Eigenbau 2x12" Cab - für die Statistik

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Um einmal eine weitere Quelle bezüglich Machbarkeit und Kosten eines 2x12" Cabs im Eigenbau zu schaffen, dokumentiere ich hier den meinen.

Kosten bisher:

2x Celestion V30 130€ (ebay)
1x Anschlussterminal für 2 Klinkenbuchsen 2,95€
4x Lederecken 3,20€
4x Gummifuß 38*25 3,60
3m Keder 5,70€
1x Riemengriff schwarz, groß 2,45€
2x 6,3mm mono Buchse 2,20€
1,963m² 15mm Birke Multiplex 66,64€
0,16m² 5mm Pappel 2,02€

Geplante Kosten:

Da ich mir bezüglich Design noch unsicher bin vorerst:

3m Tolex 70€
1m Frontbespannung 24€
Schwarzer Lack ???
Leim ???
Tolexkleber ???

Damit belaufen sich die Kosten bisher auf 316,80€.

Überschlägig angenommenes Gewicht: 27 Kg

Wie das ganze mal, ohne Tolex und Frontbespannung, aussehen soll, ist dem Bild zu entnehmen.

212cab.jpg

Maße, Bilder, etc. werden in den folgenden Posts eingefügt. Der nächste Schritt, nachdem das Holz bereits Passgenau vom Zulieferer zugeschnitten wurde > Fingerzinken fräsen.
 
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Möchte mir demnächst auch eine 2x12 bauen... So wie deine Animation ausschaut, sieht sie aus wie eine Rectifier Box? :)
 
Haargenau. Wobei ich mit Hilfe von Simulationen noch das Innenvolumen ein wenig geändert habe, und gezielt Versteifungen anbringen werde.
 
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Haargenau. Wobei ich mit Hilfe von Simulationen noch das Innenvolumen ein wenig geändert habe, und gezielt Versteifungen anbringen werde.
Wobei sich dadurch auch der Klang verändern kann?!
Ich muss mich leider an die Maße meines Doubledoor Cases halten... 74x33x52 (in der Höhe kann ich variieren).
 
Jein. Das Ziel war es auftretende Resonanzen, also Eigenfrequenzen, in einen Bereich zu schieben, der nicht, oder nur selten erreicht wird. Es hat ein wenig gedauert, bis es so funktioniert hat, dass sich die Antwortfunktion der versteiften nur wenig von der ursprünglichen Version unterschieden hat.

Folgend nun meine vorbereitenden Maßnahmen für die Fingerzinken.

Vorweg - wenn einem das Geld, das Know How, die Zeit, Zugang zu einer Werkstatt und dazu vielleicht noch Geduld fehlt, sind Fingerzinken eine wirklich blöde Idee. Mein erster Gedanke, nämlich zur Zeitersparnis einen Tischler mit der Fertigung der Zinken zu beauftragen, stellte sich als schlecht heraus. Viele nannten Preise im Bereich von 300€, waren der Meinung, dass es mit einer Oberfräse schlicht unmöglich sei, oder fragten mich, ob es in Ordnung sei, dass die inneren Kanten rund würden.

Da mich nun jedoch die Herausforderung gereizt hat, und Fingerzinken leichte Vorteile bezüglich der Eigenfrequenzen im Vergleich zu einer Verschraubung mit Kanthölzern zeigten, habe ich mich selbst ans Werk gemacht.
Eine Handelsübliche Zinkenschablone ist zu teuer. Also habe ich mir selbst eine entworfen.

Die Randbedingungen sind dabei eine 17mm Kopierhülse, ein 12mm Nutfräser, 15mm breite Zinken und 15mm breite Bretter.

Zinkenschablone.jpgZinkenschablone_Zeichnung.jpg

Da wir an der Uni glücklicherweise eine Studierendenwerkstatt haben, war die Fertigung der Schablone nicht mit weiteren Kosten verbunden.

IMAG1286.jpgIMAG1287.jpgIMAG1288.jpgIMAG1289.jpg
 
Nun gibt es auch "endlich" wieder etwas von mir zu lesen.

