Die Bedeutung von Triangeln in der Musik (Aprilscherz 2008)

von max1, 01.04.08.

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  1. max1

    max1 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.08   #1
    Hallo, die Frage steht eigentlich schon oben im Titel:
    Wie schätzt ihr die Bedeutung von Triangeln in der Musikheutzutage ein? Ich erlebe hier regional grade einen Aufschwung, was das angeht. Immer mehr ambitionierte Bands holen sich unterstützen von einem Triangelspieler, Zitat
    Sind solche Leute einfach out?
    Oder stimmt es wirklich, dass die Triangel vielleicht eine nicht ganz so kleine ROlle in der Musik spielt, wie wir dies bisher dachten?
     
  2. TastenTier

    TastenTier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.08   #2
    Ich bin da gleicher Meinung, mit einer Triangel kommt die komplette Band viel profesioneller rüber, wir suchen momentan auch nach einem Triangler, konnten bisher leider noch keinen finden.

    Was aber auch schade ist, ist der schlechte Ruf, den Triangeln leider haben.:(
    So gibts hier im MB kein eigenes Unterforum für Triangeln, wo es doch gerade bei der Triangel oft zu typischen Anfängerfehlern kommt, wie zB die falsche Haltung usw.

    Was beim Bandeinsatz einer Triangel aber noch ein Problem ist, ist die Lautstärke. Gegen die ganzen anderen Instrumente einer Band kommt die Triangel logischerweise leider nicht an, da sie zu leise ist. Die richtige Abnahme einer Triangel ist leider auch ziemlich schwer, da sie sich immer gern mal an ihrer Schnur verdreht. Hab aber im Internet gelesen dass Korg noch dieses Jahr eine Art elektronische Triangel auf den Markt bringen werden.
     
  3. Earth616

    Earth616 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.08   #3
    da kann ich mich nur anschließen. ist wirklich immer wieder schade zu hören, wenn nichtmusiker die triangel als "anfänger"instrument oder ähnliches bezeichnen, weil sie einfach keine ahnung haben, wie schwer das richtige spiel darauf tatsächlich ist.
    wie anspruchsvoll das aber wirklich ist, habe ich von einem Freund gelernt. Hatte eigentlich als Schlagzeuger angefangen und dann in einer Akustikband, in der er Percussion spielte, immer öfter die Triangel eingesetzt (da geht das lautstärkemäßig ja noch ganz gut). Bei einem Gig wurde er dann von einem Dirigenten im Publikum angesprochen, dem sein Spiel gefiel. Schließlich ist er dann ganz umgestiegen, hat das Üben intensiviert und spielt jetzt die erste Triangel in dem Orchester dieses Dirigenten. Zur Zeit ist er grad auf Europatournee, Ende des Jahres will er dann ein komplettes Triangelorchester auf die Beine stellen.
     
  4. Thundersnook

    Thundersnook Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.08   #4
    Da kann ich nur Allen, die grad anfangen wollten hier dumme Kommentare reinzuschreiben raten, sich die Band "Three Corners Squadron" reinzuziehen! Echt Hammer was die machen!

    Für die rhythmische Grundarbeit wird eine 2 Zoll Titan-Triangel mit Carbonstößel benutz, welche durch die Verwendung dieser Materialien einen unverwechselbaren Klang bekommt! Unvergleichlich!

    Begleitet und umrandet wird das ganze von 2 Standard 0,1 Zoll Stahltriangeln, welche allerdings mit 3-Fach-Stößel (ähnlich einer Gabel) einen geradezu mehrstimmigen Ton erzeugen können!

    Für das große Finale wird allerdings eine sogenannte "Pentangel" verwendet. Mit Ihr ist es möglich einen gnadenlosen 666 bpm Rhythmus zu erzeugen! Einfach Hammer!

    Für ihre balladenartigen Songs benutzen sie außerdem spezialangefertigte Mahagonie-Triangeln um diesen markanten, warmen Sound zu bekommen. Je nach Verwendung eines Ahorn oder Erlen-Stößels sind auch hier viele Variationen in der Klangfarbe möglich ;)

    Um ihren unverwechselbaren Sound zu wahren verzichtet die Band außerdem auf Effekte jeglicher Art! Alles Kommt aus dem Anschlag und der Triangelhaltung ;) Und natürlich jahrelangem Training!

