DER UNTERGANG - Der Thread zum Film ;-)

von Phili, 22.09.04.

?

Ist es richtig, Hitler sehr konkret als Person darzustellen?

  1. Ja, es ist wichtig! Er war nunmal ein Mensch.

    82 Stimme(n)
    75,2%
  2. Nein, es ist falsch, denn so kann man sich zu leicht mit ihm identifizieren!

    7 Stimme(n)
    6,4%
  3. Es ist mir egal, da ich es nicht für relevant und konsequenzenlos halte.

    20 Stimme(n)
    18,3%
  1. Phili

    Phili Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.09.04   #1
    Hi Leuts, ich hab mir vorhin mal "Der Untergang" angesehen und war echt begeistert. Tolle Schauspieler, interessante Informationen, und bombastische Bilder. Glücklicherweise alles andere als ein Vergleich zu "Der Soldat James Ryan", der vor Hollywood-Pathos nur so triefte und auch gut hätte als reiner Aktionfilm durchgehen können. Dennoch steckte auch in "Der Untergang" Dramatik, allerdings eine viel ursprünglichere, weniger aufgesetzte und daher realistischere. Als ich die ersten Ausschnitte von Bruno Gans, der Hitler darstellt, gesehen habe, dachte ich noch, dass er seine Rolle aber sehr übertrieben spielt und ging von einem karikaturistischem Verhältnis zu seiner Rolle aus. Nach dem Kinobesuch wusste ich aber, dass dies ganz ernst gemeint war und Hitler in eben seiner Art ganz objektiv darstellen sollte.

    Zu diesem Flm gibt es ja seit einiger Zeit eine breite Diskussion darüber, ob man Adolf Hitler als Mensch darstellen darf, wie im Film geschehen, oder nicht. Ich bin ganz klar der Meinung man darf, man sollte es sogar. Denn er war nur ein Mensch und gerade diese Herangehensweise ist der einzige Weg ihn für viele Personen endlich einmal zu entmystifizieren. Dabei darf man natürlich nicht den Fehler machen, sich bereits als Regisseur mit dieser Person zu identifizieren. Aber ich denke, dies tat bei dem Film niemand. Und statt dass ich ein Gefühl des Mitleids für Hitler empfand, wurde mir hingegen ganz deutlich, wie wahnsinnig dieser Mann war. Genau dieses Bild vermittelt der Film durch seine unverzerrte, direkte Darstellung des Führers und jeder, der sich über ein gewisses Maß hinaus mit Hitler darin identifizieren kann, muss ebenso wahnsinnig oder zumindest extrem ignorant sein. Dennoch versäumten die Macher des Films es nicht, trotz einer grundsätzlich faktischen Objektivität, doch ein unterschwelliges Quentchen Zynismus in den Film mit einzubringen. Etwa, wenn Hitler von Endsieg redet und dann ein harter Schnitt kommt und man die Geschosse sieht, die in die Straßen Berlins einschlagen.

    Alles in allem kann ich den Film nur weiterempfehlen und werde ihn mir sicherlich bald noch ein zweites mal ansehen.

    PS: Hinter mir saßen so ein paar 14-jährige Mädels, die die ganze Zeit Kaugummiblasen haben platzen lassen und über irgendwelche (teilweise sehr ernsten) Szenen lachen mussten, obwohl es einfach nichts zu lachen gab und die ständig irgendetwas eklig fanden, weil sie ja nicht wissen konnten, dass es in einem Film, der das Ende des WWII darstellt, Blut und Verstümmelungen zu sehen geben würde :rolleyes: . Ich finde, wenn man die geistige Reife nicht besitzt, sollte man sich lieber Disney´s Kuhfilm ansehen und nicht in einen ernsten Film gehen, um den dann als reine Unterhaltung zu verstehen. Also überlegt euch gut, wo ihr euch im Kino hinsetzt, falls ihr euch den Film auch noch anseht ;) !
     
  2. rheadude

    rheadude Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.09.04   #2
    Habe nach Skys Kommentar zu dem Film und nun auch deiner ausführlichen Beschreibung auf jeden Fall vor, mir diesen Film anzuschauen.
    Ich habe gestern auf der Kinopolis Seite auch schon einige Infos und eine Beschreibung zu diesem Film gelesen, aus der ich aber nicht ganz schlau wurde. Kannst du vielleicht mal kurz und knapp beschreiben um was es in dem Film genau geht bzw. wie er aufgebaut ist. Damit meine ich, ob es ein Film mit "Hauptrollenbesetzung" ist, die die Geschichte erzählen, oder ist es mehr eine Art dramatische Dokumentation einzelner Geschehenisse der Untergangs Deutschlands ist.

    Danke, ich geh schlafen.
     
  3. das tob

    das tob Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.09.04   #3
    hab ihn ebenfalls heute gesehn.
    sehr richtig. herr schicklgruber war ein mensch, daher ist es auch erlaubt ihn von seiner menschlichen seite zu betrachten.
    es ist gut, denn dadurch wird er endlich von seinem überirdisch, dämonischen sockel gestossen. der film zeigt, dass mr. hitler ein einsamer, vom hass zerfressener,gedemütigter, krankhaft geltungsbedürftiger mann war.
    ich empfinde keinen hass auf diesen menschen. verachten tu ich ihn allemal.
    eigentlich empfinde ich mitleid, auch wenn es gefährlich ist das zu sagen.
    ich empfinde prinzipiell mit allen menschen mitleid die der hass zerfressen hat.
    das ist allerdings völlig wertfrei zu verstehen.
     
  4. Phili

    Phili Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.09.04   #4
    Also, es ist ganz klar ein Spielfilm. Jedoch mit dokumentarischem Charakter. Es werden die letzten Tage in Berlin, konkret im Führerbunker unter der Reichskanzlei, beschrieben. Die Handlung teilt sich insgesamt auf zwischen drei Hauptcharakteren:

    Hitlers Privatsekretärin -die übrigens erst 2002 starb- und den Stab an Generälen und anderen Personen, die ihn in den letzten Tagen umgaben,

    einem 12-jährigen Jungen, der im Volkssturm gegen die Einnahme Berlins kämpfte,

    einem SS-Arzt, der sich in den letzten Stunden für Verletzte aufopferte, den Geist des Humanismus hoch hielt und früh einsah, dass der Kampf aussichtslos sei.

    Allerdings wurden viele historische Personen im Film durchleutet und sehr explizit dargestellt, von Adolf Hitler, über Eva Braun, Joseph Goebbels und seine Familie, Albert Speer, Heinrich Himmler, bis hin zu diversen Offizieren von SS und Wehrmacht.
     
  5. das tob

    das tob Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.09.04   #5
    nun, das wusste ich alles schon vor dem film.
    als gebürtiger oberösterreicher seh ich das aus einer anderen perspektive als ein deutscher. d.h. ich kann mich besser in diesen mann reinversetzen, da auch wenn wir deutsch oder so was ähnliches sprechen, eine doch ganz unterschiedliche kultur haben, auch wenns absurd klingt.
     
  6. Phili

    Phili Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.09.04   #6
    Ich habe das doch nur für Rheadude geschrieben, weil er danach gefragt hat. Natürlich wusste man vieles davon bereits zuvor. Gerade wenn man politisch etwas interessiert ist, so wie du. Aber dass du als Österreicher das alles etwas anders empfindest, ist ja mal interessant. Kannst du mal einkreisen, wo in etwa wir beide da unterschiedlich empfänden? Das würde mich wirklich mal interessieren.

    Edit: vergiss das Voten nicht! ;)
     
  7. das tob

    das tob Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.09.04   #7
    die österreichische seele ist etwas geknickt, nachdem sie nur noch die grösse eines wienerschnitzels hat.
    die österreichische seele hat einen tiefen minderwertigkeitskomplex zu verarbeiten.
    die österrreichische seele ist opportunistisch.
    und zuletzt, ist die österreichische seele zutiefst gespalten, da sie nicht weiss wer sie ist.


    edit. und doch fühl ich mich dort ein bisschen zuhause.( bin ja ein richtiges paradebeispiel :rolleyes: )
     
  8. dogdaysunrise

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    Erstellt: 22.09.04   #8
    ...und ich kann nicht mitreden! :mad:
     
  9. S?ufer

    S?ufer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.09.04   #9
    Ich dachte immer Hitler wäre nur eine Erfindung um Kindern Angst zu machen. So wie Knecht Ruprecht.
     
  10. Bleecker Street Boogie

    Bleecker Street Boogie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.09.04   #10
    Ich finde es überhaupt angebracht Menschen nach dem Ying-Yang-Prinzip darzustellen, selbst in Actionfilmen geht mir diese schwarz-weiß-gut-böse-Trennung auf den Keks. Im Guten steckt etwas Böses und andersherum, deswegen ist es absolut korrekt einer Figur, auch wenn sie sehr miesepetrige Wesenszüge hat, so zu spielen. Bruno Gans hat das sehr gut gemacht. Ich frage mich, ob das Spielen dieser Figur bei ihm etwas hinterlassen hat, die Rolle ist ja nicht ganz ohne, und es hat sehr intensiv ausgeschaut wie er gespielt hat.
     
  11. Sky

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    Erstellt: 22.09.04   #11
    Ja, ich durfte den ganzen Film ein Popcornesser neben mir haben und sein geschmatze hören. Nicht besser als diese 14 jährigen Mädels. :rolleyes: Ich bin nicht nur für Handy verbot im Kino, nein auch für Popcornverbot (speziell bei solchen Filmen die ein ernstes Thema behandeln).

    Anonsten erwähnte ich ja schon in einen anderen Thread, dass der Film sehr interessant ist, auch den Menschen Hitler mal von einer anderen Seite zu sehen. Ihn sogar mal mit einer Träne im Auge zu sehen, seine Entäuschung über das deutsche Volk, dass seines Erachtens nur verdient hat unterzugehen, und seinen Generälen. Man versuchte ständig sich in die andere Person reinzuversetzen, um sie eventuell besser zu verstehen, vor allem wo die Mutter ihre Kinder selbst umbrachte u.s.w.

    Ich bin wirklich gespannt wie der Film im Ausland aufgenommen wird. Ich war auch erstaunt das sehr viele (zu etwa 70%) alte Leute heute im Kino waren. Da waren auch 70 - 80 Jährige, die ganze Atmosphäre war irgendwie, hmm, ich finde dafür keine Worte.

    Auf jeden Fall schau ich mir den Film nochmal an, und das ist bei mir echt selten.
     
  12. Phili

    Phili Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.09.04   #12
    Ich werd ihn mir auch nocheinmal im Kino ansehen und habe das bisher erst bei einem anderen Film getan. Ich fand die Stelle, an der Frau Goebbels ihre Kinder tötet weit weniger dramatisch, als jene, als der General mit seiner Familie am Tisch sitzt und sich und seine Familie aus dem Leben befördert. Auch krass fand ich den einen Soldaten am Ende, an dem sie alle vorbeigehen, der sich, als er aufgefordert wird, mitzukommen, einfach eine Kugel durch den Mund jagd. Oder die getöteten Eltern des kleinen Jungen ganz zum Schluss.
    Es stimmt, die Tränen in den Augen dieses Mannes zu sehen, seine Enttäuschung über seinen Generalsstab und sein Volk zu spüren, war eine merkwürdige Erfahrung. Ich sag mal, wenn man sich in ihn nun besser hineinversetzen kann, ist das i.o. Wenn dies bedeutet, der Persönlichkeit eines Menschen ein kleines bisschen näher gekommen zu sein, sein Verhalten einen Hauch besser vorausahnen zu können. Jedoch sollte man es nicht so weit kommen lassen, was für mich auch gar nicht möglich war, sich mit ihm zu identifizieren.
    Aber es stimmt, bis auf die paar Mädchen, die ausgerechnet hinter mir saßen, waren alle Menschen recht ruhig und betroffen, wobei es alterstechnisch sehr gemischt war. Ich habe auch noch nie so einen leisen Kinosaal erlebt, wärend alle Menschen hinausströmen.
    Ich denke, man wird im Ausland anerkennen, dass dieser objektive Film keinesfalls verherrlichend ist, sondern eben Hitlers Wahn ungeschminkt darstellt und dass er ein wichtiger Teil der Aufarbeitung unserer eigenen Geschichte darstellt.
     
  13. dotvoid

    dotvoid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.09.04   #13
    :eek: .. *lol*. :)
     
