DJ/Eventtechnik Gewerbe anmelden

von TAHL, 12.03.16.

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  1. TAHL

    TAHL Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.16   #1
    Hallo, ich denke die Überschrift beschreibt worum es geht. Was muss ich bei sowas beachten im Hinblick auf Qualifikationen & Versicherung. Macht es Sinn das Gewerbe als als UG oder GmbH anzumelden oder doch eher als GbR.

    Kurze Infos darüber, was in den nächsten Jahren geplant ist:
    - Anschaffung eines Kleintransporter inkl. Anhänger
    - Anschaffung eines Traversenbogen (endgültige Breite: 9m | Höhe: ca .2m über Bühnentischen)
    - Anschaffung eines quadratischen Traversensystems mit einer Höhe von 3m + die Höhe der Ecken (endgültige Abmaße 10m x 10m x 3m)
    - Erweiterung/Flugfähigkeit (innerhalb des Traversensystems) der PA
    - Erweiterung der Beleuchtung
    - Anschaffung von Bühnentischen mit Gesamtfläche von 8mx3m

    Betreuung von Veranstaltungen bis ca. 150 Personen sind mit der aktuellen Technik möglich das ganze soll auf ca. 700 Personen ausgeweitet werden.

    Auszug aus dem aktuellem Inventar:

    2x EV ZLX-12p
    1x Yamaha MG20
    diverse PARs
    Moonflower-Scanner Hybrid
     
  2. Klangwerk Schwelm

    Klangwerk Schwelm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.16   #2
    Hallo Thal,

    hierbei gibt es viele Dinge zu bedenken, die Du besser mit Deinem Steuerberater und Deinem Rechtsanwalt besprichst.

    Hier ein paar praktische Tipps, die Dir bei einer Entscheidung helfen können. Bei einer GmbH gibt es viele haftungsrechtliche Vorteile, aber die Kosten sind direkt hoch. Handelsregistereintragung, höhere Steuberatungskosten beim Abschluß u.v.m. Nicht unwichtig ist, dass Du dem Geschäftsführer (also Dir) ein festes Gehalt mit entspechenden Steuern und Sozialabgaben zahlen musst. Ja, gelegentlich ändern geht (ist aber nicht ohne Gefahren - immer mit dem Steuerberater absprechen!), aber Du kannst nicht jeden Monat Dein Gehalt auf das von der GmbH verdiente Geld abstimmen - im Gegensatz zum Gewerbebetrieb!

    Meine persönliche Meinung: Als Gewerbebetrieb (GbR ab zwei Personen) anfangen und warten, bis ein gleichmässiger Gewinn erzielt wird. ABER: vor dem Beginn von einem Steuerberater ausführlich beraten lassen (Vorsteuerabzugsfähigkeit, Eröffnungsbilanz/vorhandene Sachen u.v.m). Später mit ihm den Zeitpunkt für den Umstieg auf eine GmbH festlegen - wenn überhaupt.

    Darüberhinaus sollte geklärt werde, ob es Unterstützungsmassnahmen bei Firmengründung gibt. Hier kann vielleicht ein Kollege, der vor kurzem gestartet ist, Tipps geben (oder der Steuerberater oder öffentliche Stellen)

    Gruß Jürgen

    Ergänzend noch eine gut gemeinte Warnung - ist zwar ein wenig OT, aber ist möglicherweise bei Deiner Entscheidung zu berücksichtigen - die Steuern:

    Das verflixte dritte Jahr: Im ersten Jahr erzielst Du meist keinen nennenswerten Gewinn. Dies bedeutet, dass Du im zweiten Jahr keine Vorauszahlungen leisten musst (Einkommensteuer/Gewerbesteuer). Angenommen, Dein Betrieb läuft im zweiten Jahr gut - es kommt Geld rein, die Veranstaltungen werden größer - Du kaufst Equipment oder ein neues Fahrzeug.

