Entkommen aus der grauen Mauern?

von FloVanFlowsen, 25.09.06.

  1. FloVanFlowsen

    FloVanFlowsen Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.10.04
    Zuletzt hier:
    1.12.16
    Beiträge:
    822
    Ort:
    Passau
    Zustimmungen:
    7
    Kekse:
    326
    Erstellt: 25.09.06   #1
    Hallo Ihr!

    Je öfter ich an einer Tankstelle vorbeifahre, je öfters ich in Großstädte komme und die verpestete Lust einatme, je öfter ich die ganzen kurzsichtigen Menschen rumlaufen sehe, je stärker werden meine Gedanken, wie schön es vielleicht wäre aus dem grauen, betonierten, überfüllten Land auszuwandern...

    Einfach ein Hau zu haben an einem See in Kanada zum Beispiel, gemütlich Holz zu hacken, fischen zu gehen, natürlich auch zu arbeiten (Dt. Diplome sind übrigens sehr gefragt im Ausland), und mit Freunden Musik zu machen. Ich habe einfach Bedenken und auch Angst wenn ich an ein Leben denke in einer kleinen Wohnung in einer grauen Stadt und jeden Tag einen tristen Alltag zu durchleben mit Menschen, die auf nichts Lust haben und mit versteinerten Mienen durch die Strassen wandern...

    Diese Gedanken musste ich mal loswerden... hattet ihr noch nie solche Gedankengänge? Oder vielleicht schon? Oder taugts euch hier einfach super?



    MfG, Zildi
     
  2. flushbomb

    flushbomb Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.07.05
    Zuletzt hier:
    29.01.11
    Beiträge:
    139
    Ort:
    Markkleeberg
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    59
    Erstellt: 25.09.06   #2
    ich glaube das ist der traum eines jeden musikers...
    ruhe frieden und abgeschiedenheit um die gedanken endlich wieder zum fliessen zu bringen..
    du nimmst mir eigentlich das wort aus dem mund..
    ich finde der alltag ist ein blosses funktionieren.. das hat für mich nichts mit wohl oder freiheit zu tun.. großstädte kann ich demnach auch nicht ausstehen..

    das verrückte ist ja das sich der mensch von anfang an einfach nur hätte zurücklehnen müssen und den dingen ihren lauf lassen..
    und jeder wär ausgeglichen und zu frieden..

    irgendwann war der punkt an dem alles angefangen hat scheisse zu werden.. wann war das eigentlich genau?
    als der erste handel getrieben wurde? als die ersten besitz und machtvorstellungen aufgekommen sind?
     
  3. FloVanFlowsen

    FloVanFlowsen Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.10.04
    Zuletzt hier:
    1.12.16
    Beiträge:
    822
    Ort:
    Passau
    Zustimmungen:
    7
    Kekse:
    326
    Erstellt: 25.09.06   #3
    Der Mensch war einfach von Anfang an ein machtsüchtiges Tier. Stämme haben sich bekriegt und mehr Land zu bekommen, um sich auszubreiten. Hat sicherlich etwas mit Urtrieben zu tun. Wer mehr Platz hat kann mehr Nachkommen zeugen, die dann den Platz einnehmen und somit kann der Zeuger seinen Samen verbreiten. Allerdings war es vor ein paar tausend Jahren noch etwas anders und man hat toleranter und friedlicher zusammengelebt als nun, da hast auf jeden Fall recht. Und der Mensch hätte die ganze Geschichte tatsächlich anders schreiben können, hätter er sich, wie du sagst, nur darum gekümmert zu überleben und zufrieden zu sein. Und dennoch das zu tun was ihm liegt, zu existieren, ohne jemandem, direkt oder indirekt, zu schaden.

    Und jetzt ist die Erde zugebaut mit zu vielen Wohnungshochhäusern, in denen kranke Workaholics sitzen, sich Tag und Nacht mit Alkohol, Tabak und Stress zerstören, um anschließend den nächsten Betonklotz zu planen. Ich denk is klar was ich sagen will oder?
     
