Entfernen eines Griffbrettes mit Bügeleisen

von Cantetinza, 04.01.19.

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  1. Cantetinza

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    Erstellt: 04.01.19   #1
    So schon wieder ich. Weil ich mit meiner Tele nicht weiter komm hab ich mich jetzt endlich daran gewagt das alte Griffbrett zu entfernen. Wie ich im Netz rausgefunden habe soll das mit dem Bügeleisen ja funktionieren.
    Also in den Keller und alles vorbereitet. Als alter Jäger und Sammler hab ich mal vor zig Jahren nen Satz ganz billige Messer bekommen. Natürlich nicht weggeworfen.
    Gott sei dank !!
    Hab mir extra eine Ziehklinge noch flacher geflext (aber nicht gebraucht
    Dann ging's los Bügeleisen auf volle Kanne und gewartet. . . . . Oh man bis das alles mal durchgewärmt war am Halsanfang.
    Immer mal wieder mit meinem Messer versucht einen Anfang zu finden.
    Endlich nach ner halben Stu de oder mehr lies sich das Griffbrett langsam vom Hals trennen.
    Das Messer war super. Handlich und relativ leicht ging das dann Stück für Stück. Das Griffbrett musste ich mit einem dicken Lappen halten, so heiß waren die Bunddrähte.
    Bei den letzten 8 cm hatte ich mir noch gedacht, oh das geht aber gut, und schwub war ich durch.
    Als alter Indianer noch gleich ein Blutopfer gebracht, aber was wichtiger war, der Tag war und ist gerettet.
    Ging wirklich leichter als gedacht. 20190104_183930.jpg 20190104_183942.jpg 20190104_184037.jpg 20190104_185206.jpg 20190104_185603.jpg 20190104_191732.jpg
     
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    Erstellt: 04.01.19   #2
    Sehr anschaulich, wahrscheinlich geht das schneller, wenn man die Bünde vorher entfernt, das Griffbrett wir ja wohl kein zweites Mal verbaut?
     
  3. Cantetinza

    Cantetinza Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.01.19   #3
    Bis ich die Bünde entfernt hätte wär ich ich auch so fertig geworden. Es hat ja jetzt keine Ewigkeit gedauert.
    So kann ich jetzt mal in Ruhe die Bünde entfernen(das Griffbrett ein bischen biegen) dann müßte es ja noch schneller gehen ??? Bin da Laie ??
    Wie dünn kann man den ein Griffbrett machen ??
    Gerade nachgeschaut, nicht viel denke ich, aber zum probieren gut genug.

    Wäre es möglich da jetzt ein Nussbaumfunier zwischen Hals und Griffbrett zu leimen und den Spannstab auszulassen das kein Leim da rein läuft oder ist das egal ??

    Achso das wichtigste, mit was zwingt ihr das neue Griffbrett fest. Zwingen, Gummibänder oder was nehmt ihr ???
     
  4. andiu

    andiu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.01.19   #4
    Hab ich noch nie gemacht ... aber ich würde eine flache Holzlatte über das Griffbrett/Bünde legen und dann mit 5-7 Zwingen pressen. Gummibänder wären mir nicht fest genug.

    Davon abgesehen: Hast Du es mit Dampf probiert oder ohne? Mit Dampf ginge es schneller und wenn das Griffbrett nicht mehr verwendet wird ...
     
  5. Bassturmator

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    Erstellt: 04.01.19   #5
    Warum hast Du denn das Griffbrett entfernt?

    Nußbaumfürnier als Zwischenlage ist natürlich möglich.

    Das zukünftige Griffbrett sieht auf dem Foto aus als wäre es in der Breite schon an den Hals angepasst. Das wäre dann Dein größtes Problem, denn so ein eingeleimtes Griffbrett ist eine verdammt flutschige Angelegenheit. Ich bundiere immer erst nachdem das Griffbrett verleimt ist. Dann kann man einfach in den Bundschlitzen Passstifte einbringen, die zuverlässig ein verrutschen verhindern.

