Wupperboot, magst Du mal schreiben, was Deine bevorzugte/-n Stilrichtung/-en ist/sind.
Aufgrund "warmer Sound der Semi" würde ich Blues, Jazz, soft Rockartiges u.ä. vermuten und auf Röhre setzen und damit auf den Fame. Mir hat sich das nicht am Anfang erschlossen, aber mit der Zeit habe ich begriffen, wie bei der Egitarre (beim Bass übrigens auch) passive PUs und echte Röhren zusammen gehen. Falls(!) das dein Ding ist, wärest Du damit schon mal auf der richtigen Schiene unterwegs.
Aber auch andersherum: mit bissigen Transistoramps kann man einen 1a Punk-Sound machen, der dann durch die Semi noch einen Schlag Charakter dazubekommt. Das geht so mit Röhre nicht.
Also ohne Stilrichtung oder besser noch Klangbeispiele (welchen Songs von welchen Interpreten, Bands oder was auch immer würdest Du soundmäßig gerne nahe kommen?) ist das so aus der Ferne nicht möglich.
Röhrenamps ... Die meisten klingen aber erst ab einer gewissen (hohen) Lautstärke.
Stimmt finde ich bedingt. Also wohl der Standard (
Marshall* Plexi 70er Rocksound) soll ja hauptsächlich Endstufenverzerrung gewesen sein und Endstufenverzerrung geht normalerweise nur mit hohen Pegeln in die Endstufe. Man kann die Zerre aber mit dem Gain machen, also Vorstufenverzerrung, und die Lautstärke am Master-Regler wieder wegnehmen. Klingt anders, geht für zuhause aber - wenn man nicht unbedingt genau das Feeling von "Pinball Wizard" von The Who zuhause will (oder "Rocky Mountain Way"/Joe Walsh oder "Shot Down In Flames"/AcDc oder "Heroes"/Bowie oder oder oder ...). Aber auf dem Gourmet-Level hat auch keiner der von mir getesteten Modelling Amps performt (die machen ihren Sound ja auch alle nicht in der Endstufe, oder?). Das ist bei mir aber ein paar Jahre her, ich hatte dann mal wieder einen echten Röhrenamp probiert und mich auf Anhieb erinnert, wie das war und ist, und quasi sofort das Interesse an Modelling verloren. Aber eben - das ist alles subjektiv eine Frage dessen was man möchte. Und vielleicht sind die Modelling Amps ja tatsächlich soviel besser geworden?
Nachtrag: gerade erst gesehen - die obigen Videos von soundmunich und HD600 zeigen schon fast übertrieben den grundsätzlichen Charakter der Verschiedenheit. Für mich hat das weniger mit dem konkreten Klang als vielmehr mit dem Feeling das entsteht zu tun (bitte nicht täuschen lassen, der Gitarrist von Andertons "kann", wenn auch vielleicht nicht ganz so wie Bonamassa).