Die Seydel Nonslider und das Zarlina-Tuning

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MaxJoy

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Mit der Mundharmonika habe ich mich zuletzt Mitte der 80er beschäftigt, ich hatte eine Hohner Blues Harp und eine Chromonica II. Die Blues Harp habe ich irgendwann kaputt gebendet und bei der Chromatischen bin ich im Standard-Tuning stecken geblieben, habe also hauptsächlich in C mit gelegentlichen chromatischen Anleihen gespielt.

Das Problem beim chromatischen Standard-Tuning ist aus meiner Sicht der Stolperstein beim doppelten C. So hört man beim Blasen immer einen C-Dur-Akkord, das ist zwar idiotensicher, aber leider werden dafür fast alle Stufenakkorde geopfert:

C E G C C E G C C E G C
D F A H D F A H D F A H

Neben C-Dur kann man noch Dm(6) auf Zug spielen, aber das war's dann auch schon. Der Richtungswechsel beim Doppel-C zerstört nicht nur die Akkorde, sondern bringt auch das Blas/Zug-Schema durcheinander, statt einer regelmäßigen Bewegung beim Spielen der Tonleitern ergibt sich so ein Stolperstein, der in jeder Tonleiter an einer anderen Stelle auftaucht. Man ist also gezwungen, alle 12 Tonleitern einzeln zu lernen - und alles nur für einen ziemlich billigen Showeffekt für Neueinsteiger. Das Instrument verdient so kaum den Namen Harmonika, denn Harmonien kann es leider nicht.

Unglücklich fand ich auch die Entscheidung, auf die C-Tonleiter in der zweiten Reihe einfach eine C#-Tonleiter drauf zu klatschen. Das ist zwar für die ersten paar Kreuztonarten ok und ähnlich wie mit den schwarzen Tasten des Klaviers, dafür werden aber die B-Tonarten noch weiter durcheinander gewirbelt, so dass man die Lust verliert, sich damit zu beschäftigen.

So geriet die Mundharmonika bei mir lange Zeit in Vergessenheit - bis ich vor einer Weile zufällig auf die Seydel Nonslider gestoßen bin, eines der wenigen Modelle am Markt, die frei konfigurierbar sind. Sie hat keinen Slider für die alterierten Töne, sondern statt dessen einfach eine zweite Lochreihe. Bis auf die ganz tiefen Töne kommt sie auch ohne Ventilklappen aus, so dass sie sich wie eine Blues Harp spielen lässt, also mit sehr direkter Tonmodulation und Bending.
NONSLIDER_FR_RU_flach_RGB.webp


Das Standard-Tuning kam für mich natürlich nicht in Frage, stattdessen habe ich mich für ein zirkulares Tuning entschieden:

G H D F A C E G H D F A (Blasen)
A C E G H D F A C E G H (Ziehen)

Nun liegen alle 7 Stufenakkorde wie die Perlen auf einer Schnur direkt nebeneinander. Je nachdem, ob man spitzmündig oder mehr oder weniger breitmaulig ans Werk geht, ist so alles vom Einzelton bis hin zu Vier- und Mehrklängen leicht spielbar. Alle Zugtöne sind höher als die Blastöne, damit kann man auf allen Kanälen Bendings machen. Auch die Motorik beim Tonleiterspielen ist ohne die Stolpersteine nun viel einfacher und logischer: Blasen, ziehen, nächster Kanal usw. Es ist also kinderleicht, auf jedem Ton der Tonleiter den zugehörigen Akkord und die passende Tonleiter zu spielen. Die Anordnung der Töne hilft auch beim Notenlesen: Alle Zugnoten liegen auf den Notenlinien und alle Blasnoten dazwischen. Der Preis für diese neuen Möglichkeiten und den Komfort ist lediglich, dass sich die Blas- und Zugrichtung in jeder Oktave umkehrt - daran gewöhnt man sich aber sehr schnell.

