Die Jugend rebelliert nicht

von clemens, 09.05.05.

  1. clemens

    clemens Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #1
    Ich habe heute im Standard einen interessanten Artikel gelesen, der sich mit einer Umfrage unter österreichischen Jugendlichen befasst hat; unter anderem wurde das Verhältnis der Jugend zu Heimatverbundenheit und Weltoffenheit beleuchtet. Am interessantesten fand ich jedoch diese Absätze:
    Ich denke, die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich sind gering genug, dass das auch für die deutsche Jugend in ähnlichem Maße gilt. Da hier viel Jugend vertreten ist und vor allem Musiker oft als besonders "unangepasst" gelten, frage ich euch: Fühlt ihr euch dadurch repräsentiert, oder seid ihr die große Ausnahme?
     
  2. Metus

    Metus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #2
    also ich rebelliere. (mehr oder weniger halt :D )
    Das blöde ist, irgendwie darf man heutzutage nicht mehr rebellieren.
    Fragt mich nicht wieso...
    leider gibts auch keine richtigen Demos mehr.
    Da lob ich mir die Freiburger Studis hier bei uns, die ham neulich 2 oder 3 Tage lang die Verwaltung der Uni belagert und außer Betrieb gesetzt, wegen Studiengebühren.
    Sowas lob ich mir
     
  3. clemens

    clemens Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #3
    Wie manifestiert sich das bei dir?
    Das ist meiner Meinung nach doch geradezu die Definition von Rebellion. Wenn's eh alles erlaubt und salonfähig wäre, was wäre denn dann so rebellisch dran?
     
  4. spiralspark

    spiralspark Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #4
    Wie sollen die den auch dazu kommen wenn sie den ganzen Tag Klingeltöne runterladen ;)
     
  5. Bleecker Street Boogie

    Bleecker Street Boogie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #5
    Stubentiger und Pantoffelhelden - warum nicht? Besser so, als so pseudo-rebellische, kleingeistige Pimpfe á la alt-68er-Generation mit ihrer über-Liberalität. Werte haben wieder Zukunft? Na, hoffen wir das mal...
     
  6. Swissmetaler

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    Erstellt: 09.05.05   #6
    Ich denke in jedem Musiker steckt ein Rebell.
    Na ja da ich ja zur heutigen Jugend gehöre (komischer satz), kann ich natürlich keine Ahnung haben wie das früher so war? Aufjedenfall kann ich es nicht ab wenn etwas so ungerecht, unfair und das man absolut nicht rechtfertigen kann ist. Dann kommt son kleiner Rebell in mir auf der sagt so geht das nicht :D
     
  7. Perfect Drug

    Perfect Drug Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #7
    Wieso denn das?
    Also ich finde auch dass die Jugend nicht mehr rebellieren will. Ich sehe dass in meinem Umfeld. Ich bin ein Mensch der sich nicht alles gefallen lässt und wenn man mit den Betroffenen drüber redet, sagen alle "jaja da muss was gemacht werden, und so geht das nicht,...". Aber sobalds ans Eingemachte geht, sprich sich mit den Kontrahenten auseinander zu setzen steht man allein da. Mich ärgert das sehr.
    Für die meisten ist eben wie schon im Artikel beschrieben das Auto das wichtigste und der Rest ergibt sich irgendwie. Nur nichts sagen sonst ist man den Job los und man hat nur Ärger am Hals.
    Am besten wir sagen nichts, bis es zu Spät ist.
     
  8. Sir Taki

    Sir Taki Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #8
    Ich denke dass der Artikel aus einem bestimmten Betrachtungswinkel Recht hat.
    Wogegen soll die Jugend noch rebellieren? Wir (ich kann mich da natürlich nicht ausnehmen) haben mehr Freiheiten als alle Generationen zuvor, aber die (sozialen) Gefahren werden dagegen immer größer.

    Folgendes Zitat fiel mir heute Mittag in einem Bericht über ein OpenAir bei uns in der Gegend auf:
    Andererseits könnten wie ja jetzt gegen den Umstand rebellieren, DASS es zu wenig Arbitsplätze gibt, naja... Vllt würde das jetzt den Thread aber in die falsche Richtung lenken.... ich vermeide das Thema "Politik" vorerst mal ;)

    Was ich aber im Konflikt mit meinen Ältern (Schreibweise durchaus beabsichtigt ;)) merke: gewisse Grundwerte mögen vielleicht gleich oder zumindest ähnlich sein, ihre Auslegung bietet aber immer noch mehr als genug Zündstoff.
    Bsp. Auto: Klar, wer hätte nicht gern eins, aber wer will schon die Langweilerkiste seiner Eltern fahren?

