diskussion piezotonabnehmer

von jens, 30.07.06.

  1. jens

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    Erstellt: 30.07.06   #1
    hi,

    möchte gerne mal was thematisieren:
    wie ist eure meinung zu dem thema hochwertige
    bühnengitarre ja o. nein.
    ist für die bühne tatsächlich eine hochwertige
    gitarre (mit hochwertigen hölzer) notwendig, wenn
    man mit einem piezotonabnehmer arbeitet.
    wird der hochwertige ton nicht durch die piezos
    wieder reduziert?
    ich meine ja!
    ich höre fast keinen unterschied zwischen einer
    gitarre für ca. 300 euro und einer gitarre für
    1700 euro - sofern sie beide mit dem gleichen piezo
    abgenommen werden.
    resüme: für die bühne muss es keine teure sein oder?
    (microabnahme ist gesondertes thema).
     
  2. mattzett

    mattzett Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.07.06   #2
    Bei piezzo gibt's immer das Problem, daß sie spitz klingen und das hörst du bei jeder Gitarre.
    Ich finde aber trotzdem einen Unterschied zu hören, wenn du eine teure Gitarre damit ausrüstest. Habe zum Ausgleich dieser spitzen Töne einen AER Verstärker und den Zoom Akustik-Bodentreter. Damit klingt's annehmbar.
    Richtig gut klingt's aber erst mit einem B-Band Tonabnehmer, der anscheinend anders aufgebaut ist, wie die Piezzos.
    Habe es in meine 2. Gitarre einbauen lassen und bin begeistert.
    Du hörst deutliche Unterschiede, in welcher Gitarre du den eingebaut hast.
    Ist nahezu der Natursound der Gitarre.

    Grüße
    Mattzett
     
  3. jens

    jens Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.07.06   #3
    hi,

    welchen tonabnehmer hast du von b-band ( bezeichnung ) ?
    ich wollte mir evtl. den a1 kaufen.
    ich benutze keinen ausgesprochenen akustikverstärker, sondern gehe direkt in die pa. wenn ich mir den bband kaufen würde, wäre es denoch besser (natürlicher) wenn ich in einen akustikverstäürker ( z.B. roland ac60 ) u. von dort aus in die pa gehe ?
     
  4. mattzett

    mattzett Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.07.06   #4
    Da ich den Bband einbauen hab lassen, als er ganz neu auf dem Markt war, gab es noch keine Typenbezeichnung. Habe auf alle Fälle kein Kästchen mit Equalizer und vermisse es auch nicht.

    Den natürlichsten Sound habe ich mit Akustikverstärker erreicht. Hier kann ich dir den AER wärmstens empfehlen.
    Vorteile
    1. Er gleicht Mankos der Tonabnehmer automatisch aus, also: Stecker rein, gut ist.
    2. Dank des eingebauten DI-Ausgangs , der vor der Endstufe abgenommen wird, kannst du dir deine Bühnenlautstärke selber machen.
    3. Der Tontechniker wird dich lieben, da er ein vernünftiges Signal bekommt.
    4. Auch schlechte...sorry...mit der Materie der akustischen Musik nicht so bewanderten..Tontechniker können dir den Sound nicht völlig kaputt machen.

    Grüße
    Mattzett
     
  5. Stan Janssen

    Stan Janssen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.06   #5
    Hallo Mattzett,

    Das der AER die 'Mankos der Tonabnehmer ausgleicht', ist das nur beim AER so, oder macht z.B. ein Acoustasonic das auch (aber schlechter oder so?). Was macht ein AER so gut, die lautsprecher, oder der verstärker mit die technologie?
    Meine a-gitarre (yamaha FG312, 12-saiten) hat ein Fishman Acoustic Matrix I eingebaut, aber über die PA klinkt das wirklich nicht gut... im Laden habe ich es angetestet mit ein Laney akkustikverstärker, und das klang sehr gut....
    Wann ich die Gitarre zu Hause über meine HiFi spiele, klingt es nicht so gut als im Laden aber deutlich besser als über der PA, der übrigens gar nicht slecht ist, nur mit meine akkustikgitarre klingt es nicht gut. DIe A-gitarre von meiner Freund (Crafter mit "Crafter" preamp), klingt über die PA ganz nett.

    Wie sollte mann das denn mit ein Akkustikverstärker machen, live:
    1. DI Out aus dem AMP oder
    2. Mikrofon auf der lautsprecher?

    Danke!
    Stan.
     
  6. mattzett

    mattzett Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.06   #6
    Hallo Stan,

    Fast alle Acoustic-Verstärker haben die Features mit dem Ausgleich, nur hatte ich beim Antesten das Gefühl, daß beim AER es am effektivsten ausgeglichen war.
    Bei einer Gitarre habe ich einen uralten Piezzo Marke "spitz wie Nadel-Sound" eingebaut und selbst der klingt vernünftig, was ich bei anderen Verstärker nicht so empfunden habe.
    Bei der Gitarre mit B-Band Abnehmer waren auch bei anderen Verstärkern die Ergebnisse brauchbar, aber das letzte Quäntchen Natürlichkeit hat gefehlt.
    Der AER hat mich weiterhin überzeugt, daß er die Features hat, die man in der Livesituation braucht und nicht mehr, aber auch nicht weniger.
    1. 2 separate Eingänge, wobei der eine für Gitarre, Geige, etc. mit 3 Klangreglern ausgelegt ist .
    Am anderen Eingang haben sie eine Buchse verbaut, in die du entweder eine normale Kinke (Instrument) oder ein Mikro mit Balanced Stecker anstecken kannst. Eingangsimpendanz kannst du auf Line (Instr.) oder Mic umschalten.
    2. Wie ich den Verstärker gekauft habe, war es der einzige, der einen DI-Ausgang hatte.
    3. Die kompakte Bauweise (ca 30x25x25cm) in Verbindung mit 60W, die bis zur Volllautstärke klar bleiben. Allerdings habe ich ihn in der Praxis nie über 1/3 aufgedreht.
    Die Verarbeitung ist genial, was man bei anderen Verstärkern nicht immer behaupten kann.
    Jetzt höre ich mal lieber wieder auf zu schwärmen.

