Das ist ein öfter auftauchendes Thema und ich trage
nur meine Meinung bei:
Für meinen Geschmack gibt es für 50 € gebraucht keinen Combo, der auch nur irgendwie "gut" (das ist ja individuell bestimmt) klingt. So etwas ist schon älter und hat i.d.R. vor Jahren mal 100 bis 200 € neu gekostet, wofür man halt eben entsprechend einfache und nicht sonderlich intensiv entwickelte Bauformen bekommt. Eine solche Technik wird auch den Klangeigenschaften der Ibanez AS-93 nicht gerecht. So eine Mini/Billig-Kiste macht halt in gewissen Grenzen "laut".
Ich habe zum Testen und Vergleichen ca. 15 "kleine" Combos, die heutzutage "Bedroomamps" genannt werden und teils mit Mastervolume bis hin zu Attenuatoren/Power Soaks im Bereich von ca. 0,5 bis 10 W liegen. Die meisten meines Bestandes sind Röhrenamps, ich hab aber auch Hybride und Modeller. Meine Anwendung ist auf Wohnzimmer/Arbeitszimmer gerichtet. Auf dem Gebrauchtmarkt liegen sie zwischen 100 bis 300 €. Ein Katana II mit Update ist übrigens auch dabei.
Was meine Vergleiche vor allem zeigen ist, dass 1. dem persönlichen Geschmack nur durch tatsächliches Spielen und Anhören Rechnung getragen werden kann, wobei es auch auf die technische und räumliche Peripherie ankommt, und dass 2. gravierende Unterschiede bei einem Amp mit verschiedenen Gitarren bestehen.
Meine Vorgehensweise bei der bestehenden Situation von
@wupperboot würde ich ohne Umweg/Zusatz/Zwischenschritt einen Katana II anschaffen und selbst updaten (bin auch älteres Semester und hab das mit den Angaben auf der Herstellerseite problemlos hingekriegt). Das ist eine zeitgemäße und vielseitige Lösung, mit der man über lange Zeit an Sounds schrauben und immer wieder neue Sounds finden kann.
Daher ist mein Rat, wenn trotzdem (aus persönlichen und uns nicht interessierenden Gründen) der Katana nicht gleich angeschafft werden kann/soll, einfach mal in der näheren Umgebung ab 100 € gebraucht suchen (wenn Abholung sein muss) und mit irgend etwas vor Ort mit der eigenen Gitarre klanglich in die richtige Richtung gehendem anfangen, wobei man sich nicht davon leiten lassen sollte, den einen "optimalen" Amp zu finden, was einfach nur Zufall wäre, sondern einkalkulieren sollte, dass man über kurz oder lang zwecks Wechsel wieder verkauft. Nach meiner Erfahrung sind mindestens drei Viertel der Gitarristen hier im Board quasi ständig auf der Suche nach dem "noch besseren" Sound

. Viel überlegen und immer noch mehr Leute fragen führt nur zum Stillstand (weil eh jeder andere Geschmäcker, Ideen, Vorlieben und Erfahrungen hat - deshalb schreib ich auch keinen konkreten Vorschlag oder die Liste meiner Amps) und Ergebnisse bekommt man nur durch die praktische Umsetzung.