Drogen wichtig im Leben?

von Phili, 06.12.04.

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  1. Phili

    Phili Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 06.12.04   #1
    In diesem Thread möchte ich euch fragen, ob ihr Drogen für wichtig haltet und ob ihr in ihnen eine Gefahr erkennt, oder ob ihr sie für harmlos haltet.

    Vorweg: Es geht hier nicht darum, zu sagen, welche Drogen man nimmt und welche man nicht nimmt. Das möchte hier zum einen niemand wissen und zum anderen macht man sich durch derartige Äußerungen strafbar. Vielmehr geht es darum, über das Für und Wieder an Drogen zu diskutieren.

    Vorwiegend sollen hier sogenannte "weiche" Drogen, also Marihuana, Alkohol und Nikotin thematisiert werden. Aber auch diverse Pilze, Kokain, LSD, Speed, usw. Diese Liste stellt keine Gleichmacherei dar (!!!), sondern dient lediglich der Abgrenzung des Gesprächsbereichs gegen etwa Schokolade oder die "Droge" Musik.

    Wie wichtig dieses Thema mitlerweile bereits geworden ist, sieht man nicht zuletzt daran, wie es doch in diversen Chats immer wieder (eigentlich mehrmals täglich) thematisieret wird.


    Meine persönliche Meinung dazu ist folgende:
    Ich denke, jede dieser Drogen ist überflüssig und ein Idealzustand dann erreicht, wenn man glücklich und "high" sein kann, ohne sie. Nicht auf derartige Stimmungs-Korrigierer angewiesen zu sein macht das wahre Glück aus.
    Sie unterscheiden sich für mich deutlich von Dingen wie Schokolade und Musik, da Drogen nach meiner Definition entweder den Charakter eines Menschen verändern oder eklatant seine Gesundheit gefährden. Ersteres ist nach meiner Überzeugung mit so gut wie allen Drogen gegeben, da ich Langzeit-Kiffer in meinem Umfeld habe (und hatte), deren Charakter immer egoistischere Züge annahmen, welche schlussendlich nahe an Größenwahn und maßlose Selbstüberschätzung heranreichten. Desweiteren musste ich in einem anderen Fall mit ansehen, wie ein junges Mädchen durch die regelmäßige Zusichnahme von Pilzen (und sicherlich gelegentlich diversen anderen Drogen) extrem paranoid wurde und am Ende in einer von mir angebotenen Zigarette irgendeine gefährliche Substanz (Gift, Schlafmittel) vermutete. Wo sie heute ist, weiß niemand. Entgegen der häufigen Meinung, "weiche" Drogen wirkten sich nicht auf den Charakter aus, bin ich also aus eigener Erfahrung sehr wohl dieser Ansicht.
    Man könnte nun argumentieren, dass auch Musik die Psyche und den Charakter beeinflusst und man mit ihrer Hilfe zu Dingen fähig ist, die man ohne sie nicht tun könnte/würde. Etwa austicken und amoklaufen. Daran glaube ich persönlich nicht. Ich denke, eine spezifische Musik sucht man sich aus, weil man so ist, wie man ist. Man wird also nicht von der Musik bestimmt, sondern bestimmt sich seine Musik. Deshalb ist es für mich auch nicht schlüssig, die Schuldfrage bei derartigen Amokläufen mit diversen Metalbands oder PC-Spielen zu beantworten. Diese können höchstens Indikatoren einer ohnehin schon verkorksten Existenz sein.
    Dagegen wäre für mich durchaus klar, dass dem Alkohol oder den Pilzen eine beträchtliche Mitschuld zukäme, wenn ein Amokläufer davon beeinflusst wäre. Denn sie verändern, wie gesagt, den Charakter, was nach meiner Meinung die Musik nicht vermag.

    Zu den Drogen, welche den körperlichen Verfall hervorrufen ist zu sagen, dass sich Alkohol und Zigaretten durchaus nicht mit Schokolade oder Fastfood vergleichen lassen. Ich denke, es gibt hier deutliche Unterschiede in der Höhe der Gefährlichkeit, körperlich lebensbedrohlich zu erkranken. Natürlich sind Diabetes und Knochenprobleme ernstzunehmende Gefahren, jedoch weitaus weniger drastisch, als Lungenkrebs oder totale durch Alkohol hervorgerufene Demenz. Trotzdem bleibt natürlich solch eine Trennung immer grenzwertig und eine exakte Grenzlinie kann nicht gezogen werden. Ich denke, da wird uns die Wissenschaft in den nächsten Jahren noch einige neue Erkenntnisse liefern.

    Nun kann man natürlich behaupten, dass man seinen eigenen Konsum unter Kontrolle halten kann und dadurch mit einem kontrollierten Genuss lebt. Daran glaube ich allerdings leider nur in den seltensten Fällen. Es mag solche Menschen geben, jedoch sind diese nach meiner Einschätzung durchaus nicht die Mehrheit. Auch ein Heroin-Abhängiger würde sicherlich behaupten, er sei überhaupt nicht abhängig, wenn er an den nächsten Schuss kommen möchte. Ich bitte ausdrücklich darum, dieses Beispiel nicht als Eins-zu-Eins-Vergleich auf die weichen Drogen zu beziehen, wohl aber die Kernaussage!

    Übrigens saufe auch ich mich manchmal maßlos zu, oder rauche mal etwas mit. Es ist also keineswegs so, dass ich in meiner Ansicht irgendwie fanatisch bin. Jedoch besitze ich die gesunde Urteilskraft, mich von diesen Dingen zu distanzieren, wenn es um die Überlegung geht, ob sie mir gut tun. Natürlich weiß ich also, dass dem nicht so ist. Genauso, wie das Essen bei Burger King nicht wirklich gesund ist- aber dennoch tue ich es ab und an. Einer solchen Abstraktionsleistung bleibt mein Geist dennoch nicht verwehrt.

