Die ewige Unzufriedenheit-hört das denn nie auf??

von willow, 20.06.05.

  1. willow

    willow Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.06.05   #1
    Tag zusammen!
    Als ich mit dem musizieren ernsthaft und motiviert begonnen habe(bei meinem wechsel von der klassischen zur E-Gitarre) hat mir mein damaliger A-Gitarren Lehrer einige schicke kleine Blues-licks vorgespielt, und ich war fest davon überzeugt, wunschlos glücklich zu sein wenn ich dazu einmal in der Lage sein würde. So ging es immer weiter, die Ziele wurden immer höher gesteckt, und wenn man dann das erträumte erlernt hatte, war die befriedigung nur von kurzer dauer. Ich bin nicht talentiert genug, um jemals auf wirklich hohem Niveau Gitarre spielen zu können; aber werde ich trotzdem irgendwann mit meinen Fähigkeiten zufrieden sein? Geht das überhaupt? Und ist das bei allen Instrumenten das gleiche Problem? Momentan sehe ich mich jedenfalls weit entfernt von meinen Traum-Fähigkeiten:(, wenngleich ich doch schon einiges auf dem Kasten hab, was aber im Hinblick auf das noch zu lernende manchmal ziemlich erbärmlich zu sein scheint, obwohl ich WEISS, das ich kein schlechter Musiker bin....es ist schon ein eine schwierige Angelegenheit. Gehts euch manchmal ähnlich, oder seid ihr wunschlos glücklich mit eurem Können/Habt euch damit abgefunden?
    gruß
    willow
     
  2. Domo

    Domo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 20.06.05   #2
    ja, mir gehts immer wieder genau so :D ich möchte unbedingt mal richtig jazzgitarre spielen lernen, ich möchte eine gute technik haben und ich möchte flüssig und flink geile soli spielen können. und jedes mal wenn ich mir videos von meinen idolen anschaue, songs von ihnen anhöre oder einfach nur mal in meinen übungsunterlagen blättere, bekomme ich immer wieder dieses beklemmende gefühl "das werde ich niemals schaffen!"...

    echt scheiße sowas :rolleyes:
     
  3. Wrathchild

    Wrathchild Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.05   #3
    Mir gehts exakt genauso :D
    Aber ich glaub das is ganz natürlich und liegt sozusagen in der Natur des Musikers immer besser werden zu wollen (is das grammatikalisch überhautp richtig??)

    Wo wären wir denn heute wenn die ganzen guten Gitarristen wie Zakk Wylde, Michael Romeo und wie sie alle heißen, gesagt hätten: " wenn ich den Blues-Lick kann dann hab ichs drauf"
    Dann gäbs heute wohl nicht den Metal wie wir ihn kennen :D
     
  4. Heliklaus

    Heliklaus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.05   #4
    ich schließe mich dir an mit der Meinung. Der Mensch will immer nur besser werden. Aber auf der anderen Seite hat es auch was gutes, denn ich habe einen Anreiz und eine Motivation weiter zu machen oder besser gesagt "besser zu machen".
    Wenn ich keinen Anreiz habe dann gebe ich mich ja auf und bezeichne mich selbst als Versager. Wer will das schon.
    Also, Leute strengt euch an und werdet besser:great: .


    Gruß
    Heli :cool:
     
  5. Lost Prophet

    Lost Prophet Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.05   #5
    reicht mir mein können? ja.
    reichen mir meine ideen? naja...
     
  6. Reaper's Ballz

    Reaper's Ballz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.05   #6
    also mir geh's auch so, vor nem halben jahr dachte ich noch "boah wenn du das solo spielen kannst, dann biste gut" und jetzt kann ich's in doppelter geschwindigkeit hinrotzen, wahlweise auch schön mit harmonics und vibratos ausgeschmückt und blah...und jetzt denk ich "toll....ist ja nix,aber wenn ich das mörderriff spielen könnte dann......"


    aber ist doch gut....das ist die triebfeder ;D

    und stellt euch mal vor wie erst die ganzen soli und riffs auf nichtmusiker wirken die man spielt oder gerne spielen möchte ;D

    wobei's da auch viele leute gibt die nen paar powerchords hören und das für schwieriger als'n mördersolo halten
     
  7. AJ1989

    AJ1989 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.05   #7

    das stimmt!wir haben in der schule in musik auch bass gespielt.und unserer lehrer meinte ich könnte da wohl was drauf spielen da ich ja gitarre spiel und is ja nich so viel unterschied und so...naja hab dann alle vorgewarnt das ich nich so super spiele und trotzdem aber irgendwas drauf los gespielt und mich tausend mal verspielt bzw ton nich richtig getroffen und dann saßen die andern da alle ganz baff...war grottenschlecht aber die meinten alle wär total gut gewehsen...wars aber nich.meiner meinung nach!
     
  8. littlewing

    littlewing Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.05   #8
    der weg ist das ziel!

    lw.
     
  9. MrFair

    MrFair Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.05   #9
    Das Gefühl kennt wohl jeder. Ganz schlimm wenn man sich konkrete Ziele setzt, da merkt man es am Extremsten, aber anders merkt man ja auch wieder nicht das man besser geworden ist.

