Dir en grey / Gauze / 1999 / CD

von Hideto, 10.03.05.

  1. Hideto

    Hideto Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.05   #1
    Ich habe die Veröffentlichung ihres nunmehr 5ten Studio Albums "Withering to death" (oder das 7te wenn man die Mini Alben Missa und Six Ugly mitrechnet) zum Anlass genommen mal eine kleine Review ihres ersten langspielers "Gauze" zu machen.

    Das Cover:

    http://www.jpophelp.com/cdscans/NP-019_front.jpg
    (Cover der Taiwan Version)

    Genre:
    Alternative / Gothic / Industrial

    Label:
    Extacy Japan (Original) / Sony Rerelease

    Songanzahl:
    13 (+2 je nach Version)

    Tracklist:
    eins: GAUZE -mode of adam-
    zwei: Schwein no isu
    drei: Yurameki
    vier: raison detre
    fünf[font=Arial, Helvetica, sans-serif]: 304 goushitsu, hakushi no sakura
    sechs: Cage
    sieben: Mitsu to suba / Tsumi to batsu
    acht: Mazohyst of Decadence
    neun: Yokan
    zehn: Mask
    elf: - Z A N -
    zwölf: Akuro no oka
    dreizehn: GAUZE -mode of eve-
    [/font]
    Review:
    Nach dem Einstieg des neuen Bassisten und der Veröffentlichung ihres ersten Indi Albums Missa im Jahr 1997 sollte 2 Jahre später ihre große Zukunft besiegelt werden, unter der Regie des Ehemaligen X-Japan Bosses und Extacy Label Chefs "yoshiki hayashi" wurde Gauze aus der Taufe gehoben und sollte wegbereiter für eine weitere Revolution in der japanischen Rock Szene darstellen...aus Schönheit und Symphonie machten Dir en Grey verstörend psychodelische Gothic Metal Tracks. Aber zum Album an sich.
    Aufgebaut auf dem Thema Adam und Eva behandelt die Band negative Auswüchse der Gesellschaft, Verzweiflung, Hass, Trauer und Sehnsucht in ihrer Musik. Musik die selbst die sprachliche Barriere minimal erscheinen lässt, versteht man zwar kein Wort japanisch so muss man sich auf das konzentrieren was Musik so besonders macht...das verständlich machen durch Akkustik...und das ist es was die Band schafft. Hart, Psychodelisch, abgedreht, hektisch, hysterisch das sind die Facetten die dieses Album bietet, sei es durch shreddernde Gitarren schrille Lead lines, hämmernden Bass und prügelnde Drums und einem gesang der zwischen krächzen, kreischen, röcheln, wimmern und weinen liegt. Selten kam eine Rock Band so flexibel und frisch klingend daher. Wer hier einen Slayer Sound erwartet ist etwas fehlgeleitet...sowieso so richtig wie eine andere Band klingen tun Dir en grey nie. Hier trifft man auf klanglich Größere Akkorde als Power Chords die dennoch mit voller Verzerrung gespielt sind und um da sganze noch dichter zu machen spielt eine lead Gitarre schrille Rythmen die teilweise vom Aufbau an Raggea erinnern. Der Drum Sound kommt fabelhaft rüber locker lässig dennoch schnell und prügelnd ohne sich Thrash Metal like zu versteifen genauso der Bass der meistens über das Riffing seine eigenen Melodie läufe spielt und in einigen Songs sogar Bass Soli hat. Aber das was diese Band auszeichnet ist der Gesang...wo alle anderen Instrumente und Sounds noch eher "normal" klingen, so ist der Gesang doch das was Dir en grey zu Dir en grey macht. Berufspsychopath Kyo singt wie kein anderer und man kann ihn auch nur schwer Vergleichen...vielleicht kann man ihn gar nicht vergleichen. Sein standart gesang ist ein etwas abgedämpfter Punk ähnlicher Klang der aber Übergangslos zu einem kreischen oder winseln wird und um dann in ein wirres Gelächter über zu schwenken, speziell dieses gibt dem Sound den etwas kranken Charakter.
    Obwohl alle Songs on ezu übertreiben absolut gelungen sind stechen doch 3 Songs besonders raus. Da wäre zum einen [font=Arial, Helvetica, sans-serif]Mazohyst of decadence das durch seinen beklemmenden Klang besticht und textlich die Gedanken eines Babys über seine eigene Abtreibung behandelt und sich mit der Frage warum es nicht erlaubt ist geliebt zu werden behandelt (was natürlich durch das Japanisch nicht ganz leicht zu realisieren ist aber mit ein bisschen googeln findet man den text schon). Daneben Cage der den berühmtesten Song der Band darstellt und neben seinem sehr grungigen Sound auch noch ein sehr cooles Bass Solo beinhaltet. Und als letztes noch Schwein no Isu (der Thron des Schweins). Textlich wird das Gott spielen des Menschen verurteilt und musikalisch ein ziemlich brechender Thrash Metal aufgefahren.