    Urlaub: Wandern in den Alpen oder saufen auf Malle?

    Familie: Ja, aber bitte auch Karriere (besonders junge Frauen dürften es in diesem Punkt etwas schwerer haben), Kinder erst mit 35-40

    Sicherer Job: Das vielleicht, aber ein nine-to-five-job? Das lässt sich doch eher schlecht mit dem allgemeinen Hang zum Hedonismus vereinbaren?

    Haus: kann sich das wirklich jemand leisten? An dieser Stelle bin ich etwas überrascht über das Ergebnis der Umfrage

    Ehe: Kann ich auch fast nicht glauben dass so viele junge Menschen heiraten wollen

    Äh ja, mehr fällt mir grad nicht ein, mit so langen Posts verwirre ich mich immer selbst...

    EDIT: Ah, ein Stück vom Faden hab ich wiedergefunden:
    Ich würde mich persönlich nicht als Rebell sehen, was ja aber nicht heißt, dass man keine Zivilcourage mehr zu haben braucht. Wenn was gesagt werden muss, dann sag ich das auch.


    [1]http://home.arcor.de/christian.strohbach/wiesenfest.html
     
  9. clemens

    clemens Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #9
    Bis hierher ist das ja ganz normales Gerechtigkeitsgefühl, das eigentlich jeder halbwegs vernünftig denkende Mensch haben sollte.
    Und genau an diesem Punkt wird's interessant: Tust du dann auch was? Wenn ja, was?
     
  10. almost Drummer

    almost Drummer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #10
    Also Ich bin eigentlich kein Rebell. Also Mit meinen Eltern Streit ich eigentlich gar nich und so.

    Aber Ich liebe es zu "Streiten" oder besser gesagt "diskutieren".

    Typische Situation: PAusenhof. Etwas Fußball. Lehrer kommt. Ball Weg. YES Dikutieren angesagt. unterschwelig den Lehrer verarschen. Lacher einsacken. Alles schön. :D
     
  11. fangorn

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    Erstellt: 09.05.05   #11
    ich denke einfach es ist schwieriger geworden zu rebellieren
    ausserdem hab ichs nicht vor, bin zu faul und nicht unzufrieden mit dem wies im moment läuft bei mir, :screwy:
    zu ändern gibts immer was aber wegen jedem sch.. auf die straße zu gehn halte ich für nicht sinnvoll, möge ich dafür geköpft werden,
     
  12. Blashyrkh

    Blashyrkh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #12
    Rebellion ist ja nie erlaubt, ansonsten wäre sie ja per Definition keinen solche mehr.

    Ich glaube Jugendliche heutzutage tun sich einfach schwer etwas zu finde wogegen es sich rebellieren lässt.
    Als junge Person hat man oft ja auch nur das Gefühl gegen irgendetwas rebellieren zu müssen, weniger als fokusierte Aktion, sondern aus einem diffusen Gefühl der Auflehnung heraus.

    Es ist in dieser doch zumindest bei uns so aufgeklärten Welt schon recht schwer mit irgendetwas anzuecken.
    Musik, Frisuren, Kleidung: damit kann man vielleicht gerade noch mal, Oma und Opa schocken.
    In meinen Teens(die jetzt gerade mal 2 Jahre her sind :-)) ist es mir nie gelungen meine Eltern durch irgendetwas aufzuregen.
    Ich soff mir ab 15/16 regelmässig am Wochenende die Birne so zu dass ich um 1 in der Nacht nur mehr ein lallendes kotzendes Wrack war, aber so richtig aufgeregt hat dass keines meiner beiden Elternteile.
    Auch mit zerissenen Jeans, military Hosen, längeren Haaren, lauter Musik, etc. ist es mir nie gelungen sie zu provozieren.
    Das einzige womit ich sie wahrscheinlich wirklich provozieren hätte können(und noch immer könnte), wäre eine Drogensucht oder Rechtsradikalismus gewesen.
    Da aber werder noch (ersteres zwar nocheher als letzteres :-)) in meinem eigenen Interesse steht und stand, war es auch damit nicht weit her.

    Wenn man bedenkt was nur eine Generation vor uns mit einem solchen Auftreten und Benehmen an Reaktionen ausgelöst worden wäre, waren die 60-80 ja ein Paradies für alle jugendlichen Revoluzzer.
    IMHO glaube ich einfach , dass die Zeiten wo man eben mal leicht als Rebell im Dorf durchgehen konnte, nur weil man lange Haare hatte und ein Bier um 2 am Nachmittag trank, zum Grossteil vorbei sind.

