Die Welle

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Knallekalle
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Schönen guten Tag!

Ich habe kürzlich einen Text geschrieben, der mir eigentlich ganz gut gefällt.
Musikalisch habe ich da auch schon ein paar Ideen, nur eine Zeile bereitet mir Kopfzerbrechen.
Und zwar die erste Zeile in der zweiten Strophe. Jemanden als Stein zu bezeichnen, bzw. mit einem Stein gleichzusetzen kommt doch wenig poetisch und romantisch daher und zerstört das imho doch recht schöne "Bild" dieses Textes.
Wenn irgendjemand von euch eine Idee hat, wie es besser passen würde wäre ich sehr erfreut! ;)
Ach und eure Meinung zum restlichen Text würde mich natürlich auch brennend interessieren!

Gruß Kalle

___________________________________________

Die Welle

Siehst du wie die Welle da am Felsen zerbricht?
Schau, den Felsen interessiert es gar nicht!
Der Felsen bist du, die Welle bin ich.
Das war einmal anders, erinnerst du dich?

Ich hab dich getragen, du warst nur ein Stein
Hattest nie Grund zu klagen, und ich war nie allein!
Und kam der Wind uns entgegen, uns doch egal!
Lang überlegen war nie unser Fall.

Wir zwei zusammen, eine Welle voller Kraft,
die mannshoch lodernde Flammen ohne Mühe ausmacht,
denn jede Flamme – auch die Unsere – erlischt irgendwann
Doch jedes Ende ist ein Neuanfang


Jeder Fels überdauert die Welle der Zeit
Doch die Welle lässt Eindruck, der ewig verbleibt.
Die Welle bin ich und der Felsen bist du
Und Wellen im Meer gibt’s ja schließlich genug

Wir zwei zusammen, eine Welle voller Kraft,
die mannshoch lodernde Flammen ohne Mühe ausmacht,
denn jede Flamme – auch die Unsere – erlischt irgendwann
Doch jedes Ende ist ein Neunanfang
 
Eigenschaft
 
Niemand eine Idee oder eine Meinung? :(
 
Hi.. ich hab grundsätzlich eine Meinung zu allem und wie schon öfter gesagt, sind die meisten Leute Lemminge... also wenn einer was schreibt, tun die anderen es auch *lol*

Ich persönlich mag keine Liebeslieder. Es gibt viel zu viele davon. Ich dachte anfangs, also Du "Die Welle" als Titel nanntest, Du würdest über das Experement "The Wave" schreibern... das wäre ja mal was.. und dann gehts über Liebe... ich bin deshalb nicht in der Gemütsverfassung näher auf den Text einzugehen, auch wenn ich es gerne tun würde...

Die Grundsatzstruktur ist bei mir grundsätzlich nicht so ansprechend... müsste man mit Musik hören...
 
Hallo Kalle,

ich versuch's mal:
wenn's was mineralisches sein soll, fallen mir als poetischere Alternativen zu "Stein" z.B. "Edelstein", "glitzernder/funkelnder/leuchtender Stein" ein. Oder, um dem Stein die Schwere zu nehmen: "ein hüpfender Stein". Und lass auf jeden Fall das "nur" weg, wenn Du was positives ausdrücken willst.

Zum Text insgesamt kann ich auch noch meine Meinung abgeben, ich hoffe sie liegt nicht ganz daneben (Textinterpretation zähle ich nicht nicht zu meinen Stärken ;)):
Das Bild "Welle-Fels" find ich ganz gut. Könnte imho aber konsequenter umgesetzt sein. Liegt es daran, dass das Bild doch nicht so ganz mit dem übereinstimmt, was Du ausdrücken möchtest? Oder hast Du dich zu schnell mit einem passenden Reim zufrieden gegeben, obwohl dieser die Aussage des Textes "verwässert" ;)? Mir stoßen da besonders die beiden mittleren Zeilen des Refrains auf, die zum einen - abgesehen davon, dass in beiden was mit "Flamme" vorkommt - eigentlich keinen Bezug zueinander haben. Zum andern passt das Bild der erlöschenden Flamme ja nun gar nicht zum Bild "Welle/Felsen". Und wenn man's vom naturwissentschaftlichen Standpunkt aus betrachtet ist die Zeile "Jeder Fels überdauert die Welle der Zeit" einfach eine dreiste Falschaussage!;)
An ein paar Stellen klingt's für mich auch ein bisschen holprig, aber ich hab jetzt auch keine Melodie, Betonung und Phrasierung vor meinem inneren Ohr, um hierzu ein wirklich kompetentes Urteil abzugeben. Ich würde auf jeden Fall die Formulierungen "interessiert es gar nicht" und "mannshoch lodernd" nicht so lassen, weil sie für mich hölzern klingen und "lässt Eindruck" und "verbleibt", weil durch das weglassen bzw. hinzufügen einer Silbe die Bedeutung verändert bzw. "verwischt" wird, nur um auf die passende Anzahl Silben zu kommen.

Jetzt hab ich doch mehr rumkritisiert, als ich eigentlich vorhatte (Du hast es ja nicht anders gewollt ;)) Aber ich hätte mir die Mühe nicht gemacht, wenn ich nicht der Meinung wäre, dass es dir auch was bringt.

wünsch dir frohes Schaffen
 
Der Text fängt nach meinem Eindruck stark an, mit Bilder von Urkräften und Gegensätzen. Dann flacht er ab, das Wort "ausmacht" markiert für mich den Wendepunkt, und erschöpft sich in braven Floskeln. Da ist noch Potential, das sich ausschöpfen läßt.
 

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