    Ach ja! Für alle die blut geleckt haben: Ihr neues Album "Dominate the Angle" kommt am 31. April raus! ;)
     
  5. KingConci

    KingConci Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.08   #5
    Man halt wo mit einer art piezo-tonabnehmer ganz guter ergebnisse erzielen können und will das jetzt serienmäßig herausbringen
     
  6. KnutKnut

    KnutKnut Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.08   #6
    Kennt hier eigentlich irgendwer den Triangelvirtuosen Ingwer Zahnstein?
    Der wird ja von einigen als der beste Triangelspieler der Welt angesehen. Wer ihn noch nicht kennt sollte sich unbedingt Lieder von ihm und seiner drei Mann Begleitband (die Kariesbrothers) anhören.
    Besonders auf seinem Livealbum "Live in Bredenbeck" kommen seine Soli sehr schön zur Geltung.
    Ich schwöre euch ihr werdet im Dreieck springen.

    Die Triangel wird so oft von den Möglichkeiten her einfach unterschätzt. Selbst Bands die das große Glück haben einen Triangelspieler zu ihrem Line-up zu zählen, müllen den Triangelklang oft mit zu vielen Bässen und Mitten gnadenlos zu.
    Ich für meinen Teil denke eine Triangel kommt nur unplugged so richtig rüber. Durch die Tonabnehmer wird der reine Klang doch nur verfälscht.
     
  7. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.04.08   #7
    Also ich will ja keinem zu nahe treten, aber Ingwer lebt auch irgendwo davon, dass die Leute halt keine anderen Triangel-Spieler kennen!

    Ist irgendwie so wie Ivan Rebrov - wenn man keinen anderen Russen kennt, ist der halt erste Sahne, aber sobald man die Iwans haufenweise an den Backen hat sitzt einem auch der Rebrov so ziemlich quer irgendwie.

    Es gibt aber halt auch keine wirkliche Konkurrenz - muss man auch mal so sagen!
    Seit der unvergleichliche Albert Reussen seinen anderen Arm auch noch verloren hat und Peter Pommel sich nach einer Sehnenscheidenmenstruation stark zurückgezogen hat, gibt es kaum mehr Trianglisten von internationalem Ruf. Leider.

    Der Nachwuchs fehlt halt auch sehr stark. Dazu tragen aber eben auch diese fundamentalistischen Traditionalisten bei wie Ingwer selbst einer ist! Das wird viel zu sehr ignoriert!
    Trianglisten mit modernen Auffassungen wie Nigel Kenterbury werden von dem verschubst und fast schon an die Wand übersehen durch so ein Verhalten wie wo Ingwer eins hat!

    Unter Metallern fühlt man sich deshalb fast schon wie ein EMO, wenn man seine Triangel aus der Kutte holt! Das sind dann halt so die Folgen davon, wo Ingwer auch nicht unschuldig von ist.

    Wollte ich nur mal sagen, weil das halt viel zu wenig gesagt wird, oft.
     
  8. macsom

    macsom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.08   #8
    Ich glaube, das beschriebene Problem hat auch noch andere, weitaus schlimmere Ursachen.

    Der Standart-Nomalhöhrer hat eben immer noch dieses Bild dieses ambulanten Ankerdemikers, der zehn Silvester Trianglistik und so studiert hat, und die Kids finden das nicht cool genug.
    Es müsste mal wieder mehr junge, wilde Trianglisten, wie z.B. Egbert Schmonhausen geben, die den Rotzlöffeln mal zeigen, was ein Spaten ist. Jawohl!
     
  9. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.04.08   #9
    Endlich schreit das mal jemand raus, macsom!

    Mozart war damals mindestens ein Revoluzzer mit seinen weichgespülten Melodien - und heute heißt fast jede Mozartkugel nach dem! Das wird viel zu oft vergessen!

    Die sollten sich alle mal ihre Eier wieder dahin tun, wo es weh tut!
     
  10. Jiko

    Jiko Ex-Mod Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 01.04.08   #10
    Da bekomme ich gerade echt Lust, mir eine Triangel (reicht da eine eigentlich, oder sollte man da voraussehend eher mal mehrere...) zuzulegen - ist das schwer oder so? Muss man viel üben?
    Aber ich meine eben - gerade in der Rockmusik wird die Triangel doch mörderisch unterschätzt. Oder schon einen Rocksong mit Triangelsolo gehört? Außer bei Ingwer Zahnstein ist mir das nur seltenst untergekommen, wobei man doch gerade mit der Triangel deutlich harmonischere Obertöne erzeugen können soll.
    Geht die Abnahme da wirklich nur per Piezo? Ich meine - die sind aus Metall und schwingen, da sollte es "E-Triangel"mäßig doch auch mit magnetischen Tonabnehmern gehen, oder sind die Dinger irgendwie dafür nicht geeignet oder braucht man da spezielle Triangeln oder ist das einfach konstruktionsbedingt, dass da noch niemand mit E-Gitarrentonabnehmern ran ist (wegen Form oder Klangreduzierung durch "Erweiterung" oder Magnetismus?)? Oder evtl. doch und ich habe es nur noch nicht gesehen? So mit einem Overdrive über einen Röhrenverstärker könnten die doch echt hammermäßig klingen...? Ist jetzt reine Spekulation, soweit kenne ich mich mit denen noch nicht aus, aber das sind eben so die Gedanken, auf die ich als Gitarrist eben so komme. :)
     
