Der Tod und was danach kommt

von Fingers Freddy, 29.10.06.

  1. Fingers Freddy

    Fingers Freddy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.06   #1
    Hallo,

    ich hatte heute ein Erlebnis, das mich stark zum Nachdenken gebracht hat. Lustig ist es nicht, und ich weiß auch gar nicht so recht, wo ich anfangen soll.

    Seit heute sind hier in Bayern eine Woche Herbstferien. Eine Woche nichts tun, chillen, die Sommerferien wieder aufleben lassen...

    Eine Mitschülerin von mir wird das nicht mehr miterleben. Sie wird auch nicht mehr in die Schule kommen. Gestern nachmittag um 17:00 wurde sie mit ihrem Roller von jemanden, der meinte mit 100 durch die Tempo-50-Zone fahren zu müssen, erfasst und so übel zugerichtet, dass sie in einem Schwabinger Krankenhaus gestorben ist.

    Es ist so heftig: da sitzt sie am einen Tag noch vor einem in der Schule, und am nächsten Tag muss man ihre Todesanzeige im Internet lesen. 16 Jahre alt ist sie geworden. Ich will nicht sagen, dass ich übermäßig mit ihr befreundet gewesen wäre, aber ich habe sie als äußerst netten und liebenswerten Menschen kennengelernt.

    Der Platz vor mir wird jetzt leer bleiben.

    Was denkt ihr, kommt "danach"? Ist der Tod das endgültige Aus? Oder glaubt ihr, es geht weiter, in welcher Form auch immer?

    Ich für meinen Teil glaube und hoffe auf ein Leben nach dem Tod. Es wäre doch wirklich etwas witzlos, wäre einfach so *popp!* Schluss.

    Was glaubt ihr?

    Gruß Michi

    PS: hier ist übrigens ein Link zu ihrer vorläufigen Todesanzeige: http://www.mkprivat.com/laura_b_todesanzeige.jpg
     
  2. Apfelkrautwurst

    Apfelkrautwurst Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.06   #2

    Schluss.Ende.

    Habe kein Problem damit das als endgültiges Ende zu sehen,alles andere macht keinen Sinn (imo).
    Obwohl ich natürlich nicht nein sage,wenn es danach noch was gäbe.;)

    Wieso sollte es weitergehen?
    Verstehe auch nicht was daran witzlos ist.:confused:
    für mich wirkt der Glaube an die Wiedergeburt immer als würde derjenige sich an etwas festklammern,eine menschliche Hoffnunf also.
     
  3. the_restless

    the_restless Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.06   #3
    Grüß Dich

    Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, was danach kommen könnte... gehe aber fast davon aus, dass es das dann einfach war, ähnlich wie bei Bewusstlosigkeit oder so.
    Wäre natürlich echt nich schlecht, wenn es ein weiteres Leben gäbe, z.B. wie beim Buddismus, wo man einen "neuen Körper" bekommt und ein weiteres Leben lebt... allerdings mache ich mir da keine großen Hoffnungen.

    Ein Klassenkamerad sagte mal zu mir: Wer Nichts erwartet wird auch niemals enttäuscht sein....

    MfG

    Bene

    PS: Herzliches Beileid, falls dich ihr Tod berührt. Hatte damals ne ähnliche Situation... entweder ich habs bis heute nich gerafft, oder es geht fast spurlos an mir vorbei... naja... is nen anderes Thema
     
  4. iLLumination

    iLLumination Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.06   #4
    die geschichtsbücher...
     
  5. Zack ab!

    Zack ab! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.06   #5
    Stimmt im Grunde, kann sich aber nur auf unsere sinnliche Welt beziehen.
    Angenommen, es gäbe kein Leben danach, dann geht auch unsere Wahrnehmung
    verloren und somit kann das Gefühl Enttäuschung gar nicht erst entstehen.

    Tatsächlich is auch das Wort ''Glauben'' zu naiv gewählt.
    Viel eher würde ich das Wort ''Hoffen'' benutzen.

    Ich hoffe auf ein Leben nach dem Tod, aber selbst wenn es dies nicht gäbe, so würde es mich nicht mehr affizieren, da ich ja eben keinerlei Wahrnehmung mehr besitze.
     
  6. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 29.10.06   #6
    Daß man im Buddhismus aber genau gegenteiligerweise darauf hofft, aus diesem Kreislauf der Wiedergeburten erlöst zu werden, ist Dir schon klar -?
     
  7. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.06   #7
    Nichts kommt, was bleibt ist die Erinnerung.. die ist bei Verkehrstoten allerdings deutlich geriner ausgeprägt als bei jemandem der in seinem Leben viel geleistet hat (Öffentlichkeitsarbeit). Sinnvoll ist es z.B. Fachbücher über wahre Theorien zu schreiben, da bleibt der eigene Name u.U. Jahrhundertelang im Gespräch, zumindest an den Unis.
    Bei Verkehrstoten wird dann so oft ein Holzkreuz aufgestellt, nach 5 Jahren hat es Grünspan, nach 15-20 fällt es um...

    Kann uns nur allen ein Hinweis sein, so mies das eigene Leben läuft, andere werden noch nicht einmal ein Jahr alt, werden nie 18, haben mit 16 schon Krebs.. andere werden umgefahren, egal ob mit 16, 20 oder 75.
     
