Enchant / Break / 1998 / CD

von Jogi`s Rockfabrik, 16.05.05.

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    Erstellt: 16.05.05   #1
    Enchant - Break

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    1998

    Passend zum Album-Titel eröffnen Enchant mit „Break“ dieses Album. Mit cleanen Gitarren geht es los und im weiteren Verlauf des Songs habe ich den Eindruck, dass Enchant eine Nummer kommerzieller geworden sind, zumindest gegenüber den Vorgängeralben. Dennoch bleibt das Lied ziemlich schnell in den Ohren hängen. Ohnehin sind auf diesem Album keine überlangen Songs vorhanden, sondern man rockt recht straight ab. „Break“ ist ein lockeres, nicht zu schweres Album und macht bereits beim ersten konzentrierten Hören Spaß. Der Song „King“ unterstreicht meines Erachtens diese Kriterien, das Gesamtvolumen der Band ist stimmig. Die Gitarren stehen in Zusammenarbeit mit der Bassgitarre im Vordergrund und leichte Keyboardteppiche wirken zur Sounduntermalung. Der gewohnt, gute Gesang tut sein übriges. Der Song befindet sich im Midtempo-Bereich und geht gerade nach vorne los.

    „My enemy“ stellt einen Song in bester Enchant-Manier dar, der progressive Anteil steigt jedoch merklich an. Was hier zum Vorschein kommt, ist die exzellente Schlagzeugarbeit, der die Band im seiner Gesamtheit antreibt. Bei „Defenseless“ wird endgültig klar, dass Enchant sich auf diesem Album festgelegt haben, dennoch geht es in den einzelnen Parts hier doch in deutlich seichtere Gefilde um dann zwischendurch immer wieder mit starken Gitarrenriffs aufzuspielen. Das vierte Album der amerikanischen Band erscheint vollkommen durchdacht, allerdings leistet man sich auch kaum Abstecher ins Unbekannte. Vielmehr setzen Enchant mit diesem Album auf ein klar erkennbares Konzept aus guten Gesangspassagen und knackigen Gitarren.

    Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was man von einem Enchant-Album erwartet. „Break“ ist glatter, erscheint eine Idee professioneller als noch auf „Wounded“. Die Songs sind etwas einfacher strukturiert, lassen aber in punkto Druck und Rock nichts vermissen. Das Gefrickel, welches man zeitweise durchaus von Enchant gewohnt ist und was den einen oder anderen Song mehr als interessant macht, wurde hier etwas in die 2. Reihe gestellt.

    Deswegen erübrigt sich auch ein detailliertes Wiedergeben und Beschreiben der weiteren Songs, allesamt sehr hörenswert. Enchant haben mit „Break“ ein Album vorgelegt, welches trotz progressiver Einflüsse recht einfach zu begreifen ist und wer nun nicht die absolut tiefgründigen Erlebnisse sucht, wird damit gut leben können. Mehrere Durchläufe eröffnen trotz allem neue Erkenntnisse, machen es aber nicht unbedingt zum Muss, um etwas von dieser Platte zu haben.

    Ich habe die Limited Edition bewertet, die den Bonus-Track „Once a week“ beinhaltet. Ich würde sagen, eher ein Sammlersong für eingefleischte Fans. Etwas lockerer mit überwiegend unverzerrten Gitarren, ansonsten stilistisch nicht auf Abwegen.


    7,5/10


    Trackliste:

    1. Break 5.04 min
    2. King 4.33 min
    3. My enemy 6.57 min
    4. Defenseless 4.54 min
    5. The lizard 4.44. min
    6. Surrounded 4.18 min
    7. Silence 3.35 min
    8. In the dark 5.49 min
    9. My havel hand 5.03 min
    10. The cross 6.53 min

    Bonustrack:

    11. Once a week 6.23 min

    Gesamtlänge: 58.25 min


    Band:

    Vocals: Ted Leonard
    Guitars & Bassguitars: Douglas A. Ott
    Drums: Paul Craddick
    Keyboards: Michael ´Benignus´ Geimer


    Gastmusicians:

    Bob Madsen
    Tony Mariano
     
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