    Alles in allem neben X-Japans Blue Blood eines der besten japanischen Alben die man haben kann und gegen dieses Machwerk können selbst viele westliche Bands einpacken. Viele Songs sind schon nach dem ersten hören im Ohr der Rest braucht etwas Zeit so minimal 3-4 sollte man sich die Scheibe schon gönnen bis einem der Charm von Songs wie Yokan oder Raison Detre sichtbar wird. Allerdings der textlich beste Song ist auch gleichzeitig der anstrengendste,
    [/font][font=Arial, Helvetica, sans-serif]Mazohyst of decadence ist musikalisch wie der Soundtrack zu einem verlassenem irrenhaus bei Nacht und mit 10:00 Minuten auch nicht ganz kurz aber nach ein paar mal hören gefällt auch dieser Track. Meine Review basiert auf der Taiwaneischen HoSon Version die noch zwei Remixes binhaltet, einmal von Cage und von S. Beide Remixes sind kaum der Rede wert. Leider ist die japanische Fassung mit fast 40€ extrem teuer deshalb sollte man Ebay Shops nach der Taiwan Version abklappern, aber spätestens dann steht einem ein absolutes meisterwerk ins Haus.[/font]
     
  2. Frau Mahlzahn

    Frau Mahlzahn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.05   #2
    Grungiger Sound? Ok, ich geb ja zu, ist ne coole Bassline, aber entweder hab ich das falsche Lied oder es ist nicht Grunge XD .
    Naja, über Dir en Grey, bzw. Visual Kei kann man sich streiten. Ich finde die Musik zu großen Teilen nicht wirklich schlecht, aber ich kann mit der visuellen Seite nicht viel anfange. Die Outfits sind ja ganz nett und so, aber einfach zu "evil" für die meisten Bands...

    Und ich finde das Review etwas zu "rosig", ich meine, soo abwechslungsreich ist das Album auch nicht.
     
  3. Hideto

    Hideto Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.03.05   #3
    naja sie waren so die ersten die nicht in die Sparte schneller hard oder punk rock (X, luna sea, siam shade etc) gegangen sind (neben ausnahmen wie Larc en Ciel, Malice Mizer, Gackt und co) aber naja sie waren die ersten die sich doch in eine etwas andere Richtung bewegt haben und gerade da war gauze doch irgendwo eine Revolution...immerhin war es das Album was Bands wie Gazette, Kagerou, Kaggra etc etc dazu animiert (haben soll) eine Band zu gründen.
    Naja grungig...ich wusste nicht wie man es nennen sollte vielleicht wäre Alternativ Sound treffender gewesen...aber es passt weder in punk noch in Metal von daher die Wortwahl.

    und ja Rosig...schreibe nicht sooo oft Reviews und mir war gerad langweilig da kommt es vor etwas in den Himmel zu loben (SP?)^^
     
  4. Frau Mahlzahn

    Frau Mahlzahn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.05   #4
    X war, würde ich sagen, Power Metal (aber ich bin verdammt schlecht im Einschätzen) und Luna Sea "verweichlichte" ja rel. schnell.
     
  5. Hideto

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    Erstellt: 12.03.05   #5
    ja klar aber dennoch war es doch in der Blütezeit relativ ähnlich und stellte den generellen Stil des J-Rock bis mitte der 90er dar ^^
     
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