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ePetition: Aufhebung der GEMA Vermutung

von Mixerman, 17.10.12.

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  1. Mixerman

    Mixerman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.10.12   #1
    Leude, nur noch heude !!!

    Mitzeichnen der Petition 35441
    Urheberrecht - Aufhebung der sogenannten GEMA-Vermutung vom 28.08.2012
    Text der Petition

    Der Deutsche Bundestag möge beschließen, die sogenannte GEMA-Vermutung (§13c UrhWahrnG) aufzuheben und somit die Umkehr der Beweislast als unzulässig zu erklären.

    https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/_08/_28/Petition_35441.mitzeichnen.$$$.a.u.html

    50000 Mitzeichner werden benötigt, kanpp 40.000 sind es Stand 12.00 Uhr !!

    JETZT mitzeichnen oder es bleibt auf Jahre alles wie es ist. :mad:
     
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  2. Kybo

    Kybo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.10.12   #2
    Wie soll denn die GEMA weiter ihre Arbeit machen, wenn die Gema-Vermutung abgeschafft würde?
    Nicht, dass mich die Beweislastumkehr nicht manchmal nervt, aber wie soll man das einfach abschaffen? Das wäre mit enorm hohen Kosten verbunden, da die Gema alles selbst nachweisen müsste. Diese Kosten würden nur auf die in der Gema vertretenen Künstler umgelegt, wenn das denn überhaupt machbar wäre.

    Wer das unterzeichnet, sollte sich über die möglichen Konsequenzen im klaren sein und wissen, wen er am Ende damit trifft...
     
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  3. void

    void Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.10.12   #3
    Das ist das Problem der GEMA. Die GEMA sagt, sie kann die Rechte der Künstler vertreten, also muss sie einen Weg finden dies zu tun. Nicht der Staat. immerhin ist die GEMA ein privater Verein, und nicht staatlich. Mit welchem Recht wird die GEMA anderen Verwertungsgesellschaften vorgezogen? Mit welchem Recht kassiert die GEMA Geld für Musik von nicht GEMA-Künstlern? Das ist rechtsstaatlich einfach nicht vertretbar, und Monopolbildung. Wird Zeit dass das abgeschafft wird.
     
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  4. Don Rollo

    Don Rollo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.10.12   #4
    Sehe ich genau so. Jeder Freischaffende und jeder Selbstständige muss hierzulande selber sehen, dass er seine Aussenstände herein bekommt. Das gilt bitte schön auch für Komponisten.

    Das Bequemlichkeitsbedürfnis der Komponisten kann man nicht einfach dadurch legitimieren, dass man den massenhaften und vorsätzlichen Diebstahl geistigen Eigentums durch die GEMA einfach legalisiert.
     
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  5. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 17.10.12   #5
    na, manchmal macht es dem Staatsanwalt sehr viel Arbeit, einem Straftäter seine Schuld nachzuweisen. Es wäre doch viel einfacher und würde Geld sparen, wenn man jeden verdächtigen einsperrt, bis er seine Unschuld beweist.

    Sorry, das Prinzip "in dubio pro reo" ist ziemlich elementar und es wundert mich, wie es wegen der Besitzstandswahrung von Herrn Bohlen & Co einfach so mal auf den Kopf gestellt wird.

    Dass jetzt der 50 Jahre währende Rückenwind für die GEMA aus einer anderen Richtung bläst, hat sich der Selbstbedienungsverein selbst zuzuschreiben. Es gibt hier bereits einen ellenlangen Thread zu dem Thema.

    Aber was mich interessiert: Die Petition wurde im Moment von 44.097 Menschen gezeichnet. Nötig sind 50.000. Was passiert denn, wenn eine Petition knapp - zB mit 49.900 Zeichnern - scheitert?
     
  6. Kybo

    Kybo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.12   #6
    Die Petition hat jetzt 57000 erreicht, wenn ich das richtig sehe. Also genauso viele Mitzeichner, wie die GEMA Mitglieder. Das ist interessant.

    Ich bin wirklich gespannt, was das ergibt.
     
  7. HannoM

    HannoM Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.12   #7
    Wo beheht den die GEMA einen "massenhaften und vorsätzlichen Diebstahl geistigen Eigentums"?

    Wo kassiert denn die GEMA zu unrecht Geld für Musik von nicht GEMA-Künstlern?


    Ich sehe es eher so, dass ein verschwindent kleiner Prozentsatz von Veranstaltern nicht in der Lage ist oder nicht Willens, 5 Minuten Zeit in das Ausfüllen eines Formulars zu investieren.
    In Zeiten von "Copy und Paste" dürfte der Zeitaufwand für Veranstalter (mittelbar für GEMA freie Künstler und deren Setlist) eher gegen 2 Minuten Arbeit gehen.
    Ich kenne einen Veranstalter in Berlin, bei dem sehr viele Cover- und GEMA freie Nachwuchsbands auftreten, der sich dazu ein kleines online Programm hat schreiben lassen, wo diese Meldungen durch ihn und die Künstler voll fast automatisiert ablaufen. Zum Schluß schaut ein Mitarbeiter nur noch mal kurz drüber, bevor der Dokumentenversand an die GEMA erfolgt.

    Die Künstler sollten wissen, welche "Rechte" wer an ihren performten Songs hat. Und wenn nicht, dann ist das ein einmaliger und sehr sinnvoller Aufwand für die Künstler (und damit mittelbar für die Veranstalter), das herauszufinden.

    GEMA Bashing scheint im Moment gerade unheimlich hip zu sein.:eek:

    @ Don Rollo: ich halte deine Behauptung bzw. Feststellung hier für sehr sehr gewagt.........
     
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  8. void

    void Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.12   #8
    Wenn du in einem Club GEMA-freie Musik spielst musst du für jeden Titel der GEMA sagen wer den produziert hat. Aber nein, der Künstlername reicht hier nicht. Es müssen schon Klarname + ANSCHRIFT DES KÜNSTLERS sein. Sag mir mal bitte wie man das rausfinden soll? Macht natürlich keiner, der Aufwand wäre riesig, ich lege teilweise an einem Abend 50 Tracks von unterschiedlichen Interpreten auf, ich wette es wäre nicht mal machbar. Also muss man die Pauschale der GEMA zahlen und zahlt somit für Musik die der GEMA nciht gehört an die GEMA.
    Aber freut mich dass das Quorum erreicht wurde, weiss einer wann die Debatte dann abgehalten wird?
     
  9. Grga

    Grga Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.12   #9
    Kein Wunder: http://brunokramm.wordpress.com/2011/12/15/diezweiklassen/

    "Die Reglements der GEMA Klassifizierung werden durch Gremien ordentlicher Mitglieder bestimmt, die größtenteils mit älteren und arrivierten Vertretern der Unterhaltungsbranche besetzt sind. Als ordentliche Mitglieder können sich Komponisten und Textdichter bezeichnen, die ein gewisses Jahreseinkommen an GEMA Tantiemen überschreiten, also dem saturierten Mainstream der Kulturindustrie angehören oder angehörten.
    Das PRO Verfahren wurde Anfang der 90er Jahre durch den Juristen und CSU Abgeordneten Reinhold Kreile etabliert. Der heutige Ehrenpräsident der GEMA war auch einer der engsten Wirtschaftsberater des hoch umstrittenen bayrischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß. Das PRO Verfahren wurde in einer Nacht und Nebelaktion von der in Sachen Musikverwertung wenig geschulten aber verantwortlichen Patentamtsbehörde abgesegnet und durch die in der Stimmenzahl und Gewichtung immer dominierenden ordentlichen Mitglieder bestätigt. Zwar haben die angeschlossenen Mitglieder auch eine Stimme, doch wird dieses Stimmrecht durch eine verschleiernde Informationspolitik und das gemeinhin als komplex anzusehende Regelwerk des PRO Verfahrens gemindert. Abstimmungen bezüglich des PRO Verfahrens behandeln meistens relativ unerhebliche Randbereiche, die dann mit dem entsprechenden "Juristen-Deutsch" getarnt, eine demokratische Vereinspraxis zum Ausdruck bringen sollen."

