakter und vor allem die pentatonik mit einbinden. Ich weiß soviel, das die pentatonik alt ist. seeehr alt und welche stämme sie schon damals benutzt haben. Aber wann wurde die pent. in europa richtig berühmt und warum haben die sklaven und die späteren bluessänger vor allem diese tonleiter benutzt? woher kannten sie diese und ist sie wirklich von europa herübergeschwappt? das wäre soweit meine frage.

    Nunja und weil ich gerade hier bin wollte ich noch fragen, ob diese erklärung der Blue Notes stimmig ist.

     
  2. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 04.11.06   #2
    Wenn du das auch für die 7.stufe annimmst, liegst du richtig. "Dirty tones" und "smear" sind charakteristisch für afro-amerikanische musik, die nicht an unser tonsystem gebunden ist. Dass die bluestonleiter pentatonisch sein soll, ist mir neu, ich kenne jedenfalls blues mit 7 tönen, aber allgemein scheint die 12taktige struktur zu sein. Viele anfänge liegen im dunkeln, um die musik der kneipen, bordelle und ghettos hat die musikwissenschaft sich lange nicht gekümmert, sie war eher im europäischen mittelalter zuhause, aber es wird inzwischen fachliteratur geben.
    Die europäische musik (-wissenschaft) basiert auf der griechischen und ihren verschieden gestimmten tetrachorden, deren 2 zu unseren 7tönigen reihen führten, aber z.b. im kinderlied (was abgesunkene folklore ist, die melodie eines germanischen waffentanzes kennt jeder) haben wir 3- und 5-tonreihen.
    Ich kam mit der klavierform des blues, dem boogie in berührung, war damals auch in kontakt mit afro-amerikanern, aber wir haben nicht viel nachgedacht, sondern gespielt.
    Das nur nebenbei.
     
  3. DonStefano

    DonStefano Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.11.06   #3
    ja du hast recht die bluestonleiter ist natürlich sieben tönig. so hate ich es auch beschrieben:
    jedoch baut ja die bluesskala auf der pentatonik auf. daher wollte ich ein bischen auf die ursprünge dieser skala eingehen. beim nochmaligen durchlesen kann ich erkennen, dass doch eingies dahinter steckt was du da sagts und ich bestimmt benutzen kann. super vielen dank.
    wenn noch jemand weitere infos hat allgemein zum blues besonderheiten oder sonstiges wäre ich echt froh mal was echt nützliches zu entdecken

    danke im voraus
     
  4. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 05.11.06   #4
    Stämme...? Pentatonik gab und gibt es außerhalb von Stämmen und stammesgeschichtlichen Zusammenhängen. Die Verwendung auf Stämme zu reduzieren, wäre zu kurz gegriffen.

    Berühmtheit ist in diesem Zusammenhang ein ungünstiger Begriff, weil eine Skala keinen Ruhm erwerben kann. Schreib doch besser: Pentatonik verbreitete sich.

    Gute Frage; fest steht nur die recht simple Herleitung einer pentatonischen Tonleiter (Schichtung von Quinten, dem elementarsten Intervall nach der Oktave) sowie die Tatsache, daß Pentatonik bei vielen Völkern in Gebrauch war. Warum Sklaven und Bluessänger diese Tonleiter verwendet haben, kann mit Sicherheit niemals vollständig geklärt werden - vermutlich war es der gebräuchlichste allgemein bekannte Tonvorrat, der schnell erlernbar war. Vermutlich gab es auch kaum Alternativen zur Pentatonik.

    Wer sagt das? Allgemein zur Geschichte der Pentatonik solltest du mal den Artikel von Max Weber lesen.

    Harald
     
  5. DonStefano

    DonStefano Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.11.06   #5

    Ja natürlich wäre es der pentatonik gegenüber nicht gerecht, sie nur in zusammenhang von stämmen zu nennen, jedoch wäre eine genaue beschreibung der pentatonik in einer englisch facharbeit (und nicht musik falls du das angenommen hast) zu hoch gegriffen und von keinem weiterem nutzen um die große geschichte des blues bis hin zum rock n roll zu beschreiben. ich denke in meniem falle reicht es, zu sagen, dass es sie gibt wo es sie gibt und warum man sie benutzt hat. ich muss immer mein seiten limit von 20 seiten im auge behalten und einen schwerpunkt auf die entstehung der pentatonik will ich auch nicht legen.

    das ist genau das was ich zur zeit geschrieben habe und werde es auch kurz so erklären. die nicht vollständige klärung der herkunft die einfachheit und einfach das gefühl des spielens.

    soweit vielen dank für die ausführliche info :great:
     
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