Elektron Analog Heat Erfahrung

von mikdemik, 02.12.16.

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  1. mikdemik

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    Erstellt: 02.12.16   #1
    Hi!

    Ich dokumentiere hier meine Erfahrung mit dem Elektron Analog Heat, nach und nach.

    Habe ihn mir letztens gekauft und gleich eine böse Überraschung erlebt.
    Es gibt noch kein Overbridge Support (Der Hauptgrund meiner Kaufentscheidung dafür). Gleich mal drauf losgeärgert, aber ja auf der Elektronseite ist das sogar vermerkt. Mit einem kleinen Sternchen am Ende des Absatzes, der formuliert, wie toll nicht das Overbridge System des Gerätes wäre:/.
    Die zweite böse Überraschung. Ich habe es nicht zustande gebracht einen Monoeingang panoramatechnisch zentral am Stereoausgang abzubilden. Ich konnte mich also nur zwischen linken oder rechten Kanal entscheiden.
    Naja, bin dann erstmal von meiner DAW, über analoge Wege in die Heat Box gegangen und habe mir ein paar Testungen erlaubt.

    Vor allem habe ich aber die Synthesizer U-he Diva und Zebra 2 darüber laufen lassen, um von wohlklingenden digitalen Soundquellen ausgehen zu können. Ziel war es eine Art paraphonen Hybridklang zu erzeugen.

    Meine erstes Interesse galt folgender Frage: Wärmt es den Klang auf? Ja! Vielleicht nicht in dem Maße, wie ich es erhofft hatte, aber durchaus ja. Ich habe hierfür vor allem die "Clean Boost" und "Saturation" Kanäle benutzt. Die anderen haben den Klangcharakter zu sehr verändert.
    Zum "analogisieren" des digitalen Klang halfen vor allem auch die eingebauten Filtermoden (Peakfilter?! umgekehrter Notch, wie auch immer) mit der selbstoszillierenden Resonanz, um einen gewissen akustischen "3 D Effekt" zu erzeugen und dem ganzen Sound mehr Körper zu geben. Hierbei sind auch schöne Filtersweeps und andere Effekte möglich.

    Um hier fortzufahren brauche ich erstmal das Overbridge Support, um den Heat in meine Projekte einbinden zu können.
    Deshalb: Fortsetzung folgt, wahrscheinlich :-).

    Wenn es fragen zu dem Umgang mit dem Produkt gibt, werde ich mich gern vorarbeiten :-).

    Lg, Michi
     
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  2. Synthie-Fire

    Synthie-Fire Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.16   #2
    Hi, Danke für den Report. Bin immer mehr am zweifeln ob das Teil gut für mich wäre.(Zumindest für das Geld).
    Hast du zufällig ein Bassline Synth?
    Würde gerne mal den Distortionfall mit dem Heat hören.
     
  3. mikdemik

    mikdemik Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.16   #3
    Ich hab einen Mfb Dominion 1. Den hab ich da schon mal durchgejagt. Da entstand das Problem mit dem fehlenden Monoeingang. Grundsätzlich kann ich aber sagen, dass die Distortion in Kombination sehr satt und wohlklingend ist. Wenn ich Zeit habe kann ich auch was aufnehmen und hier reinstellen. Ja der Preis is schon sehr hoch. Ich wollte ihn hpts wegen dem Overbridge System, weil ich viel am Pc mach und man damit analoge Wärme einfach einbinden kann.

    Lg.
     
  4. synthos

    synthos Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.12.16   #4
    Ich persönlich würde mich nicht zu stark auf Overbridge verlassen: es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Software aktuelle Betriebssysteme nicht mehr unterstützt. Wenn die Hardware ohne Software nicht vernünftig zu gebrauchen ist, dann ist sie ab diesem Zeitpunkt wertlos. Beispiele gibt es einige aus der Vergangenheit: tc electronic PowerCore, Creamware Noah, Clavia Nord Modular … auch die UAD-Satellites werden früher oder später dieses Schicksal erleiden.

    Das Analog Heat hat aber doch einige Bedienelemente, so dass es vermutlich auch schon jetzt (also ohne Software) zu gebrauchen ist?

    Grüsse,
    synthos
     
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  5. mikdemik

    mikdemik Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.16   #5
    Ja. Guter Gedanke! Mir geht es dabei aber garnicht um die Bedienung. Die ist am Gerät selber ganz gut umgesetzt. Es geht mir mehr um die Einbindung in mein Setting. Dass ich Audio via USB Schnittstelle senden kann.

