Die Linke - eine ähnliche Bedrohung wie die NPD?

von SigurTool, 03.02.08.

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  1. SigurTool

    SigurTool Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #1
    hallo,

    seit längerem beschäftige ich mich nun schon mit der deutschen Geschichte, besonders mit der Nachkriegssituation und der DDR. Nach Stunden voller Durchstöbern im Netz, in Bibliotheken und im Fernsehen bin ich mir aber immernoch nicht ganz sicher wenn ich mir die Frage stelle: Ist "Die Linke" auch eine Bedrohung der Demokratie und ähnlich menschenverachtend wie die NPD?

    Beide sind verfassungsfeindlich oder stellen das System in Frage. Beide Parteien haben erstaunliche Ähnlichkeiten in vielen Bereichen, sei es in der Vergangenheit oder Gegenwart (NSDAP/NPD und SED/Die Linke). Sie ködern die Wähler sogar mit den gleichen Themen.


    EDIT: Habe die Clips gelöscht. Eins war mir zu reißerisch und ich will, dass die Diskussion mehr von einer sachlichen Basis geschieht (ohne Meinungen davor zu beeinflussen)

    Teilt mir eure Meinung mit! :)




    mfg
     
  2. De-loused

    De-loused Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #2
    Ja sicher, die Linken wollen auch Ausländer diskriminieren, die Meinungsfreiheit abschaffen, anders Denkende deportieren und die Todestrafe wieder einführen. Menschenverachtend ohne Ende sag ich dir. Da bleib ich doch lieber bei der NPD, waren die das nicht mit den Blumen im Haar und der Gitarrenmusik?
     
  3. Freddy3792

    Freddy3792 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #3
    Ich wollte nur anmerken, dass die Linke zumindest offiziell das GG anerkannt hat.
     
  4. Phoenix_FFM

    Phoenix_FFM Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #4
    Überhaupt ist dein Thread, dadurch das du eine Frage aufwirfst und danach sofort eine radikale Meinung plus 3 eindeutige gefärbte Clips hinterherschmeißt und keinerlei Gegenmeinungnen und Gegenfragen zum Thread hinzufügst, ziemlich schlecht für eine Diskussion aufgezogen.
     
  5. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 03.02.08   #5
    "Offiziell" hat auch Hitler die Gesetze und den Parlarmentarismus respektiert - bis er die Macht hatte, sie abzuschaffen.

    ---und "on topic": Eine Bedrohung ist ALLES, was geeignet ist, den fragilen Kompromiss der verschiedenen politischen Glaubensrichtungen zu gefährden.
     
  6. SigurTool

    SigurTool Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #6
    nunja, es geht hier ja nicht darum das "links sein" schlecht zu reden, sondern eher um die Partei an sich und ihre Einstellung, die aus der ehemaligen SED stammt. Wenn du lieber bei der NPD bleibst finde ich das noch bedenklicher :eek:

    ja das kann sein. wie sieht es aber mit dem Schweriner Landtag aus in der die NPD vertreten ist? Muss man da nicht auch die Landesverfassung akzeptieren? Das soll keine rhetorische Frage sein, sondern eine allgemeine, weil ichs nicht weiß :) Ich denke, man nimmt (besonders kleinere Parteien) die Verfassung n, hauptsache man ist erst einmal drin.

    Es ging mir nicht darum schon eine Meinung im Vorfeld zu verbreiten! Dann wäre ja ein Gespräch sinnlos. :) Ich wollte damit nur die Diskussion etwas einheizen. Nach dem Motto on ihr die Berichte als Quark und Käse abstempelt, ob ihr sagt "idioten gibt's in jeder Partei" oder Ähnliches. Einfach paar Reaktionen einfangen. Selbst zum ersteren Clip muss ich sagen, dass er doch sehr reißerisch gestaltet worden ist. Eine radikale Meinung habe ich nicht. Ich selbst, wie ich ja schrieb, bin ich mir nicht sicher was ich von ihr halten soll. Und radikal würde ich sie auch überhaupt nicht nennen. Ich frage ja EUCH, was IHR davon haltet, ich möchte mit EUCH diskutieren damit ich MIR eine bessere Meinung bilden kann. Man kann in so vielen Büchern und Internetseiten lesen, aber das Diskutieren mit anderen ist - finde ich- genauso wichtig.




    mfg
     
  7. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 03.02.08   #7
    Rechte haben durch ihren Hang zur Uniformität die Eigenschaft, ihre häßliche Fratze recht früh zu demaskieren, was ihre Idendifikation und Einordnung verhältnismäßig einfach macht.