    Imo ein Mobster Verein, die GEMA. Void und Don Rollo sehen das schon korrekt.
     
  10. DeadHonor

    DeadHonor Metal(gesangs) Mod Moderator

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    Erstellt: 18.10.12   #10
    Die Gema ist einfach ein aufgeblähter Moloch, welcher seinen Aufgaben nicht wirklich gerecht wird. Für die Künstler in den oberen Rängen ist es eine Gelddruckmaschine und die kleinen sind das Druckmaterial...
     
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  11. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 18.10.12   #11
    nein - wir konnten den Verein auch schon 1975 nicht leiden.

    Mag sein, dass sie "zurecht" Nicht-GEMA-Musiker mit der wohl zZt legitimen GEMA-Vermutung abkassiert. Das ist aber genau Inhalt der Petition, die Legitimierung dieses Unrechts zu beenden.
     
  12. HannoM

    HannoM Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.12   #12
    Die allermeisten Clubs zahlen eine monatlliche GEMA Pauschale.
    Der Sinn und Zweck von Pauschalen ist es, dass nahezu alle Eventualitäten damit abgegolten sind. In den Pauschalen ist auch berücksichtigt, das auch GEMA freie Musikstücke gespielt werden.

    Und wenn es einen DJ gibt, der tatsächlich eine Nacht nur GEMA freie Musik spielen sollte, dann kann man es ihm auch zuzumuten, einmalig, nähmlich bei Erweb/übertragen des "Abspielrechtes", die geforderten Daten nachzufragen. Ich glaube, dass das aber auf 99,999% der DJ in Deutschland nicht zutrifft.
    So wie viele DJ, die ihre CD und Platten Sammlung digitalisiert haben, und dann ihre MP'3 taggen mussten, ist jetzt für den einen oder anderen DJ einmalig etwas mehr Vor- bzw. Nacharbeit notwendig.
    Ich glaube hier wird von ganz Wenigen, auf extem hohen Nieveu geklagt, weil diese Wenigen einmalig etwas mehr Arbeit leisten müssen.
    Und nur weil GEMA Bashing gerade IN ist, hängen sich ganz viele dort mit rein, ohne wirklich zu wissen, worum es geht.

    Durch den Export von Playlists aus jeder DJ Software, ist es ganz simpel, z.B. mittles Excel die Daten für die Meldung anzureichern.
    Und wenn ein GEMA freier Künstler/in will, dass seine Musik frei gespielt wird, kann er über das taggen seiner Musik/MP'3 usw., die geforderten Daten freiwillig zur Verfügung stellen (auch via FB denkbar).
    Dann wäres es ganz einfach zu bewerkstelligen.

    @ Grga: die 57.000 Mitglieder der Gema, geben sich im wesentlichen selbst ihre Regeln und Abrechnungsverfahren. Wenn du glaubst, diese internen Regeln sind falsch, trete in die GEMA ein und versuche sie zu ändern.
     
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  13. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 18.10.12   #13
    Es fehlt zB v ö l l i g irgend eine soziale Komponente... wer in der Art beansprucht, von der Gesellschaft legitimiert zu werden, die Bevölkerung für eine kleine Interessensgruppe abzukassieren, hat auch soziale Verantwortung. Die GEMA vertritt nicht "die Musiker", sondern eine kleine, durch den Verteilungsschlüssel wohlgenährte Clique von deutschen "Top-Komponisten" und "Top-Textautoren". Das sind nicht "die Musiker". Statt aber in irgend einer Weise sich zB um den Nachwuchs zu kümmern, zockt sie sogar singende Kindergartenkinder ab.

