Elektrosaiten auf der Akustikgitarre?

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Schnabelrock
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Saiten werden gern unterschätzt...
Ich war total perplex als ich anstelle der üblichen 12er d’Addario ECGs einen 11er Satz auf meine (oft erwähnte cheapo) Walden D351 gezogen habe.
Die vorher leicht „bollerige“ tiefe E-Saite war auf einmal richtig gut straff und „aufgeräumt“.
Eine nur minimale Veränderung mit grosser Wirkung.
Die ECGs waren von Anfang an eine bewusste Entscheidung (e-Git Saiten), weil ein Schallloch PU fest eingeplant war.
 
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Wenn man mit dem unterschiedlichen Sound klar kommt und man mal ein wenig auf die entstehende Zugkraft geschaut hat, dann spricht nix gegen die Verwendung von E-Git Saiten auf der A-Gitarre. Besonders in Kombination mit einem magnetischen Tonabnehmer kann das deutlich an Druck gewinnen.

Und ich rede hier jeweils von Saiten gleicher Stärke !!!

Ich persönlich glaube, dass die Differenzierung NICHT wegen der A-Gitarre entstanden ist, sondern wegen der Notwendigkeit in E-Gitarren Saiten sicher zu stellen, dass ausreichend "magnetisch wirksames Material" enthalten ist, um die Spulen anzuschieben.

Gruß
Martin
 
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Prinzipiell sind ja alles Stahlsaiten - E-Gitarren-Saiten sind nur meistens dünner und die G-Saite ist im Gegensatz zu Akustiksaiten nicht umwunden. Wenn man dickere E-Gitarren-Saiten aufzieht, die denen von regulären A-Gitarren-Saiten entsprechen, sollte der Klang - bis auf die etwas schärfer klingende G-Saite durch die fehlende Umwindung - vergleichbar sein. Klar - unterschiedliche Materialien klingen auch unterschiedlich, aber da findet man auch innerhalb der A-Gitarren-Saiten unterschiedliche Versionen.
Kurzum: Geht. Ob man es mag, muss man ausprobieren. Geht ja nichts kaputt - außer, dass man einen Satz Saiten verschwendet, wenn einem der Klang nicht zusagt.
 
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Die drei Metalle Eisen, Nickel und Cobalt (Kobalt) sind magnetisch ... (bei Zimmertemperatur)

Eine E-Gitarren Saite - z.B. die beliebte Slinky von EB - hat eine Legierung aus "vernickeltem Stahl". Also Seele und Wickeldraht sind magnetisch.

Bei einer Phosphor-Bronze Saite ist nur die Seele Stahl ... sie besitzt also auf den tiefen Saiten weniger den Magnet im Schalloch anregendes Material.

Bei Nickel Bronze (leider steht da keine % Verteilung auf der Packung) sieht dies wieder anders aus (als A-Gitarren Saite z.B. von D'Addario) ... da bist du eigentlich (- dem Anteil Bronze) bei den gleichen Materialien wie bei der E-Gitarren Saite. Inklusive dem Kern aus "NY Steel", der zwischen 1 und 3 kHz etwas mehr Punch liefert.

Akustisch Geschmackssache ... Elektrisch per magnetischem Schallochtonabnehmer kann die umsponnene E-Git Saite etwa mehr Druck liefern.

Gruß
Martin
 
blechgitarre
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!!!

Ich persönlich glaube, dass die Differenzierung NICHT wegen der A-Gitarre entstanden ist, sondern wegen der Notwendigkeit in E-Gitarren Saiten sicher zu stellen, dass ausreichend "magnetisch wirksames Material" enthalten ist, um die Spulen anzuschieben.

Gruß
Martin

Wenn die Dicke des magnetischen Materials wichtig ist,dann müsste eine dickere h Saite viel lauter sein als eine e Saite
Das ist aber nach meinen Ohren nicht so.
 
dr_rollo
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Sicherlich ist die Stärke der Saiten erst einmal ein wichtiges Element, weniger ob es E-Gitarren- oder Akustikgitarrensaiten sind. Je dicker, um so voller der Sound, je dünner, um so besser kann man Saiten ziehen (bendings). Die wichtigste Frage ist aber, soll meine Gitarre nach Akustik-Klampfe klingen, oder will ich E-Gitarren Sachen spielen, womöglich noch mit Magnet-PU. Letzteres erfordert dann schon die passenden Saiten. Ich hab mal eine A-Gitarre komplett einen Ton gedroppt im Setup gehabt, alleine da hatten sich schon 14er (oder waren es sogar 15er?) Saiten bewährt, damit nichts schepperte.
Ansonsten ist meine Erfahrung, dass die vom Gitarren-Hersteller empfohlenen Saiten am besten klingen, Beispiel meine 12Saiter Taylor. Ich hab verschiedene Sätze und Stärken probiert, und der 10/47er Elixier NanoWeb light klingt einfach am besten.
interessant wäre es tatsächlich mit den Hybrid-Gitarren wie meiner Fender Acoustasonic Tele, oder wenn man einen magnetischen PU nachrüstet. Da braucht man ja die üblichen Akustik-Saiten, die trotzdem noch ausreichend magnetisch sind. Ich hab die erst seit Januar und mich noch nicht weiter mit Saiten beschäftigt. Von Werk aus ist sie anscheinend mit Fender Dura-Tone bestückt, die aufgrund des Bronzeanteils vielleicht auch nicht unbedingt für den verbauten Pickup geeignet sind. Aber nur deswegen auf reine ‚E-Gitarren-Saiten‘ zu wechseln, würde vermutlich den tollen Akustik-Sound beeinträchtigen.
Vielleicht probiere ich mal die oben erwähnte Empfehlung für die Godin.
 
Blues-Opa
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Wenn die Dicke des magnetischen Materials wichtig ist,dann müsste eine dickere h Saite viel lauter sein als eine e Saite
Das ist aber nach meinen Ohren nicht so.
Ich könnte mir vorstellen, dass die unterschiedliche Art und Frequenz der Schwingung aufgrund der unterschiedlichen Saitenart und Tonhöhe da auch eine Rolle spielen.
 
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Saiten werden gern unterschätzt...
Ich war total perplex als ich anstelle der üblichen 12er d’Addario ECGs einen 11er Satz auf meine (oft erwähnte cheapo) Walden D351 gezogen habe.
Die vorher leicht „bollerige“ tiefe E-Saite war auf einmal richtig gut straff und „aufgeräumt“.
Eine nur minimale Veränderung mit grosser Wirkung.
Die ECGs waren von Anfang an eine bewusste Entscheidung (e-Git Saiten), weil ein Schallloch PU fest eingeplant war.
Das kann ich so nur unterschreiben.
Hatte vorher auf meiner Walden Elixier Nanoweb drauf. Mit diesen hatte ich sehr viele Höhen drin.
Nach dem Umsaiten auf die erwähnten Jazz-Gitarrensaiten ( Flatwounds) ist das Klangbild viel ausgewogener.
 
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Ich könnte mir vorstellen, dass die unterschiedliche Art und Frequenz der Schwingung aufgrund der unterschiedlichen Saitenart und Tonhöhe da auch eine Rolle spielen.
Ich denke ein Physiker oder e Techniker könnte die Frage, ob ein dicker ferromagnetischer Kern mehr Saft im Pickup produziert leicht beantworten.
 
Blues-Opa
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Wenn die Dicke des magnetischen Materials wichtig ist,dann müsste eine dickere h Saite viel lauter sein als eine e Saite
Das ist aber nach meinen Ohren nicht so.

Siehe Stringtree … sie kommt mit einem flacheren Winkel auf die Nut.

Und ich rede hier von der Verwendung eines magnetischen PU … und erinnere nebenbei an staggered Polepieces bei Single Coil PU.

Die hohe Kunst ist für mich über die Einflussfaktoren eine gut klingende Balance herzustellen - akustisch wie elektrisch.

Gruß
Martin
 
Plektomanic
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Wenn ich die Martin 000-28 ec als Bespiel hernehmen müsste , da hab ich 012-052 Drauf , Phosphor/Bronze und , ja es ist etwas anderes als mit der Elektrischen ..
Klar kann man dann den "leichten" Weg gehen und einfach 010er -46 draufmachen (oder gar 9er :LOL: )
Jedenfalls hab ich das Bedürfnis noch nicht gehabt und mir gesagt dass ich damit Absolut klarkomme , der Sound gibt mir recht , mir ist es egal wie die mit 010 er E-Saiten klingt
Besser wirds bestimmt nicht ;).
Ausserdem spielt man ja üblicherweise andere Sachen auf der Akustischen als auf E-gitarren ..ja klar jetzt werden wieder vid´s oder sonstige aussagen kommen wo ausnahmen gezeigt werden , aber
die bestätigen nur die Regel .
Natürlich kann es gut gehen und vor allem wenn man ein "System" hat und kein REIN Akustisches Instrument , hat man ja dann noch die möglichkeit Mitten hinzu /Bässe wegzunehmen etc.
Verboten ist es auch nicht ..
Schlimmer find ich es wenn man auf einer Nylonsaiten Gitarre , Steelstrings draufmacht...
 