    Da Du bereits bundiert hast würde ich Dir empfehlen zwei Tackerklammern mit wenig Druck in den Hals einzusetzen, die Du dann mit einer Kneifzange oder einem Vornschneider möglichst nah an der Oberfläche abschneidest. Die dann überstehenden vier kleinen scharfkantigen Zacken sollten ein rutschen des Griffbretts recht zuverlässig verhindern und sie pressen sich dann wenn Druck aufgebaut wird in das Griffbrettholz.

    Zum anpressen eine möglichst passende schnurgerade Zulage verwenden, sonst kannst Du den Hals auch gleich zum Brennholz packen...

    Viel Erfolg!!!
     
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  6. HD600

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    Erstellt: 04.01.19   #6
    Ein sicherlich für dich interessantes Video (Entfernung der Bünde ca. ab 15:00 Min.), ich finde es zumindest toll, auch wenn es jetzt nicht alle deine Fragen beantwortet..
     
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  7. Cantetinza

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    Erstellt: 04.01.19   #7
    Hallo Bassturmator
    Die Bünde und das Griffbrett sind heftig abgenutz und ich wollte eine andere Farbe. Griffbrett hab ich anfertigen lassen weil ich mich damals noch nicht an dieses Thema herangetraut habe. Ist aus Zitronenholz.
    Tja als Unerfahrener macht man schon immer wieder Fehler. Wieder klüger. Ich werde wohl eine Schablone machen damit links und rechts alles schön sauber anliegt. Da das Griffbrett etwas länger ist werde ich da eine Anschlagleiste ranzwingen. Am Kopfende das selbe.
    Das Brett zum Aufleimen eher Fichte oder was weiches was etwas nachgibt. Drüber dann massiv EICHE.
    Drunter werd ich in ein anderes Stück Holz ,mit der Flex, den Hals schön ausarbeiten dann mit Leder auslegen damit es nicht rutscht und dann mal sehen.
    Soll ich beim Spannstab was beachten ???

    Hallo Andiu
    Nein Ohne Dampf nur die Hiltze.
     
  8. Bassturmator

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    Erstellt: 04.01.19   #8
    Wenn Du den Tip mit den Tackerklammern (oder kleinen Drahtnägeln falls Du keinen Tacker hast) ernst nimmst, kannst Du Dir alle Anschläge sparen und behältst die Kontrolle weil Du siehst was Du tust. Und Du kannst mit den Fingerspitzen den kleinsten Versatz fühlen.
     
  9. Cantetinza

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    Erstellt: 04.01.19   #9
    OK mach ich
     
  10. Cantetinza

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    Erstellt: 05.01.19   #10
    20190105_112536.jpg


    Aus dem Kochbuch.
    Wäre diese Konstruktion sinnvoll oder reichen die zwei Hartholzleisten ??
     
  11. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.19   #11
    Sicher empfehlenswert so eine verstellbare Beilage wenn man es öfter benötigt. Ein ausschließlich mittig gepresstes Griffbrett wird außen eine deutlich sichtbare Leimfuge aufweisen.

    Ich würde mir für einmalige Anwendung wahrscheinlich auf der Tischkreissäge eine Beilage so zuschneiden dass sie mittig etwas ausgehöhlt ist, also mit zwei entgegengesetzten Gehrungsschnitten bei kaum geneigtem Sägeblatt, so dass später der Druck auf zwei parallelen Linien deutlich außerhalb der Mitte ausgeübt wird.
     
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  12. murle1

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    Erstellt: 05.01.19   #12
    Ich bin mir ziemlich sicher: Dort hin würde ich meine Gitarre zum Bundieren NICHT bringen... Sorry!
    --- Beiträge zusammengefasst, 05.01.19, Datum Originalbeitrag: 05.01.19 ---
    Hilfreich wäre auch, einen Radienschleifklotz mit dem gleichen Radius wie das aufzuleimende Griffbrett als Auflage für das Griffbrett zu verwenden, und den Hals mit Zwingen von oben auf das Griffbrett zu pressen. Also "verkehrt" herum. So mache ich das schon viele Jahre...
     
