Der MB-Gartenthread

von SickSoul, 10.09.16.

  1. SickSoul

    SickSoul HCA - Gitarren Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.09.16   #1
    €: aus dem Kochthread ausgelagert:


    Tach!

    Hat jemand von euch Erfahrungen darin eigene Chilis aufzuziehen? Hab große Lust mir ein paar Jalapenos selber zu züchten oder auch Cayennes und was es nicht alles gibt :)
     
  2. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 10.09.16   #2
    Hmmm ... es ist Herbst! ... ?
    Willst Du jetzt damit starten?
    Garten? Gewächshaus? Topf? Hochbeet? ...
    Ich habe es einmal im Hochbeet gemacht. Die waren ganz schön scharf. :-D

    Ich fänd es besser, Küchengärtnertipps in einem separaten Thread auszutauschen.

    Gruß
    Lisa, die heute Morgen schon einige Stunden draußen gewerkelt hat ...
     
  3. Smelly

    Smelly Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.16   #3
    Ich bin im Moment zufällig dabei, aber wirklich Erfahrung hab ich da auch nicht. Haben zur Hochzeit sowas hier geschenkt bekommen:
    https://www.geschenkidee.ch/p/58315-scharfer-chili-pocket-garden

    Hab zwar viel dazu im Internet gelesen, alles sehr kompliziert laut den richtigen Züchtern, aber mit so einem Ding gehts auch ganz gut, das aufziehen... da ist Erde drin und eine Packung Samen, die habe ich dann einfach unter die Erde gegeben, immer etwas gegossen und irgendwann kamen die kleinen Pflänzchen. Wohlgemerkt am Anfang alles in diesem Dings drin.
    2016-07-15 08.42.38.jpg
    Sieben Pflanzen habe ich da bekommen, die stehen jetzt umgetopft auf unserer Fensterbank.
    2016-09-10 11.15.01.jpg

    Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung welche Chilis das sind und ob ich die nochmal umtopfen müsste irgendwann. Aber das gibt sich schon alles :D Ist jedenfalls alles recht einfach wenn man keine Wissenschaft draus macht ;) Einfach mal probieren!
     
  4. Gast 2197

    Gast 2197 Inaktiver Benutzer

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    Erstellt: 10.09.16   #4
    Ich mache es schon seit Jahren. Der Erfolg ist sehr unterschiedlich, je nach Sorte und Jahr. Auch ist es in einem großen Topf ( mind. 10L ) oft leichter, wenn man nicht gerade spitzen Gartenbedingungen hat.

    Vor allem lass dich am Anfang nicht von den Sorten blenden, die sind Legion inzwischen. Wichtig ist die Reifezeit und die beträgt grob im Schnitt so 45-120 Tage, die einfachen Jalapenos brauchen so 50 bis 80 Tage zur Fruchtreife, das klappt in einem "normalen Sommer" ganz gut. Baumchillis brauchen z.B. bis zu 120 Tage, da ist oft der Sommer schon dahin. Einige Sorten lassen sich auch überwintern, aber da braucht man schon gute Lichtbedingungen und ärgert sich oft mit Geziefer aller Art herum.

    Wenn du sie aus Samen ziehen möchtest, dann ist ein guter Samendealer wichtig, es gibt auch endlos "Verschnitte" von Sorten inzwischen. Pepperworld hat gute Samen, aber auch im Frühjahr Pflanzen und auch einen mehrteiligen Crashkurs zum anlesen, die sind schon lange im Geschäft. Über Reifezeiten der einzelnen Sorten erfährst du reichlich hier in der Datenbank von Hot Pain. Das ist das angeschlossene Forum von Pepperworld. Da kannst du dich auch gut querlesen.
     
  5. SickSoul

    SickSoul Threadersteller HCA - Gitarren Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.09.16   #5
    Hellas!

