Engl Preamp oder Bugera Head?

von Gammelpeter, 21.02.08.

  1. Gammelpeter

    Gammelpeter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.08   #1
    Hallo liebe Boarduser,

    ich habe mich vor kurzer Zeit entschlossen, mir einen (gebrauchten) Engl E 530 Preamp zu kaufen. Dazu ist es allerdings noch nicht gekommen, da im Geldbeutel gähnende Leere herrscht. Erst muss ich meinen Übungsamp und eine meiner Gitarren verkaufen damit ich genügend Kohle zusammen hab.
    Meine Idee war folgende:
    Engl Preamp kaufen und über die Endstufe meines Hughes & Kettner ATS 120 Combo (100Watt Solid State) und dessen Speaker laufen lassen.

    Da ich aber jetzt gelesen habe, dass einige Bugera Heads mittlerweile lieferbar sind, zweifle ich an meinem Vorhaben, und überlege mir, ob es nicht vielleicht doch besser ist, 150€ draufzulegen und mir einen Bugera zu kaufen. In diesem Fall würde ich den Combo-internen 1x12er Speaker meines H&K-Amps (Celestion Vintage 30) benutzen.

    Welche Variante ist nun die bessere?
    In beiden Fällen würde ich mehr oder weniger die Katze im Sack kaufen, da sich mir keine Möglichkeit bietet die jeweiligen Geräte zu testen.
    Bei den Bugeras gibt es momentan kaum Erfahrungsberichte oder gar Soundbeispiele, sehen aber recht vielversprechend aus.
    Beim Engl habe ich mir die wenigen Youtube-Videos die es gibt angesehen aber mit youtube ist es ja immer so ne Sache :rolleyes:

    Jedenfalls wäre mein Einsatzgebiet heftiger (Death)Metal, ab und zu auch Rock-Sachen. Was meint ihr, welche der beiden Varianten sinnvoller ist?
    Beim Engl scheint mir das Risiko geringer, da ich den gebraucht kaufen könnte, und bei Nichtgefallen einfach wieder verkaufen würde, ohne großartige Verluste.
    Den Bugera müsste ich neu kaufen, über den Klang kann man momentan nur mutmaßen. Sollte der sich also als Flop entpuppen müsste ich beim Wiederverkauf mit großen finanziellen Verlusten rechnen.

    Was soll ich denn jetzt machen?
    Könnt ihr mir da irgendwelche Ratschläge geben? Ich fühle mich hin- und hergerissen.
    Obwohl momentan die Preamp Variante noch die Nase vorn hat (geringerer Kaufpreis, geringeres Risiko).

    Wäre euch sehr dankbar wenn ihr mir helfen könntet!!!


    Gammelpeter
     
  2. Mc Poncho

    Mc Poncho Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.08   #2
    Kauf' Dir doch erst mal den ENGL-Preamp. Wenn Du nicht zufrieden bist, verkaufst Du ihn, wie Du
    selbst schreibst, ohne viel Verlust wieder und bist zumindest um eine Erfahrung reicher.

    Was den Bugera betrifft würde ich zum Abwarten raten. Es wird sicher bald Erfahrungsberichte, bzw.
    Testmöglichkeiten geben...
     
  3. Lasse Lammert

    Lasse Lammert HCA Amps und Aufnahmetechnik HCA

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    Erstellt: 21.02.08   #3
    da ich großer 5150 Fan für Metalsachen bin würde ich zum Bugera raten.
    Klanglich sind die Dinger wirklich gut und dem 5150 SEHR ähnlich (natürlich das entsprechende Modell).
    Allerdings habe ich auch gehört, dass es bei einigen (2 von 10) nach kurzer Zeit Probleme mit der Zuverlässigkeit gab...diese Probleme traten aber unmitellbar nach dem ersten Einschalten auf und wären natürlich ein Garantiefall, würd ich mich erstmal nicht von abschrecken lassen.

    der 530 Preamp ist schon gut, bedenke aber, dass du irgendwann eine Endstufe haben wollen wirst...und da bist du dann (gebraucht) irgendwo bei 500-800€....für den Preis könntest du dir lieber ne gute 4x12 für den Bugera holen und würdest trotzdem Sparen....
    ne Engl Vorstufe mit SS-Endstufe durch 1x12 wird dich auf Dauer im Deathmetal nicht glücklich machen...kaufst du also eine Endstufe plus 4x12 zum Engl gibst du insg. nochmaletwa 1000€ aus...dafür hättest du dir auch einen 5150 plus Box holen können (wenn du die Engl-Ausgabe vom Anfang mitrechnest) und wärst besser gefahren.

    Mein Rat also: Topteil und danach Box upgraden.
    Racks sind gut wegen ihrer vieleitigkeit, aber im Prinzip immer etwas teurer als Topteile
     
  4. The_Tank

    The_Tank Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.08   #4
    Also ich bin ein Fan von:

    Spiel den Übungsamp und spar weiter. Wenn dir ein Halfstack leisten kannst, dann kauf was g'scheits. Nen 5150 oder auch nen Engl Preamp über nen Billigspeaker laufen zu lassen ist öd.

