Der Schatten des Dalai Lamas

von Mr. Mojo Paule, 19.05.08.

  1. Mr. Mojo Paule

    Mr. Mojo Paule Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.08   #1
    www.trimondi.de

    Ich finde das Material hoch interessant, weil es aus einem nicht üblichen Blickwinkel sich kritisch mit der Religion des Lamaismus auseinander setzt, deren Führer Dalai Lama ist! Die Religionskritik beinhaltet politischen „Sprengstoff“.

    Interessant ist auch das Angebot des Dalai Lama an die Röttgens von mehreren Millionen Dollar für die Rechte ihres Buches "Der Schatten des Dalai Lama", damit er es einstampfen lassen kann.
     
  2. sickranium

    sickranium Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.08   #2
    Find ich spannend....
    Das bestätigt wieder mal zwei Dinge:
    1) meine Meinung, dass Religion als emotionale Stütze für den Einzelnen zwar ein hervorragendes Konzept, in organisierter Form jedoch völlig fürn Popo ist.
    2) die Tatsache, dass es IMMER und überall zwei Seiten gibt.

    Abgesehen davon muss ich zugeben, dass mir solche permanent grinsenden Esoterik-Gutmenschen, die den Schlüssel für ein glückliches Leben parat halten wollen, sowieso hochgradigst suspekt sind!

    Halt uns auf dem Laufenden!

    grühs
    Sick
     
  3. Pleasure Seeker

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    Erstellt: 20.05.08   #3
  4. Günter Sch.

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    Erstellt: 20.05.08   #4
    Die beiden seiten sind nicht gleichwertig: die eine seite zeigt die fassade, propagandistisch aufgeputzt, jedem leicht zugänglich, sodass der naive betrachter (und damit die mehrheit) sie für die "wahre" hält.
    Wer eine glänzende fassade aufbaut, hat vieles dahinter zu verstecken, was besser im dunkeln bleibt: die realität, das ist die andere seite.

    Mit anderen worten: ich kann einen sachverhalt oder eine person mit liebevoll, verklärtem blick betrachten oder genauer hinschauen, auf die gefahr hin, dass grundüberzeugungen fragwürdig werden, gar dass man von den anderen als "nestbeschmutzer" oder "mud-raker" beschimpft wird.
    Wenn man als "realist" des pessimismus verdächtigt wird, steht es mit der wirklichkeit nicht zum besten.
     
  5. Purcell

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    Erstellt: 20.05.08   #5
    " Ich muß mir's niederschreiben,
    Daß einer lächeln kann, und immer lächeln,
    Und doch ein Schurke sein, ... " (Hamlet)

    Nicht eben eine neue Erkenntnis, die Shakespeare uns hier bietet, aber solange Menschen sich damit zufrieden geben, zu glauben, was andere ihnen vorkauen, solange werden sie fremdbestimmt sein und hinterher über (Wahl-)betrug und "Abzocke" lamentieren und Stimmvieh bleiben - ganz gleich, ob man ihnen niedrigere Steuern verspricht oder sie, wie im Falle des Herrn Gyatso (aka Dalai Lama), mit buddhistischem Weisheitsgewäsch einlullt!
     
  6. Crestfallen

    Crestfallen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.08   #6
    nett, aber panorama-typisch völlig unvollständig, total (!) einseitig, um nicht zu sagen... beschissen recherchiert. hintergründe werden verschwiegen, zusammenhänge nicht geklärt. naja, hauptsache ein aufreger.

    das heißt nicht, dass man dem dalai lama nicht kritisch gegenüberstehen sollte - man sollte allem kritisch gegenüberstehen. aber in der tibetischen gesellschaft spielen sich sachen ab, die wir nicht in der lage sind, zu verstehen, da wir in einer völlig anderen politischen und religiösen welt leben.
     
  7. SkaRnickel

    SkaRnickel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.08   #7
    Zu dem ersten Artikel werde ich mir mal ein paar Quellen suchen, ein wenig weiterlesen, und dann mal sehen, danke für den Hinweis, aber das jetzt hier einfach so hinnehmen und kommentieren, das wäre genauso verklärt wie die von dir angeprangerte Meinung.

    Zum zweiten: Den Dalai Lama mit den Nazis in Kontakt bringen, und dem ganzen noch den schwungvollen Namen "Nazi Tibet Connection" geben... nunja.
     