    @Lisa2 So, der neue Thread steht :great:
    Gesäht wird erst im nächsten Frühjahr, aber ich wollt mich schon mal schlau machen :)

    @Smelly Witziges Ding. Halt uns mal auf dem Laufenden, ob das was wird. Und herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit :D

    @funstrumentalist Zu verschiedenen Sorten: Ich weiß nicht, wie stark sich verschiedene Chilis tatsächlich im Aroma unterscheiden und bei der Schärfe muss man natürlich etwas finden, was passt. Wo es aber definitiv merkbare Unterschiede gibt ist in der Dicke des Fruchtfleisches. Jalapenos haben ja ein recht dickes Fruchtfleisch, fast wie Paprika, andere Chilis bestehen ja fast nur aus Haut. Da muss ich mal noch gucken, was ich alles gern hätte :D Jalapenos sollen es auf jeden Fall werden :) Irgendwann möcht ich mir dann gern selber Chipotles machen^^
    Den Pepperworldshop hab ich auch schon auf dem Schirm, da hab ich die letzten Tage ein wenig rumgelesen :)
     
  6. Gast 2197

    Gast 2197 Inaktiver Benutzer

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    Erstellt: 11.09.16   #6
    Ziemlich sogar, bei vielen Sorten wird hauptsächlich Wert auf Schärfe gelegt. Aromatischere Sorten kamen erst die letzten Jahre bei uns "in Mode". Da früher die meisten getrocknet wurden, war dünnes Fruchtfleisch begehrt, die lassen sich besser trocknen.

    Wir sind inzwischen bei Habaneros gelandet, da gibt es hocharomatische Varianten... wenn man mit Schärfe 10+ zurecht kommt :rolleyes::tongue: Da hatten wir schon einige Varianten, die alle ein tolles Aroma hatten und auch ein schönes Fruchtfleisch welches schön knackig ist. Die gabs heute morgen gerade wieder zum Frühstück aufs Brot :whistle:

    Auch bei den Nagas und Buth Jolokias findet man sehr aromatische, aber die Ecke ist noch viiiiel schärfer, da wird inzwischen echt davor gewarnt mit Handschuh und Schutzbrille zu arbeiten, das ist mir zu doof :eek:

    Hier ist unsere Hitliste :D da wirst du bei fast jeder "aromatisch" lesen, na ja... "scharffff" auch... :rolleyes:

    Da gibt es auch nicht so viele, welche die Jalapenjo toppen, da wirst du mit denen erst mal am besten bedient sein, auch vom Anbau und der Reifezeit sind sie gut. Jalas schmecken dazu noch echt lecker, man hat auch was "zu beissen" und die Schärfe ist human :D

    Hier mal noch meine Lieblingsseite, ein Metalfreak aus Finnland der das Rauchen vor ein paar Jahren aufgab und ein neues Hobby suchte... total irre der Junge :rofl:

    [​IMG]
    http://fatalii.net/
     
  7. Lisa2

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    Erstellt: 11.09.16   #7
    Sehr schön!
    Da bin ich ja mal gespannt, was sich hier so sammelt. :-)

    Unter welchen Bedingungen gärtnerst Du?
    Balkon oder Garten?


    @funstrumentalist
    Wow! Sooooooooo viele Chilis!



    Hier eine deutlich weniger scharfe Gärtneridee, die man in diesen Wochen ganz in Ruhe angehen kann. Das Ergebnis ist dann ein Jahr später eine gesunde Zutat für Müsli, Kompott, Gemüsepfanne ...
    Topinambur

    [​IMG]

    Anzucht
    Topinambur ist nach meinen bisherigen Erfahrungen eine sehr pflegeleichte Pflanze. Ich habe sie seit November 2015 im Garten, genauer gesagt im Hochbeetkasten.

    Aktuell bin ich gerade dabei, Voraussetzungen für die Vermehrung der Pflanze zu schaffen. Denn ich finde vor allem die kleinen, zarten Knollen sehr lecker. Dazu habe ich gestern ein Hochbeet aufgefüllt, das im Frühjahr mangels Masse nicht voll geworden war. Trotzdem konnte der im letzten Jahr aus den Resten eines maroden Bretterzauns gebaute Kasten schon genutzt werden. Ich habe die Erde einfach an einer Seite zusammen geschoben und auf diesem Hügel den ersten Topinambur-Anbau meines Lebens gestartet. :-)