    Bei Linken ist das weit komplexer. Da herrscht vor der Machtübernahme weit gestreuter Meinungspluralismus und sogenannte gemäßigte und "liberale" Linke relativieren Aussagen der Radikalen, wenn diese von Umerziehungslagern und Liquidierung Andersdenkender faseln. Nach der Machtübernahme ist es aber eben immer so, dass die radikalen Linken umgehend die linksliberalen Traumtänzer entfernen - das sind dann nämlich ganz schnell rechte "Konterrevolutionäre".

    Es gibt nicht ein Beispiel, wo das nicht so gewesen wäre. In Venezuela kann man gerade wieder beobachten, wie ein Linker das Recht bricht und Geld in Waffen und Geheimpolizei investiert, statt das zu tun, was sein Job wäre: Das Leben der Menschen mit den dort reichlich vorhandenen Ölmilliarden zu verbessern (ja ja, ich weiß, er steckt auch ein bisschen Kohle in soziale Vorzeigeprojekte).
     
  8. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #8
    Ich werde wahrscheinlich alleine mit der Meinung dastehen, aber ich finde sowohl die NPD als auch die Linke ganz heilsam. In den letzten Jahren sind sich SPD und CDU immer ähnlicher geworden, zumindest in der Innenpolitik. Der Reformkurs unter Schröder war auch der der CDU, die Unterschiede verkamen zu Feinheiten.

    Mit den zwei großen Volksparteien in der Mitte haben sich dann die Linken und Rechten halt die kleinen Extremparteien gewählt und SPD und CDU damit gezwungen, wieder Profil zu zeigen.
    Imo ist die SPD mittlerweile wieder deutlich mehr links und die CDU hat einen sehr klaren Rechtsdrift hingelegt. Das erleichtert einem die Wahl erheblich, wenn man nicht zwischen gleichen Alternativen entscheiden muss sondern wirklich andere Politik wählen kann.

    Auf Dauer werden die beiden Extremparteien wieder von der politischen Bildfläche verschwinden, die NPD war ja noch nicht mal richtig drauf.
    Die Linkspartei besteht ja auch nur aus Dummschwätzern. Wenn sie mehr Einfluss bekommen müssen sie sich an die Realität anpassen, und wären dann nicht mehr von der SPD zu unterscheiden oder aber sie bleiben wie sie sind - und scheitern an der Realität. So der so hat die Partei nicht allzuviele Überlebenschancen.
    Die NPD hält sich sowieso nur wegen ein paar Neonazis, wirklichen politischen Einfluss werden die nicht bekommen.
     
  9. SigurTool

    SigurTool Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #9
    Das hat man früher auch mal gemeint. :(


    Nunja ein Bekannter von mir hat mal gemeint, es müsse wohl mal wieder richtig im Land krachen, damit wieder anständige Politik gemacht wird. Deswegen würde er die Linke wählen. Vielleicht hast du Recht, ich sehs aber dennoch kritisch.

    Beide Parteien werben ja, dass Hartz IV abgeschafft werden soll und wollen mehr "soziale Gerechtigkeit", und sind gegen den Kapitalismus. Ich habe dabei einfach ein ungutes Gefühl irgendwie.



    mfg
     
  10. BASSisT86

    BASSisT86 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #10
    Ich möchte nur mal darauf hinweisen, dass die Linken momentan in Berlin regieren. Bisher wurde die Mauer noch nicht wieder aufgebaut und die Stasi nicht rehabilitiert. :rolleyes:
    Ich möchte mal bezweifeln, dass Gysi der neue Stalin werden würde, sollte er Bundeskanzler werden, was sowieso ziemlich unwahrscheinlich ist.
    Sicher gibt es sympathischere Parteien als die Linken. Aber ich gehe im Gegensatz zu anderen davon aus, dass die Linken durch Regierungsverantwortungen ähnlich wie die Grünen wesentlich gemäßigter werden würden. Soetwas wie in Venezuela wäre in Deutschland gar nicht mehr möglich. Ich glaube die Deutschen haben da schon ein bisschen aus der Vergangenheit gelernt.

    Insofern finde ich den Vergleich zwischen der Linkspartei und der NPD sehr, sehr problematisch. Solche Vergleiche sind reine Panikmache aus dem konservativen Lager, das Angst vor einem Linksruck hat.
     