    Lg.
     
  6. mikdemik

    mikdemik Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.16   #6
    Hi! Am 14.12.2016 war es soweit. Das Upgrade für den AH wurde zum Download zur Verfügung gestellt und somit auch der Overbridge Support. Natürlich war ich irrsinnig gespannt auf die Handhabung und die Möglichkeiten der Einbindung via USB. Nach einigen Installationsversuchen von Overbridge (und der Erkenntnis, die neueste Version davon herunterzuladen) war die Verbindung dann auch aufgebaut und stabil.

    Leider waren die ersten Eindrücke wenig positiv. Die Übertragung funktioniert nur suboptimal. Overbridge schlägt vor im Hostprogramm eine Buffersize von 256 Samples oder darunter einzustellen. Bei einem Wert von 512 Samples reagiert der AH mit einer deutlichen Latenzzeit. Bei einem Buffer von 256 Samples ist es imho in Ordnung, nur habe ich dann das Problem der höheren Leistungsauslastung (und dabei benutze ich einen recht leistungsstarken PC, wie auch eine RME Babyface). Wenn man viele Plugins in einem Projekt benutzt, so wie ich, fangt es dann sehr schnell zum Klacksen und Klicken an. Uff!
    Die Übertragung ist auf 24 Bit beschränkt, wenn ich das richtig verstanden habe. Was digitale Übertragungen angeht bin ich aber bedauerlicherweise ein Laie. Was ich aber beurteilen kann ist die Klangqualität, die ich über diese Übertragung erhalte. Diese muss, im Vergleich zur herkömmlichen analogen Übertragung, unglücklicherweise viel an Dynamik einbußen. Dabei muss ich einräumen, dass die leichteren Verzerrungsstufen noch ganz gut funktionieren. Umso härter die Verzerrung wird, umso härter wird aber auch das digitale Signal und verliert sehr viel von der analogen Wärme.
    Ich habe es auch nicht geschafft die Verbindungen zu variieren. Per USB Signal in den AH rein und per analog wieder raus ist zwar prinzipiell möglich, jedoch hat man dann das Analoge, wie auch das USB Ausgangssignal am Monitor. Außerdem ist während dem Arbeiten an dem Projekt, ein unbestimmter Fehler aufgetreten und mir war es nicht mehr möglich das Projekt sachgemäß zu speichern.

    Überrascht war ich, nach der anfänglichen Enttäuschung, von den Filteroptionen. Diese lassen sich sehr gut einbinden und unterscheiden sich klanglich mMn noch einmal auffallend von einem schon grundsätzlich qualitativen hochwertigen digitalen Filter. Die Resonanz liefert auch hier noch den notwendigen anlagoen "Wums", wenn man das möchte.
    Außerdem werden über Overbridge die Einstellungen L/R M/S Mid und Side möglich. Die Steuerung über die Software funktioniert auch ohne Probleme.

    Schlußendlich würde ich den AH zwar als interessantes Gerät mit Charakter beschreiben, dessen Nutzung ich aber derzeit eher im Live-Setting sehe. Ob der Preis für diese Anwendung gerechtfertigt ist, ist eine andere Frage :-).
    Für mich leider wenig brauchbar, weil ich mir eine schnelle und unkomplizierte Einbdinung "analogen" Charakters in meine DAW Umgebung erwartet habe und diese nur bedingt möglich ist. Ich bin gerade am überlegen ihn wieder zum Händler zurückzubringen. Falls ich ihn doch behalte, werde ich die weitere Entwicklung gerne mit euch teilen.

    Lg, Michi.
     
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  7. mikdemik

    mikdemik Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.12.16   #7
    Edit: Nach ein weiteren Testphase muss ich noch folgendes schnell ergänzen: Es steckt doch mehr dahinter. Anscheinend dürfte bei meiner ersten Testphase der Input Parameter falsch eingestellt gewesen zu sein. Mea Culpa. Im digitalen Bereich kann es da sehr schnell zu Clipping und unschönen Verzerrungen führen :-). Die gewollten starken Verzerrungen verlangen einen niedrigeren Input Level. Dann klingen sie auch gut. Auch die Probleme mit den Nebengeräuchen sind diesmal nicht aufgetreten, trotz vielen geladenen PlugIns.
    Mal schaun wies weitergeht!

    Lg, Michi.
     
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