Der text steht - wie geht es weiter?

  • Ersteller NeoStahlTotal
  • Erstellt am
N
NeoStahlTotal
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
22.04.07
Registriert
16.09.04
Beiträge
4
Kekse
0
hiho

ich habe mir einen songtext überlegt und jetzt meine frage: wie mache ich am besten weiter? Akkorde? Melodie?

sorry bin ein totaler neuling aber irgendwie muss man ja dazulernen.

MfG NeoStahlTotal
 
Eigenschaft
 
Auch wenn sich diese Frage nicht pauschal benatworten lässt, weil da jeder ein wenig sein eigenes Rezept hat, will ichs trotzdem versuchen.
NeoStahlTotal schrieb:
Akkorde? Melodie?
Die Reihenfolge ist schon mal ganz gut. Du hast ja sicher eine Vorstellung davon, wie der Song klingen soll (passend zum Thema des Textes). Je nachdem nimmst du dir eine entsprechende Tonart (z.B. g-moll für was trauriges) und deren Akkorde. Fang z.B. mit der Strophe an. Versuche dabei gleich, den passenden Rhytmus zu finden. Wenn du ein Riff (ich nenn die Ansammlung an Akkorden jetzt mal so) gefunden hast, versuchst du, passend zum Text _und_ dem Rhytmus eine Melodie drüberzulegen. Orientiere dich dabei am besten an der Pentatonik.

Bei der ganzen Sache ist auch viel Übung dabei, was sich so jetzt schlecht erklären lässt. Probier einfach maln bisschen rum.

Gruß,
Jay
 
Ich würde versuchen erst eine Melodie zu machen, weil Akkorde diese sonst schon sehr einschränken können.

also Text (gut das du den schon hast, dauert bei mir immer ewig) ---> melodie ---> Akkorde ----> Rhythmus = Song
 
Ich habe jetzt schon mehrere Songs geschrieben. Wenn ich zuerst den Text geschrieben habe, dann war der meistens geil, aber der Song an sich war nichts besonderes. Wenn ich aber zuerst eine Melodie bzw. Akkorde habe, dann wurde der Text nicht gut.

Geht es nur mir so?
 
also ihr meint das sich vieles gegenseitig einschränkt.

eine kleine melodie vorstellung hab ich schon, also werde ich mal ein bissel akkorde probieren.

danke für eure hilfe
 
NeoStahlTotal schrieb:
also ihr meint das sich vieles gegenseitig einschränkt.

eine kleine melodie vorstellung hab ich schon, also werde ich mal ein bissel akkorde probieren.

danke für eure hilfe

Hier siehst du mein bislang weitestes Projekt:

https://www.musiker-board.de/vb/showthread.php?t=29525

Ich hab mri auf der Gitarre ein Rockriff (dort oben noch ncith drin) überlegt, die akkorde rausgedacht und dann überlegt: was passt dazu?? da mein keyboarder und ich eher ruhigere Musik mögen, unser Drummer es aber härter mag, ahab ich mich für ein leichtest Fingerstyle im Intro und Strophe entschieden. Das härtere Riff kommt dann in den Refrain. den Text hab ich auch mal angefangen einzugeben, den hab ich mir beim Anhören der GuitarPro Version überlegt.

So, damit hast du nen kleinen Einblick, wie ich (der Superchecker :cool: Danke Fans :rock: :cool: ) Songs schreibt!

ähm, *räusper*, ja. eigenlob stinkt. ich verduft mich.... :D
 
Mir fallen immer Melodie und Text dazu ein, dann schreibe ich erstmal ein paar Zeilen Text und setze mich dann hin und probiere an der Gitarre rum bis ich eine Begleitung habe, die mir gefällt.

Dann versuche ich, so gut wie möglich den Text zu Ende zu schreiben (Pain in the ass, wie der Amerikaner sagen würde) und dann setze ich mich mit meiner Band hin, singe und spiele denen das vor und dann überlegen wir uns gemeinsam, was der Bass spielt, der Drummer improvisiert irgendwas dazu, oft wird meine Begleitung oder die Melodie dann noch verändert.

Naja und dann haben wir ein neues Lied.
 