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  13. Cantetinza

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    Erstellt: 05.01.19   #13
    Welchen Leim würdest du nehmen?
    Hält titebond ultimate, den hätte ich ?
    Das mit dem Funier las ich glaub. Sieht dann eher wie dicke Leimfuge aus ??
    --- Beiträge zusammengefasst, 05.01.19, Datum Originalbeitrag: 05.01.19 ---
    Murle da bräuchte ich aber mehrere für die Länge.
    10 Stellfüsse schon bestellt.
     
  14. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.19   #14
    Hey Rainer, sag schon: Der Moment als er den vorgebogenen Bunddraht auf das Griffbrett legt und man deutlich sieht dass es außen einen viel kleineren Radius aufweist als innen und wie er als Gegenmaßname die vorgebogenen Bünde noch mit der Kombizange nachbiegt... Da hat es uns beide geschüttelt, oder!?!

    Der normale Titebond ist super und quasi Industriestandart unter Gitarrenbauern. Hält.

    Furnier als Zwischenlage kann toll aussehen wenn man zwei sehr ähnliche Hölzer miteinander verleimt, die wenig Kontrast aufweisen. Nussbaum wie von Dir vorgeschlagen könnte dann fast zu wenig Kontrast haben.
     
  15. Cantetinza

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    Erstellt: 05.01.19   #15
    Mal sehen ob ich Wenge oder Mooreiche besorgen kann.
     
  16. Bassturmator

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    Erstellt: 05.01.19   #16
    Farblich auf jeden fall besser. Mooreiche hab ich noch nicht verarbeitet, aber bei Wenge müsstest Du wahrscheinlich hinterher die großen Poren füllern.
     
  17. murle1

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    Erstellt: 06.01.19   #17
    Hallo, nicht nur das. Ich dachte in meiner Werkstatt oder der auf dem Arbeitsplatz sei Unordnung... Weit gefehlt. Dann noch das Entfernen der Bünde nach Erhitzung mit dem Lötkolben... Was soll das? Habe ich mehrfach interessehalber versucht... Dann mit einem Metallhammer auf die Bünde zu schlagen, Leim in die Schlitze, und mit der Bundierzange zu arbeiten, die sonst meist bei eingeleimten Hälsen verwendet wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ein Profi ist? Die ganze Prozedur sah seltsam aus, und ich schätze die Bundierung hat lange gedauert.
     
  18. Cantetinza

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    Erstellt: 06.01.19   #18
    Heut mal versucht Beilagen zum verleimen zu machen
    Die untere ist fertig die obere schleif ich mit Hand, weil ich zwei Hölzer entdeckt habe die den gleichen Radius haben wie das Griffbrett.
    (Was ich alles hab. Hab wohl leicht den Überblick verloren)
    Schleifpapier drauf und los geht's 20190106_111024.jpg 20190106_111109.jpg 20190106_115400.jpg
     
  19. Cantetinza

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    Erstellt: 06.01.19   #19
    Das könnt ja fast auch Zitronenholz sein. Sack schwer, sehr hart und die gleiche Farbe. 20190106_133902.jpg
    --- Beiträge zusammengefasst, 06.01.19, Datum Originalbeitrag: 06.01.19 ---
    Es ist wohl besser die Tackerklammern in das Griffbrett zu tackern. Das ist nämlich viel härter als das Halsholz.
     
  20. Bassturmator

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    Erstellt: 06.01.19   #20
    Das kannst Du ja leicht ausprobieren. Sie müssen ja gerade so tief eindringen dass sie nicht wieder herausfallen. Wenn man keinen verstellbaren Tacker hat einfach den Tacker nicht so fest auflegen.

    Ist aber nur nötig wenn Du denkst das die kleinen Spitzen beim Pressen nicht tiefer ins Holz eindringen würden. Wenn man sehr hartes Ebenholz hat, würde ja der kleine Drahtstift auch einfach tiefer ins weichere Halsholz eindringen.
     
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