    Ich hab mir vor ein paar Monaten vorgenommen 16tel auf 120 Bpm hinzubekommen, da ich sie grad mal so bei 60 Bpm geschafft hab (wirst dich ja evtl. noch an unsere gemeinsame Gitarrenstunde erinnern...). Also hab ich mich hingehockt und geübt, irgendwann war ich dann bei 70 Bpm, dann bei 80 Bpm und dann auf einmal bei 90. Aber trotzdem wollte sich so kein Gefühl der Verbesserung einstellen, obwohl ich ja ganz objektiv gesehn einen richtigen Sprung gemacht hab (die 120 hab ich aber noch nicht erreicht).

    Aber es ist gut das es diese Unzufriedenheit gibt, denn die sorgt dafür das wir besser werden. Angenommen ich hätte jetzt mein Zeil erreicht und würde sagen "Endlich! Jetzt brauch ich nicht mehr weiterüben!" und stagnier nur noch vor mich hin. Da hab ich doch nix von, da würd ich doch lieber ein, zwei Schritte weitergehen und mich noch weiter verbessern.

    Und wie littlewing ja schon sagt, der Weg ist das Ziel. Der Spruch ist vielleicht abgedroschen, aber er entspricht 100% der Wahrheit. Extrembeispiel: Mal angenommen wir könnten uns irgendwelche Daten wie bei Matrix in den Kopf speisen lassen. Toll, wahrscheinlich könnte ich nach einem Monate alle Kampfkünste dieser Welt (obwohl ich doch mit meinem Goju-Ryu Karate genug zu tun habe), würde alle Gitarrensoli die jemals geschrieben wurden auf 3000 Bpm vor mich hinfrickeln können und könnte vermutlich auch ein Betriebssystem wie Windows in 2 Minuten programmieren. Toll, oder nicht? Das Ergebnis hat ohne die Vorbereitung doch keinen großen Sinn. Den Spass hab ich meistens beim Üben einer Sache, nicht nachdem ich sie kann :)

    Also, seh das ganz von der positiven Seite, dass passt schon so wie es ist.

    /Edit: Im Übrigen nennt sich das Ganze "Ehrgeiz" und davon scheinen wir wohl alle eine Ladung zuviel abbekommen zu haben ... was aber auch gut so ist :D
    Wenn ich anderen Leuten sag, das ich mit mir hier und da nicht zufrieden bin, gucken sie mich immer ganz blöd an...
    Naja, dass sind dann halt die Leute die nix aus ihrem Leben machen.
     
  10. have_no_idea

    have_no_idea Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.05   #10
    das ist bei fast allem so, das man immer mehr will, und diese unzufriedenheit ist doch gut., dadurch wird man besser. man lernt eh nie aus, und um absolut alles zu können ist unser leben eh zu kurz.

    mich macht ehr fertig wenn ich hör das n fast gleich altriger schon 5 jahre spiel, und ich erst 2 monate, komm mir dann imemr so looserhaft schlecht und lächerlich vor. dann denk ich immer: das kann du eh nie aufholen, der wird immer besser sien als du, vergiss es. :(
     
  11. Nullchecker

    Nullchecker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.05   #11
    Also ich werde NIE sagen, dass ich jetzt aber gut genug spiele. Ich spiele vielleicht gut genug für die Sachen meiner Band(s), ok. Aber wenn ich irgendwelche Basssoli (ja bin ein ganz lieber Bassist!) höre/sehe, dann denk ich einfach, dass ich das auch können will und da ich erst 17 bin und 5 Jahre spiel, glaub ich auch irgendwie immer ein bisschen daran.

    Wie ihr seht, ich bin topmotiviert :great: .
     
  12. alibeye

    alibeye Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.05   #12
    mir gehts genau andersrum...
     
  13. xander

    xander Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.05   #13
    und genau das fehlt bei mindestens der hälfte meiner klasse...
    wenn ich mir das so angucke - alle sitzen, plaudern, und dann wenn auf einmal die schulaufgabe kommt, sagen alle "scheisse, ich musste mal lernen", und wenn die eine 5 kriegen, dann sagen die "naja, shit happens, werde aber trotzdem nix machen"

    der wunsch sich zu verbessern ist irgendwarum nicht da...
    das finde ich so scheisse, und hoffe dass mich das nicht beeinflussen wird ;)
     
  14. Mighty Scoop

    Mighty Scoop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.05   #14
    Genau das ist der Punkt. Ich denke es gibt keinen Zeitpunkt wo mann sagen kann so jetzt kann ich gut genug Gitarre spielen, jetzt brauch ich net mehr üben. Ein Instrument wie Gitarre zu spielen ist eine sehr komplexe ANgelegenheit, man kann denke ich nie auslernen es gibt immer etwas was man verbessern kann. Man sollte sich nur nicht verrückt machen wenn etwas nicht sofort klappt, sondern dies als Ansporn nutzen die Dinge mit denen man unzufrieden ist zu üben und zu verbessern. Manches dauerrt etwas länger und ist vielleicht etwas frustrierend, aber alles braucht seine Zeit. Um richtig gut Gitarre zu spielen muss man imho mehrere Jahre üben.

    Und ich denke man bewertet sich selbst auch immer etwas überkritisch. Ich denke mir auch manchmal wie schlecht ich eigentlich doch spiele, aber wenn ich dann mit anderen Leuten zusammen spiele kann ich immer weas cooles dazu spielen und mit den meisten Gitarristen in meinem Umfeld ohne Mühe mithalten. Man sollte als sein eigenes SPiel nicht zu kritisch bewerten.