    Die Knollen wurden mir ganz spontan im Herbst geschenkt. Sie stammten von zurückgeschnittenen Pflanzen. So hatte ich keinerlei Vorstellung davon, wie hoch diese winterharten Stauden werden würden. Ich wusste nur eins: sie müssen in eine unüberwindbare Beetfassung gesetzt werden. Sonst erobert sich die "Indianerkartoffel" den ganzen Garten. Hmmmm .... Einer meiner drei Hochbeetkästen war noch nicht besetzt ... aber auch noch nicht fertig gefüllt. :gruebel:

    Da kam mir dann die Idee mit dem Erdhügel im Kasten. Aus Sorge, die Knollen könnten auf dem halb fertigen Kompost faulen, streute ich eine Schicht Sand auf und legte die Knollen einfach oben drauf.

    [​IMG]
    Dann deckte ich das Hochbeet komplett mit Brettern ab. Das war am 1. November. Um diese Zeit ruhen die Knollen und ich konnte mir bis zum Frühjahr überlegen, wie es mit dem Topinambur weiter gehen sollte.

    [​IMG]


    Über Winter kontrollierte ich regelmäßig den Zustand der Knollen. Ein Erdthermometer zeigte mir die Temperatur im Kasten an. Die fiel den ganzen Winter lang nicht besonders tief. Wir hatten einen milden Winter im Vorgebirge.

    Da die Knollen nicht mit Erde abgedeckt waren, konnte ich sehr gut beobachten, wann sie begannen, ihre Wurzeln zu treiben. Das war Anfang März.

    [​IMG]


    Ehe ich es schaffte, den Kasten aufzufüllen (noch nix brauchbares da :nix:), krochen die dünnen weißen Fäden schon weit in den Kasten hinein. Ein paar Spätzünder holte ich noch heraus und setzte sie in einen kleinen aus Steinen aufgesetzten Pflanztrog. Die restlichen Knollen ließ ich in Ruhe und beobachtete, was weiter passierte. Irgendwann reckten sich die ersten Stengeltriebe aus den Knospen der Knollen. Da nahm ich dann zwei der Bretter weg, damit sie Licht bekamen. Um zu verhindern, dass sich im noch halb leeren unbepflanzten Teil vom Wind eingetragene Wildlinge ausbreiten, ließ ich den Rest des Kastens zugedeckt. Das erwies sich als sehr effektiv.

    Der Topinambur-Stangenwald. :-)

    [​IMG]



    Die Topinamburpflanzen wurden sehr groß und blühten sehr schön. Kennt ihr Rudbeckia/Sonnenhut? Ich hatte vor Jahren mal eine Staude, die ganz ähnlich blühte. Die kann man aber meines Wissens nach nicht in der Küche verwenden.

    [​IMG]

    Da ich keine sinnvolle Möglichkeit sah, die hohen Stengel anzubinden, legten sie sich frei über den abgedeckten Kasten und bildeten mit den Seitenzweigen ein wirres Gestrüpp. Gut, dass so viel Platz war!

    [​IMG]

    Im August kam dann leider Mehltau.

    [​IMG]


    Den Topi schien es nicht zu stören. Mich störte das aber schon. Also schnitt ich die gut 2 Meter hohen Pflanzen Mitte August radikal zurück und entsorgte das verseuchte Blattwerk in die braune Tonne. Übrig blieben ca. 30cm lange Stengel, die ich dann einfach ihrem Schicksal überließ.

    Die Tockenheit der letzten Wochen ließ die Enden der abgeschnittenen Stengel verdorren.

    [​IMG]

    An der Stengelbasis ist die Pflanze aber nach wie vor aktiv. Da kann man überall grüne Triebe entdecken.

    [​IMG]

    Gestern zog ich einen dünnen Stengel vorsichtig aus dem lockeren, an der Oberfläche ziemlich trockenen Boden. Da ich den Topinambur trotz Hitze und nur wenig Regen kein einziges Mal gegossen hatte, rechnete ich nicht damit, irgendetwas ansehnliches zu sehen zu bekommen. Aber da hingen doch tatsächlich einige kleine, knackige Knöllchen am Stengel. :-)

    [​IMG]
    Geschmackstest - Ich pflückte eine ab, wusch sie und biss neugierig hinein. Hmmmmm .. :gruebel: .. Die Konsistenz erinnerte mich an Kohlrabi, war aber doch irgendwie anders. Der Geschmack war mir fremd, aber nicht total unangenehm. Oft las ich in Beschreibungen, die Knollen würden "nussig" schmecken. :gruebel: ... Ja, irgendwie schon ein wenig ... ich ging zum Haselnussbaum und holte mir ein paar frische Nüsse zum Vergleich ... Die schmecken mir deutlich besser. Eine komplette Topiknolle roh im Mund war dagegen nicht so ganz meins ...