    Wir dieser Thead in einer unsachlichen Diskussion enden- wie an anderer Stelle bereits schon einmal- weil einige User nicht fähig sind auf argumentativer Basis miteinander zu kommunizieren, muss er gegebenenfalls wieder geschlossen werden. Ich jedoch hoffe auf eine konstruktive und fruchtbare Diskussion.
     
  2. Matkra

    Matkra Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #2
    Gefährlich sind Drogen sicher.Aber das Leben ansich ist gefährlich... ;)
    Gefährlich sind natürlich v.a. die harten Drogen und nicht zu vergessen
    (da meiner Meinung nach viel schlimmer noch) die Bio-Drogen.
    Die einzige Droge,die ich öfters konsumiere,ist Alkohol.. :D
    Bei Wikipedia kann man (wie so oft) vieles über Drogen lesen. :)

    Ich konnte es mir nicht verkneifen. :o
     
  3. dogdaysunrise

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    Erstellt: 06.12.04   #3
    Ich hatte mal sehr viele durchprobiert, aber aus heutiger Sicht finde ich Drogen sehr schlecht, egal ob Alkohol, Zigaretten, Dope, Coke, whatever....
    Es ist schlecht fuer den Koerper, vernebelt die Sinne, teilweise mit langzeitschaeden usw. usw. usw.
    Drogen, absolut NEIN! Bullshit, den keiner brauch, ausser vielleicht diejenigen, die die Realitaet nicht verkraften und deshalb fluechten muessen, frueher oder spaeter werden sie dann aber eh in die Realitaet zureuckgeholt und dann sogar ziemlich Brutal oder segnen eben das Zeitliche.
    Ich zu meinem Teil bin hier um mein Leben zu geniessen und zwar mit klaren Sinnen, Drogen kann nehmen wer will, ich will und brauch sie nicht.
     
  4. rheadude

    rheadude Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #4
    Hab auch schon vieles durchprobiert, wobei ich so en Kack wie Pilze und LSD gelassen hab, ich war mehr im anderen Lager anzufinden. Wieso? Pilze und sowas bergen für mich mehr das Abkackrisiko, also dass du da mal hängen bleibst ist wahrscheinlicher als beim annern Zeuch.
    Die Zeit war geil, das Runterkommen weniger, da wird man so richtig eklig depressiv und das macht keinen Spaß. Deshalb hab ich heute bis auf Alkohol keine Laster und das auch nur am Wochenende. Weil man den Scheiß auch früher zu übel getrieben hat (zwar nie unter der Woche, dafür am WE fertige Sessions) hab ich das körperlich sehr intensiv wahrgenommen, deshalb will ich gar nicht wissen, wie sich sowas bemerkbar macht, wenn man es übertreibt. Aufhörn tuts, wenn Kumpels nicht mehr runterkommen und immer weitermachen. Die Phase von ca. 3 Monaten war bei mir wieder so schnell vorbei, wie sie angefangen hat. Viele mögen mich jetzt als Weichei bezeichnen, aber ich weiß wie Scheiße diese 3 Monate schon waren.

    Da sauf ich lieber gepflegt einen!
     
  5. JimmyPage

    JimmyPage Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #5
    Jim Morrison hat glaub ich mal gesagt; "Alle Dinge sind Drogen...nur auf die Dosierung kommt es an!"

    Naja,der Kerl muss es ja wissen ;)
     
  6. wary

    wary Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #6
    @ Phili : Gibs doch zu, den Thread hast Du nur gemacht um ein par überschüssige User loszuwerden :D

    iss nur Spass


    @topic : Ich stimme dir absolut zu, dass der beste Zustand das Glücklichsein ohne zuhilfenahme von Drogen ist! Ob Drogen alleridings ein möglicher (wenn auch nicht der optimalste) Weg zur Glückseligkeit sind ist fraglich! Abgesehen vom Alkohol halte ich mich von allen Drogen fern (bi n auch vil su bsofn um noch was su rauchn :D ), allerdings habe ich auch genügend Freunde gehabt die das in Holland legale Zeug konsumiert haben! Ganz ehrlich, alle die es über längere Zeit taten haben sich stark verändert, wurden richtig träge und sehr egoistisch. Ich denke man sollte sich vor jedweger Verharmlosung von Drogen (auch Alkohol &Co) verwahren, ob man sie deswegen strikt verteufeln kann/sollte ist in meinen Augen diskutabel
     
  7. migu

    migu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #7

    Ich denke das ist der Punkt....wenn ich auf etwas angewiesen bin!!...
    nehme ich eine Droge, bei der ich mich wohlfühle, ich aber genausogut diese Droge nicht nehmen muss, um mein Leben zu meistern, dann bin ich in der Lage diese Droge auch weg zu lassen, deswegen ist eine Droge überflüssig, und trotzdem nehme ich Sie...warum?? Weil es cool ist, weil ich eben doch nicht ohne kann.....vermutlich!

    Beispiel...Nikotin...Einstiegsdroge, die aus einem Gruppenzwang erwächst....man ist als Teen cool wenn man in der Gruppe raucht! Schnell ist der Alkohol dabei...auch cool, weils alle machen...nicht nur die Kumpels auch die Eltern/Geschwister!
    Ob Hasch eine Einstiegsdroge ist wage ich zu bezweifeln....Nikotin und Alkohol kommen viel früher und die werden frei Vertrieben, und vom Staat akzeptiert, weils Geld bringt.Abhängig wird man davon viel schneller!!