    Wenn Du dann im Herbst des dritten Jahres Deine Einkommensteuererklärung (für das zweite Jahr) machst, passiert Folgendes: Da die Anschaffungen alle auf X-Jahre (z.B. auf 5 Jahre) abgeschrieben werden, entfallen auch nur ein Fünftel der Kosten auf das "Zweite Jahr" - Du kannst nur ein fünftel davon abschreiben - es verbleibt ein beträchtlicher Gewinn. Da Du nichts vorausbezahlt hast, führt dies zu einer heftigen Steuernachzahlung (Einkommensteuer/Gewerbesteuer/ggf Kapitalertragssteuer). Geld, dass Du durch die Investitionen nicht mehr hast! Aber es kommt noch schlimmer:
    Du musst für das nun schon fortgeschrittene dritte Jahr die Vorauszahlungen nachzahlen! Und möglicherweise auch noch eine Vorauszahlung für das erste Quartal des vierten Jahres.
    Dies ist also nochmal der gleiche Betrag.

    Wenn Du beispielsweise 10 T€ Nachzahlung (für das zweite Jahr) noch überlebt hättest, hauen Dich 20 T€ (inkl. Vorauszahlungen) um - möglicherweise.

    Alles ohne Gewähr - bitte mit dem Steuerberater besprechen.

    Gruß
    Jürgen
     
  3. Wil_Riker

    Wil_Riker Helpful & Friendly Akkordeon-Mod Moderator HFU

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    Erstellt: 13.03.16   #3
    Hallo TAHL,

    es ist sinnvoller, Deinen konkreten Einzelfall mit einem Steuerberater und/oder Fachanwalt vor Ort zu besprechen, als über ein Internetforum.
    Anhand Deines aktuell vorhandenen Equipments geht das aber wohl zu Anfang eher in Richtung Kleingewerbe/Einzelunternehmen, denn größere (öffentliche) Veranstaltungen wirst Du damit kaum bestücken können.
     
  4. Klangwerk Schwelm

    Klangwerk Schwelm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.16   #4
    Ach so,

    für die Gewerbeanmeldung benötigste Du die Genehmigung Deiner Eltern und des Vormundschaftsgerichts. Für den Kleintransporter und den Anhänger brauchts einen Führerschein >:(
     
  5. Mfk0815

    Mfk0815 PA-Mod & HCA Digitalpulte Moderator HCA

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    Erstellt: 13.03.16   #5
    Ich kenne ja die Gepflogenheiten in Deutschland nicht aber kann man sich da nicht auch beim zuständigen Amt unverbindlich informieren was alles nötig ist und womit man rechnen muss. So läufts zumindest bei uns 'in die Berg'.
     
  6. Klangwerk Schwelm

    Klangwerk Schwelm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.16   #6
    Naja, bei der Gewerbeanmeldung kann man sicherlich Fragen stellen und bekommt auch antworten. Aber für eine umfängliche Beratung - Steuern, Zuschüsse, notwendige berufliche Qualifikation u.v.m wird man sich wohl an vielen Stellen informieren müssen. Trotzdem gibt es Stellen, die eine umfassendere Beratung anbieten (Industrie- und Handelskammer oder die Handwerkskammern beispielsweise)

    Manchmal kann man aber auch zu viel fragen ;-). Oder "schlafende Hunde wecken", wie es bei uns im Flachland so schön heißt.

    Gruß Jürgen
     
  7. Mfk0815

    Mfk0815 PA-Mod & HCA Digitalpulte Moderator HCA

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    Erstellt: 13.03.16   #7
    Schlafende Hunde kannst du nur wecken wenn du schon was grenz- bis illegales machst. Bei uns wäre z.B die Wirtschaftkammer oder das Zuständige Gewerbeamt eine gute Anlaufstelle. Man nuss auch erst einmal einen Anwalt oder Steuerberater finden der dich in diesen z.T. Speziellen Themen wirklich auskennt und das nicht nur zwecks Gewinnabsicht vorgibt.
     
  8. TAHL

    TAHL Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.03.16   #8
    Erstmal "Danke" für die Antworten

    Das ist mir auch klar. Vorallendingen der Transporter ist auch noch entfernte Zukunftsmusik.
     
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