  11. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 01.04.08   #11
    Also ne Triangel ist auf keinen Fall schwerer als ne Gitarre - so viel steht mal fest.

    Alles danach ist schon schwerer zu beantworten, jiko.
    Ein fettes Power-Riff über ne fette Anlage schraddeln - das ist unter Garantie leichter als aus ner Triangel einen exakten und geilen tone zu zaubern.
    Es ist nicht unbedingt schwerer von der Theorie her, aber rein praktisch gesehen solltest Du mal eher in Jahren denken als in Monaten.

    Das Equipment wächst eigentlich erst mit der Zeit.
    Zwar ist unbedingt von solchen Einsteiger-Sets abzusehen - sowas landet spätestens zwei Monate nach Weihnachten bei ebay oder auf dem Sperrmüll - aber es ist schon günstig, erst mal bei einer Triangel zu bleiben, bevor man sich ein ganzes Set anschafft.
    In der Regel ist es auch besser, zunächst über die PA zu gehen als sich eine eigene Anlage zuzulegen - was als Fernziel natürlich immens wichtig ist.

    Also ich würde sagen: Mit der Entscheidung besonnen warten und dann blitzschnell zuschlagen.
     
  12. A Distant Flame

    A Distant Flame Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.08   #12
    Hi, ich habe mich in den letzten Wochen auch damit beschäftigt, und will mir eine anschaffen!

    Letztens hatten die bei ALdi son Triangle Set mit Triangel, Schlägel(?), ner Ersatzschnur Notenständer und Notenheft mit über 100 bekannten Pop und Rock Songs.
    Allerdings ist die Triangle GRS-34-R/BK von Harley Benton 20 Euro Billiger und dazu gibt es sie noch in Rot.

    Welche ist wohl besser für mich geeignet?

    oder soll ich noch ein wenig sparen und mir ne LesAngle oder ne Triecaster holen :confused:


    Danke schonmal für eure Hilfe ! :great:
     
  13. Jiko

    Jiko Ex-Mod Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 01.04.08   #13
    OK - beim nächsten Besuch eines Musikladens werde ich mal fragen, ob die sowas da haben. Zumindest antesten will ich ein bissel - hoffentlich hilft mir die Theorie von der Gitarre zumindest ein bissel. Ansonsten mal sehen, ob mir da ein Verkäufer etwas helfen kann.
    Ich bin gerade dabei, mich etwas zu informieren - bei Thomann beispielsweise gibt's eine "Studio 49 KIT Konzert Triangel" - meint ihr, die reicht so als Einsteigermodell? Oder sollte ich lieber noch auf die "Royal" sparen? Oder gibt's noch bessere Alternativen?
    Aber echt - wie hält man diese Dinger, sodass sie richtig frei schwingen können? Die werden doch irgendwie aufgehängt...? Wie macht man das, dass die so richtig frei schwingen kann? Das behindert ja alles etwas... Und irgendwie muss man doch noch sowas drauf spielen können, wie Palm Mutes bei der Gitarre.... wie das gehen soll - da muss man sicherlich eine Weile üben.

    OK - sorry, wird langsam OT. :D Die Bedeutung in der Musik finde ich jedenfalls doch ziemlich unterschätzt.

    EDIT:
    Ah - Bei der Diskussion um das Subforum für Triangeln wurden Triangeln mit Humbucker schon angesprochen:
    https://www.musiker-board.de/vb/verbesserungsvorschl-ge/266182-subforum-triangel.html#post2928159
    Wobei ich fast glaube, dass man einen besseren Sound bekommt (OK - das ist nur Theorie gerade), wenn man zwei gegenseitig gewickelte SCs verwendet - zusammen (wie bei einer Strat - Bridge - Middle) müsste das auch brummfrei sein, aber erstens klingen die viel offener und außerdem könnte man damit zumindest schonmal die beiden äußeren.... wie heißen die Dinger? na die äußeren zwei Seiten jedenfalls abnehmen, was schonmal ein größeres Spektrum wäre.
     
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