Durch Lack bohren

von Gastovski, 12.11.07.

  1. Gastovski

    Gastovski Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.07   #1
    Da ich auf meiner Suche nichts gescheites gefunden habe, frage deshalb einfach mal...

    Habe bis jetzt keine wirklich keine ernsthafte Bastelei am Bass betrieben und bin auch kein Heimwerker-King, also weiss ich nicht, welche Auswirkungen es auf den Lack hat, wenn man Schraubenlöcher in einen Lackierten Korpus bohren will.

    Splittert da was, entstehen Risse im Lack, muss der Lack vorher unbedingt ab?

    Danke für eure Antworten!:)
     
  2. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 12.11.07   #2
    Hallo Gastovski,

    normalerweise sollte der Lack so "weich" sein, dass da nichts splittert.
    Normalerweise ...

    Wenn ich ein Loch haben/bohren möchte, "körne" ich vorher.
    Bei Stahl/Alu/Metall nimmt man dazu einen Körner.
    Bei Instrumenten mit dem "weichen" Holz al Untergrund verwende ich immer eine "Anreißnadel". Schlosser nutzen die normalerweise um ganz feine Linien auf Metallen anzureißen. Der "Keilwinkel" dieser Anreißnadeln ist sehr klein - also laufen sie spitz zu wie eine Nadel.
    Ich setze sie Anreißnadel auf die Stelle wo die Bohrung im Instrument hin soll und drücke sie gefühlvoll in den Lack / ins Holz. Da die Anreißnadel so spitz ist, wirkt eine große Kraft auf die winzige Spitze. Ist dann ertmal ein kleiner Punkt im Lack, rutscht der Bohrer nicht mehr ab. Bei kleineren Schrauben (Befestigungsschrauben Mechaniken) muss man garnicht bohren. Da reicht ein Druck mit der Anreißnadel.

    Gruß
    Andreas
     
  3. Tieftonsüchtiger

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    Erstellt: 12.11.07   #3
    Es kommt auch stark auf den Lack an. PU-Lack splittert aufgrund seiner Sprödigkeit ziemlich schnell ab, deswegen mit sehr viel drehzahl und wenig vorschub arbeiten.
     
  4. d'Averc

    d'Averc Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 12.11.07   #4
    vor dem körnen klebeband über die bohrstelle.
     
  5. II-V-I

    II-V-I HCA Bass HCA

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    Erstellt: 13.11.07   #5
    es gibt bei Holz generell einen guten Trick:

    Du musst einfach ein dünnes Stück Holz (fünf bis zehn Millimeter) auf den Corpus legen/klemmen, welches du mit Klebebändern ausrichten kannst (damit Du weisst, wo Du bohren musst)

    Somit ist die Lackschicht recht gut geschützt und es spreiselt nicht.


    Diesen Trick wendet man auch an wenn man ein Loch in eine Holzplatte o.ä. bohrt, nur dass man dabei das Holzstück (hier: >10mm) unter die zu bohrende Platte montiert, damit die beim Wiederaustritt des Bohrkopfes typischen Splitter im Holzstück, und nicht in der Platte sind.
     
  6. Gastovski

    Gastovski Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.11.07   #6
    Ok, danke für die Tipps Leute!:)

    Ich wäre ja froh, wenn es sich nur um kleine Löcher handeln würde, aber wie es aussieht muss ich richtig große Bohren um die Bridge zu wechseln.
     
  7. MrMcCrash

    MrMcCrash Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.07   #7
    Sinnvoll ist es auch, entsprechende "Holz-Bohrer" zu verwenden, die nicht Spitz zulaufen wie normale Metallbohrer. Diese haben stattdessen eine Zentrierspitze und aussen einen Schnittkranz, der ohne Beschädigungen und Splittern bohrt. Bekannt auch als "Forstnerbohrer".

    _.-=: MFG :=-._
     
  8. Tieftonsüchtiger

    Tieftonsüchtiger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.11.07   #8
    jup, die forstnerbohrer sind aber viel zu grob für lack.
     
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