    Wer zuerst billig kauft, gibt meist mehr aus weil er teuer nochmal kauft...
     
  5. Lasse Lammert

    Lasse Lammert HCA Amps und Aufnahmetechnik HCA

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    Erstellt: 21.02.08   #5
    Ist was dran!

    man muss allerdings ja nicht alles auf einmal kaufen...lieber Qualität und nach und nach upgraden.
    von daher würd ich schon sagen 5150 über 1x v30 laufen zu lassen ist vorübergehend ok...wenn man vorhat später zu upgraden...

    definitiv besser als gleich n billiges halfstack zu kaufen nur um gleich ne 4x12 zu haben..

    ist aber im Prinzip ja das gleiche was du gerade gesagt hast ;)
     
  6. Gammelpeter

    Gammelpeter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.08   #6
    Oha, jetzt gehen hier die Meinungen also auch auseinander.... Danke schonmal für eure Antworten!
    also ich glaube, was die Bugeras betrifft sollte ich nichts überstürzen. wie ernst man die Harmony-Central reviews nehmen kann bleibt ja Zweifelhaft.

    @The_Tank:
    Ich habe keineswegs vor den Amp über einen Billigspeaker zu betreiben, sondern über den Vintage 30 der auf mich klanglich einen sehr guten Eindruck macht. Natürlich bleibt das eine Übergangslösung, aber wenigstens eine gar nicht soschlechte. Eine 4x12er werde ich mir sowieso nie holen, das halte ich für überdimensioniert, ich finde eine 2x12 reicht locker für sogut wie alle Anwendungen aus.

    Gut, im Prinzip bin ich jetzt genauso schlau wie vorher. Naja im Endeffekt muss ichs ja eh selber entscheiden was ich mach.
    Aber vielleicht hat ja noch jemand Anregungen/Tipps???
     
  7. AlX

    AlX Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.08   #7
    Nach Fernabsatzgesetz hast du doch 2 Wochen Rückgabefrist, wenn du irgendwo nen neuen Bugera bestellst... soviel zum Risiko. :cool:
     
  8. Gammelpeter

    Gammelpeter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.08   #8
    ja das stimmt. also ein wirkliches risiko sind in dem sinne beide möglichkeiten nicht. ich denk ich werd da noch ein zwei nächte drüber schlafen...
     
  9. Piecemaker

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    Erstellt: 21.02.08   #9
    Naja, noch was zum Thema Röhren-Vorstufe + Solid State-Endstufe: ich habe mal bei einem Gig mit meiner (Death Metal-)Band einen Engl e620 mit meinem Hughes&Kettner Attax 100 als Endstufe betrieben und was da rauskam, war doch ziemlich fett. Also ich würde da einfach mal ausprobieren. Wenn du den Preamp zu einem vernünftigen Preis bekommst, wirst du wohl (wie schon angesprochen) keinen allzu großen Verlust beim Wiederverkauf machen.
     
  10. The_Tank

    The_Tank Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.08   #10
    Ja der PreAmp ist sicher weniger Risiko, da man weiss was man bekommt.
    Bei Verstärkern (selbst bei sehr teuren) warte ich lieber mal locker 6 Monate Umlauf ab, bevor ich was kaufe. Denn zuerst wird immer viel gehyped (siehe Valveking) und dann sinken die Erwartungen wieder und die Erfahrungsberichte fangen sehr langsam an auch informative Dinge zu enthalten.

    Ja der V30 ist ein guter Speaker, aber 50% des Klangs macht auch die Box wo er drinnensteckt. Du kannst aber einfach bei TubeTown ein gutes Gehäuse holen und nen Speaker, ist viel billiger als Box kaufen und die Dinger sind super.
    Ich geb Dir auch recht, ich hab zwar noch eine 4x12er aber die steht eigentlich nur noch im Keller und aus nostalgischen Gründen verkauf ich sie nicht. Aber ich spiel eigentlich nur noch 2x12er oder wenns ne grosse Bühne is, nehm ich halt 2 davon mit (noch immer leichter zu tragen). Aber in 90% der Fälle reicht eine 2x12er voll aus. (Vorausgesetzt es ist ne gute Box mit guten Speakern...)
    Wenn du auch härtere Gangarten fahren willst würd ich aber dann zu einer Volumengrossen 2x12er raten, gibts aber auch günstige Gehäuse bei TubeTown zum selber basteln.
     
  11. Gammelpeter

    Gammelpeter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    also ich hab keine bedenken den amp, welcher es auch immer wird, über den combointernen speaker laufen zu lassen. das gehäuse ist mehr als ok und der klang auch. macht erstaunlich viel druck.
    später gibts dann vll. mal ne andere box. aber erst mal muss es so gehen. wie gesagt. geld ist knapp bemessen (eigentlich hab ich gar keins :o ).
     
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