Wenn du einen Text hast, sing ihn einfach, wie du ihn für gut hälst. Dann versuchst du diese Melodie (oder einen Teil) auf einem Instrument zu spielen und daraus kannst du dann die Tonart sehen und schließlich die Akkorde und fertig ist der Song.
 
meiner meinung ( und erfahrung) nach ist das die schwierigste art, um einen song zu kreieren.
imho ist es am einfachsten, wenn du von beginn an, text und musik zusammen komponierst.
dann wirds flüssig und hat keine kanten, jedenfalls keine ungewollten.
 
Ich würde als erstes den Text auf seine Funktionalität überprüfen:
Sind die korrespondierenden Zeilen von der Silbenanzahl und dem Metrum her gleich? Wenn nicht, zurück ans Reissbrett, denn sonst kriegst du keine konsistente Melodie hin und du musst für jede Zeile eine andere basteln. Das ist viel Aufwand und klingt nicht besonders rund.
Dann würde ich (ist nur eine persönliche Vorliebe) mir die Melodierichtung an den verschiedenen Textstellen überlegen. Die Wahl des Tongeschlechts sollte eigentlich durch den Text beantwortet werden, so, dass du die nur eine Tonart suchen musst, in der du gut singen kannst und los gehts mit der Melodiebastelei (es sei denn, du hast schon eine Mördermelodie, die auch noch auf den Text passt im Kopf, aber dann würdest du nicht posten ;) ).

Jetzt gehts ans lustige Reharmonisieren: Akkorde zu der Melodie suchen, fertig.
 
als erstes geht's zur textinterpretation - da du den text selbst geschrieben hast, dürfte dir das recht leicht fallen.
stelle wenige grundlegende inhaltiche motive heraus und interpretiere diese musikalisch.
überlege dir, wann wo welches motiv in welcher gestalt im text zum tragen kommt und wann welche charakterzüge wessen motiv sich mit welchen charakterzügen von welchen motiven verbinden - übertrage dies nun wieder in die musik, indem die die musiklischen motive entsprechend variierst und "fusionierst".

achso, ganz wichtig ist es gleich am anfang ein grundlegendes konzept zu machen, was die liedstruktur angeht - grundlage hierfür ist die inhaltliche struktur des textes, welche du natürlich erst analysieren musst.

während der vertonung solltest du immer wieder darauf achten, dass der spannungsbogen stimmt - überlege dir also am besten schon vorher, wo du spannung aufbauen willst, wo sie gehalten werden soll und wo du sie entladen möchtest (inhalt wieder als grundlage)

baue nun ein kleines musikalisches intro, das alle motive in ihrer urform kurz vorstellt und schaffe anschließend einen schluss, welcher stimmung am schluss des textes ausdrückt - grundlage hierfür sind wieder kurze entsprechende variationen aller motive (so umgeformt, dass die charakterzüge zum tragen kommen, welche der schlussstimmung entsprechen), welche auf diese weise das geschehene nochmal kurz reflektieren.

und fertig dein erster chanson

viel spaß :great:
 
also mir gehts immer so, dass ich beim Spielen von irgendeinem Lied manchmal einfach mal n bisschen umherspiel und manchmal kommt was geiles bei raus und das verarbeite ich dann erst mal n bisschen... :D
 
Also ich muss für den 50. von meinem Dad ein passendes Lied machen. Ich hab dann einfach mal im Internet nach lustigen Sachen zum 50. gesucht und ein hübsches Gedicht gefunden. Dieses Gedicht dann einfach als Text verwendet, die Gitta geschnappt, mir nen Akkord ausgesucht mit dem ich anfange (da es ein fröhliches Liedchen sein soll wurde das G-dur). Dann hb ich mal was passendes drauflosgesungen und einen nachfolgenden Akkord gesucht (C-dur passte da schön) und darauffolgend nochmal 2 (a-moll und D-dur) und schon stand die Tonart fest. Die Melodie war dann auch gleich geschaffen, da ich ja gleichzeitig auch dazu gesungen hab.
Für den Refrain hab ich dann zuerst Akkorde gesucht (wurde G-dur, e-moll, C-dur, D-dur) und dann Melodie und Text dazu gemacht (den Text hatte ich ja nur für die Verse aus dem Gedicht). Nun fehlt noch eine Bridge, die irgendwie Vers und Refrain Melodisch und auch Inhaltlich verbindet. Also Bridge gebastelt (e-moll, c-dur, a-moll, d-dur), Melodie dazu schon im Kopf gehabt und dann den Text passend geschrieben.
Zur Vollendung des Liedchens fehlt im moment nur noch der Schluss, den hab ich bisher noch nicht fertig, aber ansonsten ist es schonmal vortragsreif.
 
als erstes geht's zur textinterpretation - da du den text selbst geschrieben hast, dürfte dir das recht leicht fallen. stelle wenige grundlegende inhaltiche motive heraus und interpretiere diese musikalisch. überlege dir, wann wo welches motiv in welcher gestalt im text zum tragen kommt und wann welche charakterzüge wessen motiv sich mit welchen charakterzügen von welchen motiven verbinden - übertrage dies nun wieder in die musik, indem die die musiklischen motive entsprechend variierst und "fusionierst". achso, ganz wichtig ist es gleich am anfang ein grundlegendes konzept zu machen, was die liedstruktur angeht - grundlage hierfür ist die inhaltliche struktur des textes, welche du natürlich erst analysieren musst. während der vertonung solltest du immer wieder darauf achten, dass der spannungsbogen stimmt - überlege dir also am besten schon vorher, wo du spannung aufbauen willst, wo sie gehalten werden soll und wo du sie entladen möchtest (inhalt wieder als grundlage) baue nun ein kleines musikalisches intro, das alle motive in ihrer urform kurz vorstellt und schaffe anschließend einen schluss, welcher stimmung am schluss des textes ausdrückt - grundlage hierfür sind wieder kurze entsprechende variationen aller motive (so umgeformt, dass die charakterzüge zum tragen kommen, welche der schlussstimmung entsprechen), welche auf diese weise das geschehene nochmal kurz reflektieren. und fertig dein erster chanson viel spaß

Achja, das klingt immer so einfach... in der Theorie zumindest .... Aber wenn ich mich ran setze ists immer plötzlich sehr schwierig... also ich persönlich schreibe die Lieder am liebsten mit nem Keyboard... da kann man ganz leicht Melodien finden. Ausserdem kann man da ganz leicht schon die richtigen Klänge finden (also wenns was trauriges ist macht man die Melodie mit ner Geige und wenns was lustiges sein soll nimmt man ein anderes Soundmuster). Dadurch bekommt man viel leichter ein Bild von dem Sound den man machen möchte. Mein Problem ist nur: Ich habe selten ein Keyboard zur Verfügung, kann nicht wirklich gut Keyboard spielen und desweiteren habe ich keine Ahnung wie ich es dem Sänger unserer Band vorführen soll, da ich selber leider nicht so gut singen kann... :confused: :redface:
 
TelosNox schrieb:
... die Gitta geschnappt,...
Was lese ich da? Wen hast Du geschnappt? Also ich muß schon bitten! :D
(Spaß muß auch mal sein!)

Gruß,
Gitta
 
Hans_w schrieb:
...und desweiteren habe ich keine Ahnung wie ich es dem Sänger unserer Band vorführen soll, da ich selber leider nicht so gut singen kann... :confused: :redface:
Hallo Hans,

wenn Du die Melodiestimme auf dem Keyboard oder auch der Gitarre/ Geige spielst, kann sie dann nicht der Sänger so übernehmen? So übe ich jedenfalls ein mir fremdes Lied ein.

Gruß,
Gitta
 
ansich schon, hab nur leider im mom kein Keyboard zu Hause sondern nur bei nem Bekannten bei dem ich ab und zu spiel... aber bald haben wir eins im Proberaum... :)
 
Hans_w schrieb:
Achja, das klingt immer so einfach... in der Theorie zumindest .... Aber wenn ich mich ran setze ists immer plötzlich sehr schwierig...
also ehrlich gesagt, wir machen das so ziemlich nach diesem muster - wir beachten nur noch ein paar punkte mehr....
 
Hans_w schrieb:
und desweiteren habe ich keine Ahnung wie ich es dem Sänger unserer Band vorführen soll, da ich selber leider nicht so gut singen kann...
Aber wenn der Sänger einigermaßen was taugt, sollte er auch deinem nicht ganz so korrekten Gesang die grobe Melodie entnehmen können.
 
ich glaube hier steht das ganz gut drin, welche Akkorde man verwenden sollte um spannung aufzubauen, welche Akkorde in welche übergehen und so weiter und so fort... ist ne ganz brauchbare Seite... allerdings muss man ein wenig englisch können --- und sie fängt gaaaaanz von vorne an und geht dann irgendwann bis zur komplexeren Akkordbildung...sehr gut :great:
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben