Deutsch = Kunstkopf / Englisch = ??

von Fluxkompensator, 14.03.06.

  1. Fluxkompensator

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    Erstellt: 14.03.06   #1
    Früher gabs doch mal diese Kunstkopfmikrofone. Vielleicht gibs die heute auch noch, weiss nich, aber wie nennt man im englischen die Kunstkopfmikrofone? Sind das alle Mikrofone die als binaural gekennzeichnet sind oder haben die nur einen nach allen Seiten gerichtete Aufnahmekarakteristik?:confused:
     
  2. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.03.06   #2
    "dummy head microphone"

    Jein. Kunstkopfstereofonie ist eine binaurale Aufnahmetechnik, aber nicht die einzige. Trennkörperstereofonie wird auch gelegentlich als "binaural" bezeichnet, manch einer nennt gar alles, was "stereo" ist, "binaural".

    Man bräuchte mal ein Beispiel eines Mikros, was den Zusatz "binaural" trägt - dann kann ich dir sagen, ob das ein Kunstkopfmikro ist oder nicht.

    Genaugenommen gibt es auch (eigentlich) keine ausdrücklichen "Kunstkopfmikrofone". Das sind "normale" Mikrofone (wenn auch solche mit üblicherweise sehr kleiner Bauform), die in einem Kunstkopf stecken.

    Beispiele:
    http://www.studio96.de/art020612%20kunstkopfaufnahmen.html

    Man könnte jetzt den Kunstkopf mit darin montierten Mikrofonen "Kunstkopfmikrofon" nennen, aber das ist eher unüblich. SOLCH ein "Kunstkopfmikrofon" würde man aber an der Form recht leicht als solches erkennen ;)

    Was es noch gibt, sind sogenannte "Originalkopfmikrofone" (OKM). Das sind Mikros, die man sich wie Walkmankopfhörer in die echten Ohren steckt - damit kann man auch "Kunst"kopfaufnahmen machen.

    Den Satz verstehe ich nicht... "Aufnahmecharakteristik nach allen Seiten" hat erstmal nichts mit Kunstkopf, ja noch nicht mal mit stereo zu tun. Ein "Kugel"-Mikro z.B. ist mono, hat aber eine nach allen Seiten gleichmäßige Aufnahmecharakteristik.

    Wofür brauchst du das? Und ist dir klar, dass Kunstkopfmikrofonie nur sinnvoll ist, wenn man die Aufnahmen später ausschließlich mit Kopfhörern hört?

    Jens
     
  3. Fluxkompensator

    Fluxkompensator Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.06   #3
    Danke für die ausführliche Antwort.

    Nein ich brauche so ein Mikrofon nicht. Ich habe früher (1977/80) mit einem Kunstkopf Konzertaufnahmen gemacht die dann nur Köpfhörer tauglich waren. Der sah wirklich aus wie ein Kopf. Hatte aber in den "Ohren" eingebaute Mikros. War von Sennheiser wenn ich mich recht entsinne und war auf ein Stativ montiert.

    Ich habe jetzt eine Aufnahme vor die Ohren bekommen die sollen mit einem billigen Mikroset gemacht sein. In der Beschreibung steht was von binaural. Bei der Aufnahme ist in den leiseren Passagen sehr geräumig das Publikum zu hören, jede Tür die knallt und jedes Glas das an der Bar klirrt ist zu hören. Dachte es wäre so was wie Kunstkopf weil sich die Aufnahme nur über Kopfhörer gut anhört. Über Lautsprecher ist dieser räumliche Eindruck nicht präsent.
     
  4. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 14.03.06   #4
    Dann kommt das hin: die Technik (das Verfahren) heißt binaural, die Mikrofone eher nicht...
    Das "billige Mikroset" könnte in der Tat ein OKM gewesen sein... So furchtbar teuer sind die nämlich nicht (rund 130 EUR): http://www.okm2.de/

    Jens
     
  5. Fluxkompensator

    Fluxkompensator Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.06   #5
    Nein, DPA 4023. Aber ich hab gerade gesehen das die gar nicht sooo billig sind. Das Ergebnis hört sich aber billig an.

    Ich mag mehr den Sound von Peavey PVM-480´s. Sind auch halb so teuer.
     
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