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Vielleicht können wir mal die Frage klären, warum man überhaupt E-Gitarrensaiten auf der Akustikgitarre aufziehen will, muss ja irgendeinen Grund haben. Will ich besseres Bending, dann braucht es lediglich dünnere Saiten, die es auch für Akustikgitarren gibt. Will man E-Gitarrensounds? Dafür sind nicht alleine die Saiten entscheidend. Oder will ich einfach nur die vielen ungenutzten E-Gitarrensaiten, die ich noch rumliegen habe, verwenden?
 
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Ich zitiere mich mal selber:

Grund 1: Ich mag für bestimmte Sachen den anderen akustischen Klang
Grund 2: Ich mag mag für bestimmte Sachen den anderen verstärkten Klang, über einen Magnet-Schalllochpickup

Das wechselt bei mir immer wieder mal ... klingt für mich nicht besser oder schlechter, nur "anders".
Immer die gleiche Stärke wie meine üblichen Akustiksaiten, allenfalls wenn ich z. B. auf der Gitarre in der nächsten Zeit besonders viele Bendings brauche mal die nächstdünnere Stärke.
Nachteile habe ich bisher keine festgestellt, normalerweise stelle ich nicht mal den Halsstab nach - ich gewöhne mich leicht um, da ich ohnehin ständig verschiedene Gitarren spiele.
 
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Aus reiner Neugier habe ich die d‘Addario ECG flats auch mal auf meine Martin X gezogen... und nach einer Stunde wieder runter damit. War ziemlich eklig, der „Sound“ :D
Bei der Mahagoni-artigen Sperrholzdecke der Walden stellte sich das ganz anders dar: die klang schon mit Bronze Werkssaiten sehr nach „Jazz“.
Da kamen die Flats so wie erwartet und da der Hals praktisch einer e-Gitarre entspricht, passte das auch vom Spielgefühl.
Die Überraschung war dann der akustische Ton: sehr eigenständig und eine gute Ergänzung zur Martin - weil ziemlich genau das Gegenteil.
Deswegen sind beide für mich „gleichwertig“. Was die eine kann, kann die andere nicht ;)
 
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Vielleicht können wir mal die Frage klären, warum man überhaupt E-Gitarrensaiten auf der Akustikgitarre aufziehen will, muss ja irgendeinen Grund haben.
Mir sind die Westernsaiten ausgegangen, habe aber noch viele 11er E Saitensätze rumliegen :m_git2:

Ausserdem mag ich magnetische schallochpickups
 
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Habe gestern Nacht noch mal Brian Vance angeschrieben - Produktmanager bei D‘Addario.

Aus Sicht Bespielbarkeit gibt es für ihn keinen Unterschied. Die Seele von A und E ist gleich. Über den Wickeldraht wird der Sound beeinflusst und ja, die Materialien haben unterschiedliche magnetische Eigenschaften.

Er sagt aber auch, dass die Schalloch Pick Up Hersteller dies bei der PU Entwicklung berücksichtigen - also über den Magnet als EQ eine Balance herstellen. Will man aber mehr Punch auf den tiefen Saiten, dann kann eine Nickel-Steel Kombi helfen.

Also Trial and Error - jeder wie er mag. Die Entwicklung geht im wesentlichen beim Wickeldraht eigene Wege. Die Seele (Core Wire) ist im Prinzip identisch.

Ein bisher nicht genannter Punkt, ist die nicht umwickelte G Saite im E-Satz. Für Slide Spieler durchaus ein Entscheidungskriterium. Und in offener Stimmung hat E und A Saite (runter gestimmt um einen Ganzton) auch etwas weniger Punch, wo etwas mehr Magnetismus helfen kann, um den EQ des magnetischen PU wieder an die richtige Stelle zu schieben.

Soweit die Info vom Entwickler …

Gruß
Martin
 
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Danke für die Mühe, aber der Herr Vance ist ja in erster Linie Marketingmensch, und so klingen seine Infos auch :whistle:
 

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