Dirigieren von Chören

von Ophelia, 22.04.07.

  1. Ophelia

    Ophelia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.04.07   #1
    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das hier in dieses Forum paßt, aber die anderen scheinen mir noch weiterhergeholt zu sein.

    Mich würde es mal interessieren, wo und wie man lernen kann, einen Chor zu dirigieren? Gibt's da irgendwelche Kurse und Prüfungen? So für kleinere Laienchöre, Kirchenchöre oder ähnliches?
     
  2. Basselch

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    Erstellt: 22.04.07   #2
    Hallo, Ophelia,

    ja, sowas gibt es. Ich zitiere mal eben aus dem Kursangebot der Landesmusikakademie Heek (Nordrhein-Westfalen): "Qualifikation C1/C2: ... wendet sich an Chorsänger, die als Chorassistent den Chorleiter bei der Einstudierung und Organisation qualifiziert unterstützen wollen. Der Lehrgang C2 wendet sich an Chorsänger, die in Stellvertretung des Chorleiters einfachere Chorliteratur selbständig einstudieren, den Chorleiter bei Dirigaten vertreten und im Chor organisatorische Aufgaben übernehmen wollen. ... Unterrichtsfächer: Grundlagen der Chorleitung, individuelle und chorische Stimmbildung, Stimmkunde, Harmonie- und Satzlehre, musikalisches Hören..." .
    Und so geht das da noch ein bißchen weiter, hier geht es also auch schon um mehr als nur dirigieren. Ob hier jetzt schon Grundkenntnisse im Dirigieren vorausgesetzt werden, kann ich Dir leider auch nicht sagen. Auf jeden Fall gibt es auch spezielle Dirigentenaufbaulehrgänge, die setzen dann allerdings mindestens den C2-, wenn nicht sogar einen C3-Schein voraus.
    Tip: Erkundige Dich doch mal beim Landesmusikrat Baden-Württemberg nach Kursangeboten!

    Viel Erfolg, viele Grüße!
    Klaus
     
  3. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 23.04.07   #3
    Wenn Du etwas Zeit hast, schubse ich einen guten Freund von mir drauf an hier mal was reinzuschreiben. Der hat die gesammelten C-Scheine gemacht und ich glaub' auch noch in Trossingen den B-Schein(? keine Ahnung. Das Maximum was ohne echtes Musikstudium geht), was ihn zum selbständigen Chorleiter qualifiziert.
    ...das war allerdings ein Jahr sehr, sehr harte Arbeit.
     
  4. Ophelia

    Ophelia Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.04.07   #4
    Ja, so eilig ist das nicht. Würd mich halt interessieren und ich würd das gerne lernen.
    Bei so Sachen wie Satzlehre kann man aber nichts anrechnen lassen, was man an der Uni gelernt hat? :D

    Ich studiere halt "nur" Musikwissenschaft, würde aber nebenher halt gern mehr für die Praxis lernen und so schwer scheint mir Chordirigieren nicht, aber da kann ich mich auch sehr täuschen. Oder sagen wir es eher so: Es kommt mir einfacher vor als ein Orchester zu dirigieren.

    Und immer nur selbst Solist oder Chorsänger zu sein will ich auf Dauer dann auch nicht. Ich will zumindest die Kenntnisse und Fähigkeiten haben, die man als Chorleiter auch braucht. Einfach falls ich mal selbst was auf die Beine stellen möchte, grad für kleine mehrstimmige Ensembles mit 1 bis 2 Leuten pro Stimme.
     
  5. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 25.04.07   #5
    So... mit meinem Kumpel geredet.

    Zwecks "Anrechnen" kann ich leider nichts sagen. Was ich weiss, ist das er eben zu Wochenend-Seminaren gefahren ist und viel hat zu Hause pauken müssen.
    AFAIK ist die uns nächstgelegene Ausbildungsstätte die Akademie in Trossingen.

    Zwecks: "einfach" - na ich weiss nicht... Ich glaub', einen Chor *gut* zu dirigieren ist so schwer wie ein Orchester.

    Er hat auch als Chorsänger angefangen. Dann hat ihm sein Chor die beiden C-Scheine finanziert und als er die sehr gut bestanden hat, haben sie ihm den B-Schein (ha, wusst' ich's doch!) "Chorleiter im Nebenberuf" noch bezahlt. Dafür hat er ein Jahr lang unentgeldlich den Jungen Chor geleitet.
    Die C1- und C2-Scheine sind wohl nicht so Geld- und Zeitaufwendig (Ah! Edith sagt: Jeweils ca. ein Wochenende, Kostenpunkt unter 100 EUR je) und dazu rät er Dir auf jeden Fall. So Du in einem Chor wie Gesangsverein bist, sollst Du mal da fragen, ob die bereit sind das zu unterstützen.

    Inzwischen macht er das ganze mehr oder weniger hauptberuflich. Aus seinen Erfahrungen darf ich ausrichten: Es gibt Chöre, die fragen nicht. Da machst Du ein Probedirigat und gut ist. Andere wollen eben den B-Schein sehen, was einerseits das Maximum ohne echtes Musikstudium ist, andererseits aber eben auch das Minimum der anerkannten Ausbildungen.

    Wenn jetzt immer noch Fragen offen sind, PN mich doch einfach mal an. Ich - und er auch - wohnen ja in der Nähe, das bequatscht sich vielleicht leichter bei 'nem Kaffee.
     
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