  4. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    19.11.03
    Beiträge:
    4.447
    Zustimmungen:
    435
    Kekse:
    14.673
    Erstellt: 25.09.06   #4
    Alle wollen sie Kanatakǫ́ˑ... :D Also gut, aber denk' wenigstens ans Frühjahrshochwasser...

    Das ist das Problem. Was macht man mit den Diplomen im Busch, so attraktiv das auch sonst sein könnte? Ich weiß auch nicht, ob so z.B. 'ne Boomtown wie Yellowknife was für mich wäre, wo zu viele Leutchen mit $$-Funkeln in den Äugleins herumlaufen :(

    Und die Cracks laufen da auch nicht gerade massiert 'rum...

    Nee, bestimmt nicht. Wobei mich das jetzt nicht mehr ganz so trist stimmt wie in noch jüngeren Jahren, was aber wohl eher daran liegt, daß man immer autonomer wird.
     
  5. _superhero_

    _superhero_ Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.11.05
    Zuletzt hier:
    2.07.11
    Beiträge:
    371
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    332
    Erstellt: 25.09.06   #5
    Das Problem ist halt die Arbeit. Ich hab keine Lust von vorne anzufangen und mich langsam hochzuarbeiten, wenn ich nach meiner Ausbildung in der Heimat gleich einen guten Job finden.

    Aber eigentlich währe es schon geil.
    Koffer packen, Mittelfinger raus und ab in die Ferne.
     
  6. Darkshadow

    Darkshadow Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    10.04.05
    Zuletzt hier:
    29.11.16
    Beiträge:
    1.583
    Ort:
    Langelsheim/niedersachsen
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    930
    Erstellt: 25.09.06   #6
    hi !

    Habe auch diesen traum ins ausland zu gehen und werde ihn auch noch ausleben....ich werde nach schweden gehen...eines der schönsten länder überhaupt.....arbiet is mir dort auch sicher da ich Gelernter Forstwirt bin und von daher einen relativ guten bonus habe *lach*
    bin jetzt zwar auch untergekommen beruflich aber nicht im wald sondern in einem sportstudio bei meinem onkel.
    aber auswandern is auch nicht ganz einfach.
    du musst einen arbeitsplatzvorweisen,einen wohnsitz und eine gewisse geldsumme....damit du dem stadt nicht auf der tasche liegst.dannmusst du dich dort anmelden und kriegst eine personen nummer mit der du dich dann bewerben kannst erst !
    schwedisch is eine relativ einfache sprache......da sie sehr viel ähnlichkeit mit der deutschen hat.
    aber es ist noch so das ich gebunden bin....seit jetzt 3 jahren und sie möchte halt nicht mit nachschweden :(


    Greetz darki !
     
  7. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

    Im Board seit:
    21.05.05
    Zuletzt hier:
    3.12.16
    Beiträge:
    4.788
    Ort:
    March-Hugstetten, nächster vorort: Freiburg/Breisg
    Zustimmungen:
    3.390
    Kekse:
    43.669
    Erstellt: 25.09.06   #7
    Woanders ist nicht automatisch alles besser. Die kanadischen seen kenne ich nicht, da mag es idyllische fleckchen geben, die gibt es hier aber auch. Ich lebe zeitweilig in Italien, in einer ligurischen kleinstadt an der Riviera Levante (wer meine fotos gesehen hat, Yahoo! Fotos - hugstetten26's Fotos , hat einen eindruck) oder in den dortigen bergen, aber ich bin immer froh, wieder heimzufahren in mein selbstgewähltes dörfchen am rande der kleinen großstadt. Hier habe ich alle möglichkeiten, ein gemütliches heim, was ich brauche, griffbereit, eine schöne umgebung, den Schwarzwald, den Kaiserstuhl, das Elsass und die Schweiz vor der haustür.
    Freunde habe ich hier wie da, aber wer hier auf das fernsehen schimpft, sollte das schier unerträgliche italienische sehen, und wenn auch flexibel und daran gewöhnt, machen mir dort jetzt klima und mentalität zu schaffen. Man kann nicht alles haben, aber nach willkommenem wechsel brauche ich als angehender Methusalem einen ruhepunkt.
     
