Effektboard mit zwei getrennten Stromanschlüssen?

von Metalchicken, 28.09.07.

  1. Metalchicken

    Metalchicken Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.07   #1
    Hallo!
    Ich habe ein Gigboard von Warwick. Ich nutze einen Teil meiner Effekte im Line Weg zwischen Gitarre und Amp und das Delay und das Gate hängen im seriellen FX Loop des Engl Screamers.
    Wenn ich alle Effekte über die Stromversorgung vom Gigboard laufen lasse brummts fürchterlch. Derzeit habe ich also für die Effekte im FX Loop ein separates Netzteil dabei. Mich nevts alledings ein wenig und ich hätte lieber ein Pedalboard wo zwei getrennte Stromversorgungsmöglichkeiten vorhanden sind. Gibt es sowas oder habt ihr vielleicht einen andern Trick wie ich das ganze vereinfachen kann? Hab zudem auch arge Probleme mit der Steckverbindung vom netzteil zum Verteilerkabel für die Effektstromversorgung. Ist sehr wackelig und hält nicht wirklich.
    Bin für alles offen!
     
  2. Granufink

    Granufink Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.07   #2
    Moin,

    wahrscheinlich ist eine doppelte Masseführung (auch Brummschleife) für die Störung verantwortlich, denn die Geräte sind z.T. mehrfach über Masse verbunden, u.a. durch das Netzteil. Es gibt Trenntransformatoren, die eine galvanische Trennung der Geräte bzw. Loops ermöglichen und somit die Brummschleife unterbrechen. Diese kosten allerdings ab etwa 50€.

    Kostenlos und eleganter wäre es, die Masseführung umzufrickeln - eventuell genügt es bereits, bei einer Leitung die Abschirmung an einem Ende abzuklemmen (die Masseverbindung ist ja weiterhin vorhanden durch die Doppelerdung) oder einen Widerstand in die Leitung einzufügen - das ohnehin hochohmige Audio-Signal merkt davon nicht viel, aber das Brummsignal könnte davon schon mundtot gemacht werden. Das ganze erfordert allerdings etwas Geduld und Ausprobieren.

    Die verwendeten Steckverbindungen sind leider nicht besonders praktisch, wackelig und nicht kurzschlusssicher. Leider hilft auch da nur ein konsequenter Umbau, ansonsten sollten die Leitungen gut gesichert werden, damit die Stecker sich nicht selbstständig machen können.
     
  3. whisk

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    Erstellt: 28.09.07   #3
    Kannst du für beide Fälle ein Beispiel geben wie man das Praktisch in s Board einbauen könnte?
    Also für den ersten Fall einfach beim letzten Kabel der Effektreihe die Masse durchsägen?
    Und wo sollte man den Widerstand im Fall Zwei einbauen?
    Das ist für mich neu und von daher sehr interessant.
    MfG, whisk
     
  4. Rockbuster69

    Rockbuster69 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.07   #4
    Hi! Also ich bin kein Techniker hatte aber ein ähnliches Problem. Ein Elektromeister hat mir erklärt, dass die Netzteile intern nie exakt den geleichen Wert aufweisen und nur in dem Fall, dass es so wäre dann gäbe es kein brummen. Einige andere User hier im Board schwören auf tone toy. ich galube www.tontoy.com die bieten ziemlich teure Netzteile für alle Varianten an.

    Ich selber spiele ein Marshall DSL 401 (ähnlich Engl Screamer) und benutze ebefalls Effekte vor dem Amp und im Einschleifweg, insgesamt brauche ich 7Stromversorgungen. Ich habe alle über ein einziges aber stabilisiertes Netzteil laufen. Funktioniert einwandfrei ohne Störgeräusche oder brummen. Als ich zwei Netzteile betreiben wollte sah das anders aus. Vielleicht besorgst Du Dir einfach ein neues Netzteil (kostet ja nur um 10-15Euro) und checkst ob es dann nicht mehr brummt. Wichtig ist nur stabilisiert und je nach Anzahl der Geräte mit mind. 500mA oder mehr.

    Vielleicht hilft das ja.
     
  5. Granufink

    Granufink Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.07   #5
    Hi,

    an einem überlasteten Netzteil kann es nicht liegen (äußert sich gerne durch Brummen), da das Problem ja eben mit zwei Netzteilen auftritt.
    Die Geschichte von den unterschiedlichen Spannungen halte ich auch für fragwürdig, weil die Netzteile ja Gleichstrom liefern - kommt es zum Ausgleich, fließen zwar Ausgleichsströme, aber Gleichstrom und der verursacht kein Brummen.

    Jetzt zur Masseführung: Die Effektketten, die über das Netzteil verbunden sind, müssen voneinader getrennt werden, denn sie sind ja bereits über den Stromanschluss massemäßig verbunden - es sollte also einfach die Abschirmung an einem der Leitungen zum Amp an einem Ende(!) abgelötet werden. Versuchsweise könnte man auch mal den Klinkenstecker mit Papier umwickeln (natürlich nur den Schaft, nicht die Spitze), kann aber sein, dass das Gerät dann nicht mehr angeht, weil oft der Schaft zum einschalten benutzt wird (damit die Batterie nicht unnötig entladen wird). Ausprobieren.

    Den Widerstand lötet man in die Signalader ein (den Wert müsste ich nochmal ermitteln, irgendwo habe ich das mal gelesen), also den inneren Leiter.
     
  6. whisk

    whisk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.07   #6
    Das probiere ich doch direkt mal aus!
     
  7. Granufink

    Granufink Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.07   #7
    Hallo,

    andere Möglichkeit (hätte ich viel eher drauf kommen müssen, da naheliegender): Den Minuspol der Stromversorgung (Netzteilstecker) an einem Gerät bzw. Gerätekette isolieren (wie oben beschrieben) - die Geräte müssten weiterhin funktionieren, denn die Masseverbindung wird ja weiterhin durch die Abschirmung der Leitungen hergestellt.

    Nun zum Widerstand: Der Wert sollte etwa 50 Ω betragen.

    Und nun die üblichen Ratschläge: Leitungen möglichst kurz halten, Strom für die gesamte Anlage möglichst nur von einer Steckdose aus beziehen.
     
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