Eigene Vocal-Effekte und der Mann am Mischpult...

von Fiddler, 04.12.05.

  1. Fiddler

    Fiddler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.05   #1
    Hy,

    was habt ihr für Erfahrungen gemacht mit obigem Thema?

    Ich spiele mit dem Gedanken mir so einen Bodentreter und / oder einen Tube preamp / Compressor für's Mikro zu holen.

    Wir haben eben keine eigene PA und schon gar keinen Techniker.


    Nur, wie soll ich mich mit den Sachen selber abmischen? Ich höre ja auf der Bühne nicht, was vorne rauskommt.

    Und wird da der Tontechniker nicht stinkig, wenn man ihm ins Handwerk pfuscht???
    Aber ein Bandexterner kann eben nie die so Effekte reinmachen, wie es von mir und den Kollegen gewünscht ist.

    Meistens hat man ja nicht mal mehr nen ordentlichen Soundcheck, wie soll man da noch Effekte abklären (sofern überhaupt ein Effektgerät vorhanden ist).

    Versteht ihr mein Problem?

    thx

    Fabian
     
  2. Chris Ryan

    Chris Ryan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.05   #2
    Hi,
    leider kann ich zum Beitrag auch nur weitere Fragen stellen.
    Das ganze würde mich auch recht interessieren.
    Ich denk mal das es keiner von den "Tonis" gerne sieht wenn man ihm die Gewalt über den Sound quasi aus der Hand reißt. Auch nicht sehr unberechtigt denn er soll ja für guten Sound sorgen und solche Dinge wie Rückkopplungen vermeiden.
    Bei einem Mischer der zur Band gehöhrt ist das alles auch kein Thema, aber bei den Anfängen einer Band muß man eben mit evtl. weniger auskommen. Auch wenn es der Kumpel vom Hausmeister ist der sich dadurch zum Mischer "qualifiziert" hat weil er vor 10 Jahren auf einer Plattenparty erfolgreich eine AC/DC was auch immer CD eingelegt hat ohne diese (vollrauschbedingt) zu zerkratzen.
    Was also tun? Und wie schauts mit eigenem Equipment aus? Sprich darf ich mein Mikro selber mitbringen oder muß ich das nehmen was mir vorgesetzt wird. Ok,wenn der Kumpel vom Hausmeister nur seine "Singstarmikros" dabei hat dann sicher, aber wie siehts beim Verleiher aus. Wenn der sagt seine Sachen sind im lieber, weil er die kennt, nun gut versteh ich voll. Aber wenn ich mir schon die Mühe mach das ich Mikro und Effektgeräte für meine Stimme zusammensuche und kaufe ist das nur für den Proberaum nicht nötig gewesen.
    Also ich rede jetzt auch von EQ und Mikro. Solche Dinge wie Hall kann mir ja eigentlich nur der Mischer draufgeben. Schließlich steht er ja vorne und muß auch im Notfall eingreifen. Ich möchte auch nicht die ewigen Diskussionen wie "Das Mischpult ist kein Klärwerk" aufgreifen sondern wissen was der/die Sänger/in für Möglichkeiten haben.
    Gemäß dem Fall natürlich die Person kann Punkt A singen und Punkt B sie bringt auch einen vernünftigen "Pegel" her, mit dem man arbeiten kann.

    Bye Chris
     
  3. Fiddler

    Fiddler Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.05   #3
    Also ich habe bisher so viele Mischer gesehen, denen es ziemlich egal war, wie der Sänger bzw. ich geklungen hat/ habe, dass es mir eigentlich egal ist, ob ich dem da auf den Schlips trete.

    Aber mit dem selber Abmischen ist es halt schon so ne Sache...

    Und ein Mikro ist ja wohl was persönliches. Wenn ich mir das schon gekauft habe, dann benutze ich es auch.

    Man sagt ja auch zu keinem Gitarristen: "Ne du, spiel mal schön auf der Gitarre, die ich da hingestellt habe, auf die habe die Anlage schon vor 2 Wochen abgestimmt." !

    Also, laßt mal hören...
     