Die Harmonika ist nun wieder ein Akkordinstrument und sogar didaktisch wertvoll, um den Zusammenhang zwischen Akkorden und Tonleitern zu begreifen. Wie kann man so viel wie möglich davon in die anderen Tonarten retten? Es ist klar, dass Akkorde nicht mehr als Block gespielt werden können, sobald Töne aus der zweiten Reihe eingebaut werden müssen. Aber die zwei Lochreihen der Nonslider bieten die Möglichkeit, nicht nur nebeneinander liegende Terzen zusammen zu spielen, sondern auch diagonal liegende Töne, indem die Harmonika schräg gehalten wird. Diese Überlegung hat mich dazu gebracht, einfach die Terzen der Grundakkorde zu invertieren, so dass aus jedem Dur-Akkord ein Moll-Akkord wird:

C -> Cm (C E G -> C Eb G)
Dm -> D (D F A -> D F# A)
Em -> E (E G H -> E G# H)
F -> Fm (F A C -> F Ab C)
G -> Gm (G H D -> G Bb D)
Am ->A (A C E -> A C# E)

Meine zweite Reihe ergibt sich also einfach durch Invertierung der Terzen der ersten Reihe:

G# Bb D# F# Ab C# Eb G# Bb D# F# Ab (Blasen)
Ab C# Eb G# Bb D# F# Ab C# Eb G# Bb (Ziehen)

Wenn ich beispielsweise aus Am ein A machen will, muss ich mir den mittleren Ton direkt darunter aus der 2. Reihe holen. Die Blasrichtung ändert sich nicht, aber der Akkord kann nur noch als Arpeggio gespielt werden. Die diagonale Spielweise erlaubt darüber hinaus aber weiterhin das Spielen der Terzen A-C# und C#-E, also ein Rhythmus Grundton A <-> Restakkord C#-E ist weiterhin machbar. Insgesamt erlaubt diese Tonanordnung das einfache Spielen von 20 Dur- und Mollakkorden in 8 Tonarten (Eb, Bb, F, C, G, D, A, E). In diesen Komforttonarten besitzen alle Akkorde die gleiche Zug- oder Blasrichtung und alle Tonleitern folgen dem gleichen regelmäßigen Bewegungsschema. Die restlichen 4 Tonarten und die chromatische Skala sind dagegen deutlich komplizierter, aber in der Praxis braucht man das selten bis gar nicht.

Diese Tuningschema für 14-stufige Tonleitern (7 + 7) ist ein Nebenprodukt meiner Beschäftigung mit Gioseffo Zarlinos Ideen, dem Vater der modernen Musiktheorie. Deswegen widme ich es ihm und taufe es Zarlina Tuning. Selbstverständlich ist man keineswegs auf die gleichstufige Stimmung beschränkt, sondern kann alle Vorteile auch in den mitteltönigen und wohltemperierten Stimmungen nutzen. Nicht ganz zufällig sind in der mitteltönigen Stimmung die 4 unkomfortablen Tonarten Db, Ab, H und F# obendrein Wolfsrevier, d. h. man verläuft sich da leicht und hört da auch noch den Wolf heulen.

Als Beispiel hier mal die G-Dur-Tonleiter. Trotz des Etagenwechsels beim F# ändert sich die Motorik nicht.

Screenshot 2026-05-24 011848.webp


Zum Vergleich Eb-Dur. Klar braucht man hier mehr Töne aus der unteren Reihe, aber die Motorik bleibt die gleiche.

Screenshot 2026-05-24 013336.webp


Und zum Schluss als Beispiel alle Stufenakkorde in D-Dur. Alle Akkorde haben die gleiche Blasrichtung und alle Terzen sind spielbar.

Screenshot 2026-05-24 014148.webp


Frohe Pfingsten! :)
 
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Chromonikas sind i. d. R. Solo gestimmt. Der doppelte Grundton in den Oktaven hat durchaus seinen Sinn, dadurch ist das Atemschema in den Oktaven immer gleich. Ein Spieler kennt i. d. R. sein Instrument, bzw. die Kranzellenbelegungen. Als Problemfall sehe ich es absolut nicht.

