Eure Erfahrungen mit Boostern...

  • Ersteller mastercelebrator
  • Erstellt am
mastercelebrator
mastercelebrator
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
03.06.22
Registriert
24.12.04
Beiträge
322
Kekse
151
Hm... Könnte ich auch gleichzeitig in die Rack- und/oder Amp-Sektion des Boards posten, daher hab ich mich für neutralen Boden entschieden :D

Folgendes: Ich würde gern den Gitarrensound in unserer Band ein wenig aufräumen.
a) Ich (quasi Lead-Gitarre) spiele einen Peavey Rockmaster in Peaveay Classic 50/50 mit Marshall Valvestate4x12. Das Problem ist, dass ein Sound zwar an sich gut klingt, auch im Bandkontext und aufgenommen, allerdings könnte er noch etwas definierter und auch durchsetzungsfähiger sein. Weitrerhin hätte ich gern eine bessere Möglichkeit der Soundeinstelleung...
b) Die Andere Gitarre kommt durch nen Engl Screamer an einer Hughes&Kettner 4x12. Engl ist an sich ja recht durchsetzungsstark (Was wiederum MIR Probleme bereitet), aber der Amp klingt halt auch recht schrill und schräpig, teilweise matschig.

Da ich bereits öfter von Boostern gelesen hab im Zusammenhang mit "Sound Aufräumen" wollt ich mal gern eure Meinungen, Erfahrung und Vorschläge zu dem Thema hören.
Inwiefern können wir mit Zerrpedalen vor dem Amp oder im FX unsere Gitarrensounds aufmöbeln und ein wenig homogener in den Bandcontext bringen? Würdet ihr eher Boosten oder vielleicht doch eher nen EQ einschleifen?



Freu mich schon auf eine interessante Diskussionsrunde :cool:
 
Eigenschaft
 
Ihr habt so wie ich das sehe eher Probleme damit, einen Bandsound zu finden der sich nicht gegenseitig beißt.

Da hilft es, einen Eq VOR den amp zu hängen und mit den einstellungen zu spielen (bässe runter, hoch/tiefmitten rauf, höhen etwas bedämpfen).
Den Level-regler voll raufziehen und das Gain am amp zurückdrehen. Sollte helfen ;)
 
Ja und Nein. Also nen Bandsound haben wir eigentlich schon recht gut hingebastelt, nur fehlen mir da noch ein wenig die Feinheiten. Würd halt gern jeden Amp für sich noch im Sound optimieren, damit es insgesamt auch noch ein wenig definierter wird.

Hab in einem anderen Beitrag mal gelesen, dass ein Peavey 5150 mit nem TS davor war es glaub ich, dadurch einfach "aufgeräumter" klingt... also straffer in den Bässen und nicht mehr so mulmig und definierter... irgendwie so war der wortlaut.

Daher hätt ich gern ein paar Erfahrungswerte von euch. Also wer boostet seinen Engl Screamer oder Peaveay? Welche Booster kann man empfehlen?
Normalerweise kommt ein Zerrer ja VOR den Amp... wie sieht's aus mit nem Zerrer im FX-Loop?
Ähnliches mit dem EQ... wo liegen die Unterschiede VOR dem Amp und im FX?
 
Daher hätt ich gern ein paar Erfahrungswerte von euch. Also wer boostet seinen Engl Screamer oder Peaveay? Welche Booster kann man empfehlen?
Normalerweise kommt ein Zerrer ja VOR den Amp... wie sieht's aus mit nem Zerrer im FX-Loop?
Ähnliches mit dem EQ... wo liegen die Unterschiede VOR dem Amp und im FX?

Zerrer im Loop würd ich sein lassen, klingt gruselig. Zumal du den Effekt (also das „Entrümpeln“) so nicht erzielen wirst. Stattdessen brizzelst du die deine Ampzerre zu und/oder sorgst für ein paar unschöne Störgeräusche.


Zum Thema Booster vorm Amp kann ich dir folgende Erfahrungen weitergeben: die Entrümpelungsnummer funktioniert wirklich, habs selber in der Vergangenheit sehr erfolgreich an nem JCM 900 und nem H&K Vortex erleben dürfen. Gerade beim Vortex war plötzlich der zuvor penetrante Bassmulm weg, auch der 900er kam „untenrum“ erheblich schlanker und dadurch präsenter daher. Gleichzeitig klang der Marshall auch weniger spitz. Dieser Entrümpelungseffekt ist vor allem bei von Haus aus sehr mulmigen Amps (wie z.B. mein guter alter Vortex) oder bei tiefen Tunings von großem Nutzen. Auch die besten Amps (z.B. 5150) kommen bei ultratiefen Tunings im Bassbereich irgendwann an ihre Grenzen, ein Booster kann da schon noch mal einiges an Definition rausholen. Empfehlen würde ich hier vor allem meinen persönlichen Favoriten Ibanez TS9 sowie die günstigere Variante Digitech BadMonkey.

Das gleiche wie für Booster gilt im Prinzip auch für Eqs vorm Amp, hier hat man idR noch detaillierter Eingriffsmöglichkeiten da man gezielt einzelne Frequenzen bearbeiten kann. Besser gibt’s in dem Fall eh nicht, ob Booster oder EQ ist wieder mal Geschmacksfrage.

Eqs im Loop dienen eigentlich eher zur Soundveränderung (z.B. Solo andicken, Mitten etwas absenken für „modernere Sounds“) als zur „Entrümpelung“, wobei hier die Grenzen teilweise auch fliessend sind. Das Ausdünnen von problematischen Frequenzen funktioniert aber idR vor der Vorstufe besser als dahinter (so zumindest meine Erfahrung), was ja irgendwo auch logisch ist da du sie ansonsten aus der Zerre wieder „rausfiltern“ musst während vorm Amp das Signal noch unbearbeitet ist.

So weit meine subjektiven Erfahrungen zum Thema boosten, welches sicher kein Alheilmittel ist und eben auch immer nur situationsabhängig erfolgreich ist. Würdet ihr beispielsweise in Standardtuning zocken ist es bei eurer Ampkonstellation fraglich, ob es a) überhaupt nötig ist und b) einen echten Mehrnutzen bringen wird. Im Moment booste ich z.B. nur noch um bei Soli etwas mehr Kompression zu bekommen, da mein derzeitiger Amp ohnehin schon sehr definiert daherkommt und mit eb-Tuning auch keine zusätzliche Hilfe braucht.
 
Aufgeräumter wird's auch mit einem Boss SD-1, quasi das ganze Zerrspektrum wird in die Mitte gedrückt und noch harmonisch angehaucht, boostet ordentlich, aber er klingt dabei dreckiger wie ein TS. Mehr rauschen und surren ist die Folge..
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben