Der politische Kabarett-Thread

von EDE-WOLF, 26.02.08.

  1. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 26.02.08   #1
    Hi, ich bin eigentlich etwas verwundert dass es diesbezüglich noch keinen thread gibt....


    DIe breite masse der hiesigen user scheint mir eher "links" orientiert zu sein, da ist der weg zum kabarett nicht weit!

    Eventuell liegts ja am alter, wobei ich, seit ich 15 bin regelmäßig ins düsseldorf kommödchen gehe.....


    Wie dem auch sei:


    Ich würde diesen Thread ganz gern als sammlung nutzen, wo jeder seine favoriten (oder auch andere) links posten kann, wo man dann eventuell mal neues findet und von seinen lieblingen wegkommt!


    ICH BITTE HIER ALLERDINGS VON COMEDY ABSTAND ZU NEHMEN!
    Es soll hier um politisches kabarett in hildebrandts sinne gehen...


    DAnke und viel Spaß:


    Zunächst mal ein paar lieblinge von mir:

    hagen rether:
    http://www.youtube.com/watch?v=5k5LbtS4SXM sehr bissig, und dabei unglaublich ruhig :)


    sicherlich einer der bekanntesten: Volker Pispers

    http://www.youtube.com/watch?v=bb-X65BMSto

    was mich etwas stört ist dass er seit (ich glaube nun) geschlagenen 3 jahren mit dem gleichen (zugegebenermaßen aktualisierten) programm tourt...

    und natürlich einer der Urväter: Hildebrandt...
    http://www.youtube.com/watch?v=sHDwSJVHmGY


    und was mögt ihr?
     
  2. topo

    topo HCA Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.02.08   #2
    Gibt es eigentlich auch eher "rechts" orientiertes politisches Kabarett?


    Topo :cool:
     
  3. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 26.02.08   #3
    Das liegt daran, dass "rechts", auch "mitte" genannt, bei uns immer oben ist und kabarett die spitze nach "oben" richtet, "unten" gibt es nichts zu lachen.
    Wer rechts denkt und kabarettistische talente oder neigungen hat, geht in die politik und ist unfreiwillig komisch.
    Das deutliche streben der SPD-oberen nach der mitte ist auch kabarettwürdig, aber nicht lustig.
     
  4. Fe7zn

    Fe7zn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.08   #4
    Hagen Rether ist auch einer meiner Favoriten! Wirklich guter Humor und beißender Spott...und diese Armbinde:D

    Auch sehr gut finde ich Andreas Rebers
    http://www.youtube.com/watch?v=zkD0HGSGYTs :D
     
  5. Kehrblech

    Kehrblech Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.08   #5
  6. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.02.08   #6
  7. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 26.02.08   #7
    Hallo Ede,

    Volker Pispers ist derzeit mein Lieblingskabarettist. :cool:
    Aber Hagen Rether ist auch spitze!

    Leider viel zu früh verstorben ist Matthias Beltz, den ich wegen seiner scharfen sarkastischen Art lieb(t)e.
    Er war ja auch Mitglied des " Vorläufigen Frankfurter Fronttheaters".

    Als Niederrheiner war Hans Dieter Hüsch natürlich auch einer meiner Lieblinge.

    Vor 10 Jahren hätte ich nicht geglaubt, dass das ZDF mal die beste Kabarettsendung im Fernsehen haben würde - aber "Neues aus der Anstalt" ist jedes Mal ein Muss.

    Gruß
    Andreas
     
  8. EDE-WOLF

    EDE-WOLF Threadersteller HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 26.02.08   #8
  9. Karl.

    Karl. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.08   #9
    dem hier hör und seh ich gern zu: www.mathias-richling.de

    der hat auch so schöne parodien drauf und verkleidung
     
  10. Cornholio

    Cornholio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.08   #10
  11. MortisIncubus

    MortisIncubus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.08   #11
    Volker Pispers, Urban Priol, Hagen Rether, Georg Schramm ...

    Ich empfehle Mitternachtsspitzen auf dem WDR!
     
  12. Xytras

    Xytras Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 26.02.08   #12
  13. EDE-WOLF

    EDE-WOLF Threadersteller HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 26.02.08   #13
    hmm irgendwie frag ich mich wie ein konservatives (also partiell restauratives) kabarett aussehen sollte....

    ich vermute dass es auch mit dem geistigen zustand der "eher rechten" zusammenhängt....

    das in frage stellen von autoritäten und die selbstreflektion ist sicherlich nicht die stärke eines nationalkonservativen
     
  14. Effjott

    Effjott Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.02.08   #14
    Zitat EDE-WOLF

    "hmm irgendwie frag ich mich wie ein konservatives (also partiell restauratives) kabarett aussehen sollte...."

    Na, darauf hat Günter doch weiter oben eine meiner Meinung nach glänzende Antwort gegeben. Ich sehe das ganz genauso!

    Mehrfach wurde hier schon Georg Schramm erwähnt, dessen Auslassungen über Politik und Wirklichkeit ich interessant finde: Messerscharfe Analysen, manchmal regelrecht bösartig serviert, aber immer mit starken Argumenten und kurzweilig dargeboten.
    Sein letzten Herbst erschienenes Buch "Lassen Sie es mich so sagen" habe ich mit Vergnügen gelesen und kann es nur empfehlen.
     
  15. Sticks

    Sticks Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 27.02.08   #15
    Wer Thomas Freitag einmal in seinem "Dialog" zwischen Franz-Josef Strauß und Helmut Kohl erlebt hat, kommt nicht mehr von seinem Humor los.

    Auch und gerade die excellenten Stimmenimitationen anderer legendärer Politiker der 70er und 80er sind ganz, ganz großes Kino. :great:
     
  16. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 27.02.08   #16
    Also eigentlich wollte ich ja schreiben, dass das politische Kabarett tot ist.

    Aber nu merke ich, dass es ja gar nich stimmt.
    Alle Genannten, von Pispers über Mitternachtsspitzen, Rether, Schramm, auch zuweilen Ottis Schlachthof sind schon klasse und politisch und man muss keiner angeblich glorreichen Zeit nachweinen.

    Aber vielleicht war ja was anderes glorreich an den alten Zeiten und vielleicht wirken Veränderungen auch auf das politsche Kabarett zurück und so bringe ich einfach mal recht unsortiert einige Mentalfetzen zu - äh - Papier? zu Monitor? zu Gehör? - ach egal:

    In einer Diktatur ist ja alles klar: das Volk ist arm und unterdrückt, kann sich aber bis auf die geballte Faust in der Tasche nix leisten. Stellenvertretend dafür reißen dann Kabarettisten ihre Schnauzen auf, es kursieren politische Witze und die kleinsten Andeutungen werden von einem verständigen Publikum verstanden ...

    Gloreiche Zeiten fürwahr - nur: tauschen möchte ich ja auch nicht, nur um mal wieder lachen zu können ...

    Was macht man aber in einer Demokratie?
    Na klar: weiterhin gibt es die mal zynische, mal arrogante, mal dämliche Fresse der Elite, der Machthaber, des Systems, gegen welches man natürlich zu Recht ausholen kann und soll und es auch tut.
    Und sicher ist auch, dass wo Demokratie drauf steht, nicht Demokratie drin sein muss.

    Aber: Herrjeh: die Massen und jede/r einzelne hat ja die Möglichkeit aufzustehn und was los zu machen und es sich nicht einfach so alltäglich und stündlich bieten zu lassen.

    So dass meiner Ansicht nach politisches Kabarett eben nicht nur "die da oben" aufspießen muss (bzw. dass wenn sie dies tut, mir schnell die Lust zu denken und zu lachen vergeht ...) - sondern auch das mal dämliche, mal faule, mal kompromiss-satte Volk oder das, was sich dafür hält.

    Und da bin ich beim dritten Teil der ganzen Sache: es gibt "die da oben" - gegen "die auf der Bühne" wettern - aber vor wem eigentlich? Genau: vor "denen im Publikum".
    Ja weiß es denn nicht, was abgeht - das Publikum?
    Ja ist es denn nichts, was es tun könnte - das Publikum?
    (Gibt ein schönes Gedicht von Kästner: Hochverehrtes Publikum - sag: bist Du wirklich so dumm?)