    Abgesehen davon sind wohl die meisten 68-er auch irgendwann in den stumpfsinnigen Trott unserer Gessellscahft verfallen und, vegetieren jetzt in irgendwelchen Büros dahin.
    Ich würde mir eher wünschen dass sich mehr Leute, vor allem junge Leute, ein eigenes Bild machen und ihre Ideale weiter als bis zur magischen 20-er Grenze tragen würden, wo viele dann alles aneckende Fallen lassen, weil sie im Grunde auch nur Geld und Macht im Kopf haben.
     
  13. Swissmetaler

    Swissmetaler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #13
    Ja klar, nehmen wir mal z.B. meinen Sportlehrer. Er meinte mich dumm anzumachen weil er MICH angerempelt hat. Ich fand so geht das nicht, also hab ich ihm zuerst über die Situation aufgeklärt das ich das nicht ok finde. Er empfand das nicht so, also wollte er mir eine hauen. (das muss man sich mal Vorstellen in der heutigen Zeit das ein Lehrer einen Schüler schlägt) Bevor er mich getroffen hatte nahm ich seinen Arm und haute ihn aus Reaktion eine aufs Maul. Und dann verliess ich die Turnhalle. Und da er genau wusste das ich nicht suspendiert werden kann, weil er versucht hat mich gewaltätig anzugreifen (und somit riskiert das er seine Stelle verliert) ging er natürlich nicht zum Rektor. Seitdem herrscht zwischen uns ein gewisser Hass,
    was sich an meinn Noten auszeichnet wo ich ihn als Lehrer habe. Leider klappt rebellieren bei Noten überhaupt nicht, ich würde eher von der Schule geworfen werden wenn ich das ganze System in Frage stelle. Da ist das interessante zum rebellieren. Aber da der grossteil wie oben erwähnt echt nicht besseres zu tun hat als sich alles gefallen zu lassen, kann ich z.B. in der Schule auch keine Revolution hervorbringen als alleinstehender.

    Des wäre jetzt mal zum Thema meine geliebte Schule....
     
  14. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.05.05   #14
    Komt drauf an, gegen was hier rebelliert wird. Wenn damit eine Rebellion um ihrer selbst willen ("Trotz gegen die Eltern aus Prinzip") so im Sinner der 68er gemeint ist, dann finde ich es gar nicht schlecht, wenn nicht so viel rebelliert wird. Da schliesse ich mich Milosz an. Ein paar Werte schaden ja nicht.

    Wenns allerdings genau andersrum gemeint wäre, dass mit Rebellion die Rebellion gegen die eigene Jugend und ihre Subkultur (die MTVIVA-Jamba-Computerspiele-Fernseh-Fun-Gesellschafts-Jungend-Kultur) gemeint wäre, hätte ich nix gegen bissel mehr Rebellion.

    es wäre allerdings eine andere als die der 68er...
     
  15. AlcoholicA

    AlcoholicA Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #15
    Naja, das ist schon arg, dass er bei euch so zugeht und da sollte man auch was dagegen machen. Auf meiner Schule ist es genau umgekehrt: bei jedem Scheiss, der von der Schulleitung beschlossen wird, müssen sich irgendwelche Klugscheisser und Wichtigtuer (meist tragen sie noch Hammer und Sichel T-Shirts) einmischen. Da wäre es mir noch lieber, würden sie nur Klingeltöne herunterladen.. :D :screwy:
     
  16. spiralspark

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    Erstellt: 09.05.05   #16
    Ich sehe eine gewisse Sättigung! Die auch durch die Medien verursacht wird (MTVIVA z.B.) In den Neunzigern, als ich Jugendlicher war das auch schon so. Aber ich finde es ist schlimmer als früher, ich finde die Firmen haben sich noch stärker darauf konzentriert einen immer jüngeren Kundenstamm an sich zu binden und gerade bei sehr jungen Leuten (noch vor der Pubertät) kann man da schon fast von Manipulation sprechen.

    Auf der anderen Seite haben so viele Arbeitslose und es gibt viele Berufszweige in dehnen man nach dem Verlust einer Stelle geringe Chancen hat angemessener Zeit, eine Stelle in der Umgebung (oder überhaupt) zu finden. z.B in der IT Branche ist es so. Dort wird zwar ausgebildet aber selten auch eingestellt. Auch im Niedriglohnsektor gibt es Firmen, die Leute welche verzweifelt Arbeit, suchen gerade zu über den Tisch ziehen. Oder Manager/Firmen die kleine Firmen absichtlich vor die Wand fahren, um noch Gewinn aus diesen zu hohlen. Das Resultat ist Personalabbau.