  8. nookie

    nookie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.06   #8
    Kann in etwa verstehn was du grad denkst. Mein Banknachbar is vor 2 Jahren auch so ums Leben gekommen. Auch in etwa zu dieser Zeit. Das hat mich da auch ein bischen ins Grübeln gebracht, obwohl ich ihn erst 3 Monate oder so kannte.

    Persönlich denke ich auch eher an die "Schluss aus"-Methode.
     
  9. think.funny

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    wo's am schönsten ist ;)
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    Erstellt: 29.10.06   #9
    Dann begeben wir uns doch erst gar nicht in diese Annahmen (Wiedergeburt, eca...)hinein .

    Mir geht es mit dem Verlust eines geschätzten oder geliebten Menschen so: Es gibt eine Art Verbindung zu dem Geist, der uns zu Lebzeiten beflügelte und unsere Gemeinsamkeit flocht. Stuationen, die wir zusammen erlebten und in denen wir uns durch gegenseitige Inspiration austauschten, haben sich so stark eingeprägt, dass sie nach dem Tod einen Vortbestand haben.
    Ich weiß in etwa, wie dieser Mensch reagiert hätte, kenne seine Einstellung, welche mich wiederum in einer Art innerem Gepräch, mit ihm kommunizieren lässt. Man könnte das mit einem geistigen Fortleben dieser Person beschreiben.

    Auch Personen, die wir nicht gut genug kannten, haben natürlich eine Auswirkung auf uns und wir versuchen eine geistige Verbindung zu bewahren. Wir sind verleitet uns auszuschmücken, dass Individuen in irgend einer Form wiederkehren oder weiterleben, was es uns leichter macht, den Verlust zu verschmerzen.
     
  10. Bingoman

    Bingoman Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.06   #10
    Ich denke auch das danach "Nichts" kommt. Ich hab dazu mal ein (wie ich finde) ziemlich schlauen Spruch gehört: "Nach dem Tod ist wie vor der Geburt". Denkt mal drüber nach...
     
  11. Enza

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    Erstellt: 29.10.06   #11
    Wenn wir nicht daran glauben, dann haben wir auch keinen Zugang zu solchen Kommunikationen "im Geist", denn dann blockieren wir uns selbst.
    Solange wir glauben dass wir nicht mehr da sind, wenn wir tod sind, glauben wir ja auch nicht wirklich daran, dass wir einen solchen Kontakt haben können.

    Das Leben IST.

    :) *ich liiebe die Philosophie !*
     
  12. JeffVienna

    JeffVienna Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.06   #12
    Aus welchem Grunde sollte "danach" noch was kommen? Vor allem: wenn nichts "danach" kommt, dann geht einem als Betroffener ja auch nichts ab (denn man ist ja in jeder Hinsicht "gewesen").

    Ich denke, es ist ein eingepflanzter, kleiner Größenwahn in den meisten von uns, der uns glauben macht, dass unsere ein-ma-li-ge Seele (gibt's die?) so unverzichtbar ist für das Universum... wir sind ein Furz in darin...
     
  13. Enza

    Enza Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.06   #13
    "möb" :o
     
  14. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.06   #14
    There's gotta be a heaven 'cause I've already done my time in hell..
    Der Tod ist auch Erlösung, vergesst das nicht.
     
  15. Enza

    Enza Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.06   #15
    Das Leben hier ist sowieso wie ein Sraflager !
     
  16. max1

    max1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.06   #16
    Das Leben ist sch....., über den Tod kann ich leider noch nichts aussagen. Aber irgendwann muss jeder gehen, früher oder später, ob durch Unfall oder Alter. Ich nehme Tode nie tragisch, denn ich weiß ja, dass ich auch irgendwann so enden werde und geschockt sein etc. auch nix bringt. Tot ist numal tot und fertig!
     
  17. Zack ab!

    Zack ab! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.06   #17
    Der Verlust eines liebgewonnen Menschen ist durchaus tragisch!
    Da ändert die Tatsache, dass wir alle so enden werden nichts dran.
    NUR unser eigener Tod kann uns nichts anhaben, ausser dass er in uns eine Angst vor dem Ungewissen entfacht.
     
  18. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.06   #18
    geschockt sein bringt zwar nichts, und dem toten bringts nicht, und überhaupt bringt das alles nichts. Lebendig wird keiner mehr der tot ist.

    Aber die menschen die Leben, für die bin ich geschock und traurig wenn jemand stirbt.
    Ich habe das Mädchen, nach der der Tread eröffnet wurde, nicht gekannt, dennoch habe ich als ich die Todesanzeige gesehen habe, ein tiefes mitgefühl für ihre verwandten und freunde empfunden. Denn denen wurde jetzt unwiederbringbar was genommen.
     
  19. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 29.10.06   #19
    +

    Das kommt nun bei der ganzen christliche Jammertalerei 'rum, sich selbst & anderen das Leben so zu vergällen, daß man nichts besseres als den Tod mehr finden kann. Was'n Scheiß!! :(
     
  20. AK47

    AK47 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.10.06   #20
    Fragt euch auch: denkt ein Tier darüber nach was passieren wird wenn es stirbt? Wohl kaum... Nur Menschen denken darüber nach. Eigentlich lebt das Tier also besser als der Mensch der sich darüber Gedanken macht.
    Denkt jetzt nicht, dass ich denke, dass man nicht darüber nachdenken soll. Ich tu es selbst. Aber zu einem Ergebnis, also zu wissen was wird, können wir nun einmal nicht kommen