Dynamik

von con_brio, 18.01.08.

  1. con_brio

    con_brio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.08   #1
    Hallo Ihr Lieben,

    ich bräuchte mal einen Tipp zur setzung der "Dynamik" in der Partitur.

    Wenn ich am Anfang eines Taktes zB f, ff oder pp setze, wie lange gilt es dann? Bis zum ende des Taktes für alle Noten? Oder so viel Takte bis ich es wieder auflöse? (Wie ist das Auflösungszeichen?)

    Was ist wenn nur eine Note im Takt sehr laut/leise gespielt werden soll?

    Und wenn ich eine Crescendo-Dynamik setze ist dann nach der Gabel die Lautstärke wieder normal?

    Vielen Dank! Lieben Gruß!!!:)
     
  2. Roland Kramer

    Roland Kramer Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 18.01.08   #2
    Hallo!

    Wenn Du am Anfang ein "p" setzt, dann gilt es solange, bis sich was ändert (in dem Du lauter oder leiser wirst oder eine neue Dynamikstufe vorschreibst). Ein Auflösungszeichen gibt's nicht ... gibt ja auch keine "an sich normale" Dynamikstufe.

    Dann gib ihr einen Akzent via < oder sf/sfz.

    Nein; wenn Du nach einem cresc. bei f angekommen bist, dann bleibt es f, bis sich wieder was ändert, s.o. (Was ist "normal"?)

    Grüße
    Roland
     
  3. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 18.01.08   #3
    Eine Dynamikangabe gilt grundsätzlich bis zur nächsten Dynamikangabe. Aber: wenn der Spieler feststellt, daß es musikalisch-inhaltlich keinen Sinn macht, wird er sich seine eigenen Gedanken machen und die alte Dynamik nicht beibehalten.

    Daraus folgt, daß du Dynamikangaben immer so setzen solltest, daß ein musikalisch aufmerksamer Spieler die Struktur deines Stückes nachvollziehen kann. Wenn du einmal eine Dynamikangabe schreibst, mußt du im ganzen Stück welche schreiben.

    Dann schreibst du "sfz", also "sforzando" (="verstärkt").

    Nein, die Lautstärke nach der Gabel ist höher als vorher. Wieviel höher, ist nicht festgelegt, richtet sich aber häufig nach der Länge der Gabel.

    Meiner Erfahrung nach ist für Spieler die Dynamikebene zum Verständnis eines neuen Stückes extrem wichtig. Aus der Dynamikebene geht nämlich im Regelfall die Dramaturgie eines Stückes viel einfacher und deutlicher hervor als aus den Noten, vor allem, wenn der Spieler nur eine Einzelstimme hat. Deswegen ist die Dynamikebene deine einzige Möglichkeit als Komponist, allen Spielern gleich verbindlich mitzuteilen, welche Dramatik du beabsichtigst.

    Harald
     
  4. con_brio

    con_brio Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.08   #4
    Genauso hatte ich mir es auch fast schon gedacht.

    Bei dem Beginn eines Stückes wollte ich / ist auch öfters zu beobachten, das es ohne ein Dynamik-Symbol beginnt. So.. dann setz ich zB 2 takte weiter ein p, eben weil Takt 3 für dieses Insrument leiser gespielt werden soll. Im Takt 4 sollte dann wieder die Lautstärke sein ("normal") wie in den Takten davor... Ich dachte ich setze dann ein mp Oder beispielsweise nach f, wenn es wieder "Normal" sein soll, ein mf

    Wie soll man das mitteilen wenn es kein "Auflösungszeichen" gib?
     
  5. Wobbler

    Wobbler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.08   #5
    Du must ja bedenken, dass das Stück letztendlich ja von dem Instrumentalisten interpretiert wird. Dass heißt auch, dass es ihm überlassen ist, wie er es spielt. Wenn z.B. am Anfang keine Dynamik angegeben ist wird derjenige, der das Stück spielt sich die Lautstärke aussuchen, die ihm als gerechtfertigt erscheint. mezzopiano und mezzoforte sind nichts anderes als eine Zwischenstufe von piano und forte, falls man es nicht übertreiben will.
    (Und eigentlich sollte der Komponist wissen, welche Dynamik er am Anfang eines Stückes setzt)
     
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