  8. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 20.05.08   #8
    Ich verstehe die frauen sehr gut, die in klöstern 3 oder mehr mönchen "zur verfügung standen", ständig schwanger waren, infektionen ausgesetzt (0-hygiene), und die "die alte ordnung" nicht wiederhaben wollen.
    Ich verstehe auch die mütter, die ihre söhne nicht hergeben wollten, um durch sex mit mönchen zur erleuchtung zu gelangen.
    Zumindest ein teil der tibetischen gesellschaft hätte gern eine andere welt gehabt als die ihm aufgezwungene, sklaven sehen manches anders als sklavenhalter.
    So verschieden sind die welten nun auch wieder nicht, gebetsmühlen gibt es noch überall.
     
  9. Crestfallen

    Crestfallen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.08   #9
    ohne dich angreifen zu wollen, aber woher weißt du das alles?
    hierbei hast du zweifelsfrei recht. die tibetische herrschaft, als der dalai lama noch wirklich an der macht war, ist aus meiner sicht heraus auch nicht wünschenswert, da mittelalterliche praktiken an der tagesordnung waren. die ganze gegend befand (und befindet?) sich halt auf diesem entwicklungsstand.
    sicherlich. ich meinte konkret aber die verflechtungen zwischen religionsmacht und politischer macht (die es bei uns auch gibt, nur nicht in dieser komplizierten form), die gegensätze und zusammenhänge verschiedener unterrichtungen des buddhistischen glaubens, als folge dessen die religiösen und somit auch politischen machtkämpfe zwischen diesen richtungen. das alles wird im panoramabericht einfach so (bewusst?) ausgeklammert und polemisiert. da klingt es nach "früher hat der dalai lama an jenes geglaubt, und jetzt, wo ihm ein orakel im drogenrausch etwas geflüstert hat, hat er es aus spaß an der freude verboten und die anhänger kriminalisiert." ... und das ist so einfach völliger blödsinn, aber hauptsache reißerisch. das ist nicht das erste mal, das panorama sowas bringt, der sendung ist wirklich nicht zu trauen.
     
  10. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 20.05.08   #10
    https://www.musiker-board.de/vb/pol...-olympische-spiele-china-keiner-geht-hin.html

    #172 und ff. (#180/183)

    Ich habe den artikel nicht nur auszugsweise übersetzt, sondern in voller länge gelesen und weiter recherchiert, ich setze keine leeren behauptungen in die welt und viele meiner beiträge beruhen auf eigenem erleben und erfahren, auch wenn ich das nicht immer betone. Tibet-reisende habe ich nicht konsultieren können, es reichte nur bis Nepal.
    Ich laste die zustände in Tibet nicht der person des jetzigen Dalai Lama an, der noch jung mit mitnahme der goldvorräte und des staatsschatzes aus Tibet floh.
    Den Panorama-bericht habe ich nicht gesehen, aber die 2teilige sendung über Tibet, die ich auf grund meines vorwissens als ausgesprochen tendenziös/einseitig empfand.
     
  11. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.05.08   #11
    :confused:
    Hier geht's einerseits um Geschichte die sich nicht leugnen lässt und um ein paar Leute die sich über seine Machtausübung, selbst im Exil, aufregen, gleichzeitig auch darüber wie Tibeter von Chinesen unterdrückt werden, was ist daran einseitig? Dass man seine Auftritte nicht als unheimlich positiv zeigt? Wenn ich Kritik üben will, dann gehe ich die negative Seite an, die hinter der "offiziellen" Fassade steckt, alles andere bedarf keiner kritischen Berichterstattung.
    Hier geht's lediglich darum, dass jenes Tibet von damals alles andere als das war was er heute predigt, und darum das er intern alles alle als der tolerante wandelnde Weltfrieden ist, den nebst Hollywood auch mal unsere Medien als solches verkaufen. Kurz gesagt, keine verworrenen Nazi Geschichten, eher das nebst prügelnden und mordenden Chinesen auch Dreck an den Händen des Dalai Lama klebt, er nicht ganz die Figur ist die Medien von ihm gezeichnet haben.