    Nun ja - klar ist es klasse, dass jemand das, was man selbst so fühlt, auf eine unvergleichlich tolle Art ausdrücken kann und andere durch den Kakao zieht und Häme finde ich wirklich nicht verwerflich und lachen tue ich auch ganz gerne.

    Aber wie ist es mit diesem guten alten Anspruch, dass Leuten der Spiegel vorgehalten wird? Dass es nicht nur darum geht, Luft abzulassen, sondern auch etwas zu bewegen durch politisches Kabarett?

    Können wir uns davon verabschieden? Sollten wir es? War das immer schon ein Anspruch, der nie erfüllt wurde? Den nur ich habe? Der unzeitgemäß ist?
     
  17. EDE-WOLF

    EDE-WOLF Threadersteller HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 27.02.08   #17
    die angst der hasen von freitag war ein sehr gutes programm, ebenfalls mehrfach live gesehen....


    ganz groß!


    früher wars ncoh kabarett, heute leider weniger:

    Michael Ehnert
    http://www.youtube.com/watch?v=Qyne0xtc2sA
     
  18. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.08   #18
    Also mir gehen diese "politischen Kabarettisten" mit ihrem links-alternativen, pseudo-intellektuellen Gehabe in aller Regel mächtig auf den Zeiger. Umso amüsanter fand ich gestern die Maischberger-Sendung, wo Dieter Hildebrandt und Harald Schmidt eingeladen waren und letzterer wenn man ein wenig genauer hingehört hat, sehr treffend genau diese Abneigung zum Ausdruck gebracht hat. Schmidt gilt ja unter Kabarettisten ein wenig als "reaktionärer" Underdog, und das finde ich ausgesprochen sympathisch. Bezeichnend war, dass sich Dieter Hildebrandt mal wieder als Sprachrohr der "arbeitenden Klasse" hochstilisiert hat (Leute, die eh nicht zu seinen Auftritten gehen), die natürlich moralisch den Leuten "da oben" weit überlegen ist.
    Wenn ich diese hasserfüllten, weltschmerzdurchtränkten Reden von Leuten wie Hagen Rether höre, wird mir jedenfalls schlecht. Ich weiß, dass einige Leute da selbstzufrieden hingehen und sich in ihren Ansichten bestätigen lassen. Dabei übersehen sie aber, wie dumm und leicht widerlegbar das Gebrabbel dieser Leute eigentlich ist.
     
  19. Cornholio

    Cornholio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.08   #19
    Also mir persönlich hat Pispers gestern abend die Tür zusammen mit der Fresse eingetreten, da kann ich mich nicht beklagen.
    Und das ist zu allem Überfluss auch noch weder oberflächlich noch falsch.
    Zeitgemäß immer gerne, nur kenne ich nichts, was auf der Bühne stünde und wirklich konkret etwas an Ideen und Alternativen bereitstellen würde, weder heute noch gestern. Tradition und Fluch zugleich.
     
  20. EDE-WOLF

    EDE-WOLF Threadersteller HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 27.02.08   #20
    Einen Anspruch etwas zu ändern....

    und wenn nur eine änderung im kopf entsteht, reicht das schon!


    aber eins muss man bedenken (und das sagen leute wie schramm und hildebrandt ja selbst):

    sie arbeiten in der unterhaltungsindustrie!


    Wilfried schmickler war noch nicht dabei:

    Wilfried Schmickler

    http://www.youtube.com/watch?v=lHVEivWpU1c


    und der vorzeigelinke war noch nicht dabei:

    Konstantin Wecker...

    http://youtube.com/watch?v=wRpqsisCZWY

    Zum Thema "alles falsch und widerlegbar"

    natürlich ist manches überzogen...
    die systematik die erläutert wird trifft aber leider nur viel zu gut zu....


    Wenn die kabarettisten wissen würden wie es deutlich besser funktionieren würde wären sie (achtung sinngemäßes zitat)
    "wie unternehmensberater....

    Eunuchen!
    Sie wissen wies geht..."