  11. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #11
    Das Programm ist ohne Frage von beiden Parteien völliger Käse, von der NPD noch deutlich mehr als von den Linken, die ich auch mal als deutlich weniger extremistisch einstufen würde.

    Aber ich sehe in beiden Parteien keine Bedrohung. Sie haben aber dennoch bewirkt, dass sich die anderen Parteien wieder profilieren müssen. Und ich find es sehr erholsam, nicht mehr mit der Lupe die Unterschiede in der Realpolitik suchen zu müssen.
     
  12. schmunda

    schmunda Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #12
    Sehe ich genauso. Abgesehen davon find ich "die linke" trotzdem unwählbar. Zumindest auf Bundesebene.
     
  13. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 03.02.08   #13
    Berlin ist so Pleite, dass sie nicht mal Kohe für die Steine hätten.

    Gysi ist sicher nicht der Diktator - eher der, der vom Diktator relativ früh liquidiert würde.

    LOL - wenn sie merken, dass ihre Ideen nicht funktionieren, rücken sie nach rechts und machen links Platz für eine Partei "Die Ultralinken"?

    Klar, wir hätten auch kein Öl, mit dem wir die Misswirtschaft stützen könnten...

    Glaube ich auch, daher vermute ich, dass in 10 Jahren die Linken in Wahlergebnissen dort sind, wo die Rechten heute sind.

    "Linksrucke" sind nicht pragmatisch. Der letzte brachte uns HartzIV und einen Kanzler, der rechter war als die jetzige, vermeintlich rechte, Bundeskanzlerin :D
     
  14. SigurTool

    SigurTool Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #14
    Nunja es wäre was los, wenn die Mauer oder die Stasi von Ihnen wieder gefordert wird! Die NPD fordert ja auch (noch?) nicht die SS wieder. Ich denke es ist auch etwas weit aus dem Fenster gelehnt, wenn man meint "sowas ist doch hier in Deutschland nicht möglich". Möglich ist alles. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering und ich selbst denke nicht, dass es soweit jemeils wieder kommen wird. Aber allzu sicher sollte man sich nicht sein. Zwar haben wir aus unserer Vergangenheit gelernt, aber die Geschichte weißt doch immer wieder Völer und Länder auf die nichts oder wenig gelernt haben. Es gibt genug Staaten wo man dachte: "das machen die doch nicht" oder "da würden doch die Bürger durchdrehen.", aber dann ist trotzdem was passiert.

    Desweitern habe ich keinen konservativen Hindergrund. Bin eher liberal. :)


    mfg
     
  15. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 03.02.08   #15
    Ach, noch eine Anmerkung zu meinem Beitrag weiter oben:

    Ich denke, im Moment kommt es Linken nicht auf eine Machtübernahme an. Sie wissen, dass sie dazu in einem halbwegs funktionierenden Europa keine Chance haben.

    Ich sehe sie eher als Marodeure... alles was diesem Land, Europa, der Welt und der momentanen Machstruktur schadet, ist ihnen willkommen, weil es zur Destabilisierung führen könnte - die einzige Chance für eine wirkliche Wende nach links.

    Regierungsbeteiligung ist mMn unter diesem Aspekt zu sehen. Man will nicht etwa etwas verbessern, sondern eher eine (finanzielle) Katastrophe herbeileiten, aus deren Chaos der Sozialismus als glorreicher Ausweg scheint.
     
  16. Arachnophobia

    Arachnophobia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #16
    Kein Linker wünscht sich ernsthaft einen Unrechtsstaat wie die DDR wieder. Nachdem sie sich als Faschist im roten Kleid entpuppt hat, suchen die Linken nach neuen Wegen, die Welt sozial gerechter zu gestalten. Ein Weg ist eben die Sozialdemokratie. Und der ist NICHT zu vergleichen mit der DDR. Sinn der Sozialdemokratie ist ja, dass sie sozial sein soll, demokratisch, und wirtschaftlich in der Lage, mit anderen Industriestaaten mitzuhalten. Es gibt hier im Thread immer wieder Anspielungen auf die Missstände der DDR, aber das heißt Äpfel mit Birnen vergleichen. In der BRD als "Sozialer" Marktwirtschaft sind wir näher am Sozialismus dran als die meisten anderen europäischen Länder. Und trotzdem essen wir Bananen und müssen nicht 10 Jahre auf unseren Telefonanschluss warten... ich habe das Gefühl, manche hier haben herzlich wenig Ahnung von politischer Theorie.
    Bevor mir jemand das unterstellt: Nein, ich bin weder Sozialist, noch Sozialdemokrat, Nazi oder Konservativer.
     