    Wundert sich da noch irgendwer, dass keine Sau (außer Top-GEMA-Mitglieder und von GEMA-Lobbyisten umgarnte Politiker) diesen Verein mag?
     
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  14. Grga

    Grga Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.12   #14
    Ich kaufe seit Jahren keine Tonträger mehr auf denen sich das GEMA Logo od. ein dbzgl. Verweis befindet. Sich mit GEMA Funktionären an einen Tisch zu setzen.. ich würde mir vorkommen wie ein Hase unter Leoparden :rolleyes:.
     
  15. void

    void Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.12   #15
    Heutzutage gibt es die Möglichkeit zu analysieren welche Musikstücke gespielt werden, Stichwort Shazam. Das will die GEMA aber nciht. Denn dann wäre ganz klar festgehalten welche Künstler gespielt würden, und dann müsste die GEMA die Tantiemen an genau diese Personen ausschütten und eben nciht an Dieter Bohlen, Peter Maffay und Co. Clubs wären sehr viel bereiter auch mehr zu zahlen wenn das Geld in der Szene bleiben würde, aber das tut es eben nicht. Und eine Bohlensteuer ist nun mal nicht gerade beliebt ausser bei denen, denen sie zu gute kommt.

    Äh und was machst du mit Sachen die du z.B. unter CC Lizenz im Internet fidnest? Also wenn jemand mich auf soundcloud anschreiben würde, dass er gerne meine Tracks spielen würde, aber er brauche dafür MEINEN VOLLEN NAMEN und MEINE ADRESSE, denkst du ernsthaft ich würde die einfach so rausrücken an irgendn Kerl den ich nicht mal kenne. Und nun stell dir das bei noch größeren Produzenten vor, die sind sicher total begeistert davon ihre Adressen publik zu mahen. Und das für einen Verein der heutzutage nur noch eine Minderheit der Künstler vertritt. Insgesamt vertritt die GEMA ca 2 Millionen Künstler aus aller Welt, allein Itunes hat 10 Millionen Künstler registriert, und es gibt z.B. in der elektronischen Musik jede Menge Leute die nicht über Itunes releasen sondern über Seiten wie Beatport.

    Haha wie oben gesagt, halte ich für sehr blauäugig. Und warum überhaupt? Mit welchem Recht verlangt die GEMA das von mir? Weil sie maximal jeden 5. möglichen Künstler repräsentiert den ich spielen könnte?
    Sven Väth, Urgestein der TEchnoszene sagt selbst, dass er in seinen Sets kein einziges GEMA-pflichtiges Stück spielt. Und nochmal zur Pauschale, wie ist es bitte gerechtfertigt dass ein Clubbesitzer die Komplette Pauschale zahlt, wenn z.B. nur ein GEMA-pflichtiger Track an dem ganzen Abend läuft? Wie oben geschrieben, trackweise Abrechnung wie in anderen Ländern (Belgien z.B.) üblich verweigert die GEMA.

    Falsch, die ordentlichen Mitglieder bestimmen das. Die anderen haben kein Stimmrecht. Also bestimmen die Mitglieder die davon profitieren. Warum sollten die das ändern?
     
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  16. antboy

    antboy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.12   #16
    Ich muss mich hier auch mal gegen den Strom stellen.
    Der zusätzliche Aufwand für den einen oder anderen DJ, der wirklich ausschließlich GEMA-freie Musik auflegt ist kaum mit dem Aufwand zu vergleichen, den Berufssongschreiber und Komponisten in Zukunft hätten, wenn Sie sich wirlich um jeden kleinen Scheiß ohne Hilfe der GEMA kümmern müssten. Die könnten es doch dann gerade sein lassen. Z.B. für DJs in Voids' Situation tut mir das leid, aber eine bessere Lösung seh ich auch nicht - die Minderheit hat meistens Pech.

    Das heißt nicht, dass die GEMA nicht einigen anderen Dreck am Stecken hat, siehe Johannes' letzten Beitrag. Darüber unterschreib ich dann gern 'ne Petition.
     
  17. Whiteout

    Whiteout Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.12   #17
    Ein paar Gedanken dazu...

    Don Rollo schreibt, dass jeder (Künstler/freischaffend Tätige) sich selber um seine Außenstände kümmern soll... auch Komponisten... Soweit so gut, aber nun ist es bei der Musik doch etwas anders, als bei einem Maler oder Bildhauer? Letztere verkaufen "einfach" ein Bild oder fertigen etwas im Auftrag und haben damit einen Kunden. Da fällt es natürlich viel leichter, sich um seine Außenstände zu kümmern.
    Sobald aber jemand Rechte an der Verwertung seiner Stücke hat, wird es doch komplizierter sich zu kümmern und das im Blick zu behalten, oder? Und was macht man? Man beauftragt jemanden dazu... hier also eine Verwertungsgesellschaft...

    void beschreibt die Probleme, eine Liste der Stücke zu erstellen, um der GEMA-Vermutung zu entgehen... Platt gesagt, trotz der Verpflichtung der Clubs/Veranstalter/etc. ist Faulheit das Argument, so dass viele offensichtlich lieber die (pauschalen) GEMA-Gebühren zahlen, anstatt die geforderten Listen zu liefern (oder?). Und wenn das abgeschafft werden würde, würde dann die Faulheit aufhören und pflichtgemäß gemeldet, welche Stücke gespielt werden und dementsprechend gezahlt werden? Ich vermute nicht...

    Bis vor kurzem wusste ich nicht, dass es die VG Media gibt und was sie macht... Wer es nicht weiß, soll es mal in wikipedia eingeben... Verwertungsgesellschaften gibt es also auch in anderen Bereichen... Sie müssen vom Deutschen Patent- und Markenamt zugelassen werden und unterliegen dem Urheberrechtswahrnehmungsgesetz...

    ... ich frage mich also, wo tatsächlich der Kritikpunkt angesetzt werden muss (müsste)... Manche Beiträge hier (und auch in dem anderen Thread) machen den Eindruck auf mich, als würde man einfach nur am liebsten alles umsonst bekommen. Konkrete Vorschläge, wie man die Verwertung des geistigen Eigentums besser machen könnte, habe ich hier noch nicht so viel gelesen... Aber ich mag mich täuschen, denn schließlich kenne ich mich damit nicht aus...
     
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  18. void

    void Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.12   #18
    Es geht hier nicht darum was für wen mehr Aufwand ist, sondern darum, dass die GEMA dadurch, dass sie diesen Mehraufwand herbeiführt, bzw sogar unmögliches verlangt, an Musik mitverdient, die nicht von ihr vertreten wird. Stell dir mal vor David Guetta würde nicht von der GEMA vertreten. Viel Spaß beim rausfinden seiner privaten Adresse.
    Ausserdem ist das meiner Meinung nach komplett logisch, dass eine private Firma nicht einfach staatlich dermaßen bevorzugt wird. Sie vertritt nicht mehr die Mehrheit der Künstler. Es ist eine Minderheit die bei der GEMA unter Vertrag ist. Sollen wir die Vermutung auch für andere Verwertungsgesellschaften einführen? Ich meine gleiches Recht für alle. Ich würde sofort eine Gründen, Geld ohne was zu tun is doch was schönes.

