EWI putzen?

von Oilfoot, 10.09.16.

  1. Oilfoot

    Oilfoot Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.16   #1
    Hmm, mal 'ne Frage: wie putzt ihr eigentlich eure EWIs nach der Benutzung? Bis vor Kurzem habe ich mich damit begnügt, das Mundstück mit 'nem angefeuchteten Stück Küchenrolle abzuwischen, es dann etwas trocknen zu lassen und dann mit der Abdeckung zu verschließen. Wobei man die vielleicht auch schon vorher aufstecken kann - ist ja nicht luftdicht.

    Als ich letztens ein paar Probleme mit der Oktaverkennung bekam, habe ich mir die Kontaktplatten mal genauer angesehen und festgestellt, dass vor allem die Ground Plate links der Oktavroller oxidiert war. Dies insebsondere dort, wo der linke Daumen zumeist ruht. Aber auch die Ground Plate für den rechten Daumen zeigt schon leichte Verfärbungen.

    Mit Abrubbeln war da nichts zu machen - wohl aber mit Scheuermilch. Ja, ich sehe euch schon die Augen aufreißen... Ich bin vorsichtig zu Werke gegangen und habe dabei trotzdem natürlich das Gefühl gehabt, womöglich mehr Schaden anzurichten als etwas Gutes zu tun. Hab's trotzdem gemacht, und der Belag ging halbwegs ab. Seither wische ich nach dem Spiel auch immer über die Kontakte. Ebenfalls feucht, obwohl man ja irgendwie auch das Gefühl hat, dass Wasser gerade nicht gut ist. Aber trocken bekommt man ja nunmal etwaige Schweißrückstände und so auch nicht weg. Reinigungsmittel verwende ich ansonsten aber nicht.

    Im Manual steht übrigens für das Mundstück dieser Rat: Keep the mouthpiece clean before, during, and after using the EWI5000. You can clean its outer surface with disinfectant alcohol.

    Alkohol, z.B. IPA, habe ich noch nicht genommen. Erscheint mir erstmal zu "scharf". Jaja, ich weiß, die Bakterien...

    Also, nochmal meine Frage: wie haltet ihr das damit, z.B. die Kontaktflächen oder auch die Note Keys zu putzen?
     
  2. Petra Sue

    Petra Sue Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.09.16   #2
    Ehrlich gesagt, putze ich gar nicht. :tongue:

    Auch wenn es an den Sensoren Verfärbungen gibt, scheinen die zumindest bei mir keinen Einfluss auf die Spielbarkeit zu haben. Und so schrecklich finde ich es nicht, an einem Musikinstrument auch mal Gebrauchsspuren sehen zu können. Schließlich bin ich nicht in einem André Rieu Showorchester. :D

    Was das Mundstück angeht, denke ich, ist ein gelegentliches Einlegen in hochprozentigen Trinkalkohol oder reines Isopropanol nicht unbedingt verkehrt. Dieses "keep dry under all circumstances" ist doch eher eine theoretisierende Lachnummer, wenn man das gute Stück nicht nur als Dekoration an die Wand hängen will.

    Das mit dem Alkoholisieren gilt entsprechend übrigens auch für den durchgehenden Schlauch durch das Instrument, der sich sonst ggf. mit Speichelrückständen zusetzen könnte. Ich meine, es wäre der (in Spielrichtung) linke Schlauch, jedenfalls der mit dem größeren freien Strömungsquerschnitt(*). Am einfachsten dürfte das aber Kopfüber gehen, wenn man den Alkohol in das Abflussloch am EWI-Fuß reinlaufenlässt.

    In das Sackgassenloch zum Drucksensor würde ich allerdings keine Reinigungsmittel einführen. Denn ich weiß nicht, auf welche Stoffe die doch eher filigrane Übertragermembran des Sensors empfindlich reagiert. Wenn sich da mal was zusetzen sollte (und im Patchman-Forum wurde auf solche Fälle durchaus schon mal hingewiesen), müsste man wohl das Teil aufschrauben den Schlauch vom Sensor abziehen und separat reinigen. Das wäre dann aber wohl eher 'ne Arbeit für eine eingeweihte Servicewerkstatt, denn die strukturelle Komplexität des 4000s und des 5000 überschreitet die des USB schon deutlich.

    Tschüssi,
    Petra

    (*) Achtung. Gilt für EWI-USB!! Ich weiß nicht, ob die Luftführung bei den anderen Modellen anders ist. Ich glaub's zwar nicht, aber drauf verlassen würde ich mich nicht.
     
  3. Claus

    Claus MOD Brass&Keys - HCA Tp Moderator HCA

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    Erstellt: 11.09.16   #3
    Wieso sollte da eigentlich nicht Brennspritiritus gehen? Kostet weniger und ist lediglich vergällter, sprich untrinkbarer Alkohol.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ethanol#Besteuerung_und_Verg.C3.A4llung

    Die engmaschige Reinigung von Blasinstrumenten finde ich unabdingbar, weil sehr aufgrund der unwillkürlich und zwangsläufig eingebrachten Spucke sehr schnell ein Biofilm entsteht, auf dem sich alles Mögliche an Keimen entwicken kann. Damit können im Instrument grundsätzlich auch krankheitserregende Entwicklungen ablaufen.
    http://www.welt.de/gesundheit/article157822351/Schimmel-im-Dudelsack-kostet-Musiker-das-Leben.html

    Gruß Claus
     
  4. Petra Sue

    Petra Sue Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.09.16   #4
    Geht natürlich auch, hatte ich vergessen. Aber ich meine mich zu erinnern, dass es hinterher nach dem Vergällungsmittel stinken würde. (Hab aber schon länger nichts mehr mit Spiritus gemacht.)

    Tschüssi,
    Petra
     
  5. Claus

    Claus MOD Brass&Keys - HCA Tp Moderator HCA

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    Erstellt: 12.09.16   #5
    Meine Blechblasinstrumente reinige ich mit (fließend) Wasser plus einem Tropfen Handspülmittel und geeigneten Bürsten. Weil ich auch bei der Mundhygiene sorgfältig bin gibt es da überhaupt keine Probleme.

    Brennspiritus brauchte ich neulich zum Entfett eines Holzpanels, der Vergällungsgeruch verflog recht schnell.

    Gruß Claus
     
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