Leider hat meine Fingerzinkenschablone in der geplanten Form nicht funktioniert. Gedacht war, dass mit einem Kopierring an der Oberfräse, und einem 12mm Fräser beide Kanten des zu sehenden Langloches abgefahren werden, sodass die passende Nut im passenden Abstand entsteht. Leider lässt sich dieser Ring an der mir zur Verfügung stehenden Oberfräse nicht im nötigen Maß zentrieren. Das resultierte dann in einem sich addieren Versatz, weswegen am Ende nichts passte. Es musste umgeplant werden.

Funktionieren soll die Schablone nun mit einem Anschlag. Da mir Anfangs mehr Lust, als Zeit fehlte, mir eine Methode zur Ermittlung des Abstands vom Fräsermittelpunkt zur Außenkante zu überlegen, hat es sich nun lang hingezogen.

Hier einmal die angepasste Schablone im Testbetrieb.

IMG_20140805_114553.jpgIMG_20140805_114602.jpg

Und hier der Einsatz am zu verwendenden Werkstück.

IMG-20140805-WA0009.jpg

Die Zinken passen bei den Kanten aller Bretter sehr schön in einander.

Bei der Wahl des Leims möchte ich mich nun jeodch wegen mangelndes Erfahrung an euch wenden.
Könnt ihr mir etwas soweit feuchtigkeits-, vibrations-, und alterungsbeständiges empfehlen?
 
Ich nimm für praktisch alles Ponal Express. Wird hart und trocknet au recht schnell.
 
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Danke für deine Antwort, auf deine Empfehlung hin habe ich mir Ponal Express, aber auch die anderen Produkte des Herstellers angesehen, und landete am Ende bei Ponal Wasserfest.

Hier nun zunächst einmal das fertige Ergebnis. Den detaillierteren Weg zum Ergebnis werde ich nächste Woche einmal posten. Ich bin froh, dass ich endlich fertig bin und werde nun erst einmal Gitarre spielen.

Das Projekt hat mich am Ende sehr viel mehr Zeit gekostet, als ich erwartet habe. Das wird wohl auch damit zusammenhängen, dass ich nur selten dazu kam, mich einmal den ganzen Tag damit zu beschäftigen.

Teurer geworden ist es auch. Häufig musste ich dann doch noch einmal Werkzeug kaufen, damit ich mich mit dem Ergebnis zufreiden stellen konnte.

IMG-20140827-WA0001.jpg IMG-20140906-WA0014.jpgIMG_20140912_162321.jpg IMG_20140920_164114 - Kopie.jpg
 
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Sehr schön, gefällt mir richtig gut. Vielleicht etwas zu unorange für meinen Geschmack. Und bist du zufrieden? Wie klingt die Kiste?
 
Ich war mir am Anfang nicht sicher. Zum ersten Ausprobieren der Box kam es auf der Bandprobe. Ich schloss soweit alles an, und wir begannen zu spielen. Wie geplant wurde das Growlen des Rectifiers schön betont, aber irgendwie war der Klang ausgesprochen dumpf. Ich drehte am Verstärker mehr Höhen, mehr Presence, mehr Gain rein, aber die erwartete Offenbahrung blieb aus. Ich war echt enttäuscht, dass es scheinbar ein Projekt für die Tonne war.

Dann aber fiel mir auf, dass ich das Tonepoti an der Gitarre in meiner gespannten Aufregung, wie die Box wohl klänge, in die falsche Richtung gedreht hatte. Den Fehler schnell korrigiert, und ich strahlte nur noch vor Begeisterung. Ein nicht matschendes Lowend, und allgemein ein sehr transparenter, heller Klang. Es hat sich wirklich gelohnt. Dem Bericht nächste Woche werde ich auch Aufnahmen beifügen.


Zufrieden bin ich mit Klang und Optik also sehr. Leider hat sich die Frontbespannung beim Verschrauben der Platten leicht gelockert. Eine Lösung habe ich dafür jedoch schon parat.
 
Schönes Projekt - die Box gefällt mir!
 

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