Dumbleator - A Dumble Software Modeler

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Dumbleator - A Dumble Software Modeler

Nun, nachdem es ja bereits auch hier diverse User gibt, die Apps dieser Art veröffentlichen,
möchte ich mich dem anschließen.

Zu meiner Person;
Ich bin u.a. Informatiker mit Schwerpunkt Softwareentwicklung.
Nachdem ich seit 2010 nur noch als Freelancer im Bereich KI/NN tätig war,
wurde die Programmiersprache Python, die ich zu Beginn der 2000er erlernt hatte,
zu meinem Hauptwerkzeug nach C++.

Kurze Anmerkung zu Python.
Das Laden der u.g. Apps dauert einen Tick länger, als man es gewohnt ist.
Der Grund ist der, dass zu Beginn ein virtuelles Python-Framework geladen wird,
welches erforderlich ist, um anschließend den Python-Code ausführen zu können.
Ähnliche Frameworks hat man bspw. bei Basic, oder auch beim NET-Framework unter Windows.
Beim Beenden der App wird dieses Framework wieder gelöscht.

Als Musiker/Gitarrist habe ich mit der Nutzung von Modelern ca. 2007 begonnen.
Zunächst mit einem Line6 POD X3 PRO, 2 Wochen später dann ein FAS AxeFx ULTRA und später seine Nachfolger.
Das war dann bis 2022 das Zentrum meines Equipments, abgesehen von diversen Verstärkern.
Danach bin ich komplett auf Stomp Box Modeler umgestiegen;
die aktuelle Geräteliste kann man meiner Signatur unten entnehmen.

Vor ca. einem Jahr habe ich dann mit einem Projekt namens "IR Analyzer" begonnen.
In Python geschrieben und dazu gedacht, den Gitarristen, die Modeler nutzen und sich etwas
intensiver mit ihren Cabinet-Dateien beschäftigen wollen, ein Werkzeug zu geben,
welches nicht so umfangreich aufgebaut ist wie bspw. Room EQ Wizard, sondern das ausschließlich
die Werkzeuge beinhaltet, die man so zur Analyse, Konvertierung und Editing von
Cab-Dateien (Impulsantworten) benötigt.
Das Tool ist seit einiger Zeit fast fertig und bereits nutzbar und wird in Kürze in meiner
Cloud zum Download bereit stehen.
Was noch fehlt sind ein paar Editierungsoptionen wie High Pass, Low Pass etc...

Vor etwa 3 Monaten dann, als ich meine Dumble Modeler konfigurierte, kam mir die Idee,
in Python mal einen Modeler zu programmieren.
Das war aus mehreren Gründen zunächst nur ein Experiment und nicht trivial;

DSP Programmierung (DSP = Digital Sound Processing) ist eine zeit-kritische Angelegenheit.
Da geht es u.a. um niedrige Latenzen des Modeling Systems.
Die RTL (Round Trip Latency = Gesamtlatenz eines Signals durch den gesamten Verarbeitungsprozess)
besteht ja nicht nur aus der Latenz des Modelers, sondern alle anderen Objekte im Signalweg
tragen ihren Teil zur Gesamtlatenz bei.

Python wiederum ist eine Interpreter-Sprache.
Im Gegensatz bspw. zu C++ oder Objekt Pascal (Compiler-Sprachen).
Compiler-Sprachen, die bereits beim Kompilieren in Maschinen-. oder maschinennahen Code
überführt werden, ermöglichen eine hohe Performance.
Bei einer Interpreter-Sprache werden die Programmbestandteile immer erst zur Laufzeit in
Maschinencode übersetzt.
Dies führt zu gewissen Performance-Einbußen gegenüber den zuvor genannten Sprachen.

Das Ergebnis hat mich dann doch positiv überrascht; klanglich und auch im Hinblick auf die Performance.
Zu berücksichtigen ist im übrigen auch, dass unsere Rechner keine DSP-CPUs besitzen.
Letztere sind für das DSP optimiert, besitzen zusätzliche Auxiliary ALUs etc..
Diese können in echtem Parallelprocessing Funktionen der Art f(x)= ax+b berechnen,
die für das sog. Waveshaping erforderlich sind.
Unsere "normalen" CPUs sind daher bei diesen Prozessen etwas benachteiligt.

Die App ist eine Stand-Alone App.
KI/Neuronale Netze oder Profiling werden nicht eingesetzt.
Das gesamte Processing entspricht dem Software-Modeling verwandter Modeler-Systeme
wie dem AxeFx oder dem Line6 Helix.

Es gibt 3 Ebenen;
Das Hauptformular mit den bei Verstärkern üblichen Bedienungselementen.
Einen Parameter-Editor, in dem man zahlreiche, aber nicht zuviele, Parameter editieren kann.
Einen Cabinet Loader, in den man ein Cab (IR-Datei) laden kann.
Dort hat man die Option, Pegel, High Pass, Low Pass und die Position im Stereobild einzustellen.

Was es lediglich braucht, ist ein Interface, um die Gitarre in den Computer einzuspielen.
Das Paket im Download-Verzeichnis beinhaltet 2 Versionen, macOS und Windows, eine Version von ASIO4All,
sowie 2 sog. C++ Redistributables.
Letztere sind idR. auf aktuellen Windows-Systemen vorhanden.
Falls nicht, kann man sie mithilfe der beiden Dateien nachinstallieren.
Die Verwendung eines ASIO-Treibers (Windows only!) ist empfohlen!
ASIO greift direkt auf die Hardware eines Interfaces zu, ohne das Windows-Soundsystem zu nutzen.
Dies reduziert die Latenz auf ein Minimum gegenüber den anderen Treibern (MME, DirectSound, WASAPI, WDM-KS).
Ein ASIO-Treiber wird normalerweise bei der Installation einer Software für das Interface mit installiert!

Zur App;
Das Prinzip: Drei Ebenen, ein Amp:

7 Haupt-Regler – 2x Preamp Volume, Overdrive, Bass, Mid, Treble, Presence.
Spielbar wie ein quasi-echter Amp, keine Vorkenntnisse nötig.

Power-Amp-Section – Sag, Master Volume, Blend, Sustain.
Für alle, die etwas tiefer in's Dumble-typische Verhalten (Endstufen-Charakter, Kompression, Sustain) einsteigen wollen.

Parameter-Editor – 36 Parameter für die entscheidenden Stellen (Bias, Interstage-Gains, Filterfrequenzen, Clipping-Charakteristik).
Inklusive einer Option zum Röhrenwechsel 6L6, EL84, EL34.
Für alle, die wirklich unter die Haube wollen und ihren ganz eigenen Dumble/Amp bauen möchten.

Cabinet Loader für 1 Cab mit wenigen, aber wichtigen Parametern.

2 Tonestacks, davon eines frei konfigurierbar.
Tonestack abschaltbar; In Kombination mit dem "Preamp Input Gain" ermöglicht dies ein Dumble-typisches Preamp-Boost.
Presets speichern und laden.
Eingabe- und Ausgabegeräte einzeln wählbar.
Eingabe- und Ausgabekanäle einzeln wählbar.
Samplerate und Blocksize (Puffer) wählbar.
Standby-Funktion; On/Off Schalter.
2 Info-Fenster; eines im Hauptformular, eines im Parameter-Editor.


Kurz zur Überforderungs-Problematik;

Der AxeFx-Ansatz, um mal ein Gerät herauszugreifen, ist ja "maximale Breite, maximale Tiefe, für alles gleichzeitig";
dutzende Amp-Modelle, jedes mit dutzenden Parametern, plus Cab-Blocks, Effekt-Blocks, Routing-Matrix.
Das ist mächtig, aber die kognitive Last für jemanden der "nur einen guten Ton" will, ist entsprechend hoch.

Mein Modeler hat einen entscheidenden, strukturellen Vorteil:
Die 36 Parameter sind alle im Dienst eines einzigen, klar verstandenen Ziels:
"Das ist der Dumble, und diese Regler formen SEINEN Charakter".

Das ist psychologisch komplett anders als "hier sind 200 Parameter für 30 verschiedene Amps, so, und nun baue dir etwas zusammen".
Ein User kann sich in eine Denkweise einarbeiten (Preamp-Stufen, Tonestack, Sag, Cab) statt sich zwischen völlig unterschiedlichen
Amp-Konzepten hin- und herzudenken.

Das ist im Grunde progressive Disclosure – genau das Prinzip, das gutes UI-Design von überforderndem UI-Design unterscheidet.
Niemand muss die 36 Parameter kennen, um einfach nur Gitarre zu spielen, aber sie sind da für die, die tiefer gehen wollen.
Das dürfte tatsächlich eine deutlich sanftere Lernkurve bieten als andere Ansätze.
In letzter Konsequenz muss dies aber jeder für sich alleine entscheiden.
Die Optionen eines AxeFx sind deshalb ja nicht schlecht oder schlechter.
Der Ansatz ist halt unterschiedlich.

Ob mein Amp den Ansprüchen eines Dumble-Fans genügt, muss man ebenfalls für sich selbst herausfinden.
Es gibt nicht DEN Dumble, sondern viele, zT. recht unterschiedliche, Modelle für unterschiedlichste Gitarristen.
Man kann die App auf einen Laptop kopieren und mit einem Interface im Proberaum über die PA jagen.
Man sie zuhause zum Jammen mit CD-Begleitung nutzen.
Man kann sie als Spielzeug betrachten und einfach herum experimentieren.
Man kann sie auch blöd finden… ;-)
Jeder wie er möchte.

Beide Apps, der IR Analyzer und dieser Modeler, sind Freeware.
Abgesehen vom Quellcode.
Der bleibt bei mir.

Der Link zum Download:

Dieser Link ist ein Dauerlink.
Von Zeit zu Zeit lade ich Updates hoch und werde dies dann hier kundtun.
Wobei der Modeler im Prinzip fertig ist und höchstens Bugfixes erfolgen, so sich doch noch ein Bug findet.

In den App-Infos (siehe Button zum Aufruf im Hauptformular) findet man auch eine Mailadresse.
Man kann mich also hier oder auch per Mail kontaktieren, um mir ggf. etwas mitzuteilen.

Ansonsten viel Spaß mit den Apps!

Viele Grüße, Mike
 

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Ich finde es toll, dass in letzter Zeit immer mehr kostenlose DIY-Amp-Sims angeboten werden. 👍👍👍

BTW.... DSP bedeutet eigentlich Digital Signal Processor. Die Soundbearbeitung ist nur eine kleine Teilmenge der Möglichkeiten.

DSPs sind Prozessoren, die gleichartige Rechenaufgaben in hoher Anzahl und in hoher Geschwindigkeit bearbeiten können.

DSP werden eingesetzt in der "Echtzeit"-Bild-/Videobearbeitung, Bildberechnung in der Medizin in CT, MRI, digitalem Röntgen, digitale Regler bei Raketen, Flugzeugen, Dronen .... und natürlich bei der Klangerzeugung und Klangbearbeitung.
 
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  • Ersteller
  • #3
@boisdelac

Danke Dir für das Feedback. 👍
Eine ebenfalls gebräuchliche Übersetzung ist aber Digital Sound Processing.
Man kann beides damit beschreiben. Den Prozessor, aber auch eine Art der Signalverarbeitung.
Auf letzteres habe ich mich oben im Text explizit bezogen.
Aber nun haben wir beide Interpretationen 🤗

Gruß, Mike
 
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Bin schon sehr gespannt, werde ihn nächste Woche mal testen!
 
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  • #5
@BlakeWilder

Fein.
Nachdem ich dachte, prinzipiell fertig zu sein, kam es wie es kommen musste… neue Idee ;-)
Der Sustainer bekommt im Parameter-Editor auch noch seinen Platz.
Die ADSR-Parameter Attack, Sustain und Release kann man dann ebenfalls nach eigenem Gusto einstellen.
Das Regler-Prellen wird auch noch etwas optimiert.
Und das gelegentliche Knacken bei Mausbewegungen muss auch noch eliminiert werden.
Also Feintuning ist immer noch angesagt.

Dann viel Spaß!
Was mich mal interessiert, bei welcher Puffergröße die App bei Dir sauber läuft; also ohne Transienten/Artefakte.
128 Samples (Blocksize) sind nach meiner Erkenntnis die Grenze nach unten.
 
  • Ersteller
  • #6
Update Dumbleator, neue Version 11.9

Ein kleines Update mit wenigen, aber wichtigen Ergänzungen.

1. Der Regler für das Sustain im Hauptformular hat nun 3 ADSR-Parameter
im Parameter-Editor bekommen.
Deren Bedeutung kann man wieder wie immer den Parameter-Infos entnehmen.

2. Um das Prellen der Regler (Nebengeräusche) stärker zu unterdrücken, wurde der Timer,
der eine Verzögerung zwischen Regleränderung und der Übernahme der neuen Werte
in die Signalverarbeitung auslöst, etwas erhöht.

3. Da durch Mausbewegungen und andere Aktivitäten der GUI, sowie der restlichen
Betriebssystemumgebung, Transienten/Artefakte zu unregelmäßigen Nebengeräuschen führten,
wurde die Thread-Priorität des Global Interpreter (GIL) Locks und der App
im System angepasst.

Tja, die Tücken einer Interpreter-Software.
Der Sample-Stream ist eine Mimose… :LOL:

Viel Spasss!
Mike
 
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Hallo Mike,
wenn ich auf meinem PC sonst nix mache, dann fluppt es auch mit einer Blockgrösse von 64:

1788798261352.webp

Beitrag automatisch zusammengefügt:

Klanglich finde Deinen Modeller 1A, ich habe allerdings auch erst einen originalen Dumble gehört (letztes Jahr auf dem Guitar Summit). Auf jeden Fall bleibt er installiert :-)
Zum Vergleich hab ich den Morgan SW50R von Neural DSP rangezogen (soll wohl ein Dumble Verschnitt sein):
1788798528911.webp

Beitrag automatisch zusammengefügt:

Der klingt anders, aber nicht unbedingt besser. Und Deinen kann man so schön tweaken, wenn man denn meint, zu müssen ;-)


Vielen Dank für die Mühe
Arnd
 
Grund: was vergessen
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  • Ersteller
  • #8
@Moselaner

Hi Arndt;

War gerade auf dem Weg ins Bett, bin schon wieder 30 Stunden auf den Beinen.
Du weißt garnicht, welche Freude Du mir gerade machst!
I'm serious.

Erstens bin ich geflasht, dass es doch auch mit weniger als 128 Samples Puffer klappt.
Ein Kollege und Freund von mir hatte auch zwischendurch mal getestet und laut eigener Aussage keinen schlechten Rechner.
Der musste 256 nehmen, um Ruhe zu haben; also keine Ausfälle und Transienten.
Cool… :love::love::love:
Das bedeutet, dass Python sowas kann.
Und dass der Sound Dir gefällt ist natürlich nochmal eins drauf ;-)
Ich muss dazu sagen, dass ich in den USA Verwandtschaft habe, ungefähr 80 km NNO von Nashville entfernt.
Ein Onkel und seine Familie wohnen schon seit Anfang der 80iger dort.
Daher nutze ich, wenn ich "drüben" bin, natürlich jede Gelegenheit, um da Leute zu treffen und auch Amps auszuprobieren,
die ich hier nie zu Gesicht bekommen werde.
Long story short;
Dumbles und Trainwrecks sind meine absoluten Lieblinge seit Jahrzehnten.
Natürlich auch deren Nachkommen; Komet bspw..
Oder die Z-Wrecks von Dr. Z.

Insofern habe ich neben all den Soundfiles hier und meinen ziemlich guten Klonen den Klang einigermaßen im Ohr.
Zugleich ist es aber auch so, dass wir immer damit leben müssen, dass es beim normalen Software-Modeling niemals 100% exakte
Nachbildungen geben wird.
Selbst ein AxeFx III macht das nicht. Bin ja selbst von 2007 bis ca. 2021, 22 AxeFx User gewesen.

KI und NN, also bspw. NAM oder solche Sachen, werden beim Profiling absehbar das Rennen machen und die Profile immer dichter an die Originale bringen.
Aber selbst dann spielen ja noch weitere Faktoren eine erhebliche Rolle.
Die Hardware auf der das läuft, die Art der Verstärkung, die Speaker, also FRFR-Systeme zBsp..
D.h. der Computer, der die Waveshapings besorgt, ist ja immer nur ein Glied in der gesamtem Verarbeitungskette.

Die Gestaltung dieses Modelers ist, wie ich ja eingangs oben beschrieben habe, für mich der sinnvollste Mittelweg
zwischen Parameter-Overkill und sinnvollem Tweaking.
Und ich bin eher Purist; die einzigen echten Effekte hier sind mein El Capistan und der Zelzah Phaser/Flanger/Chorus.
Und die Delays/Reverbs, die ich im OX Stomp habe.
Ansonsten gilt bei mir immer, weniger ist mehr.
Die einzelnen Parameter stellen einerseits Bestandteile der Baugruppen dar, andererseits referenzieren sie aber auch
immer bestimmte Abschnitte der Signalverarbeitung beim Modeling.
Und der Amp stellt halt in erster Linie meine Vorstellungen dar, wie er klingen sollte.
Das muss nicht bedeuten, dass er allen anderen hier auch gefällt.
Das ist aber absolut OK.

Übrigens ein Tipp;
Ich habe festgestellt, dass alle meine Gitarren, die ich zum Testen verwendet habe, ihre eigenen Presets brauchten!
Das ist interessant; ich kenne Geräte, da kann ich mit einer Les Paul genauso gut ohne viel Tweaken klanglich ansprechend drüber spielen,
wie mit einer Tele oder Strat;
Und andere Geräte signalisieren mir sofort "Ja, Les Paul bitte gerne!" und wenn ich ne Tele nehme muss ich erstmal
neu einstellen, bis ich den optimalen Sound habe.

Man kann den Usern nun Dutzende Parameter vorsetzen, die alle an Regler von Amps und spezielle Funktionen erinnern,
aber die meisten User sind relativ schnell erschlagen und überfordert damit.
Ich habe das viele Jahre in den Diskussionen rund ums AxeFx erlebt.
Es gab zunehmend Leute, die gesagt haben, "Ich nutze die Standardregler, die ich von meinem Amp kenne und fertig.
Die ganzen Advanced Parameter fasse ich garnicht erst an."

Und in der Tat haben viele solange an den zahlreichen Parametern gedreht, bis der Sound Müll war… ;-)))
Das kommt zwangsläufig, denn wenn ich anfangen würde, in einen echten Amp lauter andere Bauteile mit anderen Kenndaten einzubauen,
dann würde da nix Gescheites draus; vielleicht ein Termomix :ROFLMAO:

OK, wurde wieder etwas länger der Beitrag, wie üblich bei mir :LOL:

Schönen Abend noch und bis später in diesem Theater!
Mike
 
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Der AxeFx-Ansatz, um mal ein Gerät herauszugreifen, ist ja "maximale Breite, maximale Tiefe, für alles gleichzeitig";
dutzende Amp-Modelle, jedes mit dutzenden Parametern, plus Cab-Blocks, Effekt-Blocks, Routing-Matrix.
Das ist mächtig, aber die kognitive Last für jemanden der "nur einen guten Ton" will, ist entsprechend hoch.

...ja die kognitive Last und der Gebrauch eines Modellers von Fractal Audio: Das hast Du sehr schön formuliert @MikeMoore :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO: ...und gerade was das Thema Dumble angeht, ist man bei dem was Fractal Audio anbietet sehr schnell überfordert :LOL:

Ich spiele ein FA FM9 und hatte schon diverse Dumble's in Presets drinne und suche immer noch den Dumble-Sound, der zu mir passt. Lande aber immer wieder beim Marshall* JVM410 aus dem FM9. Der bist jetzt für mich beste Dumble bei FA ist der ODS Ford PAB MID mit aktiviertem Pre-Gain Tonestack, aber nicht mit den IRs, die von Dumble-Boxen da mit bei sind. Nach meinem Dafürhalten wird ~80% des Sounds von der Box/IRs gemacht. Da machen IRs von alten Marshall* oder Orange Boxen eine wesentlich bessere Figur als die mir bekannten der Dumble Boxen.

Ich möchte mich herzlich bei Dir @MikeMoore dafür bedanken, das Du Dir diese Mühe der Programmierung machst und die App zum Download anbietest (y)(y)(y)

Ich habe sie mir runter geladen und werde sie die Tage testen, habe gerade etwas viel um die Ohren.

Da Du auch Fractal Audio spielst bzw. gespielt hast, warst Du auch im axefx-Forum aktiv?

EDIT: Habe es so eben gesehen, Du hast Dich im axefx-Forum angemeldet (y)
 
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  • #10
@LPK

Hi Trolli!

Habe ich doch richtig erkannt, oder?
Ja das mit der überschaubaren Parameter-Wolke war mir ein Anliegen ;-)
Damit nicht am Ende ein völlig verdrehter Amp herauskommt, der nix mehr mit einem Dumble-Klon gemein hat.

Und danke für den Dank! ;-)
Macht mir halt Freude, wenn andere User an meinen App auch Spasss haben.
Und wenn ich sowas verkaufen will, muss ich es streng genommen noch in meiner ESt-Erklärung angeben usw..
Nee, keine Lust.
Es muss auch freie Software geben.

Ja ich bin seit gestern wieder Mitglied im Club :-)
Nachdem das Echo hier recht positiv war dachte ich, vielleicht findet sich ja auch noch der eine oder andere ehemalige Foren-Kollege,
der da auch Spaß dran hat.
Version 11.9 ist die aktuelle; weiß nicht, ob Du diese oder vllt. den Vorgänger geladen hattest.

Um kurz auf den Dumble Deines FM9 einzugehen.
Du schreibst u.a. "ODS Ford PAB MID mit aktiviertem Pre-Gain Tonestack…".
Kurz zur Klärung, weil es sich da um eine Kontradiktion handelt, das Preset und seine Schaltungslogik betreffend.
Das "PAB MID" in dem Namen bedeutet 2erlei.

1. Der MID-Schalter ist auf ON gesetzt.
Die ODS Dumbles hatte idR. 3 Schalter vorne auf der Front;
Jazz/Rock, Bright und Deep.
Der Deep-Schalter gehört zu älteren Generationen von Dumbles;
Später wurde er umbenannt in Mid und seine Funktion wurde auch etwas modifiziert.

2. Der wichtigere Teil in Deinem Post.
PAB ist die Abkürzung für Preamp Boost.
Hierbei wird der Tonestack UMGANGEN.
Er hat somit keinen Einfluss mehr auf die Signalverarbeitung.
Wenn Du also dabei einen Tonestack aktivierst, konterkarierst Du die Intention, die diese Schaltungsvariante darstellt!
Kann man machen, klar, aber wie gesagt, es ist dann keine PAB-Schaltung mehr.

Die IRs für Dumbles sind idR. Electro Voice EV12L, Celestion G12-65 und auch gerne Altec Lansing 8H Serien.
Ich verwende in meinen Modelern, also den Stomps immer einen dieser 3 Speaker.
Das heißt natürlich nicht, dass man nicht auch mit anderen glücklich werden kann.
Die alte Orange aus dem cabIR.eu Fundus ist genial ist nach wie vor eine meiner Lieblings-IRs.
Und die alten Marshall* Boxen daraus nehme ich auch gerne.
Aber beim Dumble bin ich sehr konsequent, weil diese Speaker bewährt sind.
Karl Ratzer spielt in seinem Dumble Combo bspw. den Altec 8H.
 
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  • #11
Danke für Deinen ausführlichen Post @MikeMoore (y) ...aber leider verstehe ich von dem was Du schreibst nicht mal die Hälfte - sorry.

Ich werde mir Deinen Post morgen beim Frühstückskaffee noch mal durchlesen und versuchen es zu verstehen. Ich habe erst heute Abend wieder vor dem FA-Editor gesessen und verucht "das Andere" beim Dumble zu verstehen. Ich habe zwar dank der Orange-Box-IRs (JA! Es sind die IRs von cabir.eu!) einen grundsätzlich sehr geilen Sound, aber immer dieses "fitzeln" und "britzeln" im Chrunch- bis Gain-Ton.

Wenn ich dagegen den Marshall* JVM410 an den Start bringe, so liefert dieser immer einen sauberen und singenden Ton.

Den EV-12L habe ich selber jahrelang in Gitarrenboxen gespielt. Unter anderem auch in den Halfbacks von Mesaboogie, wo dieser Spaker in der "Black Shadow" Variante verbaut war. Der Sound war die Hölle! Aber auch als "reinen" 12L kenne ich diesen Speaker sehr gut und finde, das dieser DER (!) Speaker ist, der Clean und HighGain am Besten vereinigt... ...was ich leider bei den IRs, die ich bisher von den Dumble-Boxen kenne, nicht wiederfinde.

Jetzt ist es Spät und es ruft die Matraze. Morgen Vormittag geht's weiter ;)
 
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  • Ersteller
  • #12
Wichtiger Hinweis zu Betriebssystemversionen:

Programme:
=========
IR Analyzer
Dumbleator

Beide Apps werden auf einem Intel-iMac für macOS & Windows kompiliert.

macOS
=====
Intel Prozessoren:
Kompatibel mit Versionen 10.13.6+
10.13 sollte ebenfalls kompatibel sein.

Arm64 Prozessoren:
Auf diesen Systemen (M1 - M5) muss ein Apple-eigenes Übersetzungsprogramm installiert sein.
Das sorgt dafür, dass Code, der auf Intel-Macs kompiliert wurde, auf Mx-Systemen lauffähig ist.

Name des Programms: Rosetta 2
Um dies ggf. nachzuinstallieren, an der Konsole bitte folgendes eingeben:
/usr/sbin/softwareupdate --install-rosetta --agree-to-license

Windows
=======
Kompatibel mit Versionen 8, 10
Version 11 wurde nicht getestet; sollte aber kompatibel sein.
 
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  • Ersteller
  • #13
Dumbleator - A Dumble Software Modeler
Update Version 12.6

Dies ist ein größeres Update.

Es beinhaltet folgende Positionen:
---------------------------------------
- Ein Reset von Reglern und Slidern per Doppelklick mit Orientierung an geladenen Presets
ist nun auch für die Regler im Amp-Frontpanel implementiert.
Zur Erinnerung;
Wenn ein Preset geladen wird, werden die Defaultwerte für die einzelnen Regler und Slider
auf die neu geladenen Werte gesetzt.

- Die bisherige Pegelanzeige wurde entfernt.
Sie wurde ersetzt durch eine Status-LED, die leuchtet, wenn im Eingang ein Signal anliegt.

- Die App Infos & Parameter Infos wurden ergänzt.
Diese Infos liegen den Programmdateien nun auch als separate Textdateien bei!

- Die Thread Priorität der App wurde umfassend angepasst, um Drop Outs besser zu vermeiden.
Hierdurch wurden u.a. auch die teils recht störenden Geräusche bei Mausbewegungen etc.
fast komplett reduziert.
Als Konsequenz laufen nun alle Einstellungen mit 2.7 oder 2.9 ms Latenz störungsfrei.

- Für Windows & Mac Systeme liegen nun getrennte Archive vor.
Der User muss sich somit nur die Dateien herunter laden, die er für sein Betriebssystem benötigt.

Der Download-Link lautet weiterhin:

Weiterhin viel Spaß mit der App!
Mike
 
Grund: Der besseren Lesbarkeit Color Tag entfernt - Der Pie
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  • Ersteller
  • #14
Dumbleator - A Dumble Software Modeler
Update Version 12.7


Dies ist ein kleines Update.

Es beinhaltet folgende Positionen:
---------------------------------------
- Kleinere optische Anpassungen

Der Download-Link lautet weiterhin:
 
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  • Ersteller
  • #15
Dumbleator - A Dumble Software Modeler
Update Version 12.9


Dies ist ein großes Update.

Es beinhaltet folgende Positionen:
---------------------------------------
- Neue Update Funktion.
Neben dem Button für die App Infos auf dem Frontpanel des Amps befindet sich nun ein weiterer Button "Update".
Er öffnet einen Browser und in der Folge die Download-Site meiner Cloud.
So hat man schnell Zugriff auf das Downloadverzeichnis.

- Timer für Regler-Prellungen/Drop Outs auf 400 ms hochgesetzt.
Der Timer, der die Übernahme neuer Reglerwerte in die Signalverarbeitung kurz blockiert, wurde zeitlich etwas angehoben.
Hierdurch wurden die gelegentlichen, kurzzeitigen Störgeräusche nochmal unterdrückt.

- Die Maximalwerte für "PreAmp Input Gain" und "PowerAmp Gain" wurden angehoben auf 15.
Dies schafft zusätzliche Gainreserven.

- Es wurden auch weitere Maximumwerte erhöht, welche die Gainreserven insbesondere in der Interaktion zwischen den Gainstages
deutlich erhöhen.

Wichtiger Hinweis für Mac-User mit aktivem Virenscanner!
Einige Scanner wollen in der Datei "Dumbleator_12_9.app" einen Trojaner gefunden haben.
Das ist ein Fehlalarm!
Die Dateien sind alle auf Viren geprüft!
Ggf. vor dem Entpacken des Archivs und der ersten Inbetriebnahme der App den Scanner kurz abschalten.
IdR. kommt auch ein Hinweis des Mac-Systems, dass der Ersteller der App nicht verifizierbar ist.
In dem Fall die Option "Trotzdem öffnen" wählen, Administratorkennwort eingeben und die Datei öffnen.
Danach kommen keine Sicherheitsabfragen mehr.

Der Download-Link lautet weiterhin:

Grüße, Mike
 
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  • Ersteller
  • #16
Dumbleator - A Dumble Software Modeler
Update Version 13.1

Dies ist ein großes Update.

Es beinhaltet folgende Positionen:
---------------------------------------
- Rächtschraipfeelor korrigiert.

- Der StandBy-Schalter schaltet das Signal jetzt stumm, wie es normalerweise bei Amps der Fall ist.

- Der Tonestack wurde innerhalb der Vorstufe verschoben.
Bis jetzt befand er sich fälschlicherweise im Clean- und Overdrive-Kanal in der Post-Preamp Position.
Ist mir gestern durch Zufall bei der routinemäßigen Durchsicht des Quellcodes aufgefallen.
Nun wurde er, wie es beim Dumble Amp üblich ist, zwischen Gainstage 1 und 2 gesetzt.
Macht sich deutlich im Sound bemerkbar!

Der Download-Link lautet weiterhin:


Viele Grüße, Mike
 
  • #17
Stürzt bei mir unter 10.14 immer ab. Auch unter 10.13.x. - geht auf und direkt wieder zu. Schade.
Jörg
 
  • Ersteller
  • #18
@les_paule

Hallo Jörg;

Zunächst mal vielen Dank für die Meldung!
Das wundert mich eigentlich.
Läuft bei Dir ein Virenscanner, der ggf. in dieser Form eingreift?
Es gibt manchmal mit Avira und Avast Scannern ein Problem.

Gruß, Mike
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Ersteller
  • #19
@les_paule

Hallo Jörg, ich bin's nochmal.
Ich habe in die Cloud eine App namens "Dumbleator_13_1_BugFind" hochgeladen.
Das ist die reine App.
Lade die bitte mal herunter.
Dann starte diese App.

Was passiert, es öffnet sich ein Terminal-Fenster, in dem man sehen kann, was gerade passiert.
Da erscheinen einzelne Meldungen, die zu einem normalen Start gehören, ggf. aber auch Meldungen,
die auf einen Fehler hinweisen der zum Absturz führt.

Du kannst mit der Maus den ganzen Inhalt markieren, cmd-c drücken und mit der Maus in ein leeres
Fenster des zuvor göffneten Texteditors klicken und zuletzt cmd-v drücken.
Damit kopierst Du den Inhalt des Terminals in diese Textdatei.
Diese speichern und dann bitte hier als Anhang mit einem Post hochladen.
Unter dem Textfenster hier befindet sich zu dem Zweck immer ein Button "Dateien anhängen".

Vielleicht findet sich dann bereits die Ursache.

Gruß, Mike
 
  • #20
Es war wohl ein Rechteproblem bzgl nicht registriert em Entwickler, nach Klärung läuft es unter 12.7, und 10.13.x, leider keine Rechner, die an meine DAW angeschlossen sind, bei 10.14 trotz Rechten auf und direkt wieder zu. Ist aber ein gepatchtes System,sollte ich dazu sagen. Gerade noch den bugfind dort probiert. Lädt aber die Datei nur in textedit, . Ich probier's mal, wenn ich für die neueren Rechner eine Soundkarte und speaker haben werde. Jörg
 
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