  4. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 04.12.05   #4
    Grundsätzlich habe ich bislang folgendes erlebt:

    • Eigentlich kann man mit Profi-PA-Verleihern und Mischern immer reden und auf die meisten "Besonderheiten" sind sie eingestellt...
    • Es lohnt sich, ein paar Tage vor der Veranstaltung mit dem Verleiher zu sprechen und mit ihm die wichtigsten Dinge zu klären (wieviele DI-Boxen, Besetzung, Effekte usw)
    • Wenn Du mit einem 900 EUR Edelmikro kommst, wird Dich kein Verleiher dazu zwingen, sein 200 EUR-Mikro zu benutzen.
    • Der "Kumpel vom Hausmeister", der eben kein Profi-PA-Verleiher ist, wird eventuell Probleme mit Besonderheiten bekommen. Er kennt sich meistens nur mit seinem eigenen Equipment aus. Da muss man dann Kompromisse machen.
    • Bei den Effekten kommt es halt drauf an. Hall, Kompressor usw kann man getrost den Profis überlassen. Die kennen ihr Zeug und können damit umgehen. Gags wie Harmonizer/Oktaver, Distortion usw sollten von der Bühne aus gesteuert werden. Gerade wenn sie nicht durchgängig angewendet werden sollen. So ein Effektgerät einzuschleifen ist für den Techniker meist kein Problem.
    • EQ ist noch ne Besonderheit und sollte dem Mischer überlassen werden. Eine EQ-Einstellung ist nichts "Persönliches", weil sie zu einem Teil den räumlichen Bedingungen angepasst werden muss. D.h. eine Frequenz, die Du in Deinem Ü-Raum als geil empfindest, kann an einem anderen Ort zu Feedbacks führen und muss dementsprechend rausgenommen/verändert werden
    Stell es Dir ähnlich vor wie bei einer Gitarre. Es wird das Signal abgenommen, was vorne aus dem Amp kommt. Dabei kann der Gitarrist selbst entscheiden, ob das Signal verzerrt, clean, mit Flanger, Phaser, Wha Wha oder sonstwie rauskommt. Genauso kannst Du auch als Sänger - wenn Du Lust hast - über einen alten, verzerrenden Röhrenamp singen. Der stellt dann sein Mikro vor den Amp.
     
  5. Chris Ryan

    Chris Ryan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.05   #5
    *hust*:p
    ..du antipasti? Ich kann mich jetzt nicht entscheiden ob ich deinem Text oder deinem Satz unter der angedeuteten Trennungslinie glauben darf... :D
    Bye Chris
     
  6. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 04.12.05   #6
    Ach ja:)... eine "selbstironische" Bemerkung zum Diva-Image, was Sängern oft nachgesagt wird. Sie trifft bei mir aber hauptsächlich auf Proberaum-Situationen zu...
    Auch beeinflusst durch den Glaubens-Krieg im PA-Forum (wo ich meine ersten Fragen hier postete), wo es immer wieder heisst, man soll lieber gleich 8000 EUR für seine Proberaum-Gesangsanlage ausgeben, darunter würde man eh nichts hören.
     
  7. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 07.12.05   #7
    Netterweise ist mein ganzer Beitrag zu diesem Thread beim letzten kleinen Board-Crash verschwunden. Toll! Jetzt fang ich noch mal von vorne an, aber diesmal wird es wohl kürzer ausfallen:

    Die (eine mögliche) Lösung des Problems:
    Mikro - Y-Kabel - ein Kanal geht direkt zum Mischer (dry), ein Kanal geht erst in Dein Effektgerät auf der Bühne und dann zum Mischer (Effektweg). Bei der Effektprogrammierung überläßt du dem Mischer komplett den Hall und EQ. In den meisten Fällen kann man ihm auch das Gaten überlassen, denn das ist auch ein bißchen vom Bühnenaufbau abhängig, wie stark gegated werden muß.
    Der Mischer legt dann den Hall und EQ auf die Stimme und mischt von Deinem Effektweg dem Raumklang und Bandklang entsprechend was dazu. Soviel muß man ihm vertrauen. Wenn Du komplett nur Effektweg ans Mischpult sendest, kann das in schlimmem Feadback-Terror enden und das Konzert macht weder der Band, noch dem Mischer noch dem Publikum Spaß.

    Fazit: es wird nicht unbedingt EINFACHER durch ein Effektgerät auf der Bühne. Dafür kannst Du aber auch bei fremdem Mischer pro Song unterschiedliche "Specials" benutzen. Nur wenn der Mischer kein guter Mischer ist, dann rettet das Effektgerät gar nichts, sondern verkompliziert die Sache eher noch mehr.

    Liebe Grüße
    Elisa
     
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