    Jetzt zur Frage, was besser live ist DI oder Mic.
    Wenn du ein Mic davorstellst, hat der Tontechniker ein schwächeres Signal als bei DI.
    In der Praxis war oft das Problem, daß leichter Rückkopplungen entstanden sind.
    Das Problem habe ich mit DI- Abnahme so gut wie nicht mehr.
    Zum anderen kann ich unabhängig vom PA-Monitor meine Bühnenlautstärke regeln, ohne den Tontechniker zu nerven.
    Bei mir wird nur noch mit DI-Ausgang gespielt.

    Jetzt zu deinem Fishman. Der war bei mir die alternative, bevor ich b-band entdeckt habe. Allerdings war ich erstaunt, wie Piezzoartig er geklungen hat.
    Hast du den Abnehmer mit Vorverstärker oder ohne?
    Vernünftige Vorverstärker gleichen da schon einiges aus.

    Eine äußerst günstige Möglichkeit ist der Bodentreter von Zoom 504 II Acoustik ,den es bei Thomann für 69,-€ gibt.
    Gibt dem ganzen Sound mehr Luftigkeit.

    Grüße
    Mattzett
     
  7. Stan Janssen

    Stan Janssen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.06   #7
    Mattzett,

    danke danke danke!

    Noch ein paar Fragen...
    Ich habe ein vorverstärker in die Gitarre (auch von Fishman, ich glaube dieses Set war das: [​IMG]), aber ohne eq und so....

    Denkst du ich kann einfach so 'ne B-Band installieren, also nur dieses Ding: https://www.thomann.de/de/bband_usttransducer_29l_tonabnehmer.htm) oder sollte ich denn auch so'n B-Band preamp ankaufen müssen?

    Ich werde mich auch schlau machen über den Zoom, danke für der Tipp.

    Stan.
     
  8. mattzett

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    Erstellt: 05.08.06   #8
    Ob die Kombi passt, kann ich dir nicht sagen, aber wenn du das Geld für den B-Band Preamp hast, bist du auf der sicheren Seite, aber probieren geht über studieren.
    Bei mir dürfte der A1 installiert sein, da ich keinen Equalizer habe....vermisse ihn aber auch nicht.
    Der Preamp ist genauso wichtig,wenn nicht wichtiger wie der Tonabnehmer.
    Bei meiner Piezzo-abgenommenen Gitarre habe ich einen externen Preamp, der schon Wunder bewirkt. Filtert alles spitze im Sound heraus.
    Aber die andere mit B-Band-system ist einfach wärmer und natürlicher.

    Grüße
    Mattzett
     
  9. jens

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    Erstellt: 06.08.06   #9
    Hallo Matzet,

    also jetzt mal konkret:
    Ich habe u.a. eine vollmassive Dreadnought, im übrigen eine Blueridge BR 160 von der ich wirklich begeistert bin - habe sogar dafür eine Martin D 28
    sausen lassen !
    Denn Sound den diese Gitarre unverstärkt rüberbringt, möchte ich jetzt möglichst naturgetreu ( was halt so machbar ist ) auf die Bühne bringen.
    Zur Zeit benutzte ich wie gesagt eine PA-Anlage ohne Akustikverstärker.
    Ich habe mich für B-Band als Tonabnehmer entschieden.
    Frage:
    Welches B-Band System würdest du in die Gitarre einbauen?
    A1 mit o. ohne Preamp, mit Klangregelung ja o. nein?
    Klangregelung, Lautstärke etc. hätte ich ja über den Powermixer, allerdings keine schneller Direktzugriff wie an der Gitarre.
    Sollte ich mir noch einen Akustikverstärker kaufen und diesen zwischen Gitarre und PA dazwischen schalten? Bringt das wirklich im Bandgefüge noch hörbar etwas? Wird das Signal vom Akustikverstärker nicht über die PA wieder verfälscht ( da andere Lautsprecher etc.) ?
     
  10. mattzett

    mattzett Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.08.06   #10
    Hallo Jens,
    war in Urlaub, deswegen so lange keine Reaktion.
    Ich würde B-Band mit Preamp und Klangregelung nehmen.
    Ob das Signal vom Akustik-Amp über Pa verändert wird, hängt vom Techniker ab, aber je besser das Signal und der Sound beim Techniker ankommt, um so weniger sieht er sich genötigt, was zu verändern.
    Seit ich mit Amp spiele, gab's nur noch selten was am Sound der Gitarre auszusetzen.
    Mit dem Amp hast du die Möglichkeit durch die eingebauten Filter, mit mehr Lautstärke und weniger Rückkopplungsgefahr zu spielen.

    Grüße
    Mattzett
     
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