    Nach einigem Experimentieren, fand ich eine Verwertungsform, die mir sehr gut schmeckte. Ich nehme kleine Mengen in dünne Scheiben gehobelt als Müsli- oder Kompott-Zutat. In der Kartoffelpfanne schmecken sie auch. Beim Kochen zerfiel das Innere. Die Schale blieb bissfest. Das gefiel mir weniger.

    Von dem heraus gezogenen Stengel pflückte ich alle größeren Knöllchen ab. Den am Stengel belassenen Rest (Wurzeln und ganz kleine Knollen) verbuddelte ich wieder. So werde ich in den kommenden Wochen nach und nach immer wieder einige Knollen ernten.



    Das Beet sieht nach der gestrigen Instandsetzung so aus:

    [​IMG]


    Der Topinambur steht am Ende des Kastens in einer tiefen Rinne, da die Erde im Laufe der Monate zusammengesackt ist.
    Im vorderen Teil wurde die vorhandene Füllung mit den dünnen, langen Zinken einer Gabel gelockert. Darauf wurde zuerst eine Schicht halb verrotteter Kompost und darauf dann Komposterde drauf gepackt, auf die ich dann feinkrümelige, ungedüngte Gartenerde gesiebt habe. Der kleine Hügel auf dem Beet soll noch etwas höher werden. Auf dem Hügel sollen späte Salate und Radieschen ausgesäht werden. Mal schaun, ob das was gibt. Da werde ich dann wohl regelmäßig gießen müssen.

    Fröhliches Gärtnern allerseits!

    Lisa
     
  8. SickSoul

    SickSoul Threadersteller HCA - Gitarren Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 11.09.16   #8
    Also Schärfe 10+ muss ich nicht haben. Zumindest im Moment noch nicht^^
    Rocotos würden mich auch interessieren, die haben auch ein sehr dickes Fleisch und die Pflanzen sind mehrjährig und winterfest.

    Hab auf der fatali-Seite bisschen rumgestöbert und was ich total geil finde, sind die Bonsaibäume aus Chilipflanzen :D :great:
    Ich glaube sowas muss ich mir von meiner Mom wünschen. Die hat früher auch Bonsai gehabt :)

    Edit: Oh wow, Lisa. Das sieht super aus! :) Ich kannte die Pflanze bisher gar nicht. Toller Bericht :great:

    Im Moment wohnen wir noch in der düsseldorfer Innenstadt und haben einen "französischen Balkon". Sprich: Geländer vor einer Balkontür mit 2 Blumenkästen und einen Topf in den 20cm Platz zwischen Tür und Geländer ;)
    Wir suchen aber grad nach einem Eigenheim und haben grad letzte Woche eine tolle Wohnung mit 3 Balkonen in Ratingen gefunden. Wesentlich ruhiger und grüner. Der Garten gehört der Gemeinschaft, darf aber mitbenutzt werden. Mal schauen, was da dann alles möglich ist. Zur Not bau ich mir aber auf einem der Balkone ein paar Beete :)
    Nun müssen wir erst mal gucken, dass wir die Wohnung auch bekommen.
     
  9. Lisa2

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    Erstellt: 11.09.16   #9
    Wenn Du sie kennenlernen möchtest und mal zufällig im Raum Bonn unterwegs bist, meldet Euch einfach mal. Während der Wintermonate kann man jederzeit ein paar Knollen abzweigen.
    Beete auf dem Balkon sind wegen dem Gewicht und der angelockten Kleintiere aller Art nicht ganz ohne. Der Pflegeaufwand ist meiner Erfahrung nach wesentlich höher als im Garten. Das hat mir vor vielen Jahren die Lust am Balkongärtnern verdorben. Ich bewundere jeden, der es schafft prächtige Pflanzen in Balkonkästen zu züchten! :great:
    Viel Glück bei der Wohnungs- oder Eigenheimsuche!
     