    Und doch....ich rauche auch, und hin und wieder trinke ich ein Bier....mmmhh....Nikotinmässig bin ich sicher abhängig, teuer ist es auch! Warum kann ich auf Feiern nicht auch sagen, nö also heute trinke ich kein Alkohol!!! Ein zwei Bier sind immer drin, und meine Frau fährt eh! Wenn ich also schon bei diesen beiden Drogen versage, wie wäre es denn, wenn ich Hasch nehmen würde? Ich meine regelmässig!!! Da wäre ich auch nicht in der Lage das unter Kontrolle zu halten....niemals nicht!
    Ein Freund von mir hat es geschaft....Alles bis auf "H" ausprobiert, und von heute auf morgen nichts mehr...nur die Musik und Computer als Ersatzdroge...naja, das lass ich mir gefallen.
    Ich denke ich brauche das auch nicht, aber gerade beim Nikotin fällt es mir schwer! Ich hab schon mehrmals aufgehört, und wieder angefangen( 1 - 2 Jahre danach)...immer wenn ich morgens aufwache und husten muss, mir der Hals weh tut, und ich mir sage....na eigentlich musste mal aufhören, dann fällt es leicht(er), aber bei der nächsten Stresssituation ist der Stengel wieder da! Auf Alkohol könnte ich verzichten, aber auch da........
    Harte Drogen sind wohlweisslich verboten, aber sollte nicht überlegt werden, ob nicht alle Drogen verboten werden sollten? Ist einfacher für die "Einsteiger" aber die Kriminalität würde sicher zunehmen....wie bei den harten Sachen auch! Und über Geld würde man es eben auch nicht schaffen (siehe Zigaretten)...irgendwie schaffst Du es doch die 4 EUR für die Packung zusammen zuraffen...und die Kröten für den Shit kriegst Du auch noch hin! Also wie soll man es machen?
     
  8. rheadude

    rheadude Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #8
    Im folgenden Text zitiere ich einen Versicherungskaufmann im LSD-Selbsttest (aus dem Handbuch der Rauschdrogen, ersch. 1971)


    "Einige wundervoll vielfarbige geometrische Muster, leuchtendes Feuerwerk. Und sie kommen und gehen tausendmal jede Sekunde. Aber da ist etwas Komisches mit ihnen: das alles spielt sich 20.000 Meilen unter dem Meer ab.....Stell dir eine schnurgerade natürliche Höhle vor, und du hast es. Nur dass diese Höhle eine riesige, urtümliche Vagina ist. Es ist nicht die Vagina irgendeiner Frau, die jemals lebte. Es ist ihrer Dimension nach die Vagina schlechthin, eine Höhle, aber eine Höhle, deren Wände aus einem pulsierenden, pochenden, vaginalen Material bestehen - dekoriert, wenn du willst, mir Hunderten von Brüsten. Aus dieser vaginalen Höhle fließt unaufhörlich ein klebriges, beigefarbenes, plastillinähnliches Material. Wunder an schöpferischer Leistung entstehen, während dieses Material austritt. Es ist eine völlig unkontrollierte Selbst-Schöpfung: vollkommene Kunst, doch ohne Künstler. Diese Kunst erschafft das Plastillin-Material aus sich selbst, während es aus der vaginalen Höhle strömt, es wird zähflüssig und dünn, gewinnt das Aussehen von Elfenbein und formt sich endlos wie tausendundeine Statue. Anfänglich hat diese Gruppe von Statuen eine deutlich hinduistische Aura, das gesamte Pantheon von Hindu-Gottheiten, von Göttern und Göttinen fließt sanft vorbei, eine nicht endende Prozession. Dann ändert sich das Bekenntnis und die exquisiten Elfenbein-Formen werden zu einer Sammlung von Buddhas und Bodhisatvas. Jetzt verläßt Indien die Szene und wird ersetzt durch Statuen von reicher persischer Zeichnung, so, als seien sie soeben von persischen Vasen und Gefäßen herabgestiegen und hätten sich hundertfach vergrößert, wären geschmolzen und nun gegossen in der jetzt elfenbeinfarbigen , plastischen Substanz, die immer noch endlos aus der gigantischen Vaginahöhle fließt. Persien tritt zurück und jetzt sehe ich die Schöpfungen als große Kopien der Gestalten in Michelangelos Gemälden in der Sixtinischen Kapelle. Ich fühle mich weder als Maler noch als Bildhauer, doch indem ich fühle, dass die Kunstfertigkeit die des plastischen Materials selbst ist, nicht meine eigene, habe ich ein warmes inneres Gefühl großer Schöpferkraft. Ich fühle, ich übertreffe Michelangelo und Leonardo da Vinci zusammen..." (zitiert nach Cohen)

    Man erkennt klar die Gefahr, den total Trip zu kriegen, aber ich hätte da echt mal Lust drauf. Aber mein Verstand sagt mir: Laß es!!! Keine Lust nen Horror zu kriegen oder hängenzubleiben. Trotzdem interessante Story eines Versicherungskaufmannes (Mann, die haben es in den 70ern echt wild getrieben!!!)
     
  9. Voodoo22

    Voodoo22 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #9
    Drogen... schlimmes Thema,

    Weiss da garnicht wo anfangen, hab schon vieles erlebt und erlebe es teils immer noch. Rede jetzt nicht nur vom Kiffen, saufen und Nikotin.
    Der Einstieg ist sehr, sehr schnell gemacht. Jedoch ist das aufhören eine der härtesten angelegenheiten überhaupt. Klar wenn einer mal probiert hat, ihm dabei schlecht wurde und dann beim nächsten mal nein sagt, und dann aber behauptet aufhören ist leicht, dann weiß er nicht von was er redet.
    Viele in meinem Freundeskreis sind Langzeitkiffer. Also jeden Tag und dann hin und wieder auch mal vollgas. Man merkt es ihnen schon an, nicht das sie sich krass verändert hätten, jedoch wird man einfach ein bisschen weich im Schädel... wirklich!! Das Kurzzeitgedächtnis leidet schon sehr darunter. Kann jetzt nicht sagen das irgendjemand egoistisch oder überheblich geworden ist, sondern eher das Gegenteil. Das heisst eher schwaches Selbstbewusstsein bis hin zu Depressionen.

    Und die meisten sagen wie oben eh schon erwähnt "ich bin doch nicht süchtig"... aber ich hab letztens mal allen gesagt hört doch einfach mal für eine Woche auf und siehe da, jetzt siehts jeder ein. Jedoch man unternimmt nichts dagegen...
    Ich sag zum glück gehts jetzt in meinem Freundeskreis "nur" um Dope und Mushrooms (aber sehr selten).
    Dem restlichen zeugs (hab eigentlich schon alles durchprobiert) hab ich schon lange entsagt.

    Das schlimmste erlebnis meinerseits war und ist wohl wenn man seinen besten Freund verliert.
    Das war das ärgste... hat aber nicht nur mit Drogen zu tun.
    Mit 12 wurde er von der Mutter verlassen...Vater wollte nichts wissen. Mit 14 angefangen zu kiffen und mal alles durchprobieren.
    Mit 17 so alleine zu sein das es weh tat und so stark Akne haben das man so sehr sehr sehr starke Tabletten bekommt das man auf die einnahme sehr achten muss. Er hat es nicht getan und die starken dinger teils mit Alkohol und sonstigem eingenommen. (Zb Ach jetzt hab ich sie morgens vergessen...tja dann nehm ich jetzt halt 2)
    Gab ja niemanden der auf ihn aufpasste (sprich mutter oder so).
    Ging nicht lange und man konnte ihm förmlich ansehen das er nicht mehr wirklich will... Blass im Gesicht, redete wirres zeugs, entfremdete sich von uns, selbst zugefügte schnitte überall usw.
    Dann noch "hardcore-kiffen" und Alkohol bis er Halutinationen hatte und man ihn schlißlich mit 18 einliefern musste. Man stellte eine starke Psychose fest und blieb über 1 Jahr in der Psychiatrie... kam raus... wurde mit 20 Vater :( ... Frau hatte ihn verlassen... Kam wieder für 1/2 Jahr Psychiatrie
    Kam raus... Umfeld hatte sich sehr verändert (Freunde hatten ihre eigenen Wohnungen, Frauen, kinder usw.)
    Konnte den Anschluss nicht mehr finden und kam in son Heim ... 1/2 Jahr später wurde er wieder eingeliefert wo er bis heute noch ist.
    Er wird es niewieder schaffen ein normales Leben zu führen.

    Sorry war teils OT aber irgendwie auch nicht.
    Immerhin waren Drogen für ihn eben eine Art Flucht aus der Realität, jedoch konnte er nicht mehr zurückfinden.
    Und die Doktoren meinten eben auch das es vom vielen vielen Kiffen und saufen kam (+Einsamkeit) . Das heisst eben das auch "weiche" Drogen das Tor zur Hölle öffnen können.
     
  10. Bleecker Street Boogie

    Bleecker Street Boogie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #10
    Die schlimmste Droge für mich ist Knoppers. Teufelszeug, davon komme ich nicht mehr weg und ich brauche mehrere davon in der Woche. Das hätte ich mir nie träumen lassen, aber es ist so gekommen. Ich hoffe, dass ich davon bald loskomme, so wie vom Fastfood.

    Wer sich über Drogen mit allem drum und dran informieren möchte, kann auf meinen Namen klicken und auf meine angegebene Homepage gehen. Sie ist zwar auf englisch, aber da stehen recht ausführlich die Zusammensetzungen, Herkunft, Wirkungsweisen, etc. beschrieben. Zudem ist es eine Seite, wo man Bilder und andere Kunst verschiedener Künstler finden kann, das meiste unter Drogeneinwirkung entstanden. Strange Sachen dabei.


    Die meisten erinnern sich noch an meinen Fallout-Avatar und meine Signatur mit dem Absynth-Link. Davon bin ich nach Jahren der Benutzung abgekommen, weil das nicht mehr mit meinem Weltbild über Drogen übereinstimmt. Ich bin gebürtiger Pole, und mir ist aufgefallen, dass es in meiner Familie fast nur Alkoholiker gibt. Die sind noch nicht mal blöd oder hoffnungslos, sie trinken aus Gewohnheit und Tradition. Ich habe den Trend lange Zeit mitgemacht und mir nichts dabei gedacht, aber im Nachhinein betrachtet ist eine Alkoholvergiftung mit 8 Jahren wohl ein bisschen früh als Einstieg. Zwischenzeitlich habe ich zwei Flaschen Tequila oder Wodka auf den Abend verteilt trinken können und konnte danach noch gerade laufen. Osteuropäer haben da andere Magenschleimhäute die sowas erlauben, oder so, ich weiß nicht genau. Der einzige Effekt, den dies auf mich hatte war, dass ich müde wurde und das sog. Whiskey-Dick-Syndrom. Und ernsthaft, wenn man sowas aushalten kann, dann hat man eine Vorgeschichte mit sehr viel Übung, und das ist nicht wirklich gut und es ist auch nicht cool. Alkohol ist kein Problemlöser oder Gedächtnislöscher. Na doch, die positiven Erlebnisse werden gelöscht. Die negativen bleiben, weil man sie sich ja jeden Tag vor Augen führt und doch gerade ihretwegen trinkt. Das Pröblemlösen klappt nicht, es kippt ins Gegenteil. Das sehe ich an meiner Familie. Es ist mir unangenehm mit ihnen im selben Raum zu sitzen. Ich hasse ihren Blick, wenn sie angetrunken sind. Er wird richtig hohl und die Augenlider senken sich. Sie fangen an zu taumeln und ihr Hirn fährt ziemlich runter. Sehr peinliche Sache. Und das erlebe ich fast tagtäglich. Ich habe vor meinem geistigen Auge nahezu meine ganze Familie schon mehrfach auf sehr grausame Weise getötet, weil das echt an meiner Substanz nagt. Sie bleiben nicht unter sich, sondern wollen mich immer mit einbeziehen, und ich kann es einfach nicht sehen, dass sich Menschen, die ich ursprünglich mal gelibt habe, was sich geändert hat, mittlerweile, nicht mehr normal verhalten können, das sind andere Menschen. Sehr lästige und unangenehme Menschen. Ich hasse das.

    Ich habe einer Muslimin mein Ja-Wort gegeben, und das war vielleicht meine Rettung. Moslems ist es per se untersagt zu trinken. Sie befolgt das und ich gleich mit, weil ich nicht vor ihren Augen saufe. Würde ich mich betrinken und dann fehlverhalten, könnte ich das später nichtmal vor mir selbst entschuldigen, und ich weiß auch, was ich in ihr damit anrichten würde, und so lasse ich es lieber sein. Alkohol ist höchstens ein Lockerungsmittel. Mit ist ein Konzertbesuch einfach cooler, und oft kann man auch ein bisschen die Hemmungen verlieren um jemanden anzusprechen oder so, aber das funktioniert schon nach einem Glas, danach kehrt sich die Wirkung um, weil man die Kontrolle über sich verliert und sich voll zum Hansel macht. Alkohol hat sogar eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und wirkt auch bis zu einer gewissen Menge Leistungssteigernd. Aber die Menge macht das Gift, und die, sollte ein jeder wissen, sollte lebenslang sehr niedrig gehalten werden. Bei mir ist seit langem ein halber Liter Bier oder Wein erlaubt, grundsätzlich nicht mehr, also immer so, dass ich noch uneingeschränkt autofahren könnte. Was ich dann aber auch nicht tue. Halber Liter, das war's. Drogen sind ein Scheidungsgrund. Ein sehr legitimer, wie ich finde.

    Mit Marihuana hab ich auch so meine Erfahrungen. Einmal Atemstillstand mit Feuerwehr reicht mir. Passiv beim Konzert ist schon ganz witzig, aber ich fasse ich keinen alternativen Tabak an. Meine Entscheidung für mich. Soweit ich das sehe, benötige ich unter meinen Lebensumständen keine Halluzinogene.

    Halluzinogene sollte man übrigens nur nehmen, wenn man ein reines Gewissen hat und gut gelaunt ist. Diese Substanzen verstärken nämlich beides, und das ist der Effekt. Bei guter Laune und keinen leichen im Keller sieht man Blümchen, Farben und Muster, wenn die Seele leidet, kann man wirklich sehr krasse Dinge erleben, aus denen man nicht mehr aufwachen kann. Ich selbst habe nach Einnahme mal gedacht, ich sehe den Tod und Dämonen, und scheisse ja, ich habe richtig Angst gehabt, und der Trip wollte einfach nicht enden, weil die Wirkung von Halluzinogenen seeehr lang andauern kann.
     
  11. rheadude

    rheadude Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #11
    Jo Voodoo. Die Story mit deinem Kumpel ist krass, trotzdem ist bei jedem die psychische Anlage anders. Ich will nicht sagen, er sei selbst Schuld, ich kenne ihn nicht und auch seine Situation nur aus deinem Post.
    Wer aber denkt, Drogen jedweder Art könnten irgendwie Probleme lösen oder verlagern und man ist dann wieder glücklich, der ist einfach bescheuert. Würde mir mein gesunder Menschenverstand nicht sagen - Alter, laß so einen Scheiß - dann würde ich vor lauter Problemen und Streß schon längst ein abgefuckter Junkie sein.
    Solange man unterbewußte Psychosen hat und diese nicht verarbeitet, bewirken Drogen eine freisetzung dieses Unterbewußtseins und die Folgen sind wirklich krass teilweise. Deshalb sollte für solche Leute die erste Droge, die man wöchentlich nimmt, der Psychiater oder Psychotherapeut sein. Wenn ihr in eurem Freundeskreis nicht fähig seid, diesen Kumpel an eine solche Stelle weiterzuleiten, dann seid ihr selbst Schuld. Du sagtest doch, es sei dein bester Freund gewesen, warum hast du dir nicht selbst den Arsch aufgerissen und ihm geholfen?
    Sorry, ich will da nicht anmaßend werden, aber das hört sich halt so an, als hättet ihr in ALLE alleine gelassen. Dann lag das alles aber nicht an Drogen, sondern seinem Freundeskreis.


    Milosz, laß die Finger weg von Knoppers, am Anfang schmecken sie noch.....
     
  12. Fischi

    Fischi Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 06.12.04   #12
    drogen: nein danke

    Ich bin nichtraucher, nehme keine drogen, kein gras. das einzige was ich ab und zu mach ist, daß ich mir mal so richtig die kante geb. aber das brauch ich auch nicht unbedingt. und das letzte mal, daß ich einen rausch hatte, ist jetzt auch schon ein knappes halbes jahr her.

    wenn man alkohol trinkt oder gras raucht ( was bei der heutigen jugend ja schon als so normal wie das bier zum abendessen am freitag abend einzustufen ist ), weil es grad gemütlich ist, man party mit seinen freunden macht, man grad spaß hat o.ä., dann ist da nichts gegen einzuwenden. Sobald man aber Alkohol oder gras braucht, weil man sonst keinen spaß haben kann, dann würd ich mir schonmal überlegen, ob mit einem was nicht stimmt.

    und die zigarette....naja.....ist halt ne alltagsdroge. und ich bin leider daran gescheitert das meinen freunden abzugewöhnen. ne freundin von mir hat 3 wochen ohne durchgehalten und mein bruder ist grad ernsthaft am aufhören ( gottseidank )

    andere drogen kommen mir nicht ins haus. und falls ich irgendwann mal einen meiner freunde mit "harten" drogen erwischen würde, dann wird er ordentlich haue von mir bekommen


    aber...gibts überhaupt ne abgrenzung zwischen harten und weichen drogen?? klar.....die weichen drogen wirken anders, machen nicht so schnell abhängig....aber es sind und bleiben drogen ( und da lass ich nikotin und alk auch nicht aussen vor ) und machen, wenn man es übertreibt, abhängig

    in meinem bekanntenkreis gibt es ein krasses beispiel.
    dieser jemand hatte vor ein paar jahren regelmäßig ziemlich viel gesoffen und gras geraucht. nicht mehr ( soweit ich weiß zumindest ), also die "weichen" drogen. naja....vor ein paar jahren fing es dann an. epileptische anfälle. und die waren nicht von schlechten eltern. anfangs hatte er sie nur nachts. die waren dann aber so heftig, daß er am nächsten tag nicht zur schule konnte. durch diese anfälle wurde sein hirn so dermaßen in mitleidenschaft gezogen, daß man regelrecht zusehen konnte, wie er "verblödet" ist. damals ( 2003) konnte man sich noch mit ihm hinsetzen und sich gut mit ihm unterhalten. heute....naja....ich sag mal....sooo viel sinnvolles kommt da nicht mehr raus. sein abi hat er nicht geschafft ( wobei....er war auch stinkendfaul ).
    er hat jetzt zwar einen ausbildungsplatz, aber er ist ein mensch, den man ungern trifft. er ist agressiv, trinkt viel usw.
    und das "nur" durch weiche drogen.

    ich kann nur noch mal das wiederholen, was ich am anfang gesagt hab, hin und wieder mal alk, gras oder kippen....ist ok. wenn man es aber braucht um zu leben, um "den ganzen scheiß zu ertragen", dann sollte man echt mal über nen entzug nachdenken!!

    die einzige droge, die man wirklich braucht ( ich zumindest ) ist die liebe. nicht nur die liebe zu einer speziellen person, sondern auch die platonische liebe seiner freunde, das gefühl jemanden zu haben, und nicht zuletzt die liebe zu seiner familie. das ist die einzige "droge" die zumindest ich ( und ich denke / hoffe mal, daß es euch net anders geht ) zum leben wirklich brauch. und....auf entzug von dieser droge setz ich mich garantiert net :D



    [edit]
    noch was.....wenn jemand drogen nehmen sollte und schon den führerschein besitzt. nehm deine drogen, aber lass dann die hände vom steuer. wenn du dich dann alleine in den tod rennst, ist das zwar tragisch für deine familie, aber man kann zumindest sagen: "selbst schuld. hättest du halt net mehr fahren dürfen" ( so drastisch das jetzt auch klingt ). aber das risiko, daß du jemanden unbeteiligten in lebensgefahr bringst, kannst du nieeeeeee (!!) vermeiden.

    mir ist das risiko viel zu groß. für mich gibts am steuer nur die 0 Promille grenze. kein 0,5, kein 0,3 sondern 0,0. ich geh nichtmehr ans steuer, wenn ich ein 0,5er bier getrunken hab. das mag für einige vielleicht übertrieben klingen, aber ich würd auf mein lebtag net mehr froh werden, wenn dann was passieren würde!!
     
  13. R?nsid dr?lf

    R?nsid dr?lf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #13
    Mich würde mal interessieren, wär von euch Erfahrungen mit Diazepam gemacht hat? Besonders im Zusammenhang mit Alkohol? Gruß matze...
     
  14. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #14
    Von solchen Kombinationen kann einem mal ganz schnell die Pumpe stehen bleiben...
    Ich habe viel Erfahrung mit Unterhaltungschemie und rate ab!!!
    Irgendwann bekommt man die Rechnung...Magen, Leber, Pumpe, Gehirn...diese Organe vergessen nicht!!!
    Macht lieber Musik :great:
     
  15. rheadude

    rheadude Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #15
    Da hast du vollkommen recht, aber viele Leute kennen diese Liebe nicht, weil es heutzutage in vielen Freundeskreisen als offiziell "schwul" gilt, sich richtig aufrichtig unter Männern zu mögen. Das nimmt zwar mit dem Alter ab und es kommt auch auf die Leute an, aber in den meisten Gruppen ist es so.
    Ich will die Drogen und deren Folgen nicht verharmlosen, aber wenn man selbst weiß was man tut, dann kan man eigenverantwortlich alles nehmen, wozu man Lust hat, solange man niemand anderen damit in Mitleidenschaft zieht.
    Das jemand so langsam geistig abnimmt hat aber nichts mit epileptischen Anfällen zu tun.
     
  16. Fendi

    Fendi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #16
    Ich war mal eine ganze Zeit lang von Diazepam anhängig. Natürlich auch mit Alkohol kombiniert.
    Ich hab das Zeug in relativ hohen Dosen täglich geschluckt (ca. 60-100 mg).
    Der Effekt war das man zu Anfang keine Probleme mehr sah und ich sehr Aktiv geworden bin, aber dennoch beruhigt. Also wirklich diese rosa rote Brille auf hatte. Kurzzeitgedächtniss hatte ich eigentlich nicht mehr wirklich.
    Aber an einem gewissen Punkt hab ich doch gemerkt was ich mir antue. Naja, eher da wo ich keine mehr bekommen habe. Die eigene Persönlichkeit ändert sich so gravierend und man selber merkt es eigentlich gar nicht. Nur die Kollegen haben es gemerkt und mich darauf hinggewiesen. Was ich mir auch zu Herzen genommen habe, denn ich hatte ja eine Langzeittherapie erst hinter mir und wollte eigentlich abstinent leben. Naja, ich bin heute sauber, aber von Zeit zu Zeit hatte ich seit meiner Therapie (bis heute 5 Jahre) ca. 3-4 Rückfälle mit Medikamenten. Gegen illegale Drogen bin ich aber bis heute standhaft geblieben und denke ich bin auf einem sehr guten Weg. Man ist vor kleineren Rückfällen nie ganz gefreit und wenns mal passiert ist es wichtig so schnell es geht was dagegen zu unternehmen!

    Der Entzug von Diazepam ist finde ich ziehmlich schlimm. Vorallem psychisch(Selbstmordgedanken, Depression, Angst, Schweiß, Übelkeit und evt. Krämpfe. Gar nicht gut, aber ich habs nach drei Anläufen gepackt und bin dann freiwillig hier in die Tagesklinik um mit mir selber nochmal klar zu kommen.
    Jetzt bin ich wieder seit ca. 2 Jahren clean. Alkohol trink ich ab und zu, aber ehrlich gesagt will ich darauf auch nicht verzichten.

    Fazit: Drogen, Medikament die abhängig machen sind scheiße, weil sie auf einer Seite sehr gut Schmerzen aller Art lindern können, aber auf der anderen Seite mindestens genauso viele negative Eigenschaften haben und die bekommt man früher oder später auch zu spüren!
     
  17. thomas.h

    thomas.h Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #17
    Ich sehe es auch so, dass Drogen für Glück nehmen geistig sehr arm ist.
    Das Leben besteht aus Herausforderungen, ohne diesen ist es nichts andres als ein Haufen voll Langeweile.
    Wenn ich ein Stück auf der Gitarre lernen will, dann lern ich das, kostet mich zwar Kraft, aber am Ende freu ich mich. Wenn ich jetzt im übertragenen Sinne eine Gitarrendroge nehme und für ein Solo einfach eine Pille nehme, wo bleibt die Herausforderung/Erfüllung? Glück sollte man erarbeiten, geschenktes, gefälschtes Glück ist irgendwie peinlich und nicht besonders erfüllend...

    Ich benötige absolut keine Drogen, auch keine legalen. Da fällt einem dann besonders auf, wie die Gesellschaft widersprüchlich und drogenfixiert ist. Jeder wird gezwungen, Alkohol zu trinken, die Feste gibts 90% zum Besäufnis, aber illegale Drogen, die ja auch nichts andres sind, werden verdrängt...
     
  18. Hellfire

    Hellfire Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.04   #18
    Also ich halte absolut nix von Drogen. Ich habe zu viele Menschen erlebt, die sich durch sowas alles kaputtgemacht haben, von der Schule geflogen sind und jetzt ohne Hauptschulabschluss vergeblich versuchen, nen Job zu bekommen. Auch Alkohol ist Mist, wenn man ihn missbraucht. Wenn man schon meint, mal nen Joint ziehen zu müssen, dann doch aber bitte gemäßigt. Bei harten Drogen seh ich das jedoch kritischer: Diese verabscheue ich und ich hatte auch noch nie mit Leuten zu tun, die sowas konsumieren - Gott sei Dank. Klar sagen hinterher immer alle, dass es doch so schwer ist, wieder davon loszukommen, aber auf die Idee, mal vorher das Gehirn einzuschalten, kommen die wenigsten. Ich finde das echt schade. Und ich sehe auch Zigaretten durchaus als Einsteigerdrogen. Viele Leute, die ich so kenne, haben mit Kippen angefangen und sind jetzt bei Alkoholexzessen und Marijuana. Wenn man dann mal was sagt, heißt es gleich, man würde den Leuten den Spaß verderben wollen. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, Spaß zu haben - zum Beispiel ein Instrument. Mir kann keiner Erzählen, dass Drogenkonsum das einzige im Leben ist, das einem den Kick gibt oder Freude bereitet.
     
  19. Fischi

    Fischi Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 06.12.04   #19
    doch. es ist der hauptgrund. mit dem rauchen hat er nämlich schon seit jahren aufgehört.

    bei jedem epileptischen anfall sterben gehirnzellen ab. und er hat sehr heftige anfälle. ich weiß nicht, ob das bei jedem epileptiker so ist, bei ihm ist es zumindest so.
    und...er sollte auch aufhören zu saufen. das trägt da garantiert auch bei!! da haste recht
     
  20. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 06.12.04   #20
    Genau das denke ich auch von Rauschmitteln.

    Man wählt sie aus, je nachdem, wer man ist. Extrem labile Leute landen gleich bei heroin, andere sind "nur" Dauerkiffer, wieder andere aber haben kein Problem damit, sich nur alle 5 Wochen mal ne kleine Tüte zu rollen. Ohne davon in irgendeiner Weise physisch oder psyschisch abhängig zu sein.


    Deshalb unterscheide ich zwischen

    a: Drogen, die IMMER Drogen sind, nämlich Opiate, Koks und Co, also Stoffe, mit denen auch ein vernünftige Mensch NICHT umgehen kann, eben weil diese Stoffe keinen vernünftigen Umgang erlauben. Bereits die kleinste Menge kann beim ersten Mal abhängig machen. Physisdch zudem, also mit enormene Nebenwirkungen phsischer und psyschischer Art beim kalten Entzug.

    b: Stoffen, die Droge sein KÖNNEN, wenn man sie entsprechend hoch dosiert und oft nimmt.

    Kleine Mengen Alkohol, Niktoin oder Cannanbis sind jedoch weder aus gesundheitlichen Gründen, noch aus Suchtgründen zwangsläufig Drogen. Hier zählt schlichtweg die Menge.

    Jeden Tag ein Glas Wein ist überhaupt nicht schädlich. Jede normale Leber und jedes Hirn verträgt das ohne negative Nebenwirkungen. Zuviel Alk dagegen führt in Abhängigkeit oder, im Extremfall, zum Tod. Hier macht es schlichtweg die Masse.

    Alle paar Tage eine (echte) Pfeife ist für die Lunge ebenfalls unschädlich. (ein Tag in Kairos Abgasen is wahrscheinlich härter :-) ). Die Lungenhärchen werden deshalb nicht beeinträchtigt, ihre normalen Reinigungsprozesse durchzuführen. Bei ner Schachtel am tag siehts dagegen anders aus. Hier haben wir sowohl die gesundheitlchen Nebenwirkugen, als auch eine psychische UND physische Abhänggkeit.

    Alle paar Wochen eine Tüte ist ebenfalls harmlos. Der THC-gehalt ist verschwindet gering, die Teerstoffe etwas höher als bei Zigaretten, aber dafür isses ja auch nur eine Tüte im Monat. Kalten Entzug gibts nicht. Bleibt die psychische Abhänggkeit, die aber wie bei Nikotin oder Alk erst in hohen Dosen und Dauerbelastung eintritt. (THC hat vielleicht ein 100stel der Wirkung einer echten psychischen Droge wie LSD)

    Fazit: bei einigen Stoffen gibt es einen Wandel je nach Menge und Dauer. Diese Stoffe KÖNNEN Drogen sein, sind es aber nicht zwangläufig. Bei anderen Stoffen dagegen kann der erste Schuss der goldene sein...

    Da vernachlässigst du die Psyche aber enorm. Musik oder Gewaltvideos könenn natürlich die Hemmschwelle runtersetzen. Wenn dir jahrelang das Einprügeln auf unschuldige Menschen als "normal" dargestellt wird, wenn auch "nur" im Spiel (das Spiel ist aber Abbild der Realität und nur Ersatz für die nicht ausgelebte Reaität), dann ist es kein wunder, wenn die Leute irgendwann dran glauben, dass es normal ist.

    Spiele sind nicht einfach nur Spiel. Was soll der Sinn dahinter sein, jemanden niederzuballern, wenn man es nicht wirklich will? Juristisch ist ne Tat erst ann eine Tat, wenn man sie real begeht. Wer aber in Gedanken ernsthaft mordet, und das nur deshalb nicht real umsetzt, weils halt verboten ist, handelt moralisch aber auch schon verwerflich. Und irgendwann brennt die Sicherung eben durch, wenn die person ohnehin schon einen Knacks hat.

    Das ist wie beim Gras: der stabile Mensch hat damit kein problem, der labile bleibt dran hängen. Der Stabile hat mit dem Ballerspiel kein Problem, der Labile lässt Taten folgen.

    Die Person sucht sich es aus, wie du oben so schön sagtest. der mit dem hau, der läuft amok oder säuft und kifft sich zu Tode. Der ohne Hau eben nicht.


    Die Masse machts. Ein Glas Wein oder eine Zigo am tag ist wesentlich harmloser als jahrelange Überfettung und Überzuckerung. Schau die die Bevölkerung der westlichen Welt an, mit ihren Übergewichtigen. Daraus reslutieren enorme körperliche Beschwerden (Rücken v.a.), daneben Herzprobleme (Verfettete Arterien) etc..pp., zudem auch psychische Probleme wie Ausgrenzungen etc.

    Auch hier: die MASSE machts.

    das bleibt dir überlassen, das zu denken. Die Realität sieht nach wie vor so aus, dass die Menschen eher Gras beherrschen als z.B. das Auto.

    Sinnlose Tote wegen überhöhter Geschwindigkeit ("Geschwindigkeits-Rauschzustand", Schumi-Spielen, vor anderen angeben etc.) werden uns täglich präsentiert.

    Besonders übel natürlich die Kombination aus mehreren solchen Faktoren. Alk und Auto.....

    das kannste aber empirisch widerlegen, indem du ihn einsperrst. Viel Spass beim Zugucken des kalten Entzugs.

    Millionen menschen dagegen trinken mässig Alkohol. Und die Vorstellung, die du da anbringst, dass es NICHT die Mehrheit wäre, die es kontrollieren könnte, geht hier voll daneben. Die Mehrheit aller Deutschen, die Alkohol konsumieren, sind KEINE Alkoholiker. Die absolute mehrheit aller Menschen in der BRD trinkt nämlich in Maßen Alk. Und seis nur alle paar Wochen bei ner Party. Fast alle erwachsenen Deutschen sind schon mit Alk in Berührung gekommen. Die Mehrheit übrigens auch schon mit Cannabis. Trotzdem haben wir keine mehrheit an Alkis und Kiffern.

    Mit diesen Stoffen ist es wie mit Giften: Arsen in grosser Menge bringt dich um, in kleiner menge gehört es zu den Klassikern der Homoepathie.

    Alkohol in kleinen Mengen wird von der Masse der menschen in diesem Land getrunken, ohne Probleme. Ein gewisser Teil dagegen hat damit Probleme, weil er zuviel nimmt.


    Deshalb mache ich den Unterschied zu den harten Drogen, die (im Bereich ihrere Wirksamkeit) nicht verantwortungsvoll dosierbar sind.

    Dito. Exakt dito.

    der Mensch macht 1000 Dinge, die ihm nicht guttun. Aber er will ja auch leben....

    was hab ich davon, mit 90 gesund zu sterben, wenn ich auf alles, was nicht lebensnotwendig war, aber spass gemacht hat, verzichtet habe?
     
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