  8. flushbomb

    flushbomb Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.07.05
    Zuletzt hier:
    29.01.11
    Beiträge:
    139
    Ort:
    Markkleeberg
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    59
    Erstellt: 25.09.06   #8
    wegen dem machtsüchtigen tier.. nachkommen zeugen und die eigene art erhalten ist ja ganz normal.. aber beim mensch ist das ins krankhafte ausgeartet.. weiss jetzt leider nicht welchen gesellschaftstechnischen hintergrund das hat..
    ich denk mal das hängt damit zusammen das früher alles auf die eigenen bedürfnisse abgestimmt war.. es wurde nur das genommen was man brauchte.. menschen waren nicht wie heute ein pool aus konsumenten der aus so und so vielen einheiten besteht und nicht aus kleinen tüchtigen einheiten die so und so viel kaufkraft haben... dann haben wir heute ballungszentren mit hübschen kleinen wohnblocks wo jede einheit ihre eigene kleine hübsche wohnung mit ihrer eigenen kleinen hübschen einrichtung hat.. dann produzieren jeweils 2 einheiten(man nennt sie familie) noch zusätzliche kleine einheiten.. die zwar erstmal geld verbrauchen dann aber auch mal irgendwann gelernt haben geld zu verdienen und auszugeben... so schliesst sich der kleine schöne kreis und alle sind supi toll zu frieden :great: :great: :great: geelen sich die haare essen einen danone joghurt trinken eine pepsi lite und gucken gzsz...
    dieses rad wird sich so lange weiterdrehen biss es in ein tiefes schwarzes loch fällt... und dann ist es zu spät den kurs zu ändern
     
  9. FloVanFlowsen

    FloVanFlowsen Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.10.04
    Zuletzt hier:
    1.12.16
    Beiträge:
    822
    Ort:
    Passau
    Zustimmungen:
    7
    Kekse:
    326
    Erstellt: 25.09.06   #9
    Es ist ja sicherlich nicht so, dass Kanada keine wirtschaft hätte, in dieser man arbeiten kann. Zum Beispiel kann ich mir sehr gut vorstellen, dass beispielsweise ein Chemiker oder ein Lehrer in Kanada einen Job finden kann. Zudem es ja nicht unbedingt Kanada sien muss. Allerdings ist Kanada ein äußerst schönes und ruhiges Land. Zudem ist das Klima angenehmer :)

    Hat ja niemand behauptet, dass woanders alles besser ist. Würde auch nicht funktionieren ;) Es geht mir auch nicht darum, das alles besser sein soll.
    Es geht mir um die oben genannten Punkte zum Beispiel und noch einiges mehr. Es geht um Naturidylle, freie Gedanken, viel Musik und um Leben, welches in Deutschland beispielsweise größtenteils nicht mehr wirklich mit Leben verglichen werden kann.

    Ja schon, natürlich hängt eine Menge Aufwand und Vorarbeit mit ner Auswanderung zusammen. Allerdings sind die ersten 3 Faktoren wirklich erfüllbar und der papierkram ist schon auch nervig, kann ich mir gut vorstellen. Allerdings wäre das Hauptproblem eher, denk ich, überhaupt genehmigt zu werden und dann dort auch einen entsprechenden Job zu finden.


    Autonomie ist die eine Sache, ja, aber lenkt dich diese Autonomie von dem eigentlichen Trist ab, da du dich gefügt hast, es aber dadurch nicht mehr so schlimm findest, oder hast du eine von Grund auf positive Einstellung und Ausführungsart, dein Leben zu leben?
     
  10. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    29.10.03
    Zuletzt hier:
    3.12.16
    Beiträge:
    4.667
    Ort:
    München
    Zustimmungen:
    181
    Kekse:
    7.137
    Erstellt: 25.09.06   #10
    Winter mit wochenlang -40 °C ... *bibber* ... in ungedämmten Holzhäusern ... aber bitte, wenns Spaß macht.

    Die meisten bekommen erst mit, wie gut sie es in Deutschland haben, wenn sie weg sind (soziale Absicherung, 6 Wochen Urlaub, Tarifverträge, ...). Ich hab mich ernsthaft mit dem Gedanken an Abwanderung beschäftigt (Jobangebot --> USA), und mal ehrlich: So das Wahre ist das nicht.

    Was bist du denn von Beruf, wenn ich fragen darf? Weils doch eine entscheidende Rolle bei der Einfachheit des Abwanderungsvorgangs spielt, ob du im Zielland gefragt bist oder nicht. ;)

    Und zu guter Letzt: Toronto oder Vancouver sind auch groß und grau. :p
     
  11. FloVanFlowsen

    FloVanFlowsen Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.10.04
    Zuletzt hier:
    1.12.16
    Beiträge:
    822
    Ort:
    Passau
    Zustimmungen:
    7
    Kekse:
    326
    Erstellt: 25.09.06   #11
    Es ist gravierender klimatischer Unterschied ob ich irgendwo im Norden hocke oder im südlichen Teil Kanadas. Oder frieren die Great Lakes über Winter etwa zu? ;) Zudem kann man auch gedämmte Steinhäuser bauen wenn man will. Aber das ist, denk ich, Geschmackssache.

    Du hast Steuern, Spritpreise, 16%Mwst. (die übrigens bald wieder um 3% steigen werden) usw vergessen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das alles auch vermissen werde...

    Doch was wirklich wax ist, ist die tatsache, dass man Umfeld, Freunde und Familie so ziemlich aus den Augen verliert...

    Versicherungen gibts nicht nur in Deutschland. Falls du auf das deutsche Sozialsystem anspielst: Absicherung ist das Eine und von der Idee her auch ganz ok. Doch man zahlt dafür auch gewaltig ein in dieses System. Ehrlichgesagt zahl ich meine Zahnarztbesuche usw lieber selber (oh, was, Praxisgebühren? Ach ja, da war doch was...) als dass ich Unmengen an Geldern in einen Topf stecke, aus dem ich sicherlich nicht wirklich viel bekommen kann. Aber durch die zu zahlenden Steuern werden dafür ja intelligente Glanzleistungen vollbracht, wie z.B. dass Brücken in die Prärie gebaut werden, da eine Autobahn geplant war. Hmm ja ich denk die stehen heute noch rum (und die Idee der Autobahnen gibts auch nicht mehr). Die gute, deutsche Bürokratie und Politik... So geht jährlich Geld weg dass es nicht mehr feierlich ist und das ist mir einfach zu blöd.

    Ich bin in der 13ten Klasse und mach in paar Monaten Abi. Von daher hoffe ich, dass ich mir im Klaren sein werde, was ich mit meinem Leben anfangen will und vor allem auch wo. Dann überleg ich mir was das Richtige sein wird.
     
  12. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    29.10.03
    Zuletzt hier:
    3.12.16
    Beiträge:
    4.667
    Ort:
    München
    Zustimmungen:
    181
    Kekse:
    7.137
    Erstellt: 25.09.06   #12
    Zunächst, auch wenn ich übermäßig kritisch rüberkommen sollte, ich weiß zu schätzen, dass sich da jemand ernsthaft Gedanken um seine Zukunft macht. :great: Ich will nur ein paar Punkte vorbringen, die nur zu leicht vergessen werden.

    Punkt eins: Toronto ist im Süden. ;) Aus dieser Stadt stammt das von mir genannte klimatische Beispiel. Punkt zwei: Du wirst kaum als erstes ein Haus bauen. Ist aber alles rein hypothetisch, da die Kanadier ja auch nicht alle erfrieren. Ich wollte nur dezent drauf hinweisen, dass deutsche Winter vergleichsweise mild daher kommen.

    Du kannst drauf wetten, dass in den sog. "westlichen Industrienationen" die Abfuhr an den Staat aufs selbe rauskommt, egal wie die Steuer heißt, über die es abgezogen wird. Allein deswegen lohnt sich der Umzug nicht, da musst du schon in Nahostölemirate gehen. Wenn du wirklich mal ein konkretes Ziel hast, also eine bestimmte Stadt/Gegend, nimm dir die Zeit und mach den Vergleich, angefangen beim Einkommenslevel und Lebenshaltungskosten (bes. Wohnen!) bis hin zu allgemeinen Sachen wie Steuern.

    Das ist sicher schwierig, aber in Zeiten von Internet und Billigfliegern nicht mehr so gravierend. Wenn du von München nach Hamburg ziehen würdest, käme das fast aufs selbe raus.

    Darüber denkst du vielleicht anders, wenn du die Besuche wirklich einmal selber bezahlst. Das deutsche System ist natürlich nicht perfekt, das will ich nicht gesagt haben, aber es ist erstmal ein System. Andere Länder bieten sowas nur auf freiwilliger Basis, und du solltest mindestens zur qualifizierten Mittelschicht gehören, damit du dir das überhaupt leisten kannst.

    Naja, andere Länder führen Kriege von dem Geld. Da ist mir das einzige Land auf der Welt, in dem ich ungestraft so schnell fahren darf wie ich will, schon lieber ... :p

    Danach Studium? Wenn du einen entsprechenden Beruf anstrebst, kannst du vielleicht schon während des Studiums mal ein Auslandspraktikum o.ä. machen und kommst dann automatisch in deinen Berufzweig (Kontakte!), siehst Vor- und Nachteile und kannst auf Basis dessen am ehesten einen geeigneten späteren Aufenthaltsort bestimmen. Und vielleicht ist Lehrer in Kanada ja doch was feines. ;)
     
  13. FloVanFlowsen

    FloVanFlowsen Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.10.04
    Zuletzt hier:
    1.12.16
    Beiträge:
    822
    Ort:
    Passau
    Zustimmungen:
    7
    Kekse:
    326
    Erstellt: 25.09.06   #13
    Und das schätze ich!:great: Und Kritik is sowieso gut. Bis jetzt sind meine Ideen nur Fiktion. :)


    Guggamal:
    Klima in Toronto
    Hätte mich auch gewundert, wenns im Süden tatsächlich so kalt werden würde... Es ist allgemein etwas kühler als in Deutschland, das stimmt, is mir aber eh lieber. Ich schätze, da hast du dich verkuckt.

    Ich bin mir nicht so sicher, ob ich tatsächlich in Skandinavien oder Kanada ähnlich viel Steuern zu zahlen habe wie in Deutschland.

    Jop, das werde ich tun. Was nützts, wenn man in Kanada hockt und dann verhungert/erfriert :o

    Annahme: Du gehörst zur einkommensmäßigen Mittelschicht in Kanada und kannst dir ein neues Gebiss nur schwer selbst zahlen. Allerdings würdest du wissen, dass du, wenn du auf Dieses und Jenes verzichten würdest und zudem 2 Monate gut sparen würdest, es dir leisten könntest.

    Du hast die Alternative zwischen dem genannten Beispiel und der Variante, dass du von Sozialhilfe lebst, weil du mit nem Job weniger bekommen würdest (was man sich übrigens erstmal auf der Zunge zergehen lassen muss!) als wie mit einem Job. Und natürlich kannst du dir dein Gebiss vom Staat zahlen lassen, von Geldern, die ursprünglich von Mitbürgern stammen, die diese zu zahlne haben.

    Ich denke das Erste. Option 2 sind sowohl für den Mitbürger als auch für den Sozialhilfeempfänger nicht wirklich toll würde ich meinen.

    Mir würden schon ein paar Länder einfallen, die noch nicht wirklich stark in Kriege verwickelt waren. Zudem sind deutsche Marinetruppen auf dem Weg nach Libanon wenn mich nicht alles täuscht.

    Das mit der Autobahn: ok da hast recht :D ;)

    Jop, genau dieses! Zudem kann man sich eben vor Ort ein Bild vom Land machen, wie es gefällt. Und persönlich bei mir: Lehramt bin ich eh am überlegen :)
     
  14. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    19.11.03
    Beiträge:
    4.447
    Zustimmungen:
    435
    Kekse:
    14.673
    Erstellt: 25.09.06   #14
    Kann man so sehen. Es ist sicherlich bequem, andere für einem schuften zu lassen, aber man macht sich damit ja auch von denen abhängig. Und die delegieren ja auch umgekehrt recht heftig "von unten nach oben". Nicht zuletzt Verantwortung. Ist ja auch mal ganz schön, einen König als Sündenbock zu haben, den man auf die Guillotine schicken kann :eek: Überhaupt, stell Dir mal vor, Du hättest zwar einen Hofstaat, der Dich bekocht, Dir die Betten abzieht, etc., aber der auch ständig darüber tratscht, wen Du mit ins Bett nimmst :eek: Kuck Dir nur mal an, wie diskret die Boulevardpresse mit dem Privatleben sog. Promis umgeht :rolleyes:

    Man kann jetztige Verhältnisse nicht einfach zurückprojizieren. Gerade in der kanadischen Subarktis wirst Du noch sehr ursprüngliche Verhältnisse finden wo die Größe primärer Gruppen konstant bei 150 liegt. Gerade die Déné sind berüchtigt dafür, daß sie wenig expansive Neigungen haben. Allerdings löst man Konfikte bevorzgt dadurch, daß man fürderhin eigener Wege geht, was dann aber eher zu "interner" Differenzierung führt. Stark expandiert sind erst in der Kolonialzeit vor allem die Cree, weil sie sich weißer Technologie bedienen konnten.

    Eine demische Expansion dagegen war die der Träger der linear-bandkeramischen Kultur in Europa. D.h. die breiteten sich in dem Maße — schier ungehindert — in der Fläche aus, wie ihre Bevölkerung anwuchs.

    Das ist das eigentlich schlimme. Viele wissen, wo das enden wird, aber keiner will den Scheiß einfach mal lassen.

    Als Chemiker bist Du natürlich auf entstprechende Standorte beschränkt. Als Lehrer müßtest Du eben kucken, wo Du wie mit was für Verhältnissen klarkommst.

    Es gibt irgendwo so hinter Calgary in Richtung Rockies ein natives College, wo es kein Weißer je länger als ½ Jahr ausgehalten haben soll. Da habe ich mir schonmal gedacht, zur Not verbringe ich da den Rest meines Lebens und hab' meine Ruhe :D

    Da gibt es doch sehr verschiedene Eckchen.

    Naja, warst Du schonmal da? Ich finde man muß schon Humor haben, um Anmachen wie "She won't be talking Blackfoot in here?" und "No wonder she's sitting in the corner not uttering any peep." (natürlich alles an meine weiße Begleitung gerichtet, warum sollte man sich auch mit mir abgeben?) mindestens 1 × wöchentlich über sich ergehen zu lassen. (Natürlich sage ich dann erst recht nichts, um die vollends aus der Fassung zu bringen :D)

    Von Fügen kann ja keine Rede sein. Ich sehe das eher noch kritischer denn je, und insofern würden das Leute, die notorisch alles "positiv" sehen müssen, nur umso entsetzlicher finden :D Aber Ausführungsart... hmm... ja, könnte man auf die Formel bringen.
     
  15. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    29.10.03
    Zuletzt hier:
    3.12.16
    Beiträge:
    4.667
    Ort:
    München
    Zustimmungen:
    181
    Kekse:
    7.137
    Erstellt: 25.09.06   #15
    Nein, eine Freundin von mir war da zum Praktikum ein halbes Jahr. Im Winter. Und ich kann mich noch sehr wohl an ihre Augenzeugenberichte erinnern, so in die Richtung: "Sch... ist das kalt. Hier kommst du nur als Fellball lebendig von einem Haus zum nächsten." Das war aber auch genau da, als dieser Mörderwinter dort drüben war, wo die Stromleitungen eingeknickt sind und solche Sachen. Wie lang ist das jetzt her? :confused: Zwei Jahre, kann das sein?
     
  16. FloVanFlowsen

    FloVanFlowsen Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.10.04
    Zuletzt hier:
    1.12.16
    Beiträge:
    822
    Ort:
    Passau
    Zustimmungen:
    7
    Kekse:
    326
    Erstellt: 25.09.06   #16
    @heike:

    Um auf deine Erklärung der Ausbreitungen verschiedener Völker zu kommen: Ich meinte eigentlich eher die allgemeinen Ausbreitungscharakteristiken, vor allem europäischer Länder. Es ist mir durchaus klar, dass z.B. Eskimos nicht unbedingt Kreuzzüge geführt haben :D Aber man kann sicherlich allgemein sagen, dass der Mensch den Trieb hat sich zu verbreiten.

    Stimmt, klimatische gesehen gibt es verschiedene Eckchen in Kanada. Wenn du meinen Beitrag von 13:40 Uhr gelesen hast, dann müsste das eigentlich klar sein...

    Mit komischen Kommentaren muss man klarkommen. (hab ich schon richtig verstanden oder). Und schließlich gibts auch verschiedene Eckchen in Kanada :D ;).




    Edit: Hmm ja möglich, dass da mal ein Mörderwinter war. Doch scheisskalt isses auch, sagen wir mal, bei 10 Grad, was auch eine realistische Temperatur wäre. Aber -40!!! Kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Da würden die Seen aber sowas von zufrieren...
     
  17. flushbomb

    flushbomb Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.07.05
    Zuletzt hier:
    29.01.11
    Beiträge:
    139
    Ort:
    Markkleeberg
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    59
    Erstellt: 25.09.06   #17
    ich glaub wirklich das der signifikante unterschied der ausbreitung des menschen von heute zu damals die besitz und die machtvorstellung sind.. denn die laufen für mich immer auf die ultimative hinaus...
     
  18. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    29.10.03
    Zuletzt hier:
    3.12.16
    Beiträge:
    4.667
    Ort:
    München
    Zustimmungen:
    181
    Kekse:
    7.137
  19. Whych

    Whych Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    09.09.03
    Zuletzt hier:
    3.08.16
    Beiträge:
    3.698
    Ort:
    Calw
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    2.474
    Erstellt: 25.09.06   #19
    Waere natuerlich schon eine feine Sache wenn der Hauptlebensinhalt nicht nur aus Geld verdienen um eine Monat merh zu ueberleben bestehen wuerde.

    Auf alle Faelle bekommt mich niemand aus eminem kleinen oerchen weg. Schau ich aus dem Fenster seh ich Wald. Dafuer nehme ich auch 1 Stunde fahrt zur Arbeit in Kauf. In der Stadt leben waere fuer mich der Tod.
     
  20. GigaDrow

    GigaDrow Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    09.02.05
    Zuletzt hier:
    5.03.15
    Beiträge:
    706
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    349
    Erstellt: 25.09.06   #20

    Gut - aber ich lebe in Berlin. Was für verdammte Scheiß das ist, kann man sich vielleicht vorstellen, wenn für mich die Natur im Herzen sehr ausgeprägt ist. Ich will hier weg!
    Und früher oder später bin ich hier auch weg.
    Obs Schweden wird weiß ich noch nicht. Ein idyllischer Ort hier in Dtl ( Harz, Schwarzwald, schlechter besiedeltes Flachland ) ist mir auch genehm.