Die klingenden ( #-Halbtöne) dienen dem möglichen chromatischen Spielen, das als drauf geklatscht zu interpretieren ist m. E. den Sinn dahinter nicht verstanden zu haben.

Ich habe bei einigen meiner Mundharmonikas die ( #-Töne) durch Schieberdrehung auf ( b-Töne) geändert. Dadurch komme ich bei dem einen- oder anderen- Liedgut auf eine gleichbleibende Atemrichtung. Mir gefällt es so besser, andern mag es weniger gefallen.

In Fällen wo ich ganz viel Wert auf richtiges mehrstimmiges Melodie spielen-, und oder richtig klingende Akkorde lege, würde ich immer auf einer meiner Chordomonikas zurück greifen.

Nonslider habe ich mir auch mal eine gekauft. Interessant sie zu spielen, nutze sie aber nur noch sehr selten.
 
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  • #3
Mir ist völlig klar, dass die C#-Tonleiter der Gewinnung von Halbtönen dient. Aus meiner Sicht ist das jedoch nicht die beste Lösung, sondern vielmehr eine Verdoppelung des Elends. Wenn ich die Möglichkeit sehe, acht chromatische Harmonikas, unzählige Richtervarianten und Spezialharmonikas mit einer einzigen, bequem zu spielenden NonSlider zu ersetzen, dann mache ich das. :cool:
 

  • Ersteller
  • #4
Fun Fact: Gemini hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass das Zarlina Stimmsystem genau das Gleiche leistet wie Eulers Tonnetz: Es macht harmonisch reine Tonleitern und Akkorde in der mitteltönigen Stimmung geometrisch sichtbar.

In Eulers Netz zeigen immer 3 Töne, die ein Dreieck bilden, die Spielbarkeit eines Akkords an. Analog klingen eine leicht spielbare Tonleiter und ein schöner Akkord (Töne liegen mit gleicher Blasrichtung direkt nebeneinander) auf einer Zarlina Harp in mitteltöniger Stimmung perfekt harmonisch. Damit ist eine Zarlina Harp eine Art musikalischer Abacus.

Beispiel F# Dur: Der Akkord ist in der gleichstufigen Stimmung spielbar, liegt aber mitteltönig im Wolfsrevier. Auf der Zarlina erscheint er als hässlicher Akkord in einer hässlichen Tonleiter.

Screenshot 2026-05-27 070653.webp


Spannend für Mathe-Freaks ist jetzt folgende Frage: Euler hat sein Tonnetz mit Quinten und großen Terzen konstruiert, während ich ausgehend von der C-Dur-Tonleiter durch Terzumkehr zu genau dem gleichen Ergebnis komme. Es muss da also auf einer tieferen Ebene einen Zusammenhang geben ... :unsure:
 
mit einer einzigen, bequem zu spielenden NonSlider zu ersetzen
Die kann zwar spieltechnisch (fast)alles aber nicht klanglich. Ich kenne nur zwei lebenslange Harmonikaspieler die eine besitzen, bei denen liegt sie in der Ecke.
 
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  • #6
Man kann die NonSlider selbstverständlich auch zahm spielen, so dass sie wie eine Chromatische mit Ventilen klingt. Mir gefällt aber der Sound einer Bluesharp besser, meine Klangvorbilder sind die alten Bluesmusiker und aktuell erfolgreiche Künstler wie Indiara Sfair oder Will Wilde.
 
bei denen liegt sie in der Ecke.
In der Ecke liegt sie bei mir nicht wirklich, nutze sie nur nicht so intensiv wie meine Schieberchroms. Gewisses sauberes Mehrtonspiel- sowie Spielen mit Zungenschlag ist im Gegensatz zur Chrom mit Schieber auf einer NonSlider nahezu unmöglich.