    Schwer gegen so was zu rebellieren, so was ist nicht so transparent wie Krieg etc. Eigentlich müssten wir alle was machen.
     
  17. AX2Andi

    AX2Andi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #17
    Also ich hab schon hin und wieder mal was gesagt, wenn mir was nicht gepasst hat, aber richtig rebelliert nicht denk ich.... Die Leute die ich kannte, von denen man sagen könnte sie hätten rebelliert waren zu 99% hirnamputierte Vollidioten, die sich mit Alkohol, Drogen usw. vollgedröhnt haben und den Lehrern etc. einfach dauernd nur widersprochen haben ohne nachzudenken... Unter Freunden am Ende eines schönen Abends mit nem Bier und guter Musik haben wir schonmal nen bissl diskutiert, die Politiker etc. runtergebuttert und uns überlegt, wie man die Welt noch retten könnte, aber wirklich öffentlich war da nie was... Ich mein nen paar mal haben wir Stress gemacht, wenn Lehrer wirklich unfair waren und ihren Ärger an uns rausgelassen haben oder sowas... Aber ich denke das waren nur so Dinge die jeder andere Mensch mit Verstand auch gemacht hätte... Leider hab ich den Eindruck, dass für die meisten Jugendlichen Verstand und nachdenken absolute Fremdwörter sind... meistens war ich eher auf der Seite der Erwachsenen, weil die Jugendlichen nur Müll im Kopf hatten und die Diskussionen mir einfach lächerlich vorkamen.... Ich seh da auch nicht wirklich nen Grund für... ich halte sowas für ziemlich hoffnungslos... hat doch noch nie wirklich was gebracht, bis dann nen paar richtig durchgedreht sind und irgendjemand abgeschlachtet haben oder son Quatsch.... :screwy:
     
  18. Blashyrkh

    Blashyrkh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #18
    Du darfst nicht den Fehler machen, dieses rebellieren zum selbstzweck als unnötig zu titulieren und aus der Sicht eines Erwachsenen( zumindest älteren :-)) zu beurteilen.
    Dieses rebelliern gegen Eltern Staat etc. welches in jungen Jahren(14-18) mangels Erfahrung und Wissen natürlich oft mit etwas simplen Argumenten geführt wird und von vielen als pseudo-Rebellion abgetan wird, hat ja auch einen sehr wichtigen Platz in der Persönlichkeits-Entwicklung inne.
    Da testet man halt einfach aus wie weit man gehen kann, was man machen kann und was nicht. Man lernt mit Konfrontation umzugehen etc.
    Leute die nie solche Phasen hatten bleiben meist ihr ganzes Leben lang Mitläufer, und trauen sich oder wollen dann auch nicht als Erwachsener den Kopf heben und dagegenzureden wenn es wirklcih nötig wäre.
     
  19. Sir Taki

    Sir Taki Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.05   #19
    Das muss ich leider so unterschreiben. Bei uns in der Schule waren die selbsternannten "Rebellen" auch immer die jenigen, die (mit absolut dämlichen Argumenten) jede Mücke zum Elefanten gemacht haben.
    Äh... nur das mit dem Abschlachten musst du mir nochmal erklären ;)
     
  20. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.05.05   #20
    Naja, ich vergesse schon nicht, wie ich mit 14 war :-)

    Ich rebelliere auch heute noch genug und lass mir von wenigen Leuten reinreden.

    Schon, kommt aber auch drauf an, wie weit man da geht. Bissel Rebellion schadet sicher nicht. Aber Trotz um des Trotzes willen, v.a., wenn man schon weiss, dass die eigene Position eigentlich idealistisch undurchführbar oder sogar falsch ist (oder man am Ende gar über Leichen geht), halte ich für ungut und kindisch.

    Was in den 70er Jahren in Frankfurt an der Uni von idealistischen Pol-Pot-Anhängern z.B. von sich gegeben wurde, geht auf keine Kuhhaut. Nur, um "avantgardistisch" und gegen die "konservativen Eltern" zu sein.

    Heute isses aber ja eher ne unpolitische Rebellion einer stupiden Fungesellschaft. Hauptsache Spass, gegen "Spiesser", gegen "Werte", aber ohne eigene Konzepte.

    Die Love Parade war in dieser Hinsicht ein Paradebeispiel für diese Einstellung.