  17. themarvellous

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    Erstellt: 03.02.08   #17
    Im Wesentlichen läßt sich zwischen "der Linken" und den regierenden Parteien der Unterschied darauf reduzieren,
    daß die Christ- oder Solzialdemokraten eine schleichende Kapitalisierung der Bundesrepublik umsetzten, wobei faktischerweise erwähnt werden muss, daß dabei die Menschenrechte und die Grundsicherung des Einzelnen immer gewährleistet waren und sind. Ein Primärziel der Regierenden ist es langfristig auch im Zusammenhang mit der erwähnten Kapitalisierung eine Staatsentschuldung und staatlicher Vermögensaufbau zur Grundsicherung der Renten und Sozialleistungen...

    "Die Linke" ist was das angeht radikaler:
    Die Partei verspricht eine derart hohe Pflege-, Existens- und Rentensicherheit aus staatlichen Zahlungen, das dies nur über Neuverschuldungen möglich wäre. Geht aber nicht, denn die EU spielt in diesem Zusammenhang auch eine sehr große Rolle. Auflagen zur Entschuldung der Staatsschulden und zur Subventionierung von Zweit- u. Drittländern würden die Linke Politik stark behindern, oder den Arbeitnehmer entgegen aller Versprechungen noch mehr belasten...

    Lange rede kurzer Sinn::ugly:


    :rulez:
    M.E. ist der Marxismus keine schlechte Idee, aber unter gegeben Umständen nicht realisierbar. Entweder würden "die Linken einbrechen, oder Deutschland ruinieren, also klar ne Gefahr!!

    MfG

    Marv
     
  18. BASSisT86

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    Erstellt: 03.02.08   #18
    Ich wohne in Hessen. Die Regierung die wir jetzt haben ist einfach von gerechter Politikausübung weit entfernt. Schon alleine, dass ich als Student 1500 Euro im Jahr für meine Bildung hinblättern muss, zeigt die Tendenz der Union. Da wird die Bildung nach und nach zu einem eigenen Wirtschaftszweig ausgegliedert, dessen Ziel es ist, möglichst viel Geld durch Studierende einzunehmen. Ich bekomme für mein hart verdientes Geld noch nicht einmal eine Gegenleistung, da die Universität für das was sie einst umsonst gemacht hat, nun einfach Geld verlangt ohne mir zusätzliche Leistungen anzubieten. Ich habe noch nicht einmal einen Anspruch auf regelmäßige Seminare. Wenn eine Lehrkraft ausfällt, gibt es keinen Ersatz. Eine eigene Wohnung kann ich mir nicht leisten und muss mit 21 Jahren noch bei meinen Eltern wohnen, da alles Geld, was ich mir neben dem Studium verdienen kann, (ein Studium ist zeitintensiv,) in die Finanzierung der Universität, der Lernmaterialien und des täglichen Essens fließt.
    Universitäten müssen rentabel werden. Dabei geht es nicht mehr darum den Bürger zu bilden, sondern an erster Stelle Geld einzunehmen. Wenn das das Ziel der sogenannten seriösen Partei Cdu ist, Grundrechte auf freie Bildung durch radikalkapitalistische Ziele zu untermauern, finde ich einen Linksruck längst schon überfällig.
    Da sind mir alle Parteien links von der Cdu sympathischer als die Cdu selbst. Ich denke, dass eine rot-rot-grüne Regierung für Hessen sehr gesund ist und wesentlich Realpolitischer als eine kapitalidealistische Fdp oder Union. Wobei mir eine rein rot-grüne Regierung wesentlich lieber wäre.
     
  19. Pleasure Seeker

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    Erstellt: 03.02.08   #19
    Oje, was man hier lesen darf, der komplette Griff in die Polemik der etablierten selbsternannten Volksparteien, von denen es wiederum nur eine Einzige gibt: die CSU!