Bekanntlich ist ja nichts unmöglich und mit viel guten Willen- Zweit- Üben- und Ausdauer, säher es vielleicht anders aus. Wäre ich Gitarrist wäre für mich ne NonSlider im Halter die bessere Alternative zur Schieberversion wo der Schieber per Bowdenzug bedient wird.
 
  • Ersteller
  • #8
Mit der Zungentechnik hatte ich auch keinen Erfolg auf der NonSlider, dafür ist sie nicht gemacht. Cross-Double-Stops ohne Zunge kriegt man aber mit etwas Übung hin, sogar Cross-Triller sind drin.

Im Halter ist die Harmonika starr und man muss die 2 Ebenen irgendwie mit Kopf- und Lippenbewegungen erreichen, was einige Übung erfordert. Im Augenblick spiele ich lieber mit den Händen. Ob ich einen Schieberknopf drücke oder eine kleine präzise Handbewegung mache, nimmt sich nicht viel.
 
  • Ersteller
  • #9
Ich habe noch eine diatonische Variante in D/A für die NonSlider entworfen:

1. Reihe in D:
G B D F# A C# E G B D F# A (blow)
A C# E G B D F# A C# E G B (draw)

2. Reihe in A:
A C# E G# B D F# A C# E G# B (blow)
B D F# A C# E G# B D F# A C# (draw)

  • Schnelle Läufe und direkt spielbare Akkorde in allen Kirchentonarten durch zyklische Tonanordnung.
  • Erlaubt die im Alpenraum typische Modulation D <-> A.
  • Erlaubt die im Norden und in paganer Musik übliche Modulation A <-> D.
  • Die Kombination von E mixolydisch aus A Dur und Em dorisch aus D Dur ergibt die Bluesskala in E mit großer und kleiner Terz, großer Sexte und kleiner Septime.
  • Aus den vorhandenen Dur-Akkorden G, D, A und E lassen sich viele Blues- und Rockriffs basteln.
  • Die Tonleitern sind so angeordnet, dass dank Cross-Blowing viele Verzierungen und Triller auf der Mundharmonika erstmals spielbar werden. Von G aus gesehen sind beispielsweise nicht nur E und B in Blasrichtung erreichbar, sondern in der 2. Reihe auch das F# und A.
 
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  • #10
Mein musikalischer Horizont ist mit diesen beiden Zarlina-Varianten gut abgedeckt. Spaßeshalber habe ich ChatGPT deswegen mal beauftragt, eine arabische Zarlina zu entwerfen. Ob das Ergebnis etwas taugt, kann ich nicht beurteilen, aber ich stelle es mal als Anregung für weitere Forschungen hinein:


Ja — dann würde ich eine D-zentrierte Maqam-Zarlina bauen, nicht C-zentriert. D ist für viele Maqam-Erklärungen praktisch, und Bayati/Hijaz/Kurd/Saba liegen dort gut.

Vorschlag: „Maqam-Zarlina in D“​

Basisreihe: D-Bayati/Kurd/Rast-Skelett

D F A C E G Bb D F A C E (blow)
E G Bb D F A C E G Bb D F (draw)
Das ist deine bewährte Terzlogik, aber auf einen arabisch brauchbaren Kern gelegt.

Damit hast du direkt:

  • D–E–F–G–A–Bb–C als Grundmaterial
  • D-Moll/Kurd-ähnliche Farben
  • Bayati durch E leicht runterbiegen
  • Saba-artige Färbung durch E und/oder A/Bb flexibel ziehen
  • Nahawand-nahe Farben
Arabische Maqamat arbeiten ohnehin stark mit Ajnas, also kleinen melodischen Bausteinen, nicht nur mit abstrakten 7-Ton-Skalen. Genau dafür ist so ein layoutfähiges Tetrachord-Denken passend. (maqamworld.com)




Zweite Reihe: Hijaz-/Alterationsreihe​

D F# A C Eb G Bb D F# A C Eb (blow)
Eb G Bb D F# A C Eb G Bb D F# (draw)
Die liefert dir die entscheidenden Farben:

  • Eb für Hijaz/Kurd/Saba-Nähe
  • F# für Hijaz
  • weiter D, G, A, Bb, C als gemeinsame Anker
Damit bekommst du auf D sofort:

D Eb F# G A Bb C
also einen starken Hijaz/Klezmer/arabischen Kern.