    Was daran wirklich unvollständig und schlecht recherchiert sein soll, bitte, erkläre es. Der geschichtliche Teil liegt in Senderarchiven der ARD, hat mit Panorama nichts zu tun :(
     
  12. Crestfallen

    Crestfallen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #12
    danke, das wollte ich haben. :great:
    es war nicht meine absicht zu sagen, dass du unwahrheiten verbreiten willst. ich wollte lediglich wissen, worauf du dich berufst.
    naja, dann sollte man doch GENAU hingucken was hinter der offiziellen fassade steckt, und nicht ein paar hetzerische sachen herausnehmen ohne die hintergründe zu erläutern. was ich meine habe ichi in meinem vorherigen beitrag geschrieben (letzter absatz). genauere informationen gibts z.b. ua. bei wikipedia. es ist nicht so dass shugden einfach eine schutzgottheit ist. es wird ja nicht mal erwähnt welche funktion sie hat. und schon gar nicht davon berichtet, welche konflikte es seit der "erfindung" dieses geistes gab. nein. es klingt einfach so, als ob das alles völlig unumstritten war, und der böse dalai lama jetzt einfach alles verboten hätte.
     
  13. sickranium

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    Erstellt: 21.05.08   #13
    Das mag schon sein, trotzdem kann man ihm Unaufrichtigkeit vorwerfen, wenn er einerseits Religionsfreiheit predigt, und auf der anderen Seite die Anbetung eines bestimmten Gottes selbst verbietet. Das beißt sich!

    grühs
    Sick
     
  14. Crestfallen

    Crestfallen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #14
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dorje_Shugden#Der_Standpunkt_des_14._Dalai_Lama
    geschichten über verbote, klosterverbannungen, ächtungen, jobverluste, etc... hab ich bisher nur auf seiten von shugden-gesellschaften gefunden.
    da denke ich spontan, das wikipedia objektiver sein könnte.
     
  15. rollthebones

    rollthebones Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #15
    Warum alles so verkomplizieren? Dass jemand, der mit irdischen Dingen nichts zu tun haben sollte, plötzlich Politik betreibt, gibt einem doch genug zu denken, oder? Nicht, dass die Chinesen dadurch besser wären, aber ich sehe das so, dass hier nicht nur zwei Krähen am Werk sind. Wenn man sich die geopolitische Lage anschaut, merkt man schnell wer hier kurbelt.
     
  16. Mr. Mojo Paule

    Mr. Mojo Paule Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.08   #16
    http://www.trimondi.de/deba06.html
     
  17. DieGräfin

    DieGräfin Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 28.10.09   #17
    ...vor allem besteht dieser Thread schon seit Mitte 2008!

    Von daher kann ich dieses sinnfreie Nekroposting echt nicht verstehen...

    entweder sinnvolle Beiträge oder nichts, bitte!
     
  18. Everrock

    Everrock Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.09   #18
    Ich hatte gar nicht gemerkt, dass es ein altes Thema ist. :rolleyes:

    Grundsätzlich finde ich all das hochinteressant, gerade weil ich bis dato -anscheinend wirklich mangels besserer Kenntnis- den Buddhismus und seine Vertreter als die einzig mir bekannte "Religionsform" erachtet habe, die noch keinen "Dreck am Stecken" hat.

    Das Lesen dieser Beiträge und der damit verbundenen Links bringt Einen zumindest stark ins Grübeln. :gruebel:

    Im Endeffekt läuft es wohl darauf hinaus, dass eine Weltanschauung immer nur so gut/schlecht ist, wie die Menschen, die Sie prägen und repräsentieren.
     
  19. vanderhank

    vanderhank Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.09   #19
    Die moralische Qualität einer Weltanschauung hängt davon ab, von aus man sie sich anschaut.

    Unterhalte Dich mal mit einem Chinesen über den Dalai Lama, da wirst Du sehr erstaunt feststellen, dass die Begriffe "Verbrecher" und "Unterdrücker" noch die nettesten sind, die zu seiner Charakterisierung gewählt werden.

    Gruß
    Hank
     
  20. Mr. Mojo Paule

    Mr. Mojo Paule Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.10.09   #20
    Es schadet nicht, ihn zu relativieren! Wenn man sich das Christentum anschaut, da gibt es auch Schönheit und ansprechendes zu entdecken. Problematisch wird es fast gesetzmäßig mit allen Religionen, wenn es keine Trennung zwischen Staat und Religion gibt. So schön auch der Buddhismus in all seinen Facetten ist, schadet es nicht, wenn auch die dunklen Seiten bekannter werden. Deswegen muss man sich noch lange nicht von ihm abwenden. Mit dem Christentum arrangiere ich mich auch immer wieder aufs Neue!

    Colin Goldner
    Colin Goldner gegen Gottkönig und Esoterik-Gurus
    Colin Goldner über die Verklärungen Tibets und des Dalai Lama