Die Grenzen des Wachstums

von RisingForce, 04.02.08.

  1. RisingForce

    RisingForce Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.08   #1
    Habe eben einen interessanten Artikel in der NZZ (Neue Zürcher Zeitung) gelesen.

    Die Grenzen des materiellen Wachstums

    Von der Ernährung her sehe ich weniger das Problem, die geschätzen 9,3 Milliarden Menschen (2050) könnte man mit einer vorwiegend pflanzlichen Ernährung mehr als ausreichend versorgen.

    Ich sehe die Probleme eher im Bereich Umweltverschmutzung und Erdölknappheit.

    Was meint ihr, wie lange kann die Welt noch wachsen bis es zum Kollaps kommt?
    Wie viele Menschen verträgt die Erde?
     
  2. EDE-WOLF

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    Erstellt: 04.02.08   #2
    bei derzeitigem wachstum gebe ich der welt ncoh ca. 50-100 jahre.....

    grobe schätzung!

    Problem am system der demokratie und der freien marktwirtschaft ist eben fehlende nachhaltigkeit....

    und so erstickt dann guido selbst hoffentlich am ende seiner tage am smok....



    im übrigen: dass das wachstum grenzen hat, scheint in neoliberalen kreisne nicht bekannt zu sein! Vor allem nicht seitdem es zum selbstzweck erhoben wurde....
     
  3. Errraddicator

    Errraddicator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.08   #3
    Naja wobei man natürlich sagen muss, dass das Wachstumsproblem bzw. Überbevölkerungsproblem garantiert NICHT in den bösen bösen demokratischen Neoliberalen westlichen Ländern gemacht wird.

    Die Probleme der Überbevölkerung sind woanders zuhause ;)
     
  4. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.02.08   #4
    Wann kam das berühmte Buch "Grenzen des Wachstums" vom Club of Rome raus?
    1972! http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums

    Also man kann sich sicher sein, dass die Energievorräte und Rohstoffe endlich sind.
    Man kann zwar noch einige Lager entdecken (weshalb einige Nationen jetzt scharf auf die Antarktis sind und da kürzlich ein Streit darüber entfacht wurde ...) und der Abbau schon stillgelegter Lager kann bei steigenden Preisen wieder rentabel werden - aber das ändert nichts am grundlegenden Sachverhalt.

    Verschärft wurde die Diskussion dann noch neben der Energie und den Rohstoffen um die Umweltbedingungen.

    Seit dem sind die wesentlichen Reaktionen:
    1) Subsitution (also für bestimmte Stoffe wie FCKW andere finden ...)
    2) Einsparen
    3) regenerative Energien

    Vor der Überbevölkerung wurde schon in den 50er Jahren gewarnt.
    Aber auch heute noch ist ja der Papst dafür, lieber Kinders in die Welt zu setzen.
    Und natürlich sind auch die "entwickelten" Nationen an der Überbevölkerung beteiligt, da Kinderreichtum gleichzeitig auch von Gesundheitsbedingungen, Prävention, Armut, Weltpreisen und damit direkt auch von Verteilungsfragen abhängen.

    Natürlich wird die ganze Lage noch mal wesentlich verschärft dadurch, dass sowohl Bevölkerung als auch Wirtschaften in China, Indien und Asien sehr stark boomen und dabei auf die gleiche Entwicklung setzen wie die "entwickelten" Nationen (nachholende Entwicklung).

    Frage: Wieviele USA oder Deutschlands oder Europas verträgt die Welt?

    Na ja - es wird ja schon mächtig aufgerüstet, so dass man sich besser im Inneren (Sicherheit - wer darf bleiben?) und Äußeren (Grenzkonflikte - boat people) gegen den Zustrom von Menschen aus den nocht so entwickelten Nationen wehren kann und sich auch schon mal bereit hält für den Fall, dass andere Nationen einem nicht so einfach die Rohstoffe überlassen wollen, die man doch so dringend braucht (Diplomatie gegenüber Rußland, blutige Diamanten, Öl im Irak).

    Was gibt´s Neues?

    x-Riff
     
  5. EDE-WOLF

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    Erstellt: 04.02.08   #5
    jetzt verusch mal nach den ursachen zu forschen dann bist du auf dem richtigen weg!

    warum ist es in verarmten länder für eltern NÖTIG viele kinder zu bekommen?
     
  6. Errraddicator

    Errraddicator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.08   #6
    Weil es nich alle Kinder schaffen, bzw. jedes der Kinder arbeiten gehen muss um die Familie durchzubringen.
    Und jetzt?

    Trotzdem ist Deutschland z.B. bestimmt nich für die Überbevölkerung verantwortlich.
    Hier muss ja sogar regelmäßig "importiert" werden, damit das Land nich bald leer ist.

    Oder es ist einfach ein Statussymbol, zu sagen "Ich habe 5 Kinder".
    Hierzulande ist es ja mittlerweile genau umgekehrt, da muss man sich ja schon schämen wenn man mehr als 2 Kinder hat.
     
  7. EDE-WOLF

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    Erstellt: 04.02.08   #7
    wo die schuld liegt ist so einfach nicht zu klären:

    aber da stimm ich dir zu! Sicherlicht ist deutschland nicht primär schuld an überbevölkerung

    Auch wenn in deutschland ja paradoxerweise hochgradig an bevölkerungswachstum gearbeitet wird... wir brauch unbedingt mehr kinder... wieder ein exzellentes beispiel dass eben das wachstum zum selbstzweck stilisiert wird und nicht zu ende gedacht wird!

    Das weiß ich nicht... keine ahnung....



    was ist denn diene "globale" these?

    Wachstum = unendlich?

    Wahcstum = begrenzt, problem ist bekannt und man handelt entsprechend

    wachstum = begrenzt, problem wird übergangen?!?

    wachstum ist ja nicht nur bevölkerungswachstum, sondern das gefährliche ist ja industrie und wirtschaftswachstum....
     
  8. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.02.08   #8
    Erradictator: Was Ede meint und Du ja auch verstanden hast, ist einfach, dass es einen eindeutigen Zusammenhang gibt zwischen Bevölkerungsweise und Armut, weiter gefaßt: Wirtschafts- und Lebensweise, inclusive Bildung und weiterer Faktoren wie Absicherung im Alter, Gesundheitsvorsorge etc.

    Und zusammen mit dem threadtitel Grenzen des Wachstums bringt es überhaupt nix zu sagen: Aber die dahinten in deren Ländern sind doch für die vielen Kinder verantwortlich. Was hätte das denn gebracht, wenn im Mittelalter jemand zu uns gekommen wäre und hätte gesagt: Ihr habt aber viel zu viele Kinder.

    Und natürlich sind die entwickelten Staaten über Vergangenheit, über jetzige Handels- und Schutzabkommen, über Welthandelspreise, über Verschuldung der dritten Welt direkt an der Situation der wenig entwickelten Länder beteiligt.

    Abgesehen davon, dass man sich insgesamt und gemeinsam fragen muss, ob "unser" Modell wirklich geeignet ist, erstens zukunftsfähig zu sein (denn unsere Wirtschaft ist auf Wachstum ausgelegt - und wenn aber nun das Wachstum begrenzt ist - was dann?) und zweitens für alle anderen Länder auch möglich und gangbar ist.

    x-Riff