Warum diese Kombination gut ist​

Die Basisreihe gibt dir flüssige Melodik:

D E F G A Bb C
Die zweite Reihe gibt dir die „Gewürze“:

Eb und F#
Und genau diese beiden Töne sind für viele arabisch klingende Wendungen entscheidend. Statt 24 Töne fest einzubauen, lässt du die Feinstufen über Bending entstehen. Das passt, weil Maqam-Intonation traditionell nicht einfach „gleichstufig“ ist; die genaue Intonation hängt stark von Praxis, Region und melodischem Kontext ab. (Wikipedia)




Cross-Blowing-Idee​

Die reizvollen Nachbarschaften wären dann:

E ↔ Eb
F ↔ F#
Bb ↔ A
C ↔ D
Damit kannst du schnelle typische Figuren spielen wie:

D–Eb–F#–G
E–F–E♭–D
A–Bb–A–G
C–D–C–Bb
Das ist genau der spannende neue Punkt:
Verzierungen werden nicht nur gebendet, sondern geometrisch erreichbar.




Was damit gut abgedeckt wäre​

Direkt oder mit Bending:

  • D Kurd: D Eb F G A Bb C
  • D Hijaz: D Eb F# G A Bb C
  • D Bayati: D E-half-flat F G A Bb C
  • D Nahawand: D E F G A Bb C, je nach Intonation
  • Saba-artige Farben über gebogene zweite Stufe und instabile vierte/fünfte Stufen
MaqamWorld beschreibt Maqamat als Kombination von Ajnas, wobei der erste Jins auf dem Grundton beginnt und weitere Jins auf wichtigen Übergangstönen anschließen. Genau deshalb ist ein D-zentriertes Layout mit schnell erreichbaren D-, G- und A-Feldern sinnvoll. (maqamworld.com)




Kurz gesagt​

Das wäre keine „arabische Chromatik“, sondern eine:

D-zentrierte Maqam-Harp für Bayati, Kurd, Hijaz und Saba-Farben, mit Bending für Mikrotonalität und Cross-Blowing für schnelle Ornamente.

Für eine erste arabische Zarlina wäre das mein Favorit.
 
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  • #11
Erstaunlich welche Mühen usw. du dir machst, alles gut und schön, die Fa. Seydel macht ja alle erdenklichen Stimmungen, da bleiben keine Wünsche offen. Kann mir vorstellen, das dieses für die, die Rang und Namen haben, auch bei der Fa. Hohner möglich sein könnte.

Wie auch immer, ich bin auf meinen "Schieber-Chroms" und auch auf den "Zweischieber-Chordomonikas" fit genug um in mehreren Tonarten sauber spielen zu können.

Wenn ich es mal vom Atemschema her etwas bequemer haben möchte nehme ich entsprechende für verschiedene Tonarten. Und wie schon gesagt für verschiedene Spielweisen habe- und nehme ich auch unterschiedliche entsprechende MuHa`s.

Eine eiertlegende Wollmilchsau wird es kaum geben. :)
 
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  • #12
Mir macht das Thema Spaß und ich denke, dass es noch andere gibt, die daraus Anregungen ziehen können. Die Zweischieber-Chordomonika wird von Hohner gar nicht mehr gebaut, man hat auch gerade mal F, C, G und in der letzten Version noch Am und Dm aus einer Schieberharmonika geholt. Da bin ich nicht sehr beeindruckt. Ich würde eher die Easttop Mini Akkord Harmonica o. ä. kaufen, die kann immerhin 10 Akkorde in 3 Tonarten (F - G) - wenn ich nicht schon eine Harmonika mit 20 leicht spielbaren Akkorden hätte.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #13
Die Zweischieber-Chordomonika wird von Hohner gar nicht mehr gebaut, man hat auch gerade mal F, C, G
Hohner tut dafür schon lange nix mehr. Günther Bayer und Bernd Kiefer machen da wohl noch einiges möglich. Nur auf drei Tonarten ist man ganz sicher nicht beschränkt.
Easttop Mini Akkord Harmonica o. ä. kaufen, die kann immerhin 10 Akkorde in 3 Tonarten (F - G)
Fürs Akkordspiel nehme ich die Hohner Chord 48, damit ist zum größten Teil alles abgedeckt.