  10. Gast 2197

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    Erstellt: 12.09.16   #10
    Das ist auch eine feine, aromatische Sorte, aber mit Schärfe 9 nicht unbedingt ein Langweiler. Ich habe eh den Eindruck, dass Aroma oft mit Schärfe einher geht bei Chilis. Das Fleisch ist wirklich schön dick und knackig, aber...

    Das mit mehrjährig und "winterfest" ist so eine Sache. Eigentlich sind "alle" Chillis mehrjährig, wenn sie die richtigen Bedingungen haben, bei Tomaten ist das genau so. Aber unsere Bedingungen sind schlecht hier, zu kalt und dunkel im Winter. Stehen sie warm und dunkel, dann treiben sie sich halbtot, stehen sie warm und hell, dann reicht das natürliche Licht trotzdem nicht aus, 12- 13 Std. am Tag wären angebracht, deswegen ziehen Chilifreaks ihre Schätzchen schon oft unter Kunstlicht vor, manche schon im Januar :rolleyes::rolleyes::rolleyes: Dazu werden Schädlinge aller Art magisch angezogen, frisches Futter im Winter bekommt man nicht überall... :tongue:

    Bei Rocotos/Baumchilis hast du zudem viele mit 120 Tagen Reifezeit, da reicht unser Sommer unter normalen Bedingungen schon kaum aus. Hab mich selbst mal wieder schlau gemacht, da ich in letzter Zeit immer nur "meine Sorten" genommen habe. Der Samenmarkt scheint ja gerade zu explodieren, irre viele Neuzüchtungen. War mal wieder bei Chili Balkon.de und hab geschaut, da gibt es tatsächlich schon Roccos, die nur etwa 70 Tage brauchen, aber die meisten Sorten sind nicht einfach so zu bekommen. Das war eigentlich eine super Tauschbörse, die wohl aber missbraucht wurde. Aber zum Informieren über Spezialitäten ist sie prima.

    Der Ancho Poblano könnte vielleicht auch für dich Interessant sein. Ein recht milder, der aber auch ein tolles Aroma und schönes Fruchtfleisch hat und bei guter Düngung und guten Bedingungen schöne Früchte zum befüllen liefert.
     
  11. wit

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    Erstellt: 12.09.16   #11
    ...hab ich im Garten - zweieinhalb Meter hoch, der reinste Wald, brauchen keinerlei Pflege.
    Sie schmecken mir gut, allerdings nicht roh, sondern gut geschrubbt mitsamt Schale in Scheiben geschnitten und in etwas Öl gebraten (gern mit Knoblauch oder auch ein paar geröstete Nüsse drüber). Das Problem: Ich habe noch kein Nahrungsmittel getroffen (alle Kohlsorten und Hülsenfrüchte berücksichtigt), das eine solche blähende Wirkung entfaltet... angeblich gibt es Menschen, die die Knollen vertragen. Mich zerreißts...
     
  12. Lisa2

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    Erstellt: 12.09.16   #12
    Mich nicht! Überhaupt nicht! Das liegt vermutlich an der Menge. :nix: Mit der war ich seeeeeehr vorsichtig, weil ich von den Problemen gelesen hatte!
    Ich habe die auf dem Foto zu sehenden Knöllchen in mehreren Etappen zu feinen Scheiben gehobelt im Apfeljoghurt verspeist. Maximale Menge ca 15g. (Apfeljoghurt = Naturjoghurt mit selbst gekochtem Apfelbrei gemischt; Boskop aus dem Garten)
     
  13. Gast 2197

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    Erstellt: 12.09.16   #13
    Das kenne ich von früher noch gut :D Inzwischen vertrage ich sie recht gut, mit "kleinen Nebenwirkungen". Wir mischen sie, ob roh oder gekocht, nur noch gut dosiert unter Salat oder Gemüse, da entfaltet sie einen guten Geschmack und wird nicht lästig. Der Knackpunkt ist das Inulin:

    http://www.iknews.de/2014/01/05/topinambur-sonnenwurzel-mit-pikanter-wirkung/
     
  14. wit

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    Erstellt: 12.09.16   #14
    ja, das stimmt sicher. Bloß: in der Dosierung kriegen wir das Zeug vor der nächsten Ernte nie vertilgt und der Platz ist daher in Zukunft mit Kartoffeln besser belegt. Aber schade ists schon.
    vielleicht versuch ichs nochmal mit einschleichender Dosierung . zumindest, um die diesjährige (üppige) Ernte zu verbrauchen.
     
