Digitale Verzerrungen zum richtigen "Röhren" bringen...

von bierbob, 20.01.06.

  1. bierbob

    bierbob Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.06   #1
    Hallo an alle User!

    Ich und unser zweiter Gitarrist in der Band haben (nachdem ich ihm von einem Thread-Thema erzählt habe) darüber diskutiert, ob man aus den Distortions aus dem AX1500G einen richtigen Röhrensound heraus bekommt, wenn man diese über den Clean-Kanal eines Vollröhrenamps laufen lässt...?? Also diese digitalen Zerren sollen dann richtig "röhren"! Geht das (auch ohne den Verstärker voll auszufahren)?

    Bitte keine Diskussion über den Sound des AX1500G, der ist ohne Frage gut. Uns würde es eben sehr interessieren, ob das mit dem Röhrensound geht...

    THX
     
  2. Josh TE

    Josh TE Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.06   #2
    Also ohne die Endstufe auszufahren wirst du das wohl nicht so richtig hinbekommen.
    Ist das Teil auch ein Amp-Modeller??
     
  3. ToS

    ToS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.06   #3
    Der Sound durchläuft ja dann den gesamten Röhrenamp, wird also genauso durch die Röhren geformt wie wenn man einfach die Gitarre so in den Röhrenamp einstöpselt...die Verzerrung wird dann natürlich durch das ax1500 erzeugt.
    Also:
    -Röhrenverzerrung: nein (jaja...außer man lässt den Amp noch mitzerren, ich weiß :rolleyes: )
    -"Röhrensound": kann man in gewisser Hinsicht schon (zumindest teilweise) sagen...nur leider sagt das herzlich wenig über die Soundqualität aus :p
    Im Endeffekt wird der bereits verzerrte Sound durch die Röhren gefärbt...nur inwieweit das gut oder "besser" (als ohne Röhren) klingt, ist eine andere Frage.

    Es wird logischerweise weniger nach "Röhre" klingen, als wenn man den Röhrenamp auch noch verzerren lässt und mehr nach "Röhren" klingen, als wenn man das ax1500 an einen Transistoramp anschließt. Ob das dann auch im Ohr des Gitarristen näher an dem vielbeschworenem Röhrensoundideal liegt, muss man für sich selbst herausfinden.
    Ich enthalte mich dabei übrigens extra jeglicher Wertung :) Der Begriff "Röhrensound" ist nämlich ziemlich schwammig...jeder hat da andere Vorstellungen und Erwartungen.

    Übrigens: da das ax1500 eine eigene Modellingvorstufe hat, sollte es theoretisch besser klingen, wenn man es direkt an eine Endstufe (in dem Fall in den FX Return des Amps) anschließt. Letztendlich entscheidet dabei aber (ich weiß, langsam wirds langweilig :D ) mal wieder das eigene Ohr.
     
  4. judge_dread

    judge_dread Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.06   #4
    als erstes die frage was du unter "röhrenzerre" verstehst? die zerre eines fender twins ist nicht vergleichbar mit dem lead-kanal eines boogies obwohl beides eine "röhrenzerre" ist... ;)

    im übrigen wirst du aus einem digitalem multieffekt, selbst mit nachgeschaltetem, röhrenamp keinen reinrassigen röhren-overdrive erreichen...

    wenn du vorn sch... rein gibst wird hinten kein gold rauskommen... ;) du wirst den klang bestimmt damit verändern, er wird aber bei einem richtig cleanem amp nicht "röhrig" werden....
     
  5. junior

    junior Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.06   #5
    dem kann ich mich anschließen, auch wenn ich es netter ausgedrückt hätte!
    Eine digitale Zerre oder auch andere effekte des digitalen Zeitalter sind noch nicht so 100% wie analoge! die digitalen geben noch nicht (das fällt bei zerren dem geschulten Ohr auf!) das ganze frequenzspektrum wieder!

    auch wenn z.B. auf dem GT-8 der sound "fullstack" steht, kommt da eben noch nicht fullstack raus! es fehlt dynamik der röhren und eben das ganze frequenzspektrum!

    dein beispiel ist aber gebräuchlich! nicht jeder "Röhrenampbenutzer" schaltet immer Röhrenzerren vor den Amp, ich im moment auch nicht, bis ich den TF hab! und es lassen sich auch gute Ergebnisse erzielen! wenn man einen guten Röhrenamp hat, kann man nicht viel kaputtmachen, wenn man ein akzeptables effektgerät davor hat!

    Teste mal im Laden eine Röhrenzerre und du merkst, dass der Sound breiter, wärmer und dynamischer ist!
     
  6. bierbob

    bierbob Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.06   #6
    Hmm okay... Und was macht der Sound, wenn ich bei meinem AX1500G alle Volume-Einstellungen (Master-Vol, Patch-Vol, Drive-Vol, Cab-Vol) voll ausfahre und dann mit dem extrem lauten Signal in den Clean-Kanal einen Röhren-Amps mit Probenlautstärke gehe? "Röhrst" dann mehr?
     
  7. zuzuk

    zuzuk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.06   #7
    asprobieren. auf jedenfall dann die zerre des multis zurückfahren
     
  8. Josh TE

    Josh TE Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.06   #8

    Genau das Gegenteil solltest du machen;)
    Erst das Mastervolume deines Amps aufdrehen und dann die Pegel bei deinem AX1500G
    hochziehen. Probier es halt aus.
     
  9. TheKing

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    Erstellt: 22.01.06   #9
    Ich denke nicht, dass das besser geht. Dann kommt ja im Prinzip nur ein sehr geringes Signal in den Verstärker, die Röhren werden also bei voller Lautstärke des Amps nicht so sehr beansprucht, wie wenn man mit einem sehr hohen Signal in den Amp geht und voll über die Röhren fährt, die dann nur durch das Vol. am Amp gebremst werden... :confused: :cool:

    Ced
     
  10. Josh TE

    Josh TE Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.06   #10

    Nun ja, also bei mir funktioniert das halt so.
    Natürlich sollte das Eingangssignal nicht auf Schlafzimmerlautstärke sein, das ist ja schon klar. Mit digitalen kenn ich mich aber auch nicht so aus, ich benutz bei mir entweder die
    Vorstufe des Amps oder eben Tretmine über den Cleankanal.
    Aber wie gesagt, jeder Amp reagiert anders. Ausprobieren.
     
  11. TheKing

    TheKing Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.01.06   #11
    Mal sehen, ich werd es mal so ausprobieren, wie du es beschrieben hast :great: Die Variante war bis jetzt nicht wirklich logisch, aber "Probieren führt zur Erkenntnis!" :D

    Ced
     
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