Mir ist vor einiger Zeit mal ein Exot zugelaufen, eine Akkord-Bass-Mundharmonika „Chordet 48 Victory“ Hat wie die Chord 48 von Hohner auch 48 Akkorde dazu jedoch noch die entsprechenden Basstöne. Ähnlich den auf drei Akkorde beschränkten Hohner Vineta Serien.
Für die Victory gibt es leider so gut wie keine Infos, hier die einzige Seite die ich gefunden hatte.

Wenn es mit Bass & Akkorde etwas nostalgischer sein darf, die Hohner Polyphonia No.8, hat drei „Etagen“. Ist quasi der Vorläufer der Hohner Chord 48.

Alles in allem ist es doch ein weites MuHa-Feld, um etliches umfangreicher als für andere Instrumente.
 
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  • #14
  • Ersteller
  • #15
Hohner bietet seit ein paar Tagen nun ebenfalls individuell konfigurierte Harps an, für alle Modelle. Da scheint etwas in Bewegung zu kommen ... :cool:

 
  • #16
Bin erstaunt über diesen Sinneswandel.
Besser (zu)spät als nie...
 
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  • #17
Ich finde das gut, damit senkt sich der Einstiegspreis für eine 12-Loch Zarlina auf 200,- €. Nur weiter so, ich möchte, dass sich am Ende jedes Schulkind eine chromatische Zarlina leisten kann. Leider gibt es noch keine schieberfreien Mundstücke für Hohner, aber ich bin zuversichtlich, dass das noch kommen wird. Da gibt es ja noch Optimierungspotential sowohl für die Zungentechnik als auch für die neuen diagonalen Möglichkeiten.
 
  • #18
Seydel bietet diesen Service im gesunden Preis / Leistungsverhältnis seit eh & je an.

Ich selbst habe einige hochpreisige MuHa´s von Seydel sowie auch von Hohner. Gute Qualitäten finden sich bei beiden, ist letztendlich wohl doch Geschmackssache. Den besseren Service bietet m. E. nur einer der beiden. Ob es daran liegen mag das der eine im eigenen Werk produziert und der andere weit weg produzieren lässt…. :nix:
 
  • Ersteller
  • #19
Hier mal die tiefste Zarlina Stimmung, die ich für die Hohner Chrometta 12 hinbekommen habe. Zur Abwechslung in G Dur, die leicht spielbaren Tonarten sind Bb, F, C, G, D, A, E und B:

Screenshot 2026-06-08 171908.webp


Die Konfigurationsdatei kann ich nicht direkt hochladen, ihren Inhalt findet ihr in der Box. Ihr müsst die Anweisungen in einer Datei mit Namen tuning_M255012LS_hohner-chrometta-12_2026-06-08T15-16-17-307Z.json speichern, dann kann sie direkt in den Hohner Konfigurator geladen werden.
Vorsicht: Es gibt zwei Chrometta 12, nur die erste kann so tief runter.

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  • Ersteller
  • #20
Bei Seydel wurde die Eingagemaske geändert, so dass man nicht mehr bis zum G2 herunter stimmen kann. Ich starte daher meine NonSlider-Stimmung in C eine Quinte höher, die leicht spielbaren Tonarten sind Eb, Bb, F, C, G, D, A und E:

Screenshot 2026-06-08 180753.webp


Bei Seydel genügt es, die Config ID für diese Stimmung anzugeben, dann werden die Werte automatisch eingetragen: 20260608180810_451019642
 

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