  14. Fischi

    Fischi Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.09.04   #14
    ich hab die beiträge vor mir nicht gelesen, aber hier mal meine meinung über dieses thema

    ich werde mir den film auf jeden fall ansehen. in der letzten stern ausgabe war ein "hitler special" in dem auch der regisseur von DER UNTERGANG und der schauspieler, der hitler verkörpert interviewt wurden. und das was die da von sich gegeben haben fand ich sehr interessant

    zur frage: klar. warum sollte man hitler nicht als person darstellen. theoretisch ist er ja auch nur ein mensch wie jeder andere ( wenn da nicht die abartigen einstellungen von ihm und die geschichtlichen ereignisse wären ). Versteht mich nicht falsch. ich verachte hitler. aber hinter der fassade des "großen feldherren" gab es auch eine person hitler, die sich mit sicherheit privat anders verhält als wenn er vor einer riesigen menschenmasse steht.
    zitat regisseur:"hitler war in seinen letzten tagen nicht mehr als ein kuchenfressendes, sabberndes wrack".
    ich persönlich finde es auch gut, daß so ein film ( ich glaube das ist der erste, der sich auf diese art und weise mit dem thema ns-regime auseinandersetzt ) von einem deutschen regisseur gedreht wurde. ich finde es nicht nur gut, ich finde es sogar wichtig. ich denke nämlich, daß sich, wenn es z.b. eine hollywood produktion wäre, der amerikanische patriotismus in diesem film sehr stark niedergeschlagen hätte.

    mehr kann ich leider nicht sagen, weil ich den film noch nicht gesehen hab, aber ich werd mir den demnächst nochmal antun. und wenn der film so ist, wie ich denke, halte ich es auch für nicht schlecht, wenn er in den geschichtsunterricht in schulen integriert wird, um das thema ns-regime aufzuarbeiten
     
  15. Sky

    Sky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.09.04   #15
    Ja, eigentlich gab es den ganzen Film über berührende/nachdenkliche Szenen. Das macht diesen Film auch so sehenswert.
     
  16. Phili

    Phili Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.09.04   #16
    Und dazu immer diese krassen nüchternen Darstellungen eines Hitlers und seiner Ideen. Und während er und sein Stab tief unten im Bunker sitzen, ist an der Oberfläche der Tag zur Nacht gemacht, weil durch den ständigen Artilleriebeschuss der Staub in den Straßen steht. Dieser Gegensatz macht ja z.B. Hitlers Wahn sehr deutlich.
    @Fischi: die menschliche Seite Hitlers kommt beispielsweise dann gut raus, als er seine liebste Eva, die bis zum Ende zu ihm hielt, küsst. Oder, wie bereits erwähnt, man ihn über die Generäle, die ihn verraten haben, enttäuscht sieht und Tränen rollen. Aber auch das weckte in mir persönlich weniger Mitleid, als mehr die Gewissheit, wie verrückt der Kerl doch war und wie er sich in seine Ideen verrant hat. Ich finde, es wurde im Film auch etwas Acht gegeben, dass man nicht unbewusst zu sehr mit Hitler sympathisiert. So diktiert er etwa seiner Sekretärin sein Testament und gibt darin die Schuld am Untergang des Deutschen Reiches dem Weltjudentum und seinen Verbündeten. Und hier kommt zum Bsp. der kleine Akzent rein, dass die Sekretärin einen Moment inne hält und den Führer verdutzt ansieht, erstaunt über so viel Ignoranz und Verdrängung der eigenen Schuld.
     
  17. Phili

    Phili Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 23.09.04   #17
    Ich werde ihn mir morgen übrigens nochmal ansehen :great:
     
  18. Sky

    Sky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.09.04   #18
    Verdammter Puscher (nennt man das so?), ich würde ja auch gerne hier diskutieren, aber wenn noch niemand den Film gesehen hat. :(

    Irgendwie fehlt Zündstoff, hey Revan, schreib mal was. :D (war´n scherz!)

    Hmm, wollen wir darüber diskutieren, wie es nur so weit kommen konnte? Also das Hitler an die Macht kam?

    Edit: Oder überhaupt, wie konnte er nur zu diesen Menschen werden?
     
  19. Phili

    Phili Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 23.09.04   #19
    Ach, dann lass uns doch über die nächsten Tage diskutieren, dass der Thread nicht allzubald in den Analen versandet. Also ich fang mal an und du musst bis morgen widerlegen:

    Wie konnte es so weit kommen?
    Das deutsche Volk war geistig schon immer etwas unterentwickelt und deshalb hat es auch damals bei Hitlers Machtergreifung nichts Böses gedacht.

    So, nun widerleg das morgen mal :D :D :D
     
  20. Sky

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    Erstellt: 23.09.04   #20
    Warum? Du hast doch Recht! Warum soll ausgerechnet ich das widerlegen, dass ist Revan sein Job! :p :D

    Na ja, er war für viele charismatisch, dass hatte beim Volk eine ungeheure Anziehungskraft.