    Die Linke, d.h. im Osten Alt SEDler und DDR-Fans, im Westen Sozialstaatbefürworter & SPD Flüchtlinge aus der Studenten/Pädagogen/Künstler und Sozialarbeitermasse mit der NPD gleichzusetzen ist schon arg fraglich.
    Die Mauer will die Linke nicht wieder aufbauen, auch hat sie kein Interesse an der Verstaatlichung von Konzernen, will keinen Putsch durchziehen und alles was sonst noch die selbsternannten "Kommunistengegner" dieser bunten Truppe anhängen.
    Schaut ins Wahlprogramm der hessischen Linken und vergleicht es mit dem, der in Hessen momentan ziemlich linken SPD, die gleichen sich fast bis aufs Wort, wer ist da wohl der Extremist und wer kopiert hier wen? Warum die SPD die Linke dermaßen bekämpft liegt eher an der Hassfigur Lafontaine, dem Abtrünnigen und daran, das man sehr wohl weiss das man sich diese Partei in Westdeutschland mit HartzIV selbst erschaffen hat. Die Unionssprüche gegen die Linke haben ihren Ursprung in der NS-Diktatur, wurden durch die Amis im Nachkriegsdeutschland wieder bewusst aufgegriffen, Mc Carthy lässt grüßen, hat aber leider mit der Realität und dem Parteiprogramm dieser Partei im Jahr 2008 nichts mehr zu tun.

    Der Begriff "Linksruck" :D auch ein gern benutzter Begriff aus allen politischen Richtungen, hat mit der Realität nichts zu tun. Wir haben ein Patt der Mitte, die Volksparteien bluten aus, der abgebröckelte Rest der SPD geht zur Linkspartei, der von der Union wählt gleich die FDP. Die Grünen haben sich selbst verraten, sind auch selbst Schuld wenn ihnen die Wähler davonlaufen von 68er Besserwissern (auch einigen Gutmenschen) zu kriegsbefürwortenden Anzugträgern und langen Hand der selbst erschaffenen Ökobranche, das kann dauerhaft wohl nichts mehr werden, auch die tragen eine Mitschuld wenn in Westdeutschland die Linke in die Parlamente rutscht. Entweder du bist überzeugter Pazifist oder du wählst gelb/grün/rot/schwarz :D

    Über die NPD will ich mich nicht näher äußern, die Partei ist relativ unbedeutend, außer in Ostdeutschland und ihre Köpfe haben teils einen IQ unter dem einer Kartoffel, bei der einzigsten Parteiveranstaltung die mal im TV lief bekam ich das gruseln, dass soviel Intelligenz in diesem Land noch möglich ist. Nein, man sollte die Partei nicht verbieten, da hat Schäuble vollkommen recht, man sollte allen Mitglieder per Gesetz zwangsweise ideologiebereinigten Geschichtsunterricht aufzwingen.
     
  20. Paranoid

    Paranoid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.08   #20
    Einen "Wirtschaftszweig" aus den Universitäten zu machen, würde vorraussetzen, dass sie Gewinne einfahren. Denkst du ernsthaft, dass das durch deine paar Euro an Studiengebühren passiert?
    Aus genau diesem Grund finde ich die Studiengebühren auch unsinnig, da sie nicht wirklich zur Finanzierung beitragen, aber gleichzeitig eine enorme Belastung für viele potentielle Studierende darstellen.

    Was verstehst du überhaupt unter "gerechter Politikausübung"? Betreibt die Linke "gerechte Politikausübung"?
    Nö, denn sie übt überhaupt keine Politik aus. Sie polemisieren nur fleißig rum, stellen jede Menge Forderungen, die sich gut anhören, aber undurchführbar sind und freuen sich darüber, dass sie die Landtagsbildung in Hessen behindern.
    Anstatt das zu thematisieren und dem eine Diskussion auf sachlicher Ebene entgegenzusetzen, kommen von Roland Koch Sprüche, die halt einfach mal unter aller Kanone sind. Ich frage mich, wen er mit dieser "Kommunistenrhetorik" ansprechen will? Die Leute, die sich von sowas beeinflussen lassen, wählen sowieso CDU (oder noch weiter rechts). Stattdessen wirkt das auf vielleicht noch nicht Entschiedene ziemlich lächerlich.

    Bezüglich des Vergleichs zwischen NPD und der Linken: Ich glaube, was der Threadersteller meinte, war die antidemokratische Mehrheit aus KPD und NSDAP bei den Reichtstagswahlen 1932.
    Man kann zwar viel gegen die Art der Linken sagen, Wahlkampf zu betreiben, aber ich bezweifle, dass man sie mit der damaligen KPD gleichsetzen kann. Damals war das Ganze ja stalinistisch ausgeprägt, heute fehlt ein solch starker ausländischer Einfluss.
    McCarthy war übrigens in den USA in den 50er Jahren, in Westdeutschland richtete sich das Hauptaugenmerk vor allem auf die Denazifizierung.
     
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