    - - - Aktualisiert - - -

    Man kann doch nicht sagen, dass weil GEMA-Kunden Probleme haben ihre Rechte wahrzunehmen, dass dafür lizenzfreie Musik trotzdem mit GEMA-Kosten belegt werden. Mal ein Beispiel: Ich produziere selber. Meine Tracks kann jeder umsonst im Internet runterladen und spielen. WEnn jetzt ein DJ irgendwo in Deutschland diese Tracks auflegen will, warum sollte er an die GEMA dafür zahlen? Da hat die GEMA gar nix drin zu suchen. Warum geht sie also erstmal davon aus, dass mein Stück ihr gehören würde, und dass man selber nachweisen müsse dass dem nicht so ist. In dubio pro reo ist meiner Meinung nach kein Grundsatz den man wegen Comfort aufgeben sollte.

    sogar die Zeit sieht bedarf für eine Reform (wenn auch nicht für eine komplette Abschaffung): http://www.zeit.de/digital/internet/2012-10/gema-vermutung-petition


    ed:übrigens bin ich kein veranstalter. von einer aufhebung hab ich persönlich nix. aber ihc kenne welche, udn weiss wie durch die tarifreform deren existenz bedroht ist. ausserdem ist mir dieser verein eh zu wider
     
  19. Whiteout

    Whiteout Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.12   #19
    Deine Einstellung dazu habe ich begriffen... So dreht es sich aber ewig im Kreis... Du willst nicht zahlen, bist aber zu faul, die Listen zu erstellen, um nicht zahlen zu müssen... So wie ich das verstanden habe, müsste nicht für dein Stück gezahlt werden, wenn die einzelnen Stücke eingereicht werden (es sei denn, es wurde ein Pauschalvertrag zwischen Veranstalter und GEMA geschlossen - aber dann ist deine Argumentation komplett hinfällig). Und warum sollen die Komponisten (bspw.) darunter leiden? Und wieso wird hier immer "Im Zweifel für den Angeklagten" strapaziert? Vielleicht sind die Komponisten in der schwächeren Position und es sollte in ihrem Sinne "Im Zweifel für den Angeklagten" heißen? In den USA herrscht m. E. der Zwang aktiv seine Patente zu verteidigen, damit sie nicht verloren gehen. Will man so etwas hier?

    Letztlich handeln doch Vertragspartner die Bedingungen miteinander aus, oder? Die Verwertungsgesellschaften unterliegen sogar einem Abschlusszwang... Die können also gar nicht verweigern, dass jemand die Nutzungsrechte bekommt. Sie sind verpflichtet Gesamtverträge mit Vereinigungen zu schließen, die urheberrechtsgeschütze Werke oder Leistungen nutzen wollen. Aber du willst die Verpflichtungen der Veranstalter auf der anderen Seite aushebeln/abschaffen?

    Na ja... die Diskussion bringt wohl nicht viel... Die Positionen scheinen mir doch sehr verhärtet und wenig kompromissbereit... ;)
     
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  20. Don Rollo

    Don Rollo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.12   #20
    Ich wäre schon zu einem Kompromiss bereit, wenn man die Umkehr der Beweislast für beliebige Branchen zulassen würde.

    Als Softwareentwickler könnte ich mich dann hinstellen und behaupten, dass Du mir persönlich noch 937,67€ schuldest weil Du meine Software nutzt. Wenn Du nicht zahlen möchtest ist es ganz einfach: Du schickst mir eine detaillierte Liste mit jedem noch so kleinen Stück Software welche auf allen deinen Geräten in deinem Haushalt, Büro etc läuft und beweist mir gegenüber eindeutig, dass ich die jeweilige Software nicht geschrieben habe, zum Beispiel indem Du zu jeder Zeile des originalen Quellcodes den Autor mit vollem Namen samt vollständiger Adresse angibst. Diese Kleinigkeit ist doch nicht zuviel verlangt um um die Zahlung herum zu kommen, oder? Schließlich kann man ja nicht von mir verlangen, dass ich beweise, dass Du meine Software nutzt. Das wäre doch viel zu viel Arbeit für mich.

    Wäre dieses Szenario akzeptabel für Dich?
     
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