  15. Lisa2

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    Erstellt: 12.09.16   #15
    Erntemenge - Machst Du mal ein Foto? Wie groß ist Euer Beet?
    Bei mir hält sich die Erntemenge ja noch in Grenzen. Und ich werde auch schaun, dass ich nicht zu viele Knollen im Boden lasse. Mir scheint mein Hochbeetkasten viel zu groß für unseren Bedarf zu sein und deshalb überlege schon, einen neuen kleinen zu bauen, damit er für sich alleine steht. Das wird ein Winterprojekt. Momentan ist zu viel anderes zu tun.
     
  16. wit

    wit Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.16   #16
    insgesamt 150 qm. Und in einer wilden Ecke breitet sich halt der Topinambur aus - dieses Jahr kriegt er aber Grenzen! Geerntet hab ich noch nicht, nach der Pflanzenmenge sind das sicher einige Kilo (wenn ich zu Hause bin, muß ich mal die Pflanzen zählen). Komischerweise helfen die Wühlmäuse nicht bei der Reduzierung.
     
  17. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.09.16   #17
    150qm :w00t: O wei!
    Mein Kasten hat 1,5 bis 2qm.
    Wühlmäuse sind schlaue Tiere! Vielleicht wissen die, dass sie von Deiner Sorte platzen könten. :-D
     
  18. wit

    wit Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.16   #18
    ja, aber die 150 qm kriegt der Topinambur nicht! Nur eine kleine Ecke davon, hab das Beet nie ausgemessen. So invasiv wie Erdbeeren kommt er mir bislang nicht vor.
    Ja, die Wühlmäuse sind klug - viel lieber als Gemüse fressen sie Blumenzwiebeln, insofern ist die Futterkonkurrenz geringer.
     
  19. Gast 2197

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    Erstellt: 12.09.16   #19
    Da musst du dir mal die Ostschermaus zulegen, ich könnte dir endlos aufzählen, auf was die Appetit hat. Unser großes Topifeld mit drei verschiedenen Sorten hat sich in einzelne Stengelchen aufgelöst, dazu alle fleischigen Blumenzwiebeln und Knollen, die Wurzeln junger Obstbäume, die Pfefferminzsammlung, Kartoffeln etc.
    Na ja, mit so einer Größe und vieel Nachwuchs, da geht schon was weg... :rolleyes:

    Äääh, kleine Wühlmäuse wie die Rötelmaus haben wir auch dazu noch reichlich, die machen extra Gänge :tongue:
     
  20. wit

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    Erstellt: 12.09.16   #20
    oje!
    Hält sich bei uns wirklich einigermaßen in Grenzen - Gänge machen sie, auch mitten im Kartoffelbeet, die eine oder andere Kartoffel ist auch angefressen - aber kein schlimmer Schaden. Auf Tulpen und Narzissen verzichte ich halt, es kommen die Blumen durch, die sich selbst aussäen und im Zweifel richten die Schnecken mehr an bzw. lassen weniger übrig. Ich habe übrigens keine Ahnung, welche Sorte Mäuse wir beherbergen. Am Wochenende hab ich wohl eine mit der Grabgabel getroffen, jedenfalls hat sie laut gequiekt, aber gezeigt hat sie sich nicht. Da sind die Schnecken dreister.

    Ich hatte mal welche, selbst aus Samen gezogen. Allerdings habe ich sie wohl etwas spät gesät, wenn man eine gute Ernte haben will, sollte man wohl schon so im Februar anfangen vorzuziehen, weil die Keimdauer extrem lang ist. Aber dafür, dass sie wenig Zeit hatten, sind sie ganz gut gekommen.