Entkoppelte Festplatte

von damasta, 06.06.06.

  1. damasta

    damasta Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.06   #1
    Servus!

    Ich hab ne kleine Frage bezüglich Festplattem-Entkopplung. Und zwar hab ich für die Band ein Rack zusammengestellt mit 4HE-Rechner, Audio/Midi-Interface, Kopfhörer-Verstärker etc. Wir wollen damit endlich unser Sampling-Projekt starten, sprich Songs mit zusätzlichen Samples auch live aufwerten. Das Rack wird zwecks In-Ear (wg. Click) nicht weit weg vom Schlagzeug stehen, Vibrationen sind da natürlich vorprogrammiert... (eigentlich egal wo das Rack auf der Bühne steht, es wird immer mit vibrieren durch Sprünge, Bassverstärker etc.)

    Vor einigen Jahren hatten wir schonmal nen Rechner im Proberaum stehen (damals noch ne andere Band), der auch nicht weit vom Schlagzeug stand. Nach ein paar Wochen hat sich da dann die Festplatte verabschiedet. Jetzt bin ich natürlich schlauer und will die Festplatte im Rack-Gehäuse entkoppeln. Ich dachte da an sowas hier: http://www.computeruniverse.net/products/90088063.asp

    Woanders hatte ich allerdings mal gelesen, dass solche Entkoppler gar nicht gut für Festplatten sein sollen, da sich die Magnetplatten irgendwie lösen könnten und es immer besser wäre die Festplatten am Gehäuse so gut wie möglich zu fixieren.

    Nun, was denkt ihr? Bin für jeden Rat/jede Hilfe dankbar!

    Grüße aus München,
    damasta
     
  2. jgorres

    jgorres Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.06   #2
    Hallo damasta,
    Das muss kein ursächlicher Zusammenhang sein, wahrscheinlich eher ein dummer Zufall.

    Dass sich die "Magnetplatten lösen" können, ist Humbug. Was ich allerdings in einem Fall hatte, war dass - wahrscheinlich durch die gedämpfte Aufhängung in solch einem Gummibanddämpfer - die Festplatte langsam hin und her schwang und die Schreib-/Leseköpfe mechanisch hörbar deutlich mehr ackerten als in einem fest verschraubten System. Evtl. sind die Köpfe durch das langsame Schwingen aus "der Bahn gebracht" worden, und mussten neu positioniert werden. Der Platte hat es nicht weh getan, nur war die Schreibgeschwindigkeit dadurch erheblich reduziert.

    Wie schon geschrieben, war dass bei einem System/einer speziellen Festplatte der Fall.

    Ansonsten: Gelegentlich die Gummibänder kontrollieren. Bei einem meiner ersten Selbstbauten war das Gummi porös geworden und die Platten polterte irgendwann in den Rechner.

    Gruss
    Jörn.
     
  3. Styg

    Styg Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.06   #3
    Es ist theoretisch tatsächlich richtig, dass die Lebenserwartung und die allgemeine Performance durch die höheren Schwingungen/Vibrationen in einem Festplattenkäfig sinken kann - genau dann, wenn das Entkoppelungssystem häufig zum Schwingen gebracht wird, was durch Eigenschwingungen der Fall sein kann oder eben wenn die Putzfrau bei Staubsaugen dagegenstößt.
    Nicht dass wir in unserem Proberaum eine Putzfrau hätten... :D

    Bei eurem Anwendungsfall ist eine Entkoppelung aber fast notwendig. Die Stoßbelastung einer fixierten Festplatte auf einer Bühne ist natürlich sehr hoch. Eine Festplatte ist mechanisch empfindlich und sollte nicht bewegt werden. Das Problem wird man demnach auch durch eine Entkoppelung nicht endgültig los - erst Recht auf einer Bühne nicht. Es kann helfen, die Festplatte nicht horizontal, sondern vertikal zu montieren. Habe ich auch schon gemacht, funktioniert mit weniger Aussetzern bei starken Stößen. Eine gesunden Umgebung ist eine Bühne für einen Band aber nie. Über kurz oder lang muss es fast zu Ärger kommen, d.h. eine Entkoppelung kann hier zwar helfen, aber das Problem nicht auf Dauer lösen - mechanisch unempfindlicher und dauerhafter Speicher würde helfen... die Lösung lautet "Solid State Disks", Festplatten aus Flash-Speicher.

    Beruflich habe ich eine 4GB-Lösung schon umgesetzt - schnell, robust und zuverlässig. Leider auch recht teuer, aber für den Einsatz "on the Road" echt klasse. Ich denke, für einen Live-Sampler kann man auch mit 2GB hinkommen, der Preisknick nach oben ist nämlich aktuell bei dieser Größer, 4GB sind meist deutlich teurer. Die Idee, günstigere USB-Sticks zu verwenden ist zwar naheliegend, aber durch die zu niedrige garantierte Zahl an Schreib-/Lesezyklen der Sticks nicht zu empfehlen. Denkbar wären ja auch 2 SSDs, z.B. 1GB für OS und Anwendungsdaten (muss man halt optimieren), 2GB für Samples.

    -> http://froogle.google.de/froogle?q=...rls=org.mozilla:en-US:official_s&sa=N&start=0
    -> http://www.esao.de/product_info.php?products_id=116592&lid=froggle
     
  4. damasta

    damasta Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.06   #4
    Danke Styg!

    Sorry, hat ewig gedauert, bis ich hier mal wieder reingeschau. Aber das Thema war kurzzeitig nicht mehr so relevant - jetzt aber mehr denn je, denn bald kommt der Härtetest beim nächsten Gig.

    Langfristig werden wir es so machen: Externe Festplatten, auf denen sämtliche uns verfügbaren Samples und Daten drauf sind, die wir eventuell brauchen könnten. Diese Festplatten liegen im Proberaum und kommen auch nur da zum Einsatz. Live on stage wird das System und die Sample-Daten von SSDs kommen, wahrscheinlich 1x 4 GB für System und Sequencer und 1x 8GB für Samples. Das ganze ist allerdings verdammt teuer und damit erstmal Zukunftsmusik. (Wird wahrscheinlich bis zur nächsten Aufrüstung warten müssen)

    Jetzt im Moment sieht es so aus, dass ich in den Rechner 2 per RAID 1 verbundene mechanische Platten betreiben werde. Die Frage ist hier nur, ob ich sie horizontal mit Entkopplung einbauen sollte oder vertikal. Beides ist möglich. Meinungen